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9 h f 1 g f 4. 1888. Bienstag den 10. April. 4 42. de 8 92 ö 0 SNA, 1.

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88 elag U bend ausgegeben. Arreisblatt für den Areis Friedberg. scheint dr dener r

u n rr. 8 . Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Bele

el 0 e a g 5 5 g kostet 9 Pf. Annoncen von

n aubwörligen Einsendern(owel. Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. W*

r Amtlicher Theil.

i. N 1 i Bekanntmachung.

* N Mit dem 16. d. Mts. beginnen Seitens der Garuison Butzbach die Schießübungen mit scharfen Patronen auf dem dortigen Schieß⸗

2 stande. Indem wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, laden wir die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zunächst gelegenen

5 Orte ein, in Ihren Gemeinden noch besondere Bekanntmachung zu erlassen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

5 Friedberg den 7. April 1888. Dr. Braden.

* 7 51

1 Bekanntmachung.

I. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat j März 1888 sich folgendermaßen für den Centner berechnen: Hafer M. 6.90, Heu M. 4.15, Stroh M. 3.00.

Friedberg den 7. April 1888. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

m Dr. Braden.

11 1 5 Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthalt des Friedrich Quant von Kressendorf, Kreis Schlüchtern, welcher in einer Strafsache als Zeuge

Altes. 4 vernommen werden soll, wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt 5

711. 10 Friedberg den 3. April 1888. a Kolb.

0 0 Deutsches Reich. wird jedoch bezweifelt, wenngleich die bestimmte] Unterredung mit der Kaiserin. Die Verhand 129. Darmstadt. Es wurde der General- Absicht, dies zu thun, vorhanden sein dürfte. lungen mit der Kaiserin gehen fort, doch besteht Nas sekretär der landw. Vereine Landesökonomierath* DieKöln. Ztg. erklärt, die Kanzler-[auf keiner Seite eine Neigung nachzugeben.

W. Or. Weidenhammer auf Nachsuchen, unter An-krisis habe ihre Ursache in der in Aussicht ge-[Der Kaiser hält sich passiv, er will das Glück

i 5. erkennung seiner Dienste in den Ruhestand ver-[nommenen Verlobung des Fürsten Alexander der Prinzessin nicht hindern, aber auch um

8 setzt, der Generalsekretär des Vereins nassouischer[ von Battenberg mit der Prinzessin Victoria, keinen Preis die politischen Empfindungen des

7 4 5 Land- und Forstwirthe, Muller zu Wiesbaden, der Tochter des Kassers. Fürsten Bismarck verletzen. Er überläßt die

71. zum Mitglied der Oberen landw. Behörde unter De Nachricht derKöln. Ztg. von Unterhandlungen daher der Kaiserin. Die Lage Dre Verleihung des TitelsOekonomie- Rath, der dem Demissionsgesuch des Kanzlers wird hier sei unverändert; man konne nicht wissen, wohin Großh. Oberamtsrichter Freiherr von Diemar einfach nicht geglaubt. Leider richtig, aber nichtf der Conflict führt. Fürst Bismarck äußerte den

1. dahier zum richterlichen Mitglied der Oberen neu ist, daß der Kanzler sich nicht ganz wohl] Personen seiner Umgebung gegenüber:Wenn

90 landw. Behörde in deren Eigenschaft als Landes- fühlt. die Verlobung zu Stande kommt, bin ich nicht

Commission in Feldbereinigungssachen, der außer ordentl. Prof. an der Universität Kiel Dr. Leh mann zum ordentl. Professor in der juristischen Fakultät der Landes-Universität ernannt. Berlin, 5. April. Nachdem der Kaiser beute Vormittag eine kurze Promenade gemacht hatte, empfing er die Vorträge des Kriegsmini sters und des Chefs des Militärcabinets, Nach mittags empfing er den Reichskanzler. Der Kaiser hat die letzte Nacht ziemlich gut und fast ohne Unterbrechung geschlafen, daher das Befinden heute wieder einigermaßen zufrieden stellend ist. Das Unwohlsein der letzten Tage ist vermuthlich darauf zurückzuführen, daß im Innern des Kehlkopfes leichte entzündliche Er

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Aebällerin,

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. 18 scheinungen aufgetreten sind, die indessen bereits wieder abzunehmen scheinen. 6. April. Das Be

finden des Kassers ließ im Laufe des heutigen Tages Manches zu wünschen übrig. Sofern die Witte rung nur einigermaßen günstiger wird, soll die Uebersiedelung des Kaisers nach Schloß Fried lichskron in Potsdam schon gegen den 18. ds. erfolgen.

Prinz Heiurich's Vermählung mit Prinzeß

* bos Irene von Hessen dürfte wahrscheinlich am 24. Mai N 1 stattfinden.

n Fürst Bismarck weilte am Donnerstag

rn Nachmittag von Uhr bis gegen 5 Uhr bei

eimon. dem Kaiser in Charlottenburg. Nachher wurde

* 1 Fürst Bismarck auch von der Kaiserin empfangen.

1 Nach seiner Rückkehr nach Berlin empfing Fürst

1 d. Bismarck den Besuch des Kronprinzen. Der

5 Kronprinz besuchte am Abend die Kaiserin

0 Pf. Augusta, diese war vorher am Abend, bei den 0 77 65 Majestäten in Charlottenburg gewesen.

Das Gerücht von einer Kanzlerkrisis er

Dr. Wolffenden, der frühere Assistent Mackenzte's, ist nicht zur Behandlung des Kai sers hierhergereist, sondern lediglich zu persön lichen Zwecken.

Elberfeld. Umfassende Haussuchungen, welche bei verschiedenen Socialdemokraten in, Elberfeld, Barmen und Umgegend vorgenommen wurden, scheinen reiches Material für eine Un⸗ tersuchung geliefert zu haben, welche auf die Aufdeckung einer geheimen Verbindung gerichtet ist und einen größeren Umfang annehmen dürfte. Hier allein erfolgte bei fast 60 Personen Haus suchung, welche die Verhaftung von neun Per sonen zur Folge hatte, auch in Barmen kam es zu verschiedenen Verhaftungen.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die hie- sigen offiztösen Blätter erhalten von angeblich bestunterrichteter Seite aus Berlin folgende Mittheilung: Am 31. März erfuhr Fürst Bis marck vom Kaiser, daß demnächst die Verlobung der Prinzessin Victoria mit dem Fürsten Alexander von Battenberg stattfinden solle. Fürst Bismarck erhob sofort politische Bedenken. Der Kaiser eröffnete dem Reichskanzler darauf, die Ver lobung sei der Herzenswunsch der Kaiserin, wo rauf der Kanzler bat, von der Kaiserin em pfangen zu werden. Die Bitte wurde sofort bewilligt. Fürst Bismarck entwickelte der Kai serin in Gegenwart des Kaisers seine Gründe gegen die beabsichtigte Verlobung. Die Kaiserin gewann nicht die Ueberzeugung der Unausführ barkeit des Planes. Fürst Bismarck erwiderte, wenn die Kaiserin auf der Verlobung bestände, werde er demissioniren. Am 4. April erfuhr der Reichskanzler von der bevorstehenden An kunft des Fürsten Alexander; er eröffnete dem Kaiser, am Tage, da die Reise des Fürsten von Battenberg beschlossen werde, demissionire er.

halt sich und wird jetzt auch anderweitig unter * Hinweis auf die politische Gefahr, welche die nung, Heirath des Fürsten Alexanders mit der Prin

* zessin Victoria mit sich bringen müßte, bestätigt. . Daß bereits ein Demissionsgesuch eingereicht sei, 75 63 1

Dies wiederholte er in einer neuen fruchtlosen

eine Stunde länger Minister. In Regierungs⸗ kreisen wird versichert, es handle sich beim Fürsten Bismarck nicht allein um den Fürsten Alexander von Battenberg, sondern um die Prin cipienfrage, ob er seine Politik weiterführen könne oder nicht. Gelangten andere Einflüsse als die bisher in Deutschland leitenden zum Wort, so werde der Reichskanzler die Geschäfte nicht weiter führen. Belgien. beruht

Brüssel. DemNord zufolge das Gerücht bezüglich eines Handelsver trages zwischen Rußland und Deutschland einst weilen auf Projecten, die in Petersburg gemacht wurden und ernster ausgearbeitet werden müssen. Angesichts der großen Schwierigkeiten in den ökonomischen und finanziellen Beziehungen der beiden Länder müsse der Boden für einen Han delsvertrag erst geebnet werden.

Frankreich. Paris, 5. April. Die Blätter constatiren einmüthig, daß die gestrigen Ab stimmungen in der Kammer und im Senate ein Zeugniß des Mißtrauens gegen das Cabinet ablegten.Justice, das Organ Clemenceau's, sagt dagegen, das Cabinet stehe vor einer Coa lition, könne aber den ersten Ansturm erwarten. Die gesammte republikanische Partei stehe auf seiner Seite. Eine Versammlung von Opportu nisten beschloß, der Candidatur Boulanger's diejenige des Advokaten Foucard entgegenzustellen.

Ein Rundschreiben Freyeinet's an die

Corpscommandanten bezeichnet es als die feste Absicht des Ministers, in der Armee den unbe dingten Respecet vor der Diseiplin in allen Graden aufrecht zu erhalten. April. Gestern fand in Dünkirchen eine Waͤhlerversammlung statt, woran sich etwa 2000 Personen betheiligten. Nachdem die De putirten Vergoin und Laguerre gesprochen hatten, wurde die Candidatur Boulanger's mit allen bis auf sechs Stimmen angenommen.