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heuere Armee nicht nur zu bilden, sondern auch mit Offi⸗;
leren zu versehen. Wir haben ein Offizter⸗Corps, wie 8 andere Macht, wenn wir einen Krieg unternehmen, muß es ein Volkskrieg sein, mit dem alle einverstanden sind, wie 1870; wenn wir angegriffen werden, dann wird der suror teutonieus entflammen, mit dem Niemand es aufnehmen kann. Weder das Bewußtsein unserer Stärke, noch unsere Hoffnung auf Sieg kann oder wird uns ab⸗ halten, unsere bisherigen Friedens Bestrebungen fortzu— setzen. Wir lassen uns aber auch durch Drohungen nicht abschrecken, ich hoffe, wir werden mit unseren Nachbarn in Frieden bleiben, namentlich mit Rußland, welches keinen Vorwand zum Krlege bat; die Spionagegeschichten mit Frankreich kommen nicht in Betracht, um Lappalten fängt Niemand Krieg an, da heißt es, der Vernünftltze gibt nach. Wir haben versucht, die alten Beziehungen zu Rußland zu erhalten, aber wir laufen Niemanden nach. Bezüglich Bulgarien sind wir uns ganz consequent geblieben. Rußland hat gewiß allen Grund, Deutsch lands loyale Haltung in der bulgartschen Frage anzuer kennen, sobald Rußland uns auffordert, seine congreß mäßigen Ansprüche bezüglich Bulgariens bei dem Sultan zu unterstützen, werde ich kein Bedenken tragen, dies zu thun! Wir stützen uns auf unsere Heeresmacht, brauchen wir sie nicht, um so besser, aber wir müssen uns darauf einrichten, daß wir sie vielleicht brauchen. Drohungen schrecken uns nicht, Drohungen der Presse erst recht nicht; sie sind eine grenzenlose Dummheit, dadurch können wir zu Nichts veranlaßt werden. Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst Nichts in der Welt! Gottesfurcht läßt uns den Frieden wünschen und pflegen, wer aber trotzdem den Frieden bricht, wird sich überzeugen, daß eine kampfes— freudige Vaterlandsliebe, wie sie 1813 die gesammte Be— völkerung Preußens unter die Fahne rief, Gemeingut der ganzen deutschen Nation ist, daß, wenn einer dle deutsche Nation angreift, er sie einheitlich gewappnet findet und jeden Wehrmann mit dem festen Glauben im Herzen „Gott mit uns“.(Stürmischer Belfall.) Francken stein erklärt, er werde für die Wehrvorlage en bloe-An— nahme beantragen und in Consequenz dessen bet diesem Gesetz in Rücksicht auf die polltischen Verhältnisse auch
Ausland. a
Oesterreich-Ungarn. Wien, 6. Februar. Der „Courier“ meldet: Der deutsche Kronprinz, der Ende Februar San Remo verlassen soll, siedelt auf einige Mo⸗ nate nach Görz über. Es soll die Villa Böckman ge— miethet sein.
— 7. Febr. Im Abgeordnetenhaus brachte der Han⸗ delsminister einen Nachtragseredtt von 1,600,000 fl. für Staatseisenbahnbauten eln.
Schwelz Bern. Die Züricher Retzlerung hat ein— stimmig beschlossen, gegen den Poltzeihauptmann Ftscher wegen seiner Indiseretionen nicht weiter vorzugehen.
Belgten. Brüssel. Das„Journal de Brupelles“ meldet, daß die Regierungskretse die Veröffentlichung des Bündnißvertrages als Vorboten ernster Verwickelungen auffassen. Die Regkerung betreibe energisch die Rüstungen und bestellte Männlicher Gewehre und Krupp Kanonen.
Türkel. Constantinopel. Die Veröffentlichung des
Alltanzvertrags hat hier eine düstere Stimmung hervor—
gerufen. Man befürchtet, Rußland werde seine Blicke nach Armenien richten.
Rumänten. Bukarest, 6. Febr. Die Wahlen des Groß Grund besitzes sind in vollständiger Ordnung ver— laufen. Es wurden 49 Anhänger der Regierung und 17 Candidaten der Opposition gewählt; für erstere wur— den 8559, für letztere 2569 Stimmen abgegeben. Bet den Wahlen im zwetten Wahleollegium wurden 43 Regie— rungscandidaten und 18 Oppositsonelle gewählt.
Bulgarien. Sofia, 4. Febr. Eine offietelle De— pesche meldet, daß Prinz Ferdinand gestern in Burgas eingetroffen ist und dort„mit Enthusiasmus“ empfangen wurde. Einem Gerüchte zufolge wäre am 30. Januar ein Attentat auf den Prinzen Ferdinand versucht worden, indem die Eisenbahnschlenen bei Radne-Mahale ausge— hoben wurden. Man hätte dies aber rechtzeitig entdeckt und dadurch die ruchlose Absicht vereitelt. Als Thäter wäre ein russisch gesinnter Geistlicher verdächtig. Es sollen viele Verhaftungen in Phillppopel und Umgebung vorgenommen sein.
Rußland. Petersburg, 6. Febr. Einzelne Resi⸗ denzblätter sehen bereits mit großer Genugthuung in der
kelne Debatte an die Anleihevorlage knüpfen. Helldorf, Bennigsen, Behr und Rickert unterstützen den Antrag;
die Anlelbevorlage geht an die Budget Commission, es,
folgt die zweite Berathung der Wehrvorlage. Francken— stein beantragt en bloe- Annahme, Bennigsen unterstützt den Antrag. Fürst Bismarck: Ich kann das Zeugniß ab— geben, daß die verbündeten Reglerungen für dies Ent— gegenkommen dankbar sein werden, nicht nur als Beweis des Vertrauens des Reichstages, sondern als wesentliche Stärkung, die dadurch die Frledensgarantien haben wer— den. Das Gesetz wird in zweiter Lesung en bloe an genommen.(Stürmischer Beifall.) Als der Reichs— kanzler den Reichstag verließ, empfing ihn die nach Tausenden zählende Menge mit Jubelrufen und geleitete ihn, während die Zahl immer mehr wuchs und den ge— sammten Verkehr in diesem Theile der Leipziger- und Wilhelmstraße hemmte, bis vor das Palais, wohin der Fürst in der Uniform seines Kürassier Regiments sich zu Fuß zurückbegab.— 7. Febr. Der Reichstag nahm in zweiter Berathung den Gesetzentwurf Behr Bennigsen auf Verlängerung der Legislaturpertode unverändert an.— Die Budgetcommission des Reichstages nahm heute unver— ändert die 280 Millionen-Anleihe für Militärzwecke an.
— 7. Febr. Das Abgeordnetenhaus erledigte die Etats des Finanzministeriums, der allgemeinen Finanz— verwaltung und des Handelsministerlums.
— Ueber Stettin, Grabow und Altdamm, sowie über
Annäherung auch eine politisch bedeutsame Verständigung Floquet's und Mohrenhelm's.
6. Febr. Der Botschafter Graf Schuwalow war
durch Bronchitis verhindert, früher nach Berlin zurück— zukehren. Derselbe ist jetzt vollständig genesen und ver- läßt heute Petersburg. — Die Reglerung erließ eine ministerielle Verordnug, wonach alle fremden Juden, die bis zum 1. Mat d. J. die behördliche Bewilltgung zur Führung von Handels— geschäften nicht erlangt haben werden, vor dem 1. Ja- nuar 1889 unbedingt das russische Staats-Gebiet ver— lassen müssen.
Aus Stadt und Land.
m. Friedberg. In der Volksküche wurden vom 27. bis 31. Dezember 1887 381 Liter und im Januar d. J. 2774 Liter Suppe ausgegeben. In den letzten Wochen wurden täglich zwischen 90 und 100 Liter ver— theilt. Es bewährt sich darum unsere Anstalt auch in diesem Jahre als eine wohlthätig wirkende Einrichtung für die Armen hiesiger Stadt.
Gleßen, 6. Febr. Professor Gareis hat den an ihn ergangenen Ruf nach Königsberg(an Stelle von Feltx Dahn) angenommen.
Allerlei.
Leipzig, 4. Febr. Infolge heftiger Schneever—
drowo und auf mehreren oberungarlschen Vahnlinten, sowle auf der Gran Elpelthalbahn wurde ebenfalls wegen Schneeewehungen eingestellt.
Handel und Verkehr.
Frledberg, 7. Febr. Fruchtyr. Watzen M. 17.75 bis 18.00, Korn M. 14.— 14.25, Gerste M. 14.— 15., Hafer M. 12.75— 00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund.
Friedberg, 8. Februar. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 0.90. Eiter 1 Stück 6 Pf.
Grünberg, 4. Febr. Fruchtpr. Welzen M. 17.90, Korn M. 00.00, Gerste M. 00.00, Hafer M. 00.00, Erbsen M. 00.00, Linsen M. 22.00, Lein M. 00.00, Samen M. 22.00, Kartoffeln M. 0.00, Wicken M. 22.00.
Gießen, 7. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.90 1.00., Eter per St. 7—0 Pf., Käse per St. 4— 7 Pf., Tauben per Paar 0.60— 0.70 Pf., Hühner per St. M. 0.80 1.00, Hahnen per St. M. 0.75 bis 1.40, Enten per Stück M. 1.50— 2.00, Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 58— 60 Pf., Kuh- und Rlindflelsch 45 bis 50 Pf., Schweinefleisch 54—60 Pf., Hammelfleisch 40-60 Pf., Kalbfleisch 40—48 Pfennig, Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00 5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 8.00 bis 10.00.
Frankfurt, 6. Febr. Fruchtber. Hlesiges Welzen⸗ mehl Nr. 0 M. 30.00 32.00, Nr. 1 M. 27.00— 28.00, Nr. 2 M. 24.00 26.00, Nr. 3 M. 22.50— 24.00, Nr. 4 M. 18.00 19.00, Nr. 5 M. 14.50- 15.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 52.00— 54.00, nord⸗ deutsches und westfällsches Weizenmehl Nr. 00 M. 24.25 bis 24.50, Roggenmehl(hies.) Nr. 0 M. 21.75— 23.00, Nr. 0// M. 20.00— 21.00, Nr. 1 M. 17.50- 18.50, Nr. 2 M. 14.50— 15.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 17.75 bis 18.00, frei Bahnhof hier M. 18.25 18.50, fremder nach Qual. M. 17.75— 20.25, Roggen hiesiger M. 13.75 bis 14.00, Gerste, Brauerwaare M. 15.00— 16.50, do. zu Mahlzwecken M. 11.—00., Hafer, prima M. 14.— 14.50, mittel M. 12.50 13.25, Raps M. 25.00— 26.50, Mals M. 14., Erbsen M. 14.— 19., Linsen M. 20—38., Wicken M. 12.50 13.50, Heu per Ctr. M. 3.25, Stroh M. 2.50, Roggenklele M. 4.50— 4.75, Welzenkleie M. 4.25— 4.50, Malzkeime M. 4.25— 4.50, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzenspreu M. 1.50— 0.00, Reismehl M. 4.00 4.50, Chiltisalpeter per Frühjahr ab Rotterdam oder Harburg M. 8.75. Sämmtliche Artikel sbei Abnahme von 200 Ctr. an. Rüböl im Detail M. 53.
Frankfurt, 6. Februar. Vlehmarkt. Angetrieben waren 416 Ochsen, 11 Bullen, 428 Kühe, Sttere und Rinder, 314 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 57—59., 2. Qual. M. 50.—54., Kühe und Rinder 1. Qual. M. 52.—54., 2. Qual. M. 42.—46., per 100 Pfund Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 55 bis 60 Pf., 2. Qual. 48 54 Pf. per 1 Pfd. Schlachtgewicht.
Frankfurt, 7. Febr. Engosmarkt. Butter kostete 50 Kilo M. 80.—85., Eier das Hundert M. 7.— 9., Kar- toffeln 100 Kilo M. 5.— 6.50, Mäusekartoffeln 50 Kilo M. 12.—15., Welßkraut 50 Kilo M. 7.— 9., Rothkraut M. 12.— 20., Gurken M. 5.00, Sellerie M. 40—50., Kastanlen 50 Kilo M. 16.— 18., Maronen M. 18.— 20, Erbsen ganze 100 Kilo M. 18.00— 22.00, do, geschälte M. 18.00 20.00, Linsen M. 22.— 45.00, weiße Bohnen M. 20.—24., Spargeln per Pfund M. 3., Mohrrüben 50 Kilo M. 7.—8.
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg.
Sabbathfeter vom 11. Februar.
P. Scalimfest. Freitag Abends 4 Uhr 15 Min.
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Serre
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3 1 5 N 7
die Amtsbezirke Bredow, Warsow, Scheune und Fricken- wehungen trafen sämmtliche heute fällige Züge der Magde⸗ Beginn: 0 Samstag Morgens Uhr 15 Min. Samstag Nachmittogs 3 Uhr 30 Min.
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walde wurde auf Grund des Socialisten-Gesetzes der burger Bahn mit bedeutender Verspätung hier ein, da
kleine Belagerungszustand verhängt. dieselben bei Nienburg ze. im Schnee stecken geblieben Stuttgart, 6. Febr. Laut Nachrichten des Fr. J. waren. Für die mit dem heute früh fälligen, aber mit Sabbathausgang 5 Uhr 55 Min.
aus Florenz ist der König von Württemberg an der Bron zwei Stunden Verspätung eingetroffenen Courlerzug aus Wochengottesdienst von Sonntag den 12. Februar an a
chltis erkrankt, welche die Luftröhrenäste beider Lungen Magdeburg anlangenden sogenannten Durchgungspassoglere Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr 15 Min.
betrifft und mit Fleber verknüpft ist. Der König hatet mußt auf der Dresdener Bahn ein Extrazug gestellt Sonntag den 12. und Montag den 13. Februar:
das Bett. werden. Der Verkehr auf der Linte Warschau Alexan— Neumond Adar.
Bekanntmachung. Holzversteigerung Holzversteigerung.
Frledrich Theobald in Feledberg ist, infolge Aus— N;— 3„ Im hi kwald ll Mont 9 deen bang Gruene dust Tü ebe 15 as be, in den Graflich. Solms Rödelheim schen g lee ann 10 Un be fen genten fangen, bis dahin gemeinschaftlich hier betriebenen Weinhandlung, Waldungen.. folgendes Holz zur Versteigerung gebracht werden: f seit dem 1. Januar d. J. alleiniger Inhaber der Firma Im Revier Wickstadt, Distrikt Hasenzahl werden 11 Halnbuchen Stämme, 2,28 Festmeter,
versteigert:
L. C. Trapp Nachfolger geworden. 3 Glchen⸗ 5 1,00 Friedberg am 4. Februar 1088. Freitag den 10. Februar, Vormittags 9¼ Uhr, 50 Raummetet Buchen Schelter, 25 Eichen⸗-Stämme mit 10 Kubikmeter Inhalt,
Großherzogliches Amtsgerlcht Friedberg 50 Knüppel, 35 Nadel-Derbstangen,
e e 8 15 b 50 7„ Stöcke, eröffentlicht: Weber, Gerichtsschresber. 170 Naummeter Buchen⸗Scheitholz, 2000 Stück Buchen-⸗Wellen. 30„ Prüuͤgelholz,
Versteigerung Trals Münzenberg den 4. Februar 1888. 32 Elchen⸗ 0
Der Markvorsteher * 4 4 100 Buchen⸗Stockholz, von Weißbinder-Geräthen in Bad-Uauheim.
54 4 Gorr. ö 25 Elchen:„ Für mein Tuch⸗ und Manufakturwaaren⸗Geschüft Samstag den 11. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, werden 190 Buchen Reisholz, alle Handwerksgeräthe des verst. Weißbindermeistecs
30 Eichen. f suche ich zum sofortigen Eintritt Konrad Henzel dahler in dessen Wohnung öffentlich meist—
Zusammenkunft im Dirt“ Hasenzahl am El— oi L U li n e usammenkun m istrikt Hasenza am ngang 0 einen e 1 ing—
des Waldes, zunächst Wickstadt. Verkauft werden: 60 Stangen, 60 Dielen, Rüstzeug, Wickstadt den 3. Februar 1888. mit guten Schülkenntulssen. 556 12 Dutzend Selle, 1 Farbmühle, 1 Declmalwaage u. s. w. Buß bach. Wilhelm Hölzer.
521 Gräfliche Forstverwaltung. Bad ⸗Nauhelm den 7. Februar 1888. i ö Neu! 6 1 Neu! Spürto-Besen,“
Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. Ein braves Kindermädchen welcher dem Piassavabesen im Gebrauch nicht nachsteht
Wörner. wird auf Petritag gesucht. Wo? zu erfragen bei der und bedeutend billiger ist, offerirt
Eine schöne Wohnung 15 red berg. Theobald Steinel.
von 3, auf Wunsch auch 4 Zimmern mit allem Zubehör, Bürstenfabrikant.
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sogleich beziehbar, zu vermlethen bei Georg Pfeffer II.
5⁵⁴ starl Zöll, Malnzerthor.
findet Beschäftigung bei Bad⸗Nauhelm.
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