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1888.

Famstag den 7. Juli.

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Obberhessischer Anzeiger.

und Freitag Abend ausgegeben.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Unnoncen: die einspaltige 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von

auswärtigen Einsendern

oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

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Amtlicher Theil. Bekanntmachung.

Sonntag den 8. Juli, 3 Uhr Nachmittags, findet zu Petterweil im Gartensaal des Gastwirths Weber eine Versammlung der

Betriebes geschehen? halten wird.

Sektion Vilbel des landwirthschaftl. Bezirksvereins Friedberg statt, in welcher Landwi tslehrer Dr. Tobi inen! ü e: Was kann gegenwärtig zur Hebung des landw.. ae e,,

Zu dieser Versammlung werden nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern alle Freunde der Landwirthschaft ergebenst eingeladen.

Der Sektions-Vorsitzende. Stahl.

NN 2 2 f;. l 8. Die Großb. Bürgermeistereien der Sektion Vilbel wollen vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise veröffentlichen.

Friedberg den 4. Juli 1888.

Bekanntmachung.

1 Betreffend: Die Zusammenlegung und Meltoration der Grundstücke in der Gemarkung Straßheim. Nachdem sämmtliche Zusammenlegungs⸗, Meliorations- und Katasterarbeiten rubr. Gemarkung vollendet sind, werden von Samstag den 7. Juli 1888 die Abrechnungsakten nämlich: 10 5 Repartition über die Kosten bei Entwässerung der Grundstücke nebst der Repartition über die Kosten der Wiesenmelioration,

2) Der Kostenausschlag über die Zusammenlegung der Grundstücke nach welchem trotz der kleinen und äußerst ungünstig gelegenen

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Gemarkung auf den Hektar nur 38,25 M. oder auf den Normalmorgen 9,56 M. zu bezahlen sind zur Einsicht der Interessenten offen gelegt.

. Gleichzeitig werden die Besitzer aufgefordert, sich innerhalb der gedachten Zeit bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Ockstadt schriftlich sahin zu erklären, ob sie am 1. August ihren ganzen Kostenbetrag auf einmal ohne Zinsberechnung, oder in 10 Jahresraten mit 5% Zinsen vom

. August 1888 ab bezahlen wollen.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg J. V.: Dr. Wallau.

Hessischen Infanterie-Reglments Nr. 116, geboren am 13. September 1865 zu

lein Ftitdbeg N 17 8 5 Bleibt diese Erklärung aus, so wird in Anbetracht der geringen Kostenbeträge angenommen, daß die Bezahlung am 1. August 1888 3 üg, geschehen soll und erfolgt dann bei Nichtzahlung die gesetzliche Beitreibung. 2 84 Friedberg den 3. Juli 1888. ant ic nech Edietalladung. r auch i, Nachdem wider den Füsilier Jakob Marguth der 12. Compagnie 2. Großherzoglich

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Gambach, Kreis Friedberg, ber in dem auf Montag den 5. Nobember d. J.,

1 ungeleitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam für fabnenflüchtig erklärt und in eine

Darmstadt den 30. Juni 1888.

der förmliche Desertlonsprozeß eröffnet worden ist, wird derselbe hlermit aufgefordert, sich sofort bei seinem Truppentheil zu gestellen, spätestens Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termin vor dem unterzeichneten Gericht zu erscheinen, widrigenfalls die wider ihn Geldbuße von 150 bis 3000 M. verurtheilt werden wird.

Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division.

zuszahlen wird. Friedberg den 4. Juli 1888.

Rechner, Herr Vogt, die Pfleggelder aus dem 1.

An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser

Halbjahr 1888 gegen die vorschriftsmäßige Quittung Donnerstag den 12. Juli d Für den Vorstand der Mathilden-Stiftung:

Meyer.

Deutsches Reich. Darmstadt. Es wurde: Der Major Frei 10 von Follenius zum Kammerherrn ernannt,

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er Medizinalrath Pr. Münch in Groß-Gerau wie der Medizinalrath Dr. Scotti in Heppen 5 beide auf Nachsuchen, unter Anerkennung hrer Dienste und unter Verleihung des Cha jakters alsGeh. Medizinalrath in den Ruhe tand versetzt, der Arzt bei dem Landeszuchthaus n Marienschloß Dr. Pfannmüller zum Kreisarzt 1 Groß⸗Gerau, der Kreisassistenzarzt Dr. Lehr i Mainz zum Kreisarzt in Heppenheim, sowie zer praktische Arzt Dr. Haberkorn zu Kirchhausen,

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zale, fesetzes zu demselben zur Kenntnißnahme und

zum Kreis⸗Assistenzarzt in Mainz ernannt. Berlin. Der Besuch des Kaisers beim österreichischen und dem italienischen Hofe soll in August erfolgen. Im September wohnt der Kaiser den Manövern des Garde- und des . Armee-Corps bei.

5. Juli. Der Kaiser empfing heute am Inhalter Bahnhof das sächsische Königspaar, legleitete dasselbe zum Schlosse, woselbst das Dejeuner eingenommen wurde und fuhr sodann nit den sächsischen Herrschaften nach Potsdam zum Marmorpalais.

Dem Bundesrathe ist seitens des Reichs lanzlers ein von der Commission zur Ausar⸗ leltung des Entwurfs des bürgerlichen Gesetz⸗ luches aufgestellter Entwurf des Einführungs

peiteren Beschlußfassung mit dem Bemerken zu gegangen, daß in ähnlicher Art, wie es bezüg lch des Entwurfs des Gesetzbuches selbst ge

schehen ist, auch für diesen Entwurf Motive ausgearbeitet werden und deren Vollendung in einigen Monaten zu erwarten ist.

Ueber die jüngsten Besprechungen des Geheimen Rath von Bergmann mit Kaiser Wil helm II. erfährt dieBörsenzeitung, daß die selben dem von den deutschen Aerzten vorbe reiteten Bericht über die Krankheit des Kaisers Friedrich gegolten haben. Der Bericht sei in der Hauptsache fertiggestellt, und seine Veröffent lichung werde alsbald erfolgen. Die Broschüre wird die ganze Krankheitsgeschichte vom Früh⸗ jahr vorigen Jahres bis zum Todestage ent halten und die Gutachten folgender Aerzte mit theilen: Gerhardt, Tobold, Bergmann, Land graf, Bramann, Schrötter, Kußmaul, Bardeleben.

Mackenzie bestreitet entschieden, daß er dem Interviewer im Haag gesagt hat, er habe die Krebsdiagnose verschwiegen, um die Einsetz ung einer Regentschaft oder Aehnliches zu ver hindern. Er habe dem Interviewer nur gesagt, daß seit dem Februar die Aerzte über die Krebs diagnose einig waren. Auf die Frage, ob das Bekanntwerden dieser Diagnose die Einsetzung der Regentschaft zur Folge gehabt haben würde, habe er die Antwort verweigert.

Die Verordnung, betreffend die Rechts Verhältnisse in Kamerun und Togo, hat am 2. Juli die Genehmigung des Kaisers erhalten.

Leipzig, 3. Juli. In dem Hochverraths Prozeß wurde die unbeeidete Aussage der Frau Cabannes verlesen, wonach Cabannes mit Appel gemeinsame Sache gemacht, und Appel sie nach

der Verhaftung Cabannes' mit Geld unterstützt hätte. Landrichter Munzinger bestätigt diese Aussage. Bürgermeister Banicalis(Wertheim), Apotheker Klein, Baron Zorn von Bulach treten als Entlastungszeugen für Appel auf und ver sichern den guten, ehrlichen Charakter des An geklagten. 4. Juli. Die Verhandlung wurde heute unter Ausschluß der Oeffentlichkeit fort gesetzt. Die Zeutzen sind nunmehr sämmtlich entlassen, nur die Sachverständigen vom Großen Generalstab sind noch anwesend und wohnen der heutigen Sitzung bei, in welcher die verrathenen Schriftstücke verlesen werden. 5. Juli. Die Plaidoyers fanden heute unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Der Reichsanwalt bean tragt gegen Dietz 14, gegen dessen Frau 7, gegen Appel 6 Jahre Zuchthaus. Die Urtheils Verkündigung wird Montag stattfinden.

Straßburg. Wie dasEls. Journ. mit⸗ theilt, ist hier das Gerücht verbreitet, Kaiser Wilhelm beabsichtige im Oktober das Reichs land zu besuchen. Nahrung erhält das Gerücht durch die Nachricht, daß an die Bauleitung des Kaiserpalastes die Weisung gelangt ist, die Ar beiten derartig zu beschleunigen, daß der Palast vom Oktober ab bewohnt werden kann.

Ausland.

Frankreich. Paris, 3. Juli. Kammer. Bei der Interpellation, betreffend die Wahl fälschungen in Carcassonne, erklaͤrte Flourens, es stehe fest, daß der Maire dem gerichtlichen Be⸗ fehl Widerstand geleistet und Unordnung verur