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1888.
Jamstag den 7. Januar.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf
Annoncen von
Amtlicher Theil.
Betreffend: Das Rechnungsjahr für die Kirchen- und Stiftungssonds.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die
Im Anschluß an unsere Verfügung vom 15. Februar 1882, Oberhessischer Anzeiger haushalt betreffend, empfehlen wir Ihnen dafür Sorge zu tragen, daß, in soweit dies nicht bereits geschieht, auch den von den Kirchen- und Stiftungsrechnern zu führenden Tagebüchern das Rechnungsjahr zu Grund gelegt, der Eintrag in dieselben demnach mit dem J. April angefangen
und mit dem 31. März geschlossen wird.
Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau.
Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.
Wir sehen der Vorlage der Tabellen über die im zweiten Halbjahr 1887 gefallenen oder beseitigten Thiere oder Ihrer Anzeige, daß
Einträge in den Tabellen nicht vollzogen worden sind, binnen 3 Tagen bei Meidung unangenehmer Verfügung entgegen. +** N 1 f 5 g in den Tabellen sämmtliche Thiere, nicht nur die an Milzbrand erkrankt gewesenen, aufzunehmen sind.
Friedberg den 3. Januar 1888.
Kirchen- und Stiftungsvorstände des Kreises.
Nr. 21
„das Rechnungsjahr für den Gemeinde— Dr. Braden.
Friedberg den 5. Januar 1888.
Wir bemerken, daß Dr. Braden.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer O
12. d. Mts. auszahlen wird.
8 rtsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Vogt, die Pfleg- Gelder aus dem zweiten Halbjahr 1887 gegen
—
die vorschriftsmäßige Qulttung Donnerstag den
Friedberg den 4. Januar 1888. Für den Vorstand der Mathilden-Stiftung Meyer. Deutsches Reich. Frankreich. Paris. Gerüchtweise verlautet aber der scleinkinderbewahranstalt im Dachstubl Feuet und
Berlin, 4. Jan. Das kronprinzliche Paar machte heute eine einstündige Spazierfahrt in ver Richtung von San Remo nach Taggia
Berlin. Die Thätigkeit der Commission zur Aus arbeitung des bürgerlichen Gesetzbuchs ist noch nicht ab geschlossen, die Commission hat noch auszuarbeiten das Einführungsgesetz, die Grundbuchordnung, das Gesetz be treffend Zwangs dollstreckung im unbeweglichen Etgenkhum und das Gesetz betreffend die Behandlung der Extte judicialsachen Der Gesetzentwurf über die Alters- und Invalidenversicherung kann voraussichtlich trotz der Ve⸗ schleuniguag in der Ausarbeitung vor Ende des Monats nicht an den Bundesratb gebracht werden
— Es konnte von vornberein nicht zweifelhaft sein, daß der Zar die Genehmigung zur Veröffentlichung der gefälschten Actenstücke ertheilt hat. Zu allem Ueberfluß ist es durch die„Nordd. Allg. Zig.“ bestätigt; ebenso wenig will man aber bezweifeln, daß die Fälscher selbst sich lange im Dunkel verbergen werden, auch wenn die bisherigen Absichten des Hofes von Gatschina und die
Dispositionen der Petersburger Politik fortdauern. Die letzteren machen einen Rücktritt des Herrn v. Giers nicht unwahrscheinlich, denn der Zar ist mebr als früher un⸗
zugänglich, wenigstens für seinen leitenden Staatsmann. Das Kanzlerblatt hat wohl diese Verhältnisse berühren wollen, als es auf Gründe hindeutete, die„gegen einen rückhaltlosen Aufschwung der Hoffnungen sprechen.“
— Prinz Ratibor, bislang Attaché der deutschen Bot— schaft in Konstantinopel, ersetzt Graf Paul Metternich als zweiten Seecretärx der deutschen Botschaft in London.
— Dem Bundesrathe ist ein Gesetzentwurf für Elsaß— Lothringen, betr. das Theilungsverfahren und den ge richtlichen Verkauf von Liegenschaften, zur Beschlußfassung
zugegangen. Ausland.
Oestertreich⸗Ungarn. Wien. Gegenüber der Be bauptung der„Nowoje Wremja“, daß man in Wien die Absicht gehabt habe, mit Petersburg separat zu verhan deln, daß man aber in Peters burg durchaus nicht vor Begierde brenne, diesen Gedanken zu verwirklichen, be— merkt das„Fremdenblatt“ daß diese Bebauptung voll kommen grundlos set und daß es sich hier wieder ein mal um einen fruchtlosen Versuch handele, Mißtrauen zwischen Oesterreich Ungarn und Deutschland zu säen.
— Der aus Petersburg zurückgekehrte russische Wili— tärattaché ist nach dem Fr. J angeblich beauftragt, dem Kalser Franz Joseph Grüße des Zaren und befriedigende spontane Aufklärungen betreffs der Truppenverschiebungen zu überbringen.
— 4. Jan. Heute hätte Erzherzog Karl Ludwig die selt Monaten vorbereltete Ortentrelse antreten sollen. Die Reise wurde jedoch infolge der polltischen Verhältnisse, nicht wegen ungünstiger sanstärer Verhältnisse am Nil, auf unbestimmte Zeit verschoben.
— Wie aus Lemberg gemeldet wird, grassiren unter den an der galizischen Grenze disloelrten russischen Truppen der Typhus und die Ruhr. Es wird von Hunderten von Todesfällen berschtet. Die Kranken sind nothdürftlg in Baracken untergebracht, der Sanktätsdienst ist schlecht organisirt.
der Kriegsminister beabsichtige zu demissioniten. Admiral Kranz wurde zum Marinemintster, Con
mals,
tteadmiral Gervais zum Chef des Generalstabes der Marine und der Deputirte Felix Faure zum Unterstgats seeretär für die Colonten ernannt.
Türkei Constantinopel. Die jüngsten Meldungen,
welche die Pforte aus Odessa erhalten bat, berichten vor der Einschiffung von 18,000 Rekruten nach dem Kauka sus; die Ankunft weiterer Truppenmengen in Odessa wird
zu gleicher Zeit dementirt.
Wie aus Paris gemeldet wird, hat der türkische Ministerrath am verwichenen Sonntag den Vertrag über den Suezeanal geprüft und zwei Artikel desselben beanstandet.
Serbien. Belgrad, 4. Januar. Der„Politischen Correspondenz“ wird von hier berichtet: Eine Deputation der radicalen Partei dankte dem Könige für das bewiesene Vertrauen. In einer langen Ansprache erkannte der König die loyale und cortecte Haltung der Radiealen an und sprach die Ueberzeugung aus, die äͤußere Polttik werde
vom serbischen und nicht von einem flavophilen Geiste beseelt sein. Nachdem die Radicalen das Verlangen nach
einer Amnestie, die zu den Kronvorrechten gehöre, auf gegeben, habe er(der Konig) aus eigenem Antriebe die anläßlich der Insurrectton von 1883 Verurtheilten be gnadigt, ausgenommen Paschitsch.
Afrika. Suakim, 3. Jan Heute Nacht um 2 Uhr griffen die Rebellen die Redoute H man, sie wurden aber durch das Feuer des Forts mit Hinterlassung von zwölf Todten zurückgetrieben. Es treffen fortgesetzt Deserteute hier ein.
Aus Stadt und Land.
tz. Friedberg. Im Jahre 1887 wurden in hie siger Stadt geschlachtet: Ochsen 428, Faselochsen 1, Kühe 151, Rinder 277, Stiere 48, Kaͤlber 1182, Schweine 2526, Hammel 200, Schafe 303, Ziegen 45, zusammen 5111 Stück Vieh.
s. Friedberg. Nicht uninteressant dürfte für uns Friedberger sein, was die Stadt Gießen bei„trotz Oetrot stets steigendem Verkehr“ an Oetrot im vergangenen Jahre elngenommen hat: nämlich 96,930,29 M. Dlese Summe setzt sich aus folgenden Elnnahmen zusammen: a. für Getränke 23,601,84 M., b. für Mehl und Backwerk 20,7988 M, o. fur Schlachtvieb, zerlegtes Fleisch und Wildpret 32,790,822 M., d. für Brennmatertalien 1790,20 M., e. für Fütterungs artikel 1835,46 M. Die Summe der Oetrosrückvergütung betrug 13,740,47 M., sodaß eine baare Einnahme von 33,189,82 M. verbleibt.
r. Frledberg. Der Prenzlauer Staatsanwalt hat kürzlich folgende Bekanntmachung erlassen:„Wer hler bei Eisglätte auf ungestreutem Trottoir verunglückt, wolle im öffentlichen Interesse schleunigst bei mir den Straf antrag gegen den Schuldigen wegen fahrlässiger Körper verletzung stellen.“ Auch für unseren Plaß zur Nutzan wendung sehr zu empfehlen; während der großere Thetl der Einwohner sehr rasch bei der Hand ist, das Trottoir in passirbaren Stand zu setzen, zeichnen sich einige Häuser besißer durch solche Nachlässigkett aus, daß man ordent lich wünscht, es moge einmal ein„Fall“ passiren, damlt dieselben durch Schaden klug werden.
0 Gleßen, 4. Jan. Am Montag Abend entstand in
zerstörte denselben 1
Schwierigkeiten mit
Jeuerwehr arbeitete trotz aller Eifer, daß der Brand nicht
noch großeren Schaden stif
Mainz, 4. Jan Oe fuhr der von Mainz kommende Güterzug Nr. 410 dem von Worms kommenden Güterzug Nr. 403 bei der Station Metten⸗ heim in die Flanke 7 Wagen des Wormser Zuges
entgleisten und wurden theilweise stark beschädigt. Von
dem Personal beider Züge ist Niemand verleßt. Allerlei. Erfurt. Hier ist am letzten Montag ein großer
Theil der weltberühmten Kunst⸗ und Handelsgärtneret von niedergebrannt..
an. Der Präsident des Oberhauses, Baron Sennpey, ist gestorden.
Utrecht, Jan. Gestern fand ein Zusammenstoß zweier Schnellzüge dei Meppel, Niederländische Staats- bahn, statt. 3 Personen sind todt, 18 verwundet
Paris, 4. Jan. Die Erard'sche Pianofabrik wurde beute durch eine Feuersbrunst zerstöͤrt. Gegen 1500 In⸗ strumente wurden ein Raub der Flammen.
Handel und Verkehr. Bußbach, 4. Januar per Pfund M. 1.10—0.00. Eiet 2 Stück 16 Pf Frankfurt, 4. Jan. Der heutige Heu⸗ und Strobh⸗ markt war von 43 Wagen befahren. Heu kosteten 100 Kilo „ Stroh 100 Kilo M. 5.40 8.70.— Vie tualten Engrosmarkt. Butter 50 Kilo M. 95—100., Eier das Hundert M. 6—8., Kartoffeln 100 Kilo M. ö bis 5.50., Mäusekartoffeln 50 Kilo M. 12—15., Zwiebeln 50 Kilo M. 8—10., Spargeln das Pfd. M. 3.50—4., das Päckchen Suppenspargeln 50-70 Pf., Knoblauch 100 Stuck M. 2.50., Kastanien 50 Kilo M. 12—15., Maronen M. 18—20., Blumenkohl das Hundert M. 30 bis 50., Meerrettig 100 Stuck M. 12— 15., ganze Erbsen 100 Kilo M. 18—22., geschälte Erbsen M. 20— 30., Linsen M. 28—40., Bohnen M. 18—25., Mohrrüden 50 Kilo M. 78.
Verloosungen.
Homburger 50 Thlr⸗Loose vom Jahre 1866.
Butter kostete 45-46 Pf.,
Wochenmarkt Käse per Pfd.
M. 6.80—8
Ziedung vom 2. Januar 1888. Gezogene Sexten; Nr. 15 so5 201 302 455 494 579 609 700 701 922 1087 1183
1197 1363 1565 1603 16911818 1931019711989 2006 2063 2114 2/7 2460 2468 2497 2550 2751 2838 2988 2976 3062 3069 3262 3465 3580 3670. Die Prämien- Ziebung findet am 1. Februar 1888 statt.
Oesterreichlsche 250 fl. Loose vom Jabre 1884. Zlebung vom 2. Januar 1888. Gezogene Serten: Nr. 16 76 193 200 298 299 379 526 589 666 847 865 870 885 1020 1056 1065 101 1246 1349 1376(387 1463 1499 1545 1597 1625 1648 1726 1934 2159 22387 2275 2471 2675 2709 2783 2817 3240 3507 3547 3554 3603 3608 3625 8715 3780 3789 3719. Die Prämien Zieh⸗ ung findet am 1. April 1888 statt.
Wilen, 2. Jan. Ziebung der Oesterr. Credit Loose. Es wurden gezogen die Serien 66 89 128 297 364 636 678 991 998 1005 1312 1334 1876 2833 3250 3722
32 99022


