Kr
e e, ere
A ee
4
den Instrumentenmacher Streisguth und den Apotheker Girard, beide des Landesverrath an— geklagt, außer Verfolgung zu setzen, der Elsen, bahnbeamte Dietz, dessen Ehefrau und der Fär— bermeister Appel bleiben in Untersuchungshaft.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 1. Juni. Der französische Botschafter hat gestern mit dem Grafen Kalnoky eine Unterredung gepflogen. Die„Ungarische Schwierigkeit“ mag damit als beendet gelten, vorausgesetzt, daß der amtliche Bericht über die gestrigen Erklärungen Goblets anders lautet, als die heute vorliegenden Draht— mittheilungen. Sollten die letzteren allerdings aufrecht erhalten werden, so dürfte es unaus— bleiblich sein, daß unsere Diplomatie der fran— zösischen Staatsleitung einigen Vorhalt über Un— hoͤflichkeit und Vorsicht im diplomatischen Verkehr zu Theil werden läßt
Pest, 2. Juni. Unterhaus. Auf die Inter— pellation über die von Tisza wegen seiner am Samstag gehaltenen Rede an Kalnoky gegebenen Erklärungen bemerkte Tisza, er werde später meritorisch antworten, erkläre aber schon jetzt, daß er nie im Entferutesten beabsichtigt habe, eine Nation, mit der das Land in Frieden lebe und leben wolle, zu beleidigen.
Schweiz. Bern. Dem Vernehmen nach wird der Bundesrath von der Bundesversammlung die nöthigen Credite verlangen, um die Be— festigungsarbeiten auf der Nordseite des Gott— hard(Andermatt) in allernächster Zeit in An— griff zu nehmen. In bundesräthlichen Kreisen verlautet, falls dem Bundesrath nicht durch eine Interpellation Anlaß gegeben werde, sich über die Sozialistenausweisung auszusprechen, dürfte der Bundesrath von sich aus diese Angelegenheit vor das Forum der Bundesversammlung bringen.
Frankreich. Paris, 21. Mai. In der Deputirtenkammer interpellirte Gervillereache die Regierung über die Rede Tisza's und bezeichnete dieselbe als unhöflich und dem internationalen Brauche zuwiderlaufend. Goblet erwiederte, die Regierung theile die allgemeine Erregung, dürfe aber solche nicht übertreiben; er erkenne an, die Ausstellung im Jahre 1889 könnte Widersprüche bei jenen Nationen hervorrufen, welche vergessen, daß die Erinnerung an 1789 lediglich Ideen der Emancipation der Gerechtigkeit erwecken. Die Regierung habe dankbar zahlreiche Beitritts erklärungen entgegengenommen, sie dürfe jedoch den auswärtigen Regierungen nicht zürnen wegen Nichtbetheiligung an der Ausstellung. Die In— terpellation wurde nicht weiter besprochen.
— 2. Juni. Kammer. Laur beantragt, im Nordwesten Frankreichs eine Zone zu schaffen, worin Deutsche nicht wohnen sollen, ohne daß sie sich ähnlichen Maßregeln unterwerfen, wie solche von Deutschland für Elsaß Lothringen ge— schaffen seien, und verlangt Dringlichkeit für diesen Antrag. Goblet bekämpt die Dringlich— keit sowie den Antrag überhaupt und erklärt,
die Republik rechne es sich zur Ehre, die Landes—
grenze offen zu halten; Jedermann wisse, welche Leichtigkeit im Verkehre die Fremden in Frank— reich genießen. Er verlangt, daß Laur den An— trag zurückziehe oder die Kammer bitte, die An— gelegenheit der Regierung als der natürlichen Hüterin der Würde und der Interessen Frankreichs zu überlassen. Die Dringlichkeit wird mit 509 7 Stimmen abgelehnt.
gegen 7 Rußland. Warschau. Nach hiesigen Mel—
dungen werden in Modlin anfangs Juli in Auwesenheit des Großfürsten Waldimir große Manöver stattfinden. Der Großfürst wird bei dieser Gelegenheit die Warschauer und Modliner Fortificationen inspieiren.
Aus Stadt und Land.
d. Holzbausen v. d. H. Sonntag den 28. Mai fand im Saale„Zur Krone“ dahler die Deleglrtenver— sammlung der Kriegervereine des Bezirks Vilbel statt. Sämmtliche Vereine waren stark vertreten. Nach Be— grüßung der Versammlung Seitens des Vorsitzenden des hiesigen Kriegervereins, sowie des Bezirksvorstehers Kamerad Völker von Vilbel, welch letzterer mit einem Hoch auf den Protector der„Hassia“, den Großherzog, schloß, erstattete der Schriftführer des Bezirks, Lehrer Will, den Rechenschaftsbericht des abgelaufenen Verbands— jahres, welcher mit Beifall und Befriedigung aufgenommen wurde und von dem steten Wachsen und Blühen der „Hassia“ Zeugniß gab. Auf der Tagesordnung standen zwei Anträge des Vereins Glmsheim. Ueber den Antrag b entspann sich keine Debatte, während der Antrag 2 „der Delegirtentag wolle festsetzen, ob ein Localverein gezwungen werden kann, der durch eine Bezirksversamm lung beschlossenen Extrabesteuerung sich zu unterwerfen“ rief eine längere Diseussion hervor. Die Versammlung entschted sich endlich dahin, daß solches nur geschehen könne, wenn alle Bezirksvereine hiermit einverstanden seien. Dem Antrag des Bezirks Worms:„Der Verband wolle im Jahr 1889 einen Kriegerzug für die Verbands— mitglieder nach den Schlachtfeldern von Metz veranstalten“, wurde ebenfalls nicht beigestimmt. Nachdem noch die Providentiaverträge, die Verbandslotterie, der Verbands— kalender, die Prinz Ludwig-Stiftung, der Voranschlag der„Hassia“ pro 1889, das Verbandsfest zu Bingen, sowie das neue Formular für Unterstützungsgesuche, an welch letzterem einige Veränderungen gewünscht wurden, zur Sprache gekommen, wurde die eigentliche Versamm— lung geschlossen. Lehrer Will brachte hierauf einen mit Begeisterung aufgenommenen Toast auf den Kaiser Friedrich aus; ebenso fand der Toast des Kameraden Schmidt auf das neuvermählte hohe Paar, Prinz und Prinzessin Heinrich, freudige Aufnahme. Die Kameraden trennten sich mit dem Gedanken, auch heute wieder einen recht anregenden Tag verlebt zu haben. Zum Schlusse set noch bemerkt, daß zum Delegirtentag der„Hassta“ am 16. und 17. Juni zu Bingen Lehrer Will zu Rendel gewählt worden ist. Wünschen wir den dortigen Verhandlungen gesegneten Erfolg.
h. Groß Karben. Samstag den 9. Juli findet bei Gastwirth Müller Marchand(Station Groß Karben) eine Lehrerversammlung des Bezirks Selzerbrunnen statt. Außer der Besorechung verschiedener Vereins angelegenheiten soll auch noch die Wahl eines Delegirten stattfinden. Hoffentlich erscheinen bei der Versammlung auch die Mit⸗ glieder der Ludwig und Aliee Stiftung; denn auch in unserer Agentur sind wichtige Fragen zu berathen, und ein Delegirter zur Generalversammlung genannter Stiftung am 3. Juli in Gießen zu wählen. Man hofft auf eine zahlreiche Betheiligung. Es wäre übrigens sehr erwünscht, wenn unser Agent die Lehrer nochmals speziell zu der Versammlung einladen würde.
v. Groß⸗Karben. Sonntag den 10. Juni, Nach mittags 3 Uhr, findet bei Gastwirth Fuhr dahier eine Delegirtenversammlung des Wetterauer Sängerbunds statt. Es wird erwartet, daß alle Vereine stark vertreten sind; auch sollen bei der Gelegenheit die Beiträge zur Bundeskasse pro 1888 gezahlt werden.
Allerlei.
München, 1. Junt. Die drltte internationale Kunst— Ausstellung ist heute durch den Prinz-Regenten eröffnet worden.
Hamburg, 1. Juni. Der Afrikarelsende Lieutenant Tappenbeck ist mit dem Woermann-Dampfer aus Kamerun hier eingetroffen.
Petersburg. Die hlesige chirurglsche Gesellschaft wählte den Professor v. Bergmann in Berlin zum Ehren⸗ Mitgliede.
New⸗Pork, 29. Mai. Die westlichen Staaten sind von sehr heftigen Stürmen heimgesucht worden. Durch Platzregen und Hagelwetter wurde den Saaten und Gebäuden ungeheurer Schaden zugefügt und in einigen Ortschaften wurden Menschen von der Hochfluth wegge— schwemmt. Auch die südlichen Theile von New-Vork, Mittel⸗ und Suͤd Ohio, Missouri und andere Staaten haben gelitten
Handel und Verkehr.
Friedberg, 2. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.9)— 1.00. Eier 2 Stück 9 Pf.
Butzbach, 2. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.10—0.00., Käse per Pfd. 4045 Pf., Eier 1 St. 5 Pf.
Homburg, 2. Juni. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 5.50—6.00., per Gescheid 10— 12 Pf., Eier per Stück 5—6 Pf., Butter per Pfd. I. Qual. M. 1.20., II. Qual. M. 1.15.
Gießen, 2. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.90— 1.00, Eier 1 St. 5, 2 St. 9 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0. 70, Hühner per Stück M. 1.20— 1.40, Hahnen per Stück M. 1.70— 2.00, Enten per Stück M. 2.00— 2.40. Ochsen-Fleisch per Pfund 56-64 Pf., Kuh- und Rind⸗ Fleisch 45—50 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ Fleisch 5461 Pf., Kalbfleisch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00— 5.50, Zwiebeln per Centner M. 15.00 16.00., Kirschen per Pfd. M. 0.76 0.80.
Frankfurt, 1. Juni. Heu- und Strohmarkt. Heu pro 100 Kilo M. 8—9.20., Stroh pro 100 Kilo M. 4 bis 5., Butter pro 50 Kilo M. 95—100., Eier das Hundert M. 4.30—4.50., Erbsen 100 Kilo M. 17.50 bis 21.50., do. geschälte M. 20—30., Linsen M. 28—45., weiße Bohnen M. 19—23., Mohrrüben 50 Kilo M. 6 bis 7., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6—7., neue Malteser Kartoffeln 50 Kilo M. 14—15., Blumenkohl 100 Stück 50-60 Pf., Kopfsalat M. 3—5., französische Radieschen per Pack M. 1.50., frische Aepfel 50 Kilo M. 30., franz. Ecbsen per Ctr. M. 40—45., franz Bohnen per Pfd. 50 bis 60 Pf., Spargeln per Ct. M. 40-50.
Frankfurt, 2. Juni. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfund 12—16 Pf., do. geschälte 14— 18 Pf., Linsen 18 bis 28 Pf., weiße Bohnen 18— 20 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6—7., neue Malteser Kartoffel per Pfd. 12 bis 14 Pf., Butter per Pfd. M. 1.00—1.10., Eier das Stuck 1—.6 Pf., Radieschen 2 Pf. das Päckchen, Römisch Kohl per Portion 40—59 Pf., Blumenkohl per St. 40 bis 80 Pf., neue breite Bohnen 100 St. M. 2—2.50., deutscher Kopfsalat per Stück 3—6 Pf., franz. Zucker⸗ schoten per Pfd. 60—70 Pf., Eskarol 10—15., neue Erbsen per Pfd. 30—35 Pf., neue grüne Bohnen per Pfund M. 0.60—0.70., Spinat 30—40 Pf., Romainsalat 0.70 bis 1., dicke frische hiesige Spargel per Pfd. 30—70 Pf., grüne Pflückspargeln per Päckchen 20—30 Pf., Sellerte⸗ köpfe per Stück 25—45 Pf., Zwiebeln per Pfd. 12 bis 14 Pf., Schwarzwurzel 50—60 Pf., neue Gurken 25 bis 50 Pf., neue Kohlraben per Stück 10— 15 Pf., neue Carotten das Päckchen 12— 20 Pf., Kirschen per Pfund 50 Pf., Krebse per Stück 8—9 Pf.
Buxkin⸗Stoff, genügend zu einem ganzen Anzuge(3 m 30 cm), reine Wolle und nadelf., zu M. 7.75, Ramm⸗ garn⸗Stoff, reine Wolle, nadelf. zu einem ganzen Anzuge zu M. 15.65, schwarzer Tuchstoff, reine Wolle, nadel⸗ fertig zu einem ganzen Anzuge zu M. 9.75 versenden direct an Private portofcei in's Haus Buxkin-Fabrik-Depöt Oettinger& Co., Frankfurt a. M.— Muster⸗Collectionen reichhaltigster Auswahl bereitwilligst franco. 632
Aufgebot.
Für den am 1. April 1842 geborenen, am 26. De zember 1862 angeblich nach Australten Ss gewanpesten und seitdem gänzlich verschollenen Kaspar König von
Ober⸗Mörlen ist aus dem Nachlaß seiner verlebten Eltern,—
der Anton König VI. Eheleute von da, Betrag von 1400 Mark zugefallen. Auf Antrag von Carl König III. und Gottfried König J. in Ober-Mörlen, Adam Schön in Butzbach, Wilhelm Schad Ehefrau in Darmstadt und Jacob Berdel II. Ehefrau in Köln ergeht an den unbekannt wo abwesen⸗ den obigen Kaspar König hiermit die öffentliche Auf- forderung, im Aufgebots termin i Mittwoch den 22. August 1888, Vormittags 10 Uhr, um so gewisser seine Ansprüche an das obige, durch das unterzeichnete Gericht verwaltete Vermögen geltend zu machen und die Erbschaft anzutreten, als sonst sein Ver— zicht auf das fragliche Erbrecht unterstellt, das Depo— situm den Antragstellern, die sich als seine nächsten Seiten— verwandten und darum als die erstberechtigten Erben ausgewiesen, vorerst gegen Kautton überwiesen würde. Dieselbe Aufforderung ergeht unter gleichem Rechts— nachtheil an anderweite Erben, die gleiche oder gar bessere Erbrechte als die Antragsteller zu haben vermeinen, ins—
Vermögen im
besondere an die etwaigen Leibes- oder Testamentserben des verschollenen Kaspar König von Ober-Mörlen. Bad-⸗Nauheim den 24. Mai 1888. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim.
Bauer. 1 Schütz.
Immobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 7. Juni l. J., Vormittags 11 Uhr,
sollen in hiesigem Rathhause die Immobilien des ver—
storbenen Franz Weckerling zum dritten und letzten
2086
Male an den Meistbletenden versteigert werden.
Bel entsprechenden Geboten soll die Genehmigung ertheilt werden. Friedberg den 1. Juni 1888. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2083 Stein häußer.
Holzversteigerung.
Die am 22. Mai l. J. in hiesigem Gemeindewald stattgehabte Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Abfahrtag auf Donnerstag den 7. d. Mts. festgesetzt worden.
Ober-Mörlen am 2. Juni 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen.
Jecke.
2106
Mathildenstift Vilbel.
Bekanntmachung. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Mathildenstifts zu Vilbel wird am 5 Donnerstag den 7. Juni l. J.,
des Vormittags um 10 Uhr,
auf hlesigem Rathhause abgehalten und werden hierzu sämmtliche verehrliche Mitglieder ergebenst eingeladen. Vilbel den 28. Mai 1888.
Der Direktor des Mathildenstifts:
J. C. Guth. 0 0 Chilisalpeter, sowie sämmtliche künstliche Dünger unter Garantte des höchsten Gehalts empfehlen bllligst
2056 Gebr. Rothschild.
Steyr. Sensen, Sicheln und Mail. Wetzsteine.
2026
Assenheim. 2102 Carl Bauer.
bel
1 1 1
. .
*
Ein
1 pott cg
n. 1, bel
3 1 empfiehlt
von g 2098
r
—
herr J 0 g 5 bverden z. Aufgabe
Ca.
ur Hälft eg
erstert in Cuiyre 50
1900 a
99
„


