Betreffend: Das Vormundschaftswesen.
Das Großherzogliche Amtsgericht Wir sehen der Einreichung der Rechenscha bis laͤngstens 1. Februar l. J. entgegen. Die für d
einzureichen. Nichteinhaltung dieser Fristen hat
riedberg an die Vormünder und Curatoren tsberichte und des Nachweises der Zinsenbeischreibung, as Jahr 1888 zu stellenden Vormundschafts rechnungen sind laͤngstens bis zum 30. April l. J.
Friedberg den 2. Januar 1888. im Amtsgerichtsbezirk. unter Vorlage der Einlagebüchlein,
unnachsichtlich eine Ordnungsstrafe von 3 Mark zur Folge.
Sellheim.
Weber.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Dem Direktor des Hof Theaters Wuͤnzer wurde das Rltterkreuz 1. Klasse des Philipps Ordens verliehen und der Ur. Stahl dahler zum Vor; stand der Kabinets Bibliothek und des Rablnets Mu seums mit dem Titel„Kabinets Bibliothekar“ ernannt.
Berlin, 2. Jan. Der„Kreuzzeltung“ zufolge hat der Kaiser gestern der Zuversicht Ausdruck gegeben, daß der Friede erhalten bleibe f 1
— 2. Januar. Den heutigen Nachrichten aus San Remo zufolge ist der Katarrh ves Kronprinzen in den letzten Tagen nicht gewichen; der Schleim hat sich ver mindert, das Befinden ist sonst gut, ebenso Appetit und Schlaf. Die Stimme ist sehr rauh und das Sprechen erschwert. Wegen der scharfen Luft sollen einstweilen dle Spaziergänge und Ausfahrten unterbleiben. 185
— 2. Jan. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ sagt in ihrer Zestungs-Rundschau: In der Veröffentlichung der ge fälschten Actenstücke documentlrt sich ohne Frage das bel Weitem bedeutsamste zeltgeschichtliche Ereigniß. Es wird damit für die loyalen Gesinnungen des Zaren ein be redter Beweis geltefert und einer zuversichtlicheren Auf fassung der Gesammtlage die Bahn geebnet.
— An der Ausarbeitung des Entwurfes eines Ge⸗ setzes über die Ausbeutung der jüngst entdeckten Gold— minen sind commissarisch betheiligt Oberberghauptmann Huyssen, Geh. Bergrath Eskens, Geh. Rath Gutbrod, Geb. Rath Kayser, Legarionsrath Stemerich, Reichscom missär Goͤring, Dr. Hammacher und Oberbürgermelster a. D. Weber. g
Posen, 2. Januar. Heute begann vor der zweiten Strafkammer des hlesigen Landgerichts die Verhandluntz wider die Studenten Brontslaw Slowinski und Genossen wegen Theilnahme an gehetmen Verbindungen, und Auf⸗ reizung verschtedener Klassen der Bevölkerung zu Ge waltthätigketten gegen einander(Paragraphen 128, 129, 130 des R.⸗St. G). Die Angeklagten sind zumeist Handwerker polntischer Natfonalität. Auf Antrag der Staats-Anwaltschaft wurde dle Oeffentlichkeft ausge schlossen. Für die Verhandlung sind zwei Wochen in Aussicht genommen.
Metz, 1. Januar. In den Kirchen des Bisthums Metz wurde heute ein Rundschreiben des Bischofs an den Klerus verlesen, in welchem die Gläubigen aufgefordert werden, für die Herstellung der Gesundheit des deutschen
Kronprinzen zu beten. Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 1. Januar. Das Krlegsministerium verfügte, daß die Reservisten der mit Repetirgewehren ausgerüsteten Truppenkörper zu einer siebentägigen Uebung behufs Schulung im Gebrauch des Gewehres einberufen werden. An dieser Waffenübung sollen auch die Reserve Offiztere der betreffenden Truppen theile theilnehmen. Die Uebungen werden am 22, d. Mts ihren Anfang nehmen.
— 2. Jan. Das„Fremdenblatt“ bespricht die Neu jahrsrede Tisza's und sagt: Oesterreich Ungarn werde nie den Krieg provoelren. Alle seine Stämme wollten nichts als den Frieden, gepaart mit der Sicherheit seiner Dauer und der Integrität des Ansehens und der Inte ressen der Monarchle.
— 2. Jan. Das„Fremdenblatt“ kann die Berichte eines Pester Blattes über die ungestört fortdauernden Verschlebungen russischer Truppen und Kriegsmalexrials aus dem Innern des Reiches an die Grenze nach Westen dahin reetifieiren, daß in letzter Zeit keine authenttschen Nachrichten über neue Truppendislokationen nach der Westgrenze vorliegen; es scheine sich vielmehr hauptsäch— lich um Verschiebungen von Truppen innerhalb der Gren provinzen zu handeln.
Belglen. Brüssel, 3. Jan. Wle verlautet, wird der hlesige russische Gesandte Fürst Urussow, früherer Gesandter in Bukarest abberufen werden. Man bringt diese Angelegenheit mit der Fälschung der dlplomatischen Aetenstücke in Verbindung, man glaubt in ihm den Fälscher entdeckt zu haben.
Italten. Rom, 2. Jan, Anläßlich der Papstmesse in der Peterskirche fand eine große politische Demon stratton statt, bet der Hochrufe auf die Befreiung Roms und solche auf den Papst-Könkg erschallten. Es waran dabei 60,000 Menschen anwesend. In dem Wirrwarr, der entstand, wurden besonders viele Frauen verletzt. Der Papst drückte dem seines Amtes entsetzten Bürger meister von Rom, Herzog von Torlonia, sein Bedauern uber seine Maßregelung aus. Die Absetzung des Bürger— meisters erfolgte, weil er ohne den Stadtausschuß be fragt und ohne von der Regierung, deren Bestellter er war, die Ermächtigung erhalten zu haben, den General— Vicar ersucht hatte, dem Papste die Glückwünsche der Stadtgemeinde zu überbringen.
Serbien. Belgrad, 3. Jan. Die Skupschtina ge— nehmigte mit 120 gegen 63 Stimmen die Zwanzigmilltonen⸗ Anleihe, worauf dieselbe durch könsglichen Ukas auf den 29. Januar vertagt wurde.
Bulgarlen. Sofia. Die Herzogin Clementine von Coburg hat ihre Absicht, den Sultan zu besuchen, auf— gegeben.
Nußland. Petersburg. Die„Neue Zeit“ steht in
deutschen„Reichsanzeiger“ und der seltens des„Reichs⸗ anzeigers“ dazu gemachten Bemerkungen die Wlederher⸗ stellung der guten und ehrlichen nachbarlschen Beziehungen und ein erfreuliches Resultat der Audlenz des Fuͤrsten Bismarck bei dem Kalser von Rußland.
— Das„Journal de St. Petersbourg“ äußert seine lebhafte Befriedigung über die Veröffentlichung der ge fälschten Aktenstücke, wodurch das Mißtrauen beseltigt sel und erkennt die Gradhelt und Loyalttät der deutschen Regierung in der Herbelführung der Aufklärung an.
— Am Samstag wurden 8 Nihllisten durch den Strang hingerichtet, darunter der Kosak Esemoff, welcher während der Reise des Zaren zu den Don'schen Kosaken ein Atten tat vorbereitete.
Aus Stadt und Land.
S. Friedberg, 3. Jan. Die Schlachthauscommission hatte in ihrer vor kurzem stattgehabten Sitzung nach längeren Auseinandersetzungen den einstimmigen Beschluß gefaßt, dem Gemeinderath zu empfehlen,„zugleich mit Erbauung des Schlachthauses Oetrot einzuführen“. In der gestrigen Gemeinderathssitzung nun konnte, obwohl sie nahezu vler Stunden währte, eine Einigung in der Richtung des Commisstonsantrags nicht erzielt werden. Gleich bei Be— rathung des Voranschlags gab das Hineinbringen der Oetrotfrage in die Debatte zu erregten Aeußerungen An— laß, da einige Mitglieder des Stadtraths, welche gegen das Octroi als eine indireete Steuer sind, darum einer Erhohung der Communalsteuern das Wort redeten. Nach unserer Auffassung ist diese geplante Erhöhung für die Bewohner unserer Stadt nicht am Platze, da sie wenigstens 15% betragen müßte, wenn sie von auch nur einigermaßen dauerndem Erfolge begleitet sein soll Ja, nach einigen Jahren müßte sogar auch eine Erhohung dieses Prozentsatzes stattfinden. Die Finanzlage unserer Stadt— daruber dürfen wir uns keiner Täuschung hin— geben— ist keineswegs glänzend. Zwar können wir von einer etwa drückenden Schuldenlast nicht reden, aber fest steht, daß die ordentlichen Einnahmen mit jedem Jahre zurückgegangen, während die Ausgaben sich jedesmal ge— steigert haben. Die einzig richtige Besteuerung, die wirk lich befriedigen könnte, ist das Oetrot, welches wir einst— weilen auf Fleisch und Getränke auszudehnen gedenken. Wir sagten die einzig richtige Besteuerung. Denn durch eine Erhöhung der Communalsteuer würde das Grund— und Gewerbesteuerkapttal ganz, die Einkommensteuer nur zur Hälfte getroffen werden. Hiermit würde also der so oft bei passenden und unpassenden Gelegenheiten in die Debatte gezogene„kleine Mann“ weit empfindlicher in Mitleidenschaft gezogen, als durch das Oetrol, da letzteres doch nur dem fühlbar wird, der viel verbraucht. Ueberdies kommt es uns nicht ausschließlich darauf an, welche Gegenstände getroffen werden sollen. Unser Wunsch ist in erster Linte der, daß der Gemeinderath der Einfüh— rung des Oetrot im Prinzipe beistimmen moͤge. Zum Schlusse eine Bemerkung über die Nothwendigkeit eines Schlachthauses. Bel der jüngsten Revilsion wurden mehrere Metzger mit Strafen belegt, weil deren Schlacht⸗ häuser, von denen einige so viel Worte machten, nicht in Ordnung befunden wu den,
[Bad Nauheim, 3. Jan. Für die Unterstützungs— kasse bedürftiger Pfleglinge der beiden Landes ⸗Irrenan— stalten sind in Ober-Mörlen bt M. 70 Pf., in Wissels⸗ heim 9 M. 85 Pf., in Nleder-Mörlen 5 M. 90 Pf, in Dorbeim 9 M. 30 Pf., in Rödgen 4 M. 60 Pf., in Steinfurth und Schwalheim je 5 M., im Ganzen 51 M. 35 Pf. eingegangen und nach Heppenheim abge— sendet worden.
O Bad Nauheim. In den Geschäftsverhältnissen des hiesigen Amtsgerlchts sind folgende Aenderungen ein getreten. Die Csvilrechtsstreltigkeiten werden nicht mehr am Dienstag, sondern am Sonnabend verhandelt. Die Feldgerichte beginnen um 8, die Forstgerichte um 10 Uhr. Die Gerichtsschreiberet ist an den Wochentagen von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Allgemeiner Audtenztag am Mittwoch.
Allerlei.
Leipzig, 3. Jan. Im benachbarten Lindenthal wurde gestern Nacht ein Mord an einem Kaufmanns Ehepaar ausgeführt. Von den Thaͤtern hat man keine Spur.
Stuttgart, 2. Jan. Der Paris-Wiener Schnell- zug entgleiste heute Nachmittag in Folge Bruches einer Weichenzunge im Bahnhofe von Eßlingen. Der Zug meister blieb todt; ein Reisender trug eine leichte Kopf⸗ wunde davon. Der Zug konnte mit einer Verspätung von einer halben Stunde die Relse nach Wlen fortsetzen.
Antwerpen, 2. Januar. Das hlesige Alhambra- Theater ist gestern Abend durch eine heftige Feuersbrunst zerstört worden. Der Kastellan und die Kinder desselben, welche, da keine Vorstellung stattfand, sich allein im Hause befanden, wurden gerettet.
Berloosungen. Braunschwelg, 31. Dezember. Gewinn⸗Zlehung der Braunschweilger 20 Thaler-Loose. 60,000 M. fielen auf Serte 1561 Nr. 2, 10,000 Mark auf Serie 1441 Nr. 33, 6000 M. auf Serie 5246 Nr. 16, je 1800 M. auf Serie 2555 Nr. 46 und Serie 4497 Nr. 42, je
der Veröffentlichung der gefälschten Actenstücke durch den
300 Mark auf Serie 1457 Nr. 3, Serie 1561 Nr. 17,
S. 3148 Nr. 24, S. 3818 Nr. 8, S. 5032 Nr. 12, S. 5246 Nr. 27, S. 6859 Nr. 6, S. 6869 Nr. 43, S. 8790 Nr. 23, je 220 Mark auf Sertle 1457 Nr. 42, S. 3250 Nr. 40, S. 6605 Nr. 1, Serle 8827 Nr. 30 und Serte 8827 Nr. 45.
Meiningen, 2. Jan. Sertenzlehung der Meininger 7 fl.⸗Loose: 32 125 143 158 256 263 285 392 409 501 697 1172 1173 12211255 1454 1585 1759 1921 1968 2026 208421172185 25312567 2576 2587 26412700 2716 2725 2795 2863 2996 2998 3125 3215 3318 8457 3507 3514 3597 3766 3794 3824 3840 3906 4066 4248 4286 4291 4400 4494 4532 4930 4999 5026 5241 5394 5414 5908 5963 6045 6047 6050 6081 6082 6502 6560 6745 6838 6880 6970 7368 7420 7522 7566 769177117732 7784 7870 8028 8036 8112 8115 8350 8420 8475 8551 8552 8582 8704 8963 9012 9029 9054 9148 9446 9526 9596 9659 9724 9841.
Handel und Berkehr.
Frtedberg, 3. Januar. Fruchtpr. Watzen M. 18.00, Korn M. 13.50, Gerste M. 14. 15.50, Hafer M. 12.50 bis 00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Friedberg, 4. Januar. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—0.90. Eier 1 Stück 9 Pf.
Homburg, 2. Jan. Marktprelse. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5., per Gescheid 8— 9 Pf., Eier per Stück 8—9 Pf., Butter per Pfd. I. Qual. M. 1.10. II. Qual. M. 1.
Gleßen, 3. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00 1.15. Eier per St. 7—8 Pf, Käse per St. 4—8 Pf., Tauben per Paar 0.60— 1.00 Pf, Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Hahnen per St. M. 0.70 bis 1.20, Enten ver St. M. 1.30— 1.70, Gänse per Pfd. 45 70 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. 58— 60 Pf., Kuh- und Rindfleisch 45—50 Pf., Schweinefleisch 54 bis 00 Pf., Hammelfleisch 4060 Pf., Kalbflelsch 40— 48 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.00—4 35, Weißkraut Stück 5-10 Pf., Zwiebeln per tr. M. 8.600- 9.50.
Frankfurt, 2. Jan. Fruchtber. Hiesiges Weizen— mehl Nr. 0 M. 30.00- 32.00, Nr. 1 M. 27.00— 28.00, Nr. 2 M. 24.00- 26.00, Nr 3 M. 22.50— 24.00, Nr. 4 M. 18.00-19.00, Nr. 5 M. 14.50 15.50, Milchbrod— und Brodmehl im Verband M. 51.00— 53.00, nord- deutsches und westfällsches Weizenmehl Nr. 00 M. 23.00 bis 24.00, Noggenmehl(hies.) Nr. 0 M. 21.75— 23.00, Nr. 0/1 M. 20.00-21.50, Nr. 1 M. 17.50— 18.50, Nr 2 M. 14.50— 15.50, Welzen ab unserer Umgegend M. 17.75 bis 18.00, fret Bahnhof hier M. 18.25 18.50, fremder nach Qual. M. 17.75— 20.25, Roggen hiesiger M. 14.00 bis 14.25, Gerste, Brauerwaare M. 15.00— 16.50, do. zu Mahlzwecken M. 11.—00., Hafer, prima M. 14— 14.50, mittel M. 12.50- 13.25, Raps M. 25.00— 26.00, Mais, La Plata M. 14.00 00.00, Erbsen M. 14.— 19, Linsen M. 20 bis 38., Wicken M. 12.— 13., Heu per Ctr. M. 3.50, Stroh M 250, Roggenkleie M. 4.25— 4.50, Welzenklele M. 4.00, Malzkeime M. 4.25— 4.50, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzenspreu M. 1.25, Rapskuchen M. 6— 6.25, Sesamkuchen M. 5.25 5.50, Mohnkuchen M. 4.25- 4.50, Reismehl mit garantirt 22— 24% Fett; und Protéingehalt M. 4.00 bis 4.75, Chiltsalpeter per Frühjahr 1888 M. 0.00, ab Rotter dam oder Harburg. Sämmtliche Artikel bel Abnahme von 200 Ctr. an. Rüböl im Detail M. 55.—56.
Frankfurt, 2. Januar. Vlehmarkt. Auf dem heu tigen Markte waren angetrieben 366 Ochsen, 24 Bullen, 361 Kühe, Stiere und Rinder, 262 Kälber, 175 Hämmel und 137 Schweine. Die Preise stellten sich: Ochsen pro 100 Pfund Schlachtgewicht 1. Qual. M. 58.00 60.00, 2. Qual. M. 52.— 54., Bullen 1. Qual. M. 38.—40., 2. Qual. M. 36 00-3800, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50.—52., 2. Qual. M. 42.—46., Kälber pronl Pfund Schlachtgewicht 1. Qualität 50- 52 Pf., 2. Qual. 44-46 Pf., Haͤmmel 1. Qual. 46-50 Pf, 2. Qual. 32—40 Pf., Schweine 1. Qual. 50— 51 Pf., 2. Qual. 48.50 Pf.
Aufschrift der Postsendungen. Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorge— beugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bel Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers moͤglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkett, daß die Wohnungsangabe stets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Vestimmungsortes, erfolge. 2. Auf den nach Berlin be— stimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Em— pfängers, der Postbezirk O., N., NO. zc.), in welchem die Wohnung sich besindet, hinter der Ortsbezeichnung „Berlin“ zu vermerken. 8. Gibt es mit dem Bestimmungs orte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr als maßge— bend anzusehen sind, ergibt sich aus dem„Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte,“ das zum Preise von 10 Pfg. durch Vermittelung jeder Reichs: Postanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs- Postgeblet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Post⸗ anstalt versehen, dessenungeachket aber nicht als allgemein
S. 2610 Nr. 11,
bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage
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