Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 1: 4. ei imal wö 1 Di ind Feineg Abend sg hben ülreisblatt für den Kreis Friedberg. ee chene und Sine, e
8 meine a einen Annoncen: die einspaltige 1 87 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von,
auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
tember 7 8 Amtlicher Theil. 175
Bekanntmachung.
Betreffend: Abänderung der Bestimmungen über die Verladung und Beförderung von lebenden Thieren auf Elsenbahnen.
5 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß nach einer Note des Reichskanzlers vom 15. l. Mts. in Folge Zustimmung sämmt⸗ licher Bundesregierungen künftighin eine vorgängige thierärztliche Untersuchung nur für diejenigen Eisenbahntransporte von Wiederkäuern und Schweinen gefordert wird, welche nach den eigentlichen Exporthäfen bestimmt sind. Als Exporthäfen für Vieh kommen zur Zeit in Betracht: Hamburg, Harburg, Altona, Bremen, Bremerhafen, Geestemünde und Tönning, letzteres jedoch nur für die Zeit vom 1. Juni bis 30. Novbr. jeden Jahres. Großherzogliches Kreisamt Friedberg
Friedberg den 29. September 1888. Dr. Braden.
Kapell, Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Ernannt und verpflichtet wurde: Heinrich Lebeau von Friedberg als Feldschütze.
Steckbrief. Gegen Johannes Weber von Bornheim ist von Großherzogl. Amtsgericht Vilbel unterm 14. August d. J. wegen der Anschuldigung: im Juli 1888 oder um diese Zeit verschiedene, dem Michael Schmidt von Vilbel gebörige bewegliche Sachen, wie ein Paar Stlefel, 2 Paar Strümpfe, eine Hose, ein Halstuch, demselben in der Absicht rechtswidriger Zueignung weggenommen zu haben, Haftbefehl erlassen. Ich ersuche, denselben festzunehmen und ihn, falls er im Großherzogthum Hessen betreten wird, Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel, andernfalls dem nächsten Amtsgericht vorzuführen..
Kramer, Johannes, angeblich Bildhauer aus Hannover, ist auf Grund Haftbefehls Großherzogl. Amtsgerichts Friedberg vom 26. September 1888 wegen Betrugs
rf und Zuwiderbandlung gegen die Gewerbeordnung festzunehmen, und wenn im Großherzogthum Hessen betroffen, Großherzoglichem Amtsgericht Friedberg, andernfalls dem 0 nächsten Amtsgericht vorzuführen. 1. Heck, Johannes, Korbmacher von Astheim, 2. Heck, Peter, Korbmacher von da, gegen welche das Hauptverfahren vor Großherzoglichem Schöffengericht Vilbel „wegen Bedrohung und Beleidigung eröffnet ist, sind auf Grund Haftbefehls Großherzoglichen Amtsgerichts Vilbel, vom 26. September festzunehmen und, wenn im Groß— unhof U herzogthum Hessen betroffen, Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel, andernfalls dem nächsten Amtsgerichte vorzuführen. Sofortige Benachrichtigung im Fall der Ergreifung und vor Zuführung erbeten. Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort, des Andreas Erb von Laichingen(Donaukreis) wird ersucht. F. Nr. 531/88.
Frledberg den 27. September 1888. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Hill. 15 long Deutsches Reich. der König mit begeisterten Huldigungen em-[Nach dem„Börsencourter“ ist sogar die Person Darmstadt. Sicherem Vernehmen nach spfangen; ebenso die übrigen Mitglieder der des betreffenden Mannes bereits eruirt.
a des Prin f[— Mit großer Bestimmtheit wird als Ein— welcher in letzerer Zeit sich in Folge eines dem Grafen Bismarck, der im Gefolge war, sender des Tagebuchs des Kaisers Friedrich an
b ist in dem Befinden des Prinzen Alexander, Königsfamilie, die in vier Wagen folgten. Auch Ain Magenkatharrs etwas unwohl fühlte, erfreulicher-[galt mancher Hochruf. Im Stadtgarten wur- die„Deutsche Rundschau“ Dr. Geffcken in Ham— 4.
weise eine entschiedene Besserung eingetreten und den den Fürstlichkeiten Bouquets überreicht. burg genannt. Geffcken soll von Paetel, dem hat der Prinz seine regelmäßigen Spaziergänge Nachmittags fand Galatafel statt, bei welcher Verleger der„Rundschau“ als Gewährsmann wieder aufgenommen. der Kaiser zwischen dem König und der Königin genannt worden sein. Das zu den Gerichts—
— Das Staatsministerium hat mit Ge- saß, diesen gegenüber hatten Minister Mittnacht acten eingereichte Manuuscript soll von Geffcken October ct nehmigung des Bundesraths den über den Kreis und Graf Herbert Bismarck ihre Plätze. Um selbst geschrieben sein. Dem„Böͤrsenkurier“ zu⸗
51 Offenbach verhängten kleinen Belagerungszustand[4 Uhr reiste der Kaiser nach der Mainau ab, folge besindet sich auch der Justizminister Fried— vom 1. October l. J. ab um ein weiteres Jahr beim Abschied den König wieder herzlich um-[berg im Besitze eines Exemplars des Tagebuchs. verlängert. armend und küssend.— 29. Sept. Der Kaiser Im Hause Friedberg's sollen überhaupt alle seiner
igel,— Der Gefangen-Aufseher am Landeszucht⸗[kam Nachmittags 3 Uhr in Constanz an, um Zeit vom Kronprinzen vertheilten Exemplare gaus Grünewald, der Hauptsteueramtsdiener bei[den Besuch des Herzogs von Nassau, welcher gebunden worden sein. Dasselbe Blatt spricht
4.——— dem Hauptsteueramte Worms Büudinger wurden den Kaiser im Laufe des Vormittags auf der die Vermuthung aus, daß Minister Friedberg seinen Abschied nehmen würde, da er zu den
1 f uf Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer Dienste Insel Mainau besuchte, zu erwiedern. Auf der
ih fe 1 n den Ruhestand versetzt. Fahrt wurde der Kaiser überall enthusiastisch Vertrauten des Kaisers Friedrich gehört habe, Berlin, 27. Septbr. Kaiser Wilhelm ist begrüßt. N und nicht mitwirken wolle in dem Prozeß,
Uabt. ach dem„Fr. J.“ um 8 Uhr Abends in— In dem neuen Marine-Etat werden jeden- welcher dessen Andenken herabzumindern geeignet
naten Stuttgart eingetroffen. Auf dem Bahnhofe da- falls erhebliche. Forderungen für Ersatzbauten wäre. Lediglich der Vollständigkeit halber theilt % Taaüfte elbst wurde der Kaiser vom König und den von großen Panzerschiffen eingestellt werden.] das Fr. J. dlese Gerüchte mit, welche im Uebrigen Mitgliedern der königlichen Familie, den Mili- Es duͤrfte sich dabei zuerst um 50 Millionen wenig glaubhaft erscheinen. Ar und Civilbehörden, den Hofstaaten und der Mark handeln und zwar für. Di Delzaeteß Be e Veistlichkeit begrüßt. Der Kaiser und der König Ersatz für den ro Kufen eanen tralverbandes der deutschen Industriellen sprach marmten sich, Ehrenjungfrauen überreichten dem„Kronprinz“ und„Friedrich Karl“. Außerdem seute, wie das Fr. J. berichtet, ihre Zustim⸗ kaiser und dem König Bouquets. Unter unbe- ist der Bau von zehn dene in en 1 vr Dee tereitorigter 1 1 3 4 5 4 0 l 8 schreiblichem Jubel der Bevölkerung fuhren der Aussicht genommen, ferner ein Ersatz für Kreuzer sicherungsanstalten für die Alters- und Invaliden—
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platzes war wundervoll, auf den die Stadt um- die Gesammtsumme mit 100 Millionen nicht zu Falera der N. E Höhen ward. abgebrannt. hoch veranschlagt sein. Das vorstehende Re— ene e 12. 22 Sodann fand eine Serenade des Liederkranzes,] tablissement soll in fünf Jahren durchgeführt Leipzig. Das d„ 0 g 1 0 gen velcher fünf Lieder sang, statt und hörten der werden; es würden demnach jährlich 20 Mill. sprechende Urtheil des Landgerichts Nürnberg
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1 12 50 5 f„ Apri Grillenberger und Bern— Faiser und der König auf dem Schloßbalcon zu verausgaben sein. dont ds 0 Heben ee eee 1 zu. Bei 3 vom Oberbürger⸗— 28. Sept. Wie das„Fr. J.“ hört, hat 5 1 1 405 dne neister Hack auf den Kaiser ausgebrachten Hoch] der Justizminister bereits vorgestern die Staats. ken ee e 5 8 Sache na 1„ee lrach die Menge in begeisterten Jubel aus.— anwaltschaft zur Einleitung der Untersuchung in München, 28. Sept. Der Prinzregent ist 8. Sept. Bei prachtvollem Wetter ging die] Sachen des Tagebuchs Kaiser Friedrichs aufge⸗ heute Abend 7 Uhr von selner Reise in die Pfalz Umfahrt des Kaisers und des Königs durch die fordert und ist dieser Aufforderung bereits Folge zurückgekehrt und wurde am Bahnhofe von den neich geschmückten Straßen Stuttgarts, in denen] geleistet. Mehrere Blätter melden, daß man die Mitgliedern des Königshauses„den Ministern, Pie ungeheure Menschenmenge sich aufgestellt[ Spur derjenigen Persönlichkeit, welche die Ver⸗ der Generalität, dem Polizeipräsidenten und latte, von statten. Auf allen Pläßen spielten öffentlichung des angeblichen Tagebuches Kaiser beiden vollständig erschienenen Stadtkollegien Musikkapellen, überall wurden der Kaiser und Friedrichs veranlaßt hat, bereits gefunden habe. begrüßt.
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