Samstag den 25. Zuni.
4 74.
Oberhessischer A
Vird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch
und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Uzeiger.
ü Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Knoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale An
e 18 5 eigen und behördliche aus dem Krei auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nich— f 6
t Jahresconto bei uns haben),
Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Annoncen von
8 f 1 N treffend: Abnahme des Verfassungseides vom II. Quartal 1887. Auklichen be.
Das Großherzogliche Kreigamt Friedberg an die Großherzo
Zur Ableistung des rubricirten Eides haben wir folgende Termine bestimmt: 1. zu Friedberg Dienstag den 5. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, im R 2. auf dem Selzerbrunnen bei Groß-Karben Mittwoch den 6. Die seitberige Zutheilung der Gemeinden tubricirten Eides Verpflichteten vorladen
glichen
lassen, sowie uns bis zum 1..
uli N 0 f N i 115 8 8 1 5 —* B icht, daß Niemand zu laden ist, einsenden. Die im Rückstand befindlichen, unten Verzeichnete bien!*. a Zugleich werden wir in dem Termine
„Hehe segoringen wollen, Audienz ertheilen.
8 Heinrich Sopp und Konrad Adam rich Wolf III. und Georg Thönges von Steinfurth, Tobias Seyfried von Heldenbergen, helm Schuch von Burg-Gräfenrode, Johannes Heppner von Nieder-Eschbach, Heinrich Koch
Mreffend: Die Erwerbung des Ortsbürgerrechts.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedb
— Nachdem wir in letzterer Zeit wiederholt die Wahrnehmung gemacht haben,
5 nen worden sind, ohne daß dieselben die Staatsangehörigkeit im Großherzo
J 45563 der Landgemeindeordnung darauf aufmerksam, daß ein solches Ver auf zu achten, daß derartige Personen erst dann in
ö schen Staatsverband auf
erg an die Großherzoglichen
. die Ortsbürgerregister eingetragen we Antrag derselben durch uns veranlaßt worden ist.
ö Ausschreiben. Eichenauer, Konrad, geboren am 17. October 1867 zu Wallenrod, Dienstknecht, November v. J. zum Nachtheile des Heinrich Schüßler zu
60 IHlite men. Um Nachricht vor Zuführung wird gebeten. 4 Friedberg den 21. Juni 1887.
Fritz von Ober-Mörlen, Friedrich Sommerkorn von Poh
Friedberg den 23. Juni 1887. Bürgermeistereien des Kreises.
athhause, Juli l. J., Vormittags 10 Uhr. zu den obengenannten Orten bleibt beibehalten
und wollen Sie hiernach die zur Ableistung
unfehlbar die Namen der Geladenen anzeigen, oder
u wollen Sie bei 3 M. Strafe vorladen lassen.
am 6. Juli l. J. anderen Angehörigen der betreffenden Orte, welche Beschwerden oder Wünsche
Dr. Bradeu. l⸗Göns, Heinrich Vogt von Reichelsheim, Georg Konrad Gunkel von Nieder-Erlenbach, von Rendel.
Friedberg den 23. Juni 1887. Bürgermeistereien des Kreises.
daß Personen in die Verzeichnisse der Ortsbürger aufge— gthum besaßen, machen wir Sie unter Bezugnahme auf die fahren unzulässig ist und empfehlen Ihnen in Zukunft streng
rden, nachdem vorher deren Aufnahme in den Dr. Braden.
ist auf Grund richterlichen Haftbefehls, wegen eines Bad Nauheim verübten Diebstahls eines Rockes und zwei Paar Hosen, festzu—
Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb.
. r Deutsches Reich. Friedberg. Der„Kreuzzeitung“ zufolge der bekannte freisinnige Agitator Major te, zuletzt im 1. hessischen Infanterie-Re⸗ mut Nr. 81, in Folge ehrengerichtlichen zuiches, des Rechtes, die Militär-Uniform hagen und den Offiizierstitel zu führen, für Astig erklärt worden. Ein Commentar hier— t überflüssig. Jarmstadt, 23. Juni. Die erste Kammer nahm heute Günstündiger Berathung die Vorlage der Regierung über Aastellung und Vorbildung der Geistlichen nach den ässen der zweiten Kammer einstimmig an. anl. Zweite Kammer. Die Interpellation Stephan, [au der Nebenbahn Osthofen-Westhofen betreffend, wortet Mintstertalpräsident Weber dahin, daß der dieser Bahn in Ausführung begriffen ist und in I onaten vollendet sein werde. Hierauf geht das zur Berathung des Antrags Heinzerling wegen Hung besonderer Lagerplätze für die zur Beschotte— aöthigen Steine neben den Kunststraßen über. Geh. bisaurath Schäffer erklärt, daß die Regierung dem b J age nicht entgegenstehe und fügt hinzu, daß die Re— 0
Ausland.
Oestereich⸗-Ungarn. Wien, 23. Juni. König Milan von Serbien trifft am Samstag hier ein. Derselbe nimmt hier einen mehrtägigen Aufenthalt und reist sodann zur Brunnenkur nach Gleichenberg.
Belgien. Brüssel. Laut hierher gelang— ter Mittheilung des Baron Sadoines beschloß nach einer dem Fr. J. zugegangenen Depesche die chinesische Regierung, die Lieferung des Ma— terials für den projektirten Eisenbahnbau Peking— Tientsin unter den Industriellen Deutschlands, Belgiens, Englands und Frankreichs zu vertheilen.
Großbritannien. London, 22. Juni. Gestern begann mit anbrechender Dunkelheit eine fast allgemeine Illumination der Stadt, die besonders großartig im Westend und in der City war. Das Volk durchzog bis spät Nachts die in einem Lichtmeer strahlenden Straßen. Die Ordnung wurde trotz der ungeheuren Menschen— massen nirgends gestört. Während des gestrigen Festzuges kamen mehrere Unfälle vor; so stürzte der Marquis von Lorne vom Pferde, erlitt aber nur eine unerhebliche Verletzung. Das Hoffournal meldet, daß das Befinden der Königin durch die gestrige ermüdende Feier nicht gelitten habe. Gestern Abend fand im Buckingham-Palast ein Galadiner statt. Nach demselben war großer Empfang. Das Regierungs-Jubiläum wurde gestern in ganz England großartig gefeiert.
— 22. Juni. Das Hauptereigniß der heutigen Jubiläumsfestlichkeiten war das große Kinderfest im Hydepark. Etwa 30,000 Kinder der Londoner Cummunal-Schulen marschirten Vormittags mit
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g bei den Krelsämtern schon die geeigneten Schritte habe, um die derzeit bestehenden Mißstände zu hen. Es folgt sodann die Verathung des Antrags und Genossen auf Abänderung des Art. 10 des olizeigesetzes vom 18. Juli 1848 und des Gesuchs iglieder des rheinsschen Jägervereins um Abände— der hessischen Jagdgesetzgebung. Heinzerling be— t die Stellung des Ausschusses dieser Frage gegen— wonach die Regierung ersucht werden soll, die len Vorschriften bezüglich der Jagdordnung einer
inen Revlsion zu unterziehen unter geeigneter Be— leigung der von den Antragstellern vorgetragenen punkte bezüglich der Abänderung des Artikel 10.
Antrag wird angenommen. Das Haus tritt in die Berathung des Antrags Heinzerling auf eines die Städte- und Landgemeindeordnung er— den Gesetzes wegen Vereinigung eines Theils einer üdegemarkung mit der Gemarkung der Nachbarge—
türkischen Convention energisch abmahnen. Die Pforte und Drummond-Wolff sollen überein— gekommen sein, die Ratfikation der Convention
bis nach dem Bairamfeste zu verschieben.
Aus Stadt und Land.
l. Friedberg. Der r. ⸗Correspondent wünscht in der Schlachthaus angelegenheit auch eine andere Stimme aus dem Publikum zu hören. Nun das kann geschehen: Der G. E. H. Correspondent, dessen Correspondenz— zeichen so durchsichtig ist, daß Jedermann genau weiß, wer der Schreiber ist, hat früher Annoncen veröffent— licht:„Nur Prima-Hammelfleisch, kein Geisen- oder Schaffleisch,“ oder so ähnlich; wir fragen, warum hat er denn das gethan? weill Andere geschmuggelt haben, oder nicht? denn Geisenfleisch für Hammelfleisch auszugeben ist doch auch geschmuggelt! Warum schreit er denn nun so? Man kommt ja unwillkürlich auf die Vermuthung, daß er sich getroffen fühlt, denn bekanntlich schreit nur der Getroffene. Wie war denn Das voriges Jahr? da sollte doch eine krächtige Kuh geschlachtet worden und das Fleisch des ungeborenen Kalbes ver— kauft worden sein; auch hierüber hat sich der G. E. H. Correspondent privatim wiederholt und entrüstet mündlich geäußert. Ob's wahr gewesen, wissen wir nicht, aber man erzählte sich's doch. In einem öffentlichen Schlachthause konnte so etwas nicht passiren. Warum redet nun der G. E. H. Correspondent den Privat- schlachthäusern so das Wort, in denen solches vor— kommen kann?
h. Bad Nauheim. Am letzten Dienstag Abend veranstalteten die aus Sachsen hier anwesenden Kur— fremden zu Ehren des Geburtstages ihres Königs eine Lamplonsfahrt auf dem Teiche. Die Fahrt und die schönen Gesänge hatten eine Menge Zuschauer und Zu— hörer herbeigelockt. Bekanntlich eignet sich unser Teich zu derartigen Festlichkeiten mehr als irgend ein anderer Punkt Nauheims, zumal ja auch Gelegenheit geboten sich leiblich zu erfrischen.
s. Okarben. Der Gesangverein„Frohsinn“ feiert am 10. und 11. Juli d. J. das Fest seiner Fahnenweihe verbunden mit der Feier des 6. Wetterauer Sängerbundes—
Musik in zwei Abtheilungen nach dem Hydepark, wo verschiedene Belustigungen für dieselben veran— staltet wurden. Gegen 6 Uhr traf die Königin ein.
Türkei. Constantinopel. Einer Meldung des„Reuter'schen Bureaus“ von hier zufolge hatten der französische und der kussische Bot— schafter der Pforte Noten überreicht, worin sie dem Sultan von der Ratifikation der englisch—
baus Rücksichten des öffentlichen Interesses, ein. Lite Theil des Ausschuß-Antrages, welcher die Re— ersucht, den Antrag Heinzerling in Erwägung en, wird angenommen, während der zwelte Thell n, welcher dahin geht, daß die Regierung den „ eine diesbezügliche Gesetzesvorlage demnächst eilten möge, abgelehnt wird. f aden- Baden, 23. Juni. Die Kaiserin te nach Coblenz abgereist.
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festes. Die Festwirthschaft ist Gastwirth Baßmann über— tragen und glauben wir, daß diese Sache damit in guten Händen ist. Hoffentlich macht uns der Himmel am Fest— tage ein freundliches Gesicht.
? Harhelm, 23. Juni. Gestern wurde der seit Montag vermißte Oekonom Hinkel aus Berkersheim in der Nidda geländet. Die Klelder desselben fand man an der Badestelle liegend und ist demnach zu vermuthen, daß dem Manne beim Baden ein Unglück zugestoßen ist.


