Vertinz
ab g d
ur. ö n
derten
—
. g
stunde.
1
8 ret. —
ut
* 9 e dagcttef Dun dettt.
*
wendet füt ütanitten
tdberg.
0 bruce,
2
2
7 4
1
5 U
887.
Jamstag den 22. Januar
10.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: die einspaltige 2 15 Pf.,
lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf.,
Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Ernährung der Säuglinge.
Friedberg den 20. Januar 1887.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche zugleich Standesbeamten sind, werden, sofern wir ein Bedürfniß hierzu als vorliegend erachten, in Kürze
eine weitere Anzahl von Exemplaren der Flugschrift„Guter Rath für Mütter“ erhalten. worden, daß die Vertheilung der Schrift vielfach unregelmäßig erfolgt.
Seitens der Aerzte ist Beschwerde Wir wiederholen deshalb unsere Verfügung vom 3.
darüber geführt August v. J., daß
bei jedem Fall einer Geburtsanzeige dem Anzeigenden ein Exemplar einzuhändigen und auf Besolgung der in dem Schristchen enthaltenen Rath—
schläge hinzuweisen ist. Gegen Diejenigen, über welche die Aerzte in fraglicher Hinsicht fernerhin zu
Ordnungsstrafe vorgehen.
Klagen Anlaß haben,
Dr.
müßten wir mit Braden.
Bekanntmachung.
Betreffend: Ausbruch der Räude unter den Schafen in der Gemeinde Ilbenstadt. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß unter den Schafen in den Ställen des Peter Veith, des für sämmtliche Schafe dortselbst
Jakob Mörschel zu Ilbenstadt die Räude constatirt wurde und Friedberg den 19. Januar 1887.
Peter Rösel und bis auf Weiteres Stallsperre angeordnet ist. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.
J. V.: Dr. Wallau.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährige freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1887.
Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Frühjahr 1887 stattfindenden rubricirten Prüfung zu unterziehen, werden hier— durch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meid ung des Ausschlusses von dieser Prüfung
spätestens bis zum 1. Februar 1887 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der An— bringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt:
1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen.
3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse geben wird.
4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— zeugniß; b. Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes, mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit und Fähigkeit,
ange
Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten
den
Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen wahrend des ein— jährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen, auch muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; e. ein Unbe— scholtenheitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der vorge— setzten Dienstbehorde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf.
5. Ju dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Franzoͤsisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will.
6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen.
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung— I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875 Blatt Nr. 55 von 1875] Ausschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, uell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden.
Darmstadt den 27. Dezember
Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig
5 190 1 8 Regieru Js⸗
erfolgt event
1886.
NTreimilli Freiwillige.
und zu verpflegen; in diesem Attest darf die Erklärung des Vaters oder Der Vorsitzende: Dr. Zeller Deutsches Reich. ein ernstes Resultat ergeben zu haben; denn lichen Befehl nicht sogleich berücksichtigt hat, Berlin. Der Entwurf der Adresse des jetzt wird mit Sicherheit der alsbaldigen Publi⸗ zeigt nur auf's Neue, wie bereit er ist, gegen
Herrenhauses an den Kaiser sagt: Ew. Majestät sind der Schöpfer des preußischen Heeres in seiner gegenwärtigen Gestalt, durch dessen und unserer Bundesgenossen Heldenmuth Ew. Majestät Reich in Macht und Herrlichkeit wiederhergestellt, der Friede Europas während langer Jahre er
zusehen sein.
20. Jan. Franzosen in den Bretter und ankaufen, bemerkt die
Zu
kation eines Verbots der Pferdeausfuhr entgegen-
der Thatsache, Reichslanden andere Holzer
„Nord
zu löken, wenn seine welfischen In Mitleidenschaft wer
Ni
den Stachel teressen in daß die
große Massen zum Barackenbau Allg Ztg.“,
gezogen den.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. maßgebenden diplomattschen Kreisen auf
Wien
In hiesigen wird f
e
halten wurde. Gegenwärtig sind die staatlichen Beziehungen der Völker Europas mannigfach gespannt, und die Gefahr ist nicht ausgeschlossen, auch das Deutsche Reich unerwartet in einen Krieg verwickelt zu sehen. Das Herrenhaus, tief bewegt, daß Ew. Majestät der Schmerz
nicht erspart wurde, daß die Bewilligung der
Mittel zur vollen Wehrhaftigkeit der deutschen Armee an eine unannehmbare Einschränkung geknüpft wurde, welche dem auf wiederholten Compromissen beruhenden Herkommen entgegen zur Aufloͤsung des Reichstages führte. Das Herrenhaus spricht die ehrfurchtsvolle Versicher— ung aus, ganz und freudig zu Ew. Majestät zu stehen, dankend für die treue Sorge für das Heer, und drückt die Zuversicht aus, daß dem preußischen Volke kein Opfer zu schwer sei, um durch eine dauernde Wehrhaftigkeit jede Gefahr vom Vaterlande abzuwenden. Das Haus nahm ohne Debatte einstimmig die Adresse an.
— Die Erhebungen, welche in Betreff der Pferdeausfuhr angestellt worden, scheinen doch
könne keinem Zweifel unterliegen, daß Frankreich an unserer Grenze größere Truppenmassen con centrirt, als in den Festungen und Garnisonen daselbst untergebracht werden koͤnnen. Auch umfangreiche Ankäufe von Pikrin, welche die Franzosen in Deutschland abgeschlossen haben, hängen mit der Fabrikation von Melinit zu sammen. Lieferungen sind via Rotterdam ab geschlossen, gehen aber über Cöln nach Frankreich.
München, 18. Jan. In Reichstagskreisen war in der vorigen Woche schon die Nachricht verbreitet, der Papst habe an das Centrum den Befehl gelangen lassen, für das Septennat zu! stimmen. Wenn noch Zweifel an der Richtigkeit der Nachricht vorhanden waren, so müssen die selben angesichts der Quelle verschwinden, aus der ich erfahre, daß Leo XIII. in der That in einem an den hiesigen Nuntius gerichteten Schreiben diesen Befehl ertheilt hat, welchem von hier aus insoweit Folge gegeben wurde, daß dem Centrumsführer Mittheilung davon
gemacht worden ist. Daß Windthorst den päpst
das Bestimmteste versichert, daß demnächst Ruß— land auf die Candidatur des Fürsten von Min grelien verzichten werde.
Schweden. Stockholm, Der Reichstag wurde vom Könige mit einer Thron— rede eröffnet, worin der Stand der Finanzen
18. Jan.
als befriedigend bezeichnet wird. Es haͤtten sich bedeutende Ueberschüsse ergeben. An Vor lagen würden dem Reichstage zugehen, ein re
vidirtes Verkehrsgesetz zwischen S Norwegen, ein Gesetzentwurf bett änderung der Privatzettelbanken, ein neues Preß gesetz, ferner Entwürfe betreffend die Eintragung von Firmen-Prokuren in das Handelsregister und über die Branntweinproduction. In Aussicht genommen sind auch Reformen im Schulwesen. Großbritannien 0. Jan.
veden u N
London, 2
Das britische Cabinet beschloß gestern eine Reform der Geschaͤftsordnung des Unterhauses zu einem vorwiegenden und dringlichen Punkte des Sessionsprogramms zu machen a ohne
strengere Regeln zur Einschrankung der Debatten


