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Bienstag den 20. September.

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Sberhessischer Anzeige

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Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch

und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

sanoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von

letreffend: Den Rundgang der Wlesenvorstände im Oetober 1887.

Amtlicher Theil.

Friedberg den 12. September 1887.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Nach Artikel 7 der Wiesenpolizeiordnung ist im Monat October der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feld⸗

Hützen und Wiesenwärter vorzunehmen.

Wir beauftragen Sie deßhalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und die über den Wiesengang

Afzunehmenden Protokolle bis längstens zum 1. November l. J. anher vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was die denselben noch besonders eroͤffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: f 1. Ob die Anordnungen, welche Sie bei dem im März l. J. vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht. 2. Welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengaug vorgefundenen Mängel von

Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen

aach auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos ꝛc.; auf

werden; die Entfernung der

hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich

Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be

ind Entwässerungsgräben, auf die Verebnung der Maulwurfshügel u. dergl. und auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgraben zu

chten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. f 3. Verbesserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiesenfluren,

October 1830, Regierungsblatt Seite 365, Anwendung findet. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speziell

öffnen wollen, ist so gewiß zu beseitigen waren, als sonst die

er gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Protokollen einstweilen zu erwähnen.

ungen in den von Ihnen einzusendenden unterzeichnen. bemerken. wohnern, welche Wiesen besitzen, Itmeinderath wegen Ergänzung des

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treffend: Sonntagsfeier.

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N ermitteln und sehen deßh

enaue Kenntniß der betreffenden

Das Großherzogliche Kreisamt f Seitens des Großherzoglichen Störung der Feier der Sonn- und Festtage

0 Pf. durch den

Verfasser zu beziehen ist, zur

vetreffend: Ermittelung der lendwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahr

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises u 7 Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 21. April 1887 Kreisblatt Nr.

er in rubricirter Angelegenheit anzustellenden Ermittelungen. spätestens aber, bei Meidung unangenehmer

. 4 2 re sehen wir im Lauf des Oktober,

War ein Mitglied des Wiesenvorstandes verhindert, am Rundgange Sollte der Wiesenvorstand, der außer dem Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten, oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes in besonderer Verhandlung vorlegen.

Vorschriften auch für Sie von Wichtigke

alb, falls Sie das Schriftchen zu erhalten wünschen,

welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Kosten der Säumigen angeordnet würden. Jedenfalls sind die von Ihnen getroffenen Anord Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theilnehmern Theil zu nehmen, so ist dies am Schlusse des Protokolls

nöthigen Herstellungen auf

namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom

Wiesenvorstand zu bestimmenden Nach fruchtlosem Ablauf

mindestens noch aus zwei Orts nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den

Dr. Braden.

Friedberg den 16. September 1887. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Anschaffung. Um für die Gemeinden Porto zu

887.

Oberamtsrichters Muhl zu Groß-Gerau ist unter dem Titel:Die Störung des Gottesdienstes und die ꝛc., eine Zusammenstellung der Vorschriften über die Sonntagsfeier verfaßt worden. it ist, empfehlen wir Ihnen das Schriftchen,

Da eine das zum Preis von sparen, sind wir bereit, Ihre Bestellungen zu

Ihrer Anzeige hierüber binnen 8 Tagen entgegen.

Dr. Braden.

Friedberg am 17. September 1887. nd das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. 48 erinnern wir Sie an rechtzeitige Vornahme

Der Vorlage der Ihnen mitgetheilten mit aller Sorgfalt auszufüllenden Formu Verfügung, bis zum 1. November l. J. entgegen.

Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Berlin, 15. Sept. Der Kaiser nahm heute u Steltin mehrere Vorträge entgegen und machte rauf eine Spazierfahrt, wohnte jedoch nicht em Rennen des Pasewalker Reiter- Vereins el. Die Kalserin empfing Mittags die beiden Schülerinnen, welche ihr beim Einzuge Bouquets berreicht hatten und beschenkte dieselben mit vfachtvollen Broschen. Die Prinzen Wilhelm ald Leopold hatten sich nach dem Rennplatz im Westende begeben. Das Diner der Provinzial fände zu Ehren des Kaisers fand heute Abend 5, Uhr statt. 16. Sept. Der Kaiser begab ich heute kurz nach Uhr nach dem Manöver derrain zwischen Polchow, Wussow, Wartow und Züllchow, um dem Manöver beider Divisionen gegen einander beizuwohnen. Die Kaiserin trat e Rück relse nach Berlin um 10 Uhr an. Eine offizielle Verabschledung im Schlosse und auf dem Hahnhofe unterblieb auf Wunsch der Kaiserin.

17. Septiember. Der Kaiser nahm

aus. Heute Vormittag Uhr fuhr der Kaiser, welcher sich des besten Wohlseins erfreut, nach dem Mansöverfeld bei Sparrenfelde. Das Ma⸗ növer schloß bei Neuenkirchen mit der Zurück⸗ werfung der Infanterie. Die Westcorps-Cavallerie führte eine schneidige Attake aus, welcher der Kaiser besondere Aufmerksamkeit zuwandte. Der Kaiser sprach den Truppenführern seine hohe Befriedigung über die Führung und die Leistungen der Truppen aus, worauf noch westlich vom Sparrenfelde de Vorbeimarsch der gesammten Cavalleriedivision in Trabe stattfand. Prinzessin Wilhelm wohnte dem Manöver zu Wagen bei. Prinz Wilhelm verabschiedete sich auf dem Pa radefeld vom Grenadierregiment, sprach den Offizieren und Manuschaften im Namen des Kaisers die vollste Zufriedenheit aus und schloß mit einem enthustastisch aufgenommenen Hoch auf den Kaiser. Der Kaiser, Prinz und Prin zessin Wilhelm, Prinz Friedrich Leopold und Graf Mollke nebst Gefolge sind heute Abend aus Stettin hier wieder eingetroffen. Die Ab

gestern Abend in Stettin den Vortrag einiger

weiß, später ein Ständchen der vereinten Turner⸗ und Gesang Vereine Stettins bei Jackelbeleuchtung entgegen. Der Kasser empfing ue Deputation der genannten Vereine und prach derselben seinen Dank und seine Anerkennung

eder durch den Damen-GesaugvereinEdel⸗

reise aus Stettin erfolgte mit Sonderzug. Mit dem Kalser im Salonwagen reisten Prinz Wil helm und Prinz Friedrich Leopold, im eigenen Wagen die Prinzessin Wilhelm. Eine zahllose

Menge drängte sich in den Straßen zum Bahn hof, wo die Spitzen der militärischen und bür

gerlichen Behörden mit ihren Frauen und Töchtern anwesend waren. Der Kaiser verabschiedete sich in huldvollster Weise von Allen und reichte, als der Zug sich schon in Bewegung setzte, noch wiederholt dem General-Lieutenant v. d. Burg, der heute nach dem Manöver zum commandiren den General ernannt wurde und den Rothen Adler-Orden erster Klasse erhielt, die Haud. Die Kaiserin ist heute zu mehrwöchigem Kurgebrauch nach Baden-Baden abgereist. Ueber die Abreise des Kaisers nach Baden-Baden werden erst noch nähere Bestimmungen getroffen werden. 18. Sept. Der Kaiser nahm Vormittags Vor⸗ träge entgegen und empfing darauf den Besuch der Prinzessin Wilhelm, welche sodann nach Potsdam zurückkehrte. Spaͤter empfing der Kaiser den Staatssecretär Grafen Herbert Bis marck zum Vortrag. Nachmittags machte der Kaiser eine Ausfahrt.

In der Angelegenheit der Einführung fünfjähriger Legislaturperioden sollen bereits vor längerer Zeit maßgebenden Orts Beschlüsse ge faßt sein; es soll die Absicht bestehen die dies- bezüglichen Vorlagen gleichzeitig im Reichstag und dem preußischen Landtag einzubringen.

Eine Nachricht derVoss. Ztg. von einer vor der Heimreise des Zaren(also vor dem 18. Oet.) geplanten Zusammenkunft des