1887.
Famstag den 17. September.
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bberhessischer Anzeiger.
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7 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwo n. 4 a ö 3;. pfelpe und Freitag Abend ausgegeben. a Areisblatt für den Kreis Friedberg. ien E e. **: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei ördli i a g 7
dener oncen: die 8 5 f., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von 2 A—(sowen Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der ke 18 beigefügt ist,. stets ber Post eee i nz.——
Wine. P Amtlicher Theil.
uli; ktteffend: Bestrelbung der Communalintraden, hier Einsendung der Mahn- und Pfandlisten üb 8;
lien a erste und zweile Ziel Umlagen für 1887/88. n e e Friedberg den 14. September 1887.
etgegen.
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dem Im en Bürgermeisterei O
Bekanntmachung.
detreffend: Die Entwässerung der Fluren XIV und XVI in der Gemarkung Ober Erlenbach.
. Die Zusammenstellung der durch rubrieirte Melioration entstandenen Kosten, sowie das Verzeichniß der Repartition derselben auf die Itheiligten Grundstücke liegt 14 Tage, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf dem Amtszimmer der Großherzog⸗
ieist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen.
* b bursche Friedberg den 6. September 1887. Erledigung. Erledigung. Friedberg den 13. September 1887.
7 Rudel
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir sehen binnen 14 Tagen der Einsendung der rubricirten Pfandbefehle oder Ihrem Bericht, warum die Vorlage verzögert wird,
Dr. Braden.
ber⸗Erlenbach offen und sind Einwendungen gegen die Hohe der Zuziehung, oder gegen solche überhaupt innerhalb dieser
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Ausschreiben. Um Auskunft über dermaligen Aufenthalt des Adolph Anklam von Nisreschin wird ersucht. Mein unterm 7. September d. J. erfolgtes Ausschrelben gegen Elisabethe Fath von Heimbuchenthal nehme sch als erledigt zurück. Mein Ausschreiben gegen Porth, Georg, von Eckenheim, ist durch Gendarmeriestation Bad Nauheim erledigt.
Der Großberzogliche Amtsanwalt. Kolb.
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8„ Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Frhr. v. Esebeck, em. Lieut. vom 1. Gr. Inf. Regt. Nr. 115, wurde unter Lellung d la s. des Regts., als Adj. zur 55. Inf. Brig. ö knmandirt, Graf v. Bredow, Prem.⸗Licut. vom Garde⸗ 1 N
iger Bat., in das 1. Gr. Inf. Regt. Nr. 115 versetzt. Berlin, 14. Sept. Der Kaiser gab wegen es Regenwetters die Theilnahme an den heutigen 1—eeldmansvern bei Stettin, zu welchen Prinz Wil— girme Elm und Feldmarschall Moltke hinansfuhren, auf, ö N ktheilte aber im Laufe des Vormittags mehrere
N ludienzen. Die Prinzessin Wilhelm besuchte N Vormittags die Friedländer'sche Mädchenschule ud einige andere Schulanstalten. Heute Nach kittag fand bei dem Kaiser ein größeres Diner N satt, wozu die Spitzen der Civilbehörden von Stettin und der ganzen Provinz geladen waren. N zu dem nach dem Diner bei den Majestäten sattfindenden Kaffee waren auch die angesehensten
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Damen von hier und aus der Provinz geladen. ar morgen hat der Pasewalker Reitverein ein dennen auf dem hiesigen Neunplatze veranstaltet. L 15. Sept. Der Kaiser wohnt, wie der Nattonalztg.“ telegraphirt wird, dem heutigen jennen des Pasewalker Reitvereins bei Stettin ucht bei. Am Schlusse des gestrigen Diners dr Civilbehörden, nach der Vorstellung im lercle der Kaiserin, wurde der Kaiser plötzlich wohl. Es war ein leichter Ohnmachtsanfall, worgerufen durch die drückende Hitze. Der dalser entfernte sich, auf den Leib jäger gestützt. Uibarzt Professor Dr. Leuthold leistete Beistand. leute befindet sich der Kaiser wieder wohl, doch der Besuch des Rennplatzes wegen des sehr armen Wetters ausgeschlossen. Auf Ersuchen All auch das auf eine zweistündige Dauer ver⸗ Ischlagte Ständefest abgekürzt werden. Prinz Bilhelm und die ganze Hofgesellschaft werden on dem Rennen erwartet. Der Prinz und die lrinzessin Wilhelm, sowie Prinz Leopold be— ben sich heute Vormittag nach der Werft des Bulkan“, um dieselbe unker Fuͤhrung des Vor⸗ benden des Aufsichtsrathes der Gesellschaft, ommerzienrath Schlutow, zu besichtigen.
Berlin, 14. Sept. Der General z. D. Iraf v. Werder ist gestern an seinem achtzigsten beburtstage zu Grüssow bei Belgard(Pommern) Istorben.
— 15. Sept. Der deutsche Botschafter in ndon, Graf Hotzfeld, ist gestern Abend von det nach Wiesbaden abgereist.
Stuttgart, 14. Sept. Die zweite Kammer
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stimmte dem Eintritt Württembergs in die Brannt— weinsteuergemeinschaft mit 64 gegen 19 Stimmen zu.
— 15. Sept. Nachdem auch die erste Kammer dem Brauntweinsteuergesetz zugestimmt hat, ward der Landtag vertagt.
München, 14. Sept. Der bayerische Land— tag wurde heute durch den Prinzregenten Luit— pold mit einer Thronrede eröffnet.
— 15. Sept. Kammer der Abgeordneten. Anuwesend 156 Mitglieder. Gewählt wird zum ersten Präsidenten v. Ow mit 155, zum Vice— präsidenten Alwens(lib.) mit 154 Stimmen. Finanzminister Riedel gibt sein Finanzezposs bekannt und erklärt, der Malzaufschlag könne für Bayern nie aufgegeben werden und müsse diesmal eine definitive Steuereinrichtung werden. Die Erübrigungen im bayerischen Staatshaus— halt belaufen sich diesmal auf 11,865,814 M., da das Vorjahr sehr gut abschloß. Der Matri— kularbeitrag beziffert sich auf 31,423,821 M. Bei Empfehlung des neuen Branntweinsteuer— gesetzes versichert der Finanzminister, die alte bayerische Steuer werde, weil sie den Landwirth schädige, nie mehr wiederkommen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 14. Sept. Der österreichische Minister des Auswärtigen, Graf Kalnoky, reist heute Abend zum Besuche des Fürsten Bismarck nach Friedrichsruh.
— Hier beginnt man zu glauben, Oester⸗ reich werde den Rathschlägen Deutschlands folgen und dem Prinzen von Coburg die moralische Unterstützung entziehen, welcher somit gezwungen wäre, bald abzudanken.
Prag, 14. Sept. Bei den heutigen Land⸗ tagswahlen im Großgrundbesitze erschienen die deutschliberalen Wähler nicht. Die Candidaten der conservativen Liste wurden einstimmig gewahlt.
Dänemark. Kopenhagen, 14. Sept. Derou— lde reist heute, nachdem er verschiedentlich, aber stets vergeblich versuchte, bei dem Kaiser von Rußland zur Audienz zugelassen zu werden, von Kopenhagen nach Havre ab.
Bulgarien. Sofia. Regierungsseitig be— hauptet man, daß der Prinz Ferdinand, als er sich nach den letzten Unruhen auf dem Balkon zeigte, von den Ordnungsstörungen nichts wußte und nur auf die seiner Person dargebrachte Hul— digung zu danken glaubte. In diesem Falle würde die Schuld einer Bloßstellung des Prinzen
die Rathgeber desselben treffen, die dem Prinzen den wahren Sachverhalt verheimlichten. Es heißt, daß Karawelow sich mit sieben Personen, worunter der ehemalige Kriegsminister Nikiforow, im belagerten Hause befand und die Letzteren hinderte, auf die Angreifer zu schießen. Die Annahme, daß russisches Geld wieder sehr thätig ist in Sofia, daß solches auch bei den jüngsten Unruhen eine Rolle spielte, wird näher gerückt durch die Mittheilung der officlösen„Swoboda“, welche aus verläßlicher Quelle erfahren haben will, daß der Führer der Zankowisten in Sofia eine erste Geldsendung von 15,000 Rubeln zu Agitationszwecken anläßlich der Wahlen aus Rußland erhalten hat. Von der ungarischen Südgrenze stammende Nachrichten wollen wissen, daß ein neuer Putsch der Russenpartei in Bul⸗ garien sich eben jetzt vorbereite. In letzter Zeit, so wird berichtet, zeigen sich in Belgrad und auch in Semlin zahlreiche bulgarische Emigran— ten, meist ehemalige bulgarische Offiziere, mit russischen Pässen versehen. Die Polizei diesseits und jenseits der Save und Donau ist sehr auf— meiksam auf diese Gäste.
Amerika. New⸗ Vork, 12. Sept. Der Secretär des obersten Gerichtshofes in New— Vork hat ein Gesuch des Anarchisten Johann Most, worin dieser um Erlaubniß bittet, seine Ab— sicht, ein naturalisirter amerikanischer Unterthan zu werden, zu erklären, abschläglich beschieden.
Chicago, 15. Sept. Der oberste Gerichts— hof von Illinois verwarf das Gesuch der ver— urtheilten Anarchisten um Einleitung eines neuen Processes und bestaͤtigte das erste Urtheil. Die Hinrichtung der zum Tode verurtheilten Auar— chisten soll am 11. November stattfinden. Die Anarchisten beabsichtigen jetzt, an das Obertri— bunal der Unkonstaaten zu appelliren.
Allerlei.
Hamburg, 13. Sept. Der Afrikaforscher Dr. Holub ist am Sonntag mit seiner Frau aus Afrika hler einge— troffen und reist am 15. d. nach selner Heimath Wien.
Stuttgart, 15. Sept. Der Aesthettker Professor Friedrich Vischer ist gestern in Gmunden gestorben.
Breslau. Vor einigen Tagen wurde hier einem Manne eine Anzahl Essenspliter aus der Stirne gezogen, die dersesbe am 16. August 1870 in der Schlacht von Mars la tour, also vor 17 Jahren, durch einen Granatk— schuß in den Kopf erhalten hatte.
Parts. Hier wurde vor einigen Tagen ein Hand— lungsreisender wegen Heraus lockung von Wagren ver— haftet. Unter den Habseligkeiten des Mannes, der eine auffallend schöͤne Erscheinung besitzt, fand sich auch ein


