Famstag den 16. Zuli.
M Sg.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch N und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
smoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf.,
die 8 a lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns 915 f 1
Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
1[Aetreffend: Die Wahlen zum XXVI. Landtag.
süblich bekannt zu machen ist.
—. treffend: Die Einsendung der Todeszeugnisse und
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meister,
shärüg
Jarl Seiz.
Diejenigen von Ihnen, welche mit der
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Mein unterm 13. Juni d. J. erfolgtes Friedberg den 13. Juli 1887.
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sid, wollen dieselben binnen 24 Stunden bei Meidun
Amtlicher Theil.
J.— Oberhessischer Anzeiger Nr.
Friedberg am 14. Juli 1887.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, welche dem I., II, IV. und XIII. Wahlbezirk zugetheilt sind. Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 30. Juni l. drauf aufmerksam, daß spätestens am 16.
76— machen wir andurch nochmals besonders
1. Mts. Tag, Stunde und Ort der am 20. l. Mts. vorzunehmenden Wahlmänner-Wahlen
Sterbfallszählkarten.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen
Dr. Braden. Friedberg den 14. Juli 1887. Bürgermeistereien des Kreises.
Einsendung der Todeszeugnisse und Sterbfallszählkarten für Mai und Juni noch im Rückstande
Erledigung.
g der Zusendung eines Wartboten dem Großherzoglichen Kreisgesundheitsamt vorlegen.
Dr. Braden.
Ausschreiben gegen Heinrich Köhler von Heidelbach nehme ich als erledigt zurück.
Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb.
Darmstadt. Dem Forstwart Haag in Groß— da wurde das silberne Kreuz des Philipps— ollens verliehen und der Vicefeldwebel Klein aus ins hausen zum Steueraufseher ernannt.
— 14. Juli. Der Erbgroßherzog, Prinz n Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst Achter sind heute von England hier eingetroffen
enhüte N Deutsches Reich.
zie der„K. Z.“ aus Gastein ge— nidet wird, soll die Ankunft des Kaisers Wil—
pet n 25. Juli erfolgen.
elociheh— 14. Juli. Fürst Bismarck ist heute m, urgen nach Varzin abgereist. Fehlen, I Tie„Kenik. Alg 3g mtl de f„ ige, ob der Prinz Ferdinand von Coburg III Zustimmung des Chefs des Hauses Coburg 1 Annahme der Fürstenkrone bedürfe, richte
„nach dem Coburg'schen Hausgesetz und be— Kale? ite den deutschen Kaiser gar nicht. Dieser Abei der Gutheißung der Wahl genau so viel die übrigen Unterzeichner des Berliner Ver— von 1878 betheiligt. Man versichert hier, Ferdinand von Coburg sei nicht gewillt, ulgarische Fürstenkrone anzunehmen, wenn nur eine Macht seiner Wahl widerspreche. —„Die Hetzereien der französischen Presse en jetzt auch,“ so wird auch der„Pol. Corr.“ ii hier geschrieben,„von der„Nordd. Allgem.
51 Fü ig“ an auffälliger Stelle unter Hinweis auf
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er Gehässigkeit reproducirt. Es beweist dies,
0 Iii dieselben in maßgebenden Kreisen Beachtung wah en und daß man Act von denselben nimmt. i Verhetzungen gegen Deuschland, die un— * 0 1 lige Behandlung, deren Deutsche in Frank— 5 1 ich ausgesetzt sind— wenn sie auch sicherlich
J uit dazu führen werden, daß man in Deutsch— — Un den Franzosen gegenüber das Gastrecht hege— haben mit der Zeit eine solche Er—
1 b hung hier hervorgerufen, daß jede Maßregel b Vaschland sicher sein würde. Glücklicherweise .
Nb würden, der beifälligsten Aufnahme in
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tegierung, durch welche Repressalten aus— 10 7 f i 15 s Staatsruder in starken, gewandten und
ihtigen Haͤnden, so daß man hoffen darf,
Deutschland werde nicht gezwungen sein, auf die Herausforderungen mit einer Annahme des an— gebotenen Kampfes zu antworten. Leider hat man aber in Frankreich zu der Versöhnlichkeit der deutschen Politik vielleicht noch größeres Vertrauen, als sie beansprucht, denn es gibt eine Grenze, wo die Frage der Wahrung des Frie— dens mit der der Aufrechterhaltung der Wuͤrde Deutschlands in Conflikt gerathen könnte. Sollte diese Grenze erreicht werden, so darf man als zweifellos annehmen, daß dann jede andere Rück— sicht in den Hintergrund treten würde. Was die Beziehungen Deutschlands zu Rußland be— trifft, so zeigt die bezüglich der Sicherheit rus— sischer Werthanlagen entsponnene Polemik, daß die feste Absicht besteht, den von Rußland auf handelspolitischem Gebiete angebotenen Kampf energisch aufzunehmen und aus der Defensive, in der man sich bisher gehalten hatte, zum An— griff überzugehen.“
Konstanz, 14. Juli. Der Kaiser traf hier heute Morgen ein. Er wurde vom Groß— herzog, dem Erbgroßherzog und deren beiden Gemahlinnen empfangen und zu Schiff nach der Mainau geleitet. Der Kaiser, auf dem Schiffsdeck stehend, wurde von einer äußerst zahlreichen Menschenmenge begeistert begrüßt.
Ausland.
Frankreich. Paris, 12. Juli. Die Kam— mer nahm einstimmig den Antrag Ricards, die Demission Floquets zurückzuweisen und ihn zu bitten, auf seinem Posten zu verbleiben, an.
— 14. Juli. Anläßlich des Nationalfestes fand Vormittags auf dem Stadthausplatze eine Revue der Schuͤlerbataillone statt. Unterrichts— minister Spuller, der Präfeet des Seine— departements und der Vorsitzende des Munizipal— rathes wohnten der Revue bei. Die Volks— menge brachte lebhafte Hochrufe auf die Republik aus. Der Abmarsch der Truppen zur Revue in Longchamps erfolgte durchaus ruhig. Ein aus Mitgliedern der Patriotenliga und anderen Gesellschaften bestehender, etwa 2000 Personen zählender Zug, mit Derouldde an der Spitze, marschirte heute Vormittag nach der Place de la Concorde und legte an der Statue der Stadt Straßburg Kränze nieder. Die auf dem Platze versammelte Meyge nahm diese Kundgebung mit
strationen fanden nicht statt. Dann begab sich der Zug zu der Statue der Jeanne d'Arc, wo ebenfalls Kränze und Blumensträuße nieder— gelegt wurden.
Großbritannien. London. Der„Daily News“ zufolge lud die englische Regierung die Mächte zu einer Conferenz über die Zucker— prämienfrage ein und schlug London als Ver— sammlungsort vor. Die Regierung ist jedoch nicht abgeneigt, die Conferenz auch an einem anderen Orte stattfinden zu lassen.
— 14. Juli. Das deutsche Kronprinzenpaar ist gestern Nachmittag auf der Nacht„Victoria und Albert“ in Cowes angekommen, wo die— selben verbleiben, bis das Schloß Noriy für die Aufnahme hergerichtet ist.
Türkei. Constantinopel. Einer Meldung der„Corresp. Havas“ zufolge ist die von Creta nach Constantinopel entsendete Deputation zu— rückgekehrt. Das von der christlichen Bevölke— rung eingesetzte Comité sah, auf das Wohlwollen des Sultans bauend, von weiteren Schritten ab.
Bulgarien. Sofia, 14. Juli. Der Prinz von Coburg antwortete auf die Beglückwünschungs— Telegramme der Bevölkerung, daß die Sym— pathien Europas und die verständige Haltung Bulgariens allein im Stande seien, den bulga— rischen Wuͤnschen Erfolg zu verschaffen, und daß er auf die Einsicht und Ergebenheit des bulga— rischen Volkes rechne.
Serbien. Belgrad, 12. Juli. Die Königin ist mit dem Kronprinzen heute Mittag hier ein— troffen; sie wurde am Landungsplatze vom Koͤnig, von den Ministern und dem diplomatischen Corps begrüßt. Die Meldungen über eine angebliche Ministerkrisis sind total erfunden.
Allerlei.
Homburg v. d. H. Dle Fürstin Bismarck wird zu längerem Kurgebrauch in den nächsten Tagen hler erwartet.
Rom. Der Ausbruch der Cholera in Italien wird nunmehr offieiell zugestanden. Die Zahl der Erkrankungen in Cantanta und Palermo hat sich vermehrt. Auch aus Toulon werden Cholerafälle gemeldet. Ebenso munkelt man in Marseille vom Ausbruch der Epidemle, die Be— hörden unterdrücken vorerst jedes bezügliche Gerücht. Am Telegraphenschalter machte man dem Berschterstatter der Kölnischen Zeitung die Bemerkung, daß eine Cholera— depesche voraussichtlich nicht über die Grenze kommen würde. Eine erdrückende Hstze in Marseille ist allerdings dazu angethan, die Seuche zu befördern. In den ge nannten Städten ist bekanntlich die Cholera noch kein
Beifallsbezeigungen auf; anderweitige Demon—
Jahr ausgeblieben:


