Ausgabe 
16.6.1887
 
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Donnerstag den 16. Zuni.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Innoncen: die einspaltige Petitzeile 15 P

f., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Krei

se 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von

auswärtigen Einsendern Goweit Legtere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

9 Großherzogliches Ministertum des Innern und der Justtz hat der Norddeutsch Moßherzogthum auf Widerruf unter den nachstehenden Bedingungen erthellt: 1.

erlust der Concession dem Großherzoglichen

um Hessen, welcher in diesem Staate seinen esen sowie die übrigen Agenten ordnungsmäßige

Irzogthum Hessen als Klägerin und Bekla

chtigeren Bekanntmachungen,

schäfte in diese Zettung einzurücken, und zwar den

legen hat; 5. daß die Gesellschaft ferner sich verpflichtet bersicht ihres Geschäftsbetriebs im Großherzogthum Hess

e 0 Ministerium des Innern und der Justiz alsbald Anzeige macht

Bezug auf die Interessen des Großherzogthums verlangt werdende Auskunft zu geben; 2. daß die Geselschaf Wohnsitz hat e I N Bücher und Akten führen und f erlegen zu lassen; 3. daß die Gesellschaft in allen auf das Versicherungsgeschäf e gte vor den Großherzoglichen Gerichten Recht nimmt, und zwar, sof Is Versicherten entweder bei dem Gerichtsstand ihres Generalagenten für das Groß herzogthum oder des lichtung hat die Gesellschaft in jeder für einen Versicherten aus dem Großherzogthum auszustellenden V e Verpflichtung übernimmt, ng

K. Friedrit

Amtlicher Theil.

daß die Gesellschas

Agenten, welcher die Versicherung vermittelt hat. 0 ersicherungspolice ausdrücklich auszusprechen; 4. daß die Gesellschaft 1 die Namen der Personen, welche sie zur Besorgung von Geschäften für die Anstalt derung, welche in diesen Aufträgen eintritt, insbesondere auch das Erlöschen derselben, binnen 14 Tagen in der Darmstädter Zeitung bekannt zu m insbesondere den jährlichen Rechnungsabschluß nebst einer summarischen Darstellung

Rechnungsabschluß in unverkürzter herkömmlicher Form,

en Versicherungsgesellschaft in Hamburg die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im t von jeder Veränderung der bei der Zulassung gültigen Statuten bei auch sich verpflichtet, über ihre Geschäftsverhältnisse jede t sich verpflichtet, einen Hauptagenten für das Großherzog zu bestellen und dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz namhaft zu machen, durch olche den betreffenden höheren Polizetbehörden, auf deren Verlangen, jederzeit zur Einsicht t bezüglichen Rechts streitigkeiten zwischen der Gesellschaft und Versicherten aus dem Groß ern die Gesellschaft als Beklagte erscheint, je nach der Wahl

Diese Ver⸗

im Großherzogthum Hessen beauftragt, sowie jede Ver⸗ 3 1 sowie auch alle der im verflossenen Jahr im Großherzogthum betriebenen

wie er in der Generalversammlung der Gesellschaft vor jährlich den Verwaltungsbericht, den Rechnungsabschluß und die Generalbilanz der Gesellschaft, sowie eine en an das Großherzogliche Ministertum des Innern und der Justtz einzusenden.

Was die Veröffentlichung einer

nmarischen Darstellung der im Großherzogthum betriebenen Geschäfte betrifft, so haben wir nichts dagegen zu erinnern, wenn dieselbe in Bezug auf die Jahre 1887

d 1888 unterbleibt.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß,

oggenstroh⸗Ankäufe bei dem dortigen Magazin

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üher in Rockenberg, wird ersucht. ö Friedberg den 13. Juni 1887.

Friedberg den 14. Juni 1887.

Foviantamt zu jeder schriftlichen und mündlichen Auskunft über die Preis- un Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen hierüber ortsübliche Publikation voll

Bekanntmachung.

sogleich nach Beginn der Heu

Ausschreiben.

daß nach Mittheilung Königlich Preußischen Proviantamts zu Bockenheim die Heu- und resp. Roggen-Erndte aufgenommen werden und daß das genannte d Qualitäts-Verhältnisse stets bereit sei.

ziehen lassen.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Heinrich Köhler, Gärtner von Heidelbach, geboren daselbst am 11. November 1867,

Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: v. Biegeleben.

Darm st a Künewald wurde der Charakter alsGeh.

8 er⸗Domänenrath verliehen und der Mi kerialkanzlist Bachmann auf Nachsuchen in den

Deutsches Reich. dt. Dem Ober-Domänenrath

AMhestand versetzt. Die Forstaccessisten Block Gießen, Hain und Freih. van der Hopp in Armstadt wurden zu Forst-Assessoren ernannt. Berlin, 14. Juni. Die Besserung im Be fn en des Kaisers macht bemerkenswerthe Fort ö hitte. Der Kaiser verließ Mittags das Bett brachte den Nachmittag in seinem Arbeits Cbinet zu.

2 13. Juni. Die kronprinzliche Familie ver Ischiedete sich heute vom Kaiser. Dieselbe reist late Abend nach London ab. Die Prinzen Wil Un und Heinrich reisen am Donnerstag mit dem soBlitz von Wilhelmshaven aus. Aus zuverlässiger Quelle hört das Fr. I., e der Gesundheitszustand des Reichskanzlers ih in den letzten Tagen verschlechtert hat. Durch be nervösen Schmerzen ist Fürst Bismarck jeder dae beraubt. Seitens des behandelnden tes wird auf der Forderung bestanden, daß der At sich von Berlin und den Geschäften entferne.

Der Reichstag erledigte die erste Lesung

wurde in der Fassung des Commisstonsbeschlusses 212 gegen 78 Stimmen angenommen. 14. Juni. Haus ehrt das Andenken des verstorbenen Abg. ndt⸗Sagan in der üblichen Wetse, und setzt dann weilte Berathung der Branntwelnsteuer-Vorlage fort. 5. 2 betrifft die Vemessung der Jahresmengen, welche Anebrigerem Steuersatze hergestellt werden dürfen, und d derselbe in der Fassung der Commission mit dem egantrag Witte und folgendem von Spahn nachträg i estellten Antrage angenommen:Für dlejenigen Ge Aobrennerelen, welche am 1. October 1887 zur Hefe Aung übergehen, erfolgt die Bemessung der dem nted un Abgabesatz unterliegenden Branntweinmenge nach Ar die bestehenden Hefebrennereien geltenden Grund Es folgt 6. Za, welcher in der Fassung der

Commission mit großer Mehrheit angenommen wird. Die Abstimmung über§ 37 wird ausgesetzt,§8 38 mit einem redacttonellen Antrage v. Helldorf, desgleichen§ 89 mit einigen von Spahn beantragten redaettonellen Aenderungen in der Fassung der Commission angenommen.

Im Reichsgesundheitsamte traten heute unter Vorsitz des Directors Köhler Sachver ständige zusammen, um über die Frage einer reichsgesetzlichen Regelung des Verkehrs mit Bier zu verhandeln.

Leipzig, 13. Juni. Hochverrathsprozeß gegen die elsaß-lothringischen Mitglieder der fran zösischen Patriotenliga. Den Vorsitz führt Prä sident Drenkmann, die Reichsanwaltschaft ist durch den Ober-Reichsanwalt und den Reichsanwalt Treplin vertreten. Die Vertheidigung führen die hiesigen Anwälte Zehmen, Freitag, Fels, Luden, ferner der bekannte Rechtsbeistand Abg. Munckel(Berlin), die Anwälte Ott und Schotten stein(Straßburg) und Stroever(Metz). Sämmt liche Angeklagte erklären sich für nichtschuldig. Außer dem Angeklagten Freund gestehen sie zu, Beiträge zur Patriotenliga geleistet zu haben, wollen in derselben jedoch nur eine Genossen schaft zur Verbreitung und Erhöhung des Pa triotismus und zur Gründung von Turn- und Schießgenossenschaften erblickt haben. Die An geklagten weisen auf ihre französische Geburt und Erziehung hin. Der Angeklagte Freund stellt jede Verbindung mit der Patriotenliga in Abrede.

Ausland.

Großbritannien. London. Um den Wünschen der Bevölkerung nachzukommen, be schloß die Königin, bei dem Jubiläumsgottesdienst in der Westminsterabtei am 21. d. Mts. alle königlichen Insignien anzulegen.

DerStandard meldet: In bestinfor mirten Kreisen wird trotz der Rückkehr Ridgeway's nach London und trotz der Besetzung Kerkis die Lösung der afghanischen Frage zuversichtlich er wartet, auf der Grundlage, daß Rußland die Ansprüche auf Khamiab zurückzieht und als Ent

schädigung die Thaler der Flüsse Murghab und Kuschk empfängt.

Serbien. Belgrad, 13. Juni. Der König beauftragte Ristic mit der Bildung des Cabinets, welche Letzterem auch gelang.

Griechenland. Athen, 14. Juni. Einer amtlichen Mittheilung zufolge wurde der Gesandte Rhangabe von Berlin abberufen. Als Nach folger ist Dragumis, ein Bruder des Ministers, in Aussicht genommen.

Aus Stadt und Land.

r. Friedberg. Unter Bezugnahme auf den A Artikel in voriger Nummer des Oberhessischen Anzeigers wird zur Steuer der Wahrheit bekundet, daß jene famose Denk schrift der hiesigen Metzger gegen die Errichtung eines öffentlichen Schlachthauses in hiesiger Stadt, welche aus der Feder eines bekannten Friedberger Schriftstellers stammt, die Unterschrift des Metzgers H. Walz von hier nicht trägt. Trotzdem dessen Metzgerei und Schlacht hauseinrichtungen nach Aussage von Sachverständigen zu den besten und reinlichsten in hiesiger Stadt gezählt wer den dürfen, ist der Besitzer dieser Anlagen mit Entschle denheit für die Errichtung eines öffentlichen Schlacht hauses. Warum die übrigen 26 Metzger gegen diese, für sie selbst von hohem Interesse werdende Einrichtung sind, ist gar nicht zu begreifen und konnen nur kleinliche, per sönliche Gründe vorhanden sein, wie auch nur solche in der fraglichen Eingabe hauptsäch lich vorgebracht sind. Dlese muͤssen in Anbetracht der Wichtigkeit der Sache in den Hintergrund treten. Dahlngegen sprechen vielfache und schwerwiegende Gründe, wie solche in dem betr. Antrag enthalten sind, für das Projekt. In sanitärer Beziehung hat das fleischeonsumtrende Publikum ein Recht darauf, daß all den möglichen Unreinlichkelten und Schmuggeleien, denen bei den vereinzelten Privatschlacht häusern Thür und Thor geöffnet ist, Schranken gesetzt werden können. Die betreffenden Behörden werden dem nächst ihre Gutachten darüber abzugeben haben. In einer Stadt, in welcher schon Jahre hindurch durchschnittlich über 5000 Stück Vieh geschlachtet werden, muß ein öffentliches Schlachthaus sein, welches von der städtischen Behörde controlirt wird, und selbstredend muß auch die Stadtkasse hieraus Nutzen zu ziehen suchen, ohne wesent liche Belastung der Meßger. Frellich einige Bequem lichkeiten der Metzger muͤssen schwinden und kleine Ab gaben werden dieselben schon wieder einzubringen wissen.

Friedberg. Zu der in Beilage Nr. 68 d. Anz. erschtenenen Verichterstaltung über die in Betreff der