Menschaften der ersteren stellten die Resultirende
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arlffe, welche zum Verständniß des Pflanzenlebens noth— padig find, definirte den Gegenstand der Chemie, den off, als das Raumerfüllende, erörterte, daß aller Stoff Pderstand leiste und wägbar sel, hob als wichtiges Fun⸗ enentalgesetz der Chemie das der Unveränderlichkeit in
ündete dasselbe. Redner wles ferner nach, daß es ver— ssedene Stoffe gebe und gruppirte dieselben zunächst in „welche dem Auge völlig gleichartig erschelnen und e, in denen man stofflich verschiedene Thelle neben— ander liegend sehen kann. Letztere wurden als Ge— unge bezeichnet, ihre stofflich verschtedenen Theile als mengthelle. Weiter wurde dargelegt, daß in den
stedene Theile nachweisen lassen, oder nicht.
g ö Stoffe Itterer Art würden als Grundstoffe oder Eleme
nte be⸗
Redner führt dabel an, B. alle Metalle, der Schwefel, der Phosphor, Sauerstoff und der Wasserstoff zu den Elementen ölen. Die zusammengesetzten Stoffe wurden weiter ein-
eilt in Mischungen und chemische Verbindungen. Die aus en ihrer Bestandtheile dar, und die Verbindungsweise
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1 Art(qualitative A.), oder auch die Menge der Be—
kenden Bedingungen an den Meistbietenden öffentlich dgelgert werden und zwar:
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drselben lasse ein wechselndes Mengenverhältniß zu, die
Genschaften der chemischen Verbindungen dagegen seien
i denen ihrer Bestandtheile in der Regel gänzlich ab uschend, und das Mengenverhaͤltniß der letzteren ein ganz immtes. Die chemische Analyse, welche entweder nur
dtheile(quantitative A.) ermittele, sel entweder auf Gehalt an chemischen Verbindungen, oder auf den Elementen gerichtet, und nur den Gehalt an diesen den Stoffgruppen verstehe man unter„chemischen Be— Aüdtheilen.“ Hlerauf wurden die sog, chemischen Prozesse ohr chemischen Umsetzungen erläutert, d. h. die dauern— Veränderungen, welche die Stoffe erleiden können, Redner hob bervor, daß, so mannigfach diese Ver- ierungen auch seien, es doch noch niemals gelungen be, einen der beinahe 70 einfachen Stoffe, welche man al Elemente bezeichnet, in den anderen umzuwandeln, mb halb man eine derartige Umsetzung für unmöglich buen müsse. Aus der Zusammenfassung dieser An ume mit dem Satz von der Unveränderlichkeit der Ge- sumtmenge wägbarer Substanz folge, daß auch die Auge eines jeden Elementes im Weltall unveränderlich Schließlich wurden die für die Lehre vom Pflanzen- In wichtigen drel Gruppen chemischer Verbindungen brochen, welche man mit den Namen Salze, Säuren Basen bezelchnet. Der Vortragende definirte Säuren
i chemische Verbindungen, welche stets Wasserstoff ent en, den sie unter Bildung fester Substanzen gegen hall umzusetzen vermögen, Salze als feste Stoffe, Ihe immer ein Metall, oder doch einen metallähnlichen Wandtbeil enthalten und aufgefaßt werden können als
Gesammtmenge wägbarer Materle hervor und be⸗
schartig erscheinenden Substanzen sich entweder ver- etwa 1½ Stunde.
Sauren, von Wass dungen, bilden stets
welche einen gewissen Gegensatz zu den Säuren „emtt denselben zusammengebracht Salze geben und Wasserstoff, Sauer metallischen Bestandthell enthalten, und gab an, daß man die Salze entweder nach der Säure, aus welcher man sich dieselben entstanden denken könne, oder nach dem metallischen Bestandtheil, welchen sie enthalten, einthelle, so daß man z. B. einersetts von schwefelsauren, phos— phorsauren, salpetersauren ze., andererseits von Eisen-, Kupfer„Blei- ze. Salzen spreche. Der ganze Vortrag einschließlich der zahlreich eingestreuten Versuche dauerte Die Fortsetzung desselben soll nach kurzer Wlederholung der Ergebnisse des ersten Vortrages von den Nährstoffen der Culturpflanzen, gleichfalls mit Experimenten und Demonstrationen, handeln. Büdingen. Eine Rethe größerer Oekonomen aus dem Kreise Büdingen haben die Firma Heuke in Hausneindorf bel Alt⸗Gackersleben bestimmt, diesen Herbst einen ihrer Dampfpflüge zur Probe auf ihren Feldern arbeiten zu lassen; für den Hectar zu pflügen werden 34-36 Mark bezahlt. Der Pflug arbeitet schon einige Zeit zur größten Zufriedenheit der betheiligten Oekonomen 3 besonders die Vortheile für die Tiefkuktur sind unver— kennbar. Die Preise stellen sich niedriger, als beim Gespannpflügen. Der Preis eines solchen Dampspflugs ist 45,000 Mark. Es ist vorgeschlagen, einen solchen Pflug auf Actsen oder in einer Genossenschaft sich zu beschaffen. Offenbach, 7. Oct. Nur der Geistesgegenwart des betreffenden Zugführers des heute morgens um 6 Uhr 45 Min. hier abgehenden Zuges der Lokalbahn ist es zu danken, daß der Zug mit seinen Insassen einer großen Gefahr entgangen ist. Am Uebergang der elektrischen Bahn bei Sachsenhausen stand nämlich ein eiserner, mit Baumaterfalien beladener Stoßkarren dicht an den Schienen;
dadurch, daß der Lokomotivführer zeitig genug Contre—
dampf gab, wurde der Axprall so gemäßigt, daß der Karren allerdings in Trümmern bei Seite geschleudert wurde, dem Zug weiter nichts passirte. Die Passaglere kamen mit dem nicht geringen Schrecken davon.
Allerlei.
Frankfurt, 10. Oet. Der Schwlwmmlehrer Loh— fink, durch dessen Fahrlässigkeit am 16. Juni d. J. ein Knabe in der Kleeblatt'schen Schwimmanstalt ertrank, wurde heute von der Strafkammer zu einer drelwöchlgen Gefängnißstrafe verurtheilt.
Rom. Zum Priesterjublläum des Papstes hat die Königin Carola von Sachsen durch den Münchener Nun— tius Fürsten Ruffo Seilla ein kunstvoll gearbeitetes Weih wasserbecken von Melßner Porzellan, welches eine Spende von 5000 Fres. in Gold enthielt, überreichen lassen. Der Katser ließ dem Papst bekanntlich schon vor geraumer Zeit eine reich mit Edelsteinen besetzte Mitra im Werth
in denen ein metallischer Bestandtheil an Stelle erstoff getreten ist, Basen als chemische Verbin⸗
stoff oder Schwefel und einen
von 20,000 Fres, direkt zugeben, während Kalserin Augusta dem Papst durch den deutschen Gesandten v. Schlözer eln prachtvolles Meßornat im Werthe von 30,000 Fres. überreschen ließ. Der Prinz Regent Luitpold von Bayern ließ durch selnen Minister des Auswärtigen Amtes, Frhrn. von Crailsheim, dem heiligen Vater zu seinem Jubiläum ein Handschreiben zugehen, während das kost⸗ bare Geschenk des Verwesers des Königreichs Bayern, zwel brillante Glasfenster, welche die Päpste Gregor und Leo Magnus darstellet, erst am 31. Dezember 1887 über⸗ reicht werden sollen.
Suez, 11. Oet. Der Eingang des Canals ist seit heute Morgen 8 Uhr durch das Auflaufen eines deutschen Dampfers versperrt.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 11. Oct. Fruchtpr. Walzen M. 16.50, Korn M. 12.75— 13.00, Gerste M. 15.00, Hafer M. 11. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfd.
Friedberg, 12. Octbr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 0.95. Eier 1 St. 8 Pf.
Eingesandt.
Friedberg. Wir machen die freundlichen Leser auf die am nächsten Sonntag im Casino dahter stattfindenden Vorstellungen des Illustontsten Agoston aufmerksam. Wer läßt fich nicht gerne dann und wann von kundiger Hand aus der prosaischen Wirklichkeit in die freundlichen, er— beiternden Sphären der Illusion entführen? Wer freut sich nicht an den Ueberraschungen des Nekromantikers, besonders, wenn es ein so renommirter ist, wie Herr Agoston. Nach dem uns vorliegenden Programm sind in den Vorstellungen sehr originelle Ueberraschungen zu erwarten, so dle spiritistische Schiefertafel, die spiritistischen Klopfgeister(die Todtenhand), der Teufel als Agostons Bundesgenosse ze. Auch als Gedankenleser wird sich Herr Agoston produztren. Ueberhaupt sind sensationelle Plecen zu erwarten. Auch wird Herr Agoston speziell für unsere Jugend am Sonntag Nachmittag 4 Ubr eine Vorstellung geben, worin ein besonders lehrreiches und interessantes Programm figurirt und deren Besuch wir auf's Wärmste empfehlen.
Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 15. Oetober 1887. Sabbath ⸗Bereschith.
Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 45 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Miu. Sabbathausgang 6 Uhr.
Wochengottesdienst von Sonntag den 16. Oetober an Morgens 6 Uhr 30 Min, Nachmittags 4 Uhr 55 Min. Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. Oetober: Neumond Marcheschwan.
Lersteigerungs⸗ Anzeige. Die abgängigen Bäume an nachbenannten Straßen
1 8 unter den bei der Verstelgerung bekannt gemacht
Donnerstag den 13. October, Vormittags 9 Uhr, an der Straße Gießen— Frankfurt, Abth 143— 175, elrea 40 Stück Pappeln und 2 Eschen im Durch- messer von 50 em. Zusammenkunft am Abthellungs⸗ stein Nr 143(Gemarkung Friedberg). Freitag den 14. October, Vormittags 9 Uhr, an der Straße Nieder Wöllstadt— Hanau, Abth. 164 1 bis 176, und der Straße Ilbenstadt-Bingenheim,
Abth. 167— 175, eirea 50 Stück Kirschbäume. Zu— sammenkunft am Chausstehaus bei Ilbenstadt. Frledberg den 6. October 1887. 5 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg.
K
Arbeit. Arbeit. Die Umdeckung der nördlichen Dachfläche des Rent tgebäudes zu Frledberg im Betrage von M. 1099.50 vergeben werden. Die Unterlagen zum Verding n zur Einsicht auf unserem Büreau offen und sind Angebote bis zum 15. October, Vormittags 11 Uhr, rei einzureichen. Friedberg den 10. Oetober 1887. 1
Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Kranz.
Ankauf eines Faselochsen.
blesige Gemeinde beabsichtigt einen zur Zucht taug—
e 1½ jährigen Faselochsen, rein Simmenthaler Race,
Akaufen. Darauf reflektirende Besitzer solcher Thlere
5 bel unterzelchneter Stelle diesbezügliche Anzeige en.
Stammheim den 11. Oetober 1887. Großherzogliche Bürgermelsterel Stammheim.
lere Oel-& Weinsässet,
0 Geurꝗ Gross.
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ö Ein Mädchen
eine Stelle als Schenkamme. Zu erfragen bel unes Wolf I. in Rödgen. 3530
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A 4 3
11* 9 0* n der Privatklagesache der Franziska Grix, geb. Hild, von Heldenbergen, Privatklägerin, gegen die Ehefrau des Alexander Hild III., Gertrude, geb. Reinhardt, von Heldenbergen,
wegen Beleidigung, hat Großh. Schöffengericht zu Fried
berg am 27. September 1887 für Recht erkannt: Die Angeklagte, Getrude, Ehefrau des Alexander Hild III., geb. Reinhardt, von Heldenbergen, 31 Jahre alt, kath., wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 10 M., eventuell 2 Tage Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens und in die der Privatklägerin erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt. Zugleich wird der Beleidigten das Recht zuerkannt, den Urtheilstenor inner— halb 14 Tagen, von der Rechtskraft an gerechnet, einmal auf Kosten der Angeklagten im Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen. a
Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils beschelnigt.
Friedberg den 5. Oetober 1887.
Weber, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Für die Richtigkeit der Abschrift: Brentano,
3532 Rechtsanwalt.
Mobiliarversteigerung zu Vilbel.
Donnerstag den 13. October l. J., Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr beginnend, werden im Hause Frank— furterstraße Nr. 40 dahter sterbfallshalber 1 Seeretär, Bettstellen, Schränke, Tische, Splegel, Bilder, Schmuck⸗ sachen, verschledenes Bettwerk, Welßzeug, Kleidungsstücke, Küchengeräth, sowle ein completes Schmied Inventar, bestehend aus Blasbalg, Ambos mit Slock, 1 Bohr⸗ maschine, 1 Reifblegemaschine, 2 Schraubstöcken, Schmiede— kuppen mit Links- und Rechtsgewind, allen Sorten
angen, Hämmern, Feilen, einer Quantität neuem und alten Eisen, sowte eine Quantität neue und alte land— wirthschaftliche Geräthethetle ꝛc. ꝛc. gegen gleich baare 5 ng verstesgert. deh Sch Ind laehe kommt Nachmittags zum Ausgebot. Nähere Auskunft ertheilen die Vormünder Georg Herget und Georg Lehr zu Vilbel. 3520
Eiserne Dickwurz-Mühlen,
das Stück zu 25 Mark, empfiehlt 3507
Kartoffelmarkt
in Frankfurt a. M. betr.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Kar— toffelmarkt von Montag den 17. d. Mts. ab hierselbst täglich während der Stunden von 8 bis 12 Ubr Vor⸗ mittags auf dem Mainquai zwischen Metzgerthor und Fahrthor stattfindet. Der Verkauf von Katoffeln vom Wagen an anderen Orten, sowie das Aufstellen der Wagen, welche mit Kartoffeln beladen sind, auf anderen Straßen und Plätzen, namentlich auch vor den ehemaligen Thoren der Stadt, ist verboten. Das Nähere ergibt die bezügliche Bekanntmachung vom 8. l. Mts.(städtisches Anzeigeblatt vom 9. l. Mts.).
Frankfurt a. M. den 8. Oetober 1887.
3513 Städtisches Polizei- und Verkehrs- Amt.
g igerungs-Anzei Versteigerungs-Anzeige.
Montag den 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Trais⸗-Münzenberg die An⸗ fertigung von esrea 25,000 Ufd. Meter Draingraben mit Rohrlegen und Zufüllen der Graben an den Wenigst— nehmenden vergeben werden.
Dorheimer Bergwerk den 6. October 1887.
Hahn, Kulturtechnlker.
2 Winterschuhe& Stiefel
empfiehlt in größter Auswahl und bekannt guten Quali⸗ täten zu außerordentlich billigen Preisen.
0% Meint. Diehl, Usagasse Die Obstbaum⸗Schule von Karl Umber, Laubenheim bei Mainz, empfehlen bedeutende Vorräthe von kräftigen und gutbe—
wurzelten Obsthochstämmen u. Zwergobstbäumen. Catalog gratis und franco. 2791
2 Ackerbauschüler
können Kost und Logis erhalten. Wo? sagt die Expedition des Anzeigers.
Ein küchtiges Hausmädchen
3512
1
3879
Relchelsheim, Adolf Nohl, Schlosser.
bis spätestens zu Weihnachten nach Friedberg gesucht von 3449 Frau Kreisbaumelster Kranz.


