Ausgabe 
13.10.1887
 
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Betreffend: Vertilgung der Kleeseide.

sogenannte Ständchen bringen.

I ssi. Ponnerstag den 13. October. 121.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch

und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

1 Annoncen: die einspaltige 2 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von

auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

0 Friedberg den 10. October 1887.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Nach dem in rubricirter Angelegenheit für den Kreis bestehenden Reglement, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 106 von 1886, soll während

1. 5 8 N f 2 Herbstmonate durch eine zu ernennende Commission ein Rundgang in der Gemarkung vorgenommen werden, um die Kleefelder auf das Vor⸗

0 bandensein von Kleeseide zu untersuchen. Wir müssen annehmen, daß dieser Rundgang im laufenden Jahr nicht, oder nicht in der richtigen c Weise ausgeführt wurde, da wir in verschiedenen Gemarkungen die Kleeseide wahrgenommen haben. Deshalb ordnen wir an, daß noch im 8 Lauf des Oktober in jeder Gemarkung durch die betreffende Commission unter Zuziehung der Feldschützen ein Rundgang vorzunehmen ist. Wird bierbei Kleeseide gefunden, so sind die in§. 5 des Reglements vorgeschriebenen Vertilgungsmaßregeln anzuwenden, mit einfacher Aufforderung zur Vertilgung an den Grundbesitzer dürfen Sie sich nicht begnügen. Ihren Berichten, ob und in welchem Umfang die Kleeseide gefunden und ob dieselbe den Bestimmungen gemäß vertilgt wurde, sehen wir in den ersten Tagen des November entgegen.

a Den Feldschützen wollen Sie eröffnen, daß schon mehreren Feldschützen des Kreises Strafen angesetzt worden sind, weil wir in den betreffenden Gemarkungen Kleeseide wahrgenommen haben und wir hierdurch die Ueberzeugung gewinnen mußten, daß die Schützen es an der nothigen ihnen schon mehrfach anbefohlenen Sorgfalt haben fehlen lassen. Dr. Braden.

Betreffend: Das Umherziehen der Musikbanden an Kirchweihmontagen. Friedberg den 11. October 1887.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir haben in Erfahrung gebracht, daß in vielen Orten des Kreises die Musikbanden an den Kirchweihmontagen umherziehen und f Solche Umzüge bedürfen als öffentliche Aufzüge polizeilicher Erlaubniß und sind, da mit ihnen doch nur bezweckt wird, Geld zu sammeln und dieses alsdann zu verjubeln, von Ihnen für die Zukunft nicht mehr zu gestatten. Dr. Braden.

Betreffend: Vertilgung der Feldmäuse. Friedberg den 11. October 1887.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Die Feldmäuse haben sich in vielen Gemarkungen unseres Kreises während des laufenden Jahres in solcher Weise vermehrt, daß zu ihrer Vertilgung geschritten werden muß. Wir empfehlen deshalb denjenigen von Ihnen, für deren Gemarkungen dies erforderlich ist, sofort die nothwendigen Maßnahmen zu ergreifen und verweisen Sie hierbei auf die in Küchler, Band II. Seite 721, abgedruckten Bestimmungen. Wenn zu dem Vergiften der Maäuse geschritten werden soll, so ist nach Vernehmung des Gemeinderaths unsere Genehmigung einzuholen. Wir bemerken schon jetzt, daß bei dem Vergiften die größte Vorsicht zu üben ist, und daß wir unsere Genehmigung nur zu dem Vergiften mit Mehl, nicht mit Körnern ertheilen werden. Dr. Braden. ö Betreffend: Die Marschgebührnisse bei Einberufungen zum Dienst, sowie bel Entlassungen. Friedberg den 11. October 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Einige von Ihnen stehen noch mit Berichterstattung auf unsere Verfügung vom 30. v. Mts., Kreisblatt Nr. 117, im Ruͤckstande. Indem vir die Rückständigen an Einsendung des betreffenden Berichtes bis zum 18. l. Mts. unfehlbar erinnern, bemerken wir, daß wir für diejenigen Gemeinden, für welche bis dahin eine Bestellung nicht erfolgte, je ein Exemplar bestellen werden. Dr. Braden.

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lestreffend: Gemeinschaftlicher Ankauf von Obstbäumen. Friedberg den 11. October 1887.

0 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Bezugnehmend auf unsere Verfügung vom 29. v. Mts., Kreisblatt Nr. 116, fordern wir andurch die Rückständigen auf, bis zum 18. I. Mis. uns entsprechende Vorlage zu machen, da später einlaufende Bestellungen keine Berücksichtigung mehr finden können.

ö a Dr. Braden.

getreffend: Nachforschungen nach einer zu Karlsruhe aufgegriffenen unbekannten taubstummen Frauensperson. Friedberg den 11. October 1887.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. g Unter Hinweis auf das nachstehend abgedruckte, im Süddeutschen Polizeitelegraphen enthaltene Ausschreiben sehen wir baldigem Bericht utgegen, falls die darin beschriebene Taubstumme einer der Gemeinden des Kreises angehören sollte. Dr. Braden.

Unbekannte Taubstumme. Signalement: Größe: 1,65 m, Farbe der Haare: dunkelblond, Augen-

Buchstaben ohne Sinn und Zusammenhang schrelben kann.

Fgren Aemtern bezw. den einzelnen Gemeinden ihres Bezirks durch Umfrage erheben

us drücklich, daß die aufgegriffene Person, die am 12. ach der Beschaffenhelt ihrer Kleidung ꝛc. nicht sehr lange, so 11 Tage unterwegs war, deshalb nicht allzuweit von hier zu Hause 5 Fsuchen um gefällige Uebermittelung jeglichen, auf den Fall möglicherweise Bezug

bermittelt werden wird.

rbeiten 14 Tage lang, mit fen li neisterei Ober⸗Florstadt zu Jedermanns Einsicht offen liegen.

(Nr. 37679.) Am 12. März l. J. wurde dahier eine etwa 3640 Jahre Ate Frauensperson aufgegriffen, welche nur unartikulirte Laute ausstößt und einzelne Sie scheint blödsinnig und zugleich taubstumm zu seln. Wir ersuchen die Bezirksbehörden gefälligst in assen zu wollen, ob nicht eine taubstumme Person, auf welche das unten angegebene Signalement paßt, in einer Gemeinde ihres Bezirks vermißt wird. Wir bemerken März l. J. dahler ankam,

sondern vielleicht 1 bis sein kann. Wir

abenden Vorkommnisses mit dem Anfügen, daß auf Anfrage alsbald Photographie

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht,

lei uns vorzubringen Friedberg den 11. October 1887.

brauen: blond und schwach, Augen: blau(hell), Gesichtsform: länglich, Gesichts farbe: gesund, Stirne: nieder, Nase und Mund: gewöhnlich, Zähne: oben auf der rechten und unten auf der linken Seite keine Zähne mehr, Kinn: rund; hat einen schleichenden nach vorne gebeugten Gang. Kleidung: graubraune weite Jacke mit 4 schwarzen Hornknöpfen, blau und weiß gestreifte Untertallle, blau und welß gestreifter Oberrock, graues Oberkleid mit schwarz und grunen Streifen, roth und schwarz gestreifter, gefütterter Unterrock, roth und blau gestreiftes baumwollenes Hemd, hellbraune gewobene Unterjacke, dunkelblaue Strümpfe, genagelte Schnür schuhe, blaue, mit rothen Streifen durchzogene leinene Schürze, schwarzes Halstuch und ein schwarz und weiß carrirtes Kopftuch.

Karlsruhe den 9. September 1887.

Gr. Bad. Bezirksamt: Frech.

Bekanntmachung. wetreffend: Entwässerung der Grundstücke in der Gemarkung Ober Florstadt, hier Repartltton der Kosten.

daß die Verzeichnisse über Vertheilung der Kosten der rubrieirten Entwaͤsserungs vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürger g Reklamationen sind innerhalb der genannten Frist bei Meidung des Ausschlusses

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Im V. Wild

schadensbezirk wurde der Jäger Rupp zu Wickstadt zum Ersatzmann des Technikers ernannt und verpflichtet.

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