e, Dtenber N Ur f 14 In Gemäßbeit der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen sind für das Etats⸗ 2 abr 1887,88 folgende Staatsschuldverschreibungen auf den 31. Dezember 1887 zur * nn kückzablung berufen worden: Tai, Die verloosten Aprocentigen Staatsrenten- Obligationen. Wee e ste: Lit. A. Nr. 2127 bis 2132, 2847 bis 2852, 2889 M. 1000; Lit. B. Nr. 581 bis 592 à M. 500; b. d. d. 5 8 864 à M. 1000., Nr. 5041 bis 5070 à M. 200. 4 Atte ede Wir setzen die Inhaber dieser Staatsschuldverschreibungen hiervon mit der em. ufforderung in Kenntniß, die Nominalbeträge derselben zwischen 21 2 J. Dezember 1887 gegen Rückgabe der Obligationen und der dazu gehörigen nicht ihfest nehbr zahlbaren Zins coupons nebst Talons bei Großherzoglicher Hauptstaatskasse gahier oder für deren Rechnung bei dem Bankhaus M. A. v. Rothschild& Sohne u Frankfurt a. M. um so gewisser zu erheben, als dieselben in Gemäßheit des
Dienstag den 13. September.
108.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
innoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf.,
Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
—— w
—
Amtlicher Theil.
Verloosung Großherzoglich Hessischer Staatsschuldverschreibungen für 1887/88.
Art. 3 des Gesetzes vom 16. Jult 1833 vom 1. Januar
2. Die Aprocentigen Staats renten-Obligationen: aus der Kündigung pro
J. Juli 1882: Et. A. Nr. 591 vom 1. Januar 1825 4 1000 fl.; aus der Verloosung pro 1. Januar 1887: Nr. 4958 vom 2. Januar 1881 à M. 200. l a. d. d. 1. März J. Die Aproceutigen Eiseubahn- Obligationen: aus der Kündigung pro bis 2894, 3033 bis 3038 1. Juni 1880: Nr. 9091 vom 1. Juli 1846 à 500 fl., von dem Anlehen vom 2. Januar 1881: Nr. 859 1. Juni 1876; aus der Kündigung pro 1. September 1880; Nr. 44069 à M. 200.; aus der Kündigung pro 15. Juni 1881: Nr. 45480* M. 200.
4. Die Großherzoglich Hessischen Partialschuldscheine(Loose) a 50 fl.: aus der 38. Verloosung vom 2/9. Januar 1874: Nr. 123598 a 165 fl.; aus der 40. Verloosung vom 3./8. Januar 1876: Nr. 123503“ à 170 fl.
Ferner bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in Gemäß heit des Amortisattonsgesetzes vom 20. Juli 1858 hinsichtlich der Partialschulbscheine Nr. 123503 und 123598 à 50 fl. das Amortisations verfahren eingeleitet und Zahlungs- sperre verfügt worden ist.
dem 22. und
1888 an nicht mehr ver
Ia Hei 8 a 7. 0 4 1020 inst werden und in Folge davon die nach dem Rückzahlungstermin noch eingelöst. N 4 5 8 7 an erdenden Zinscoupons von den bereits verloosten Obligattonen an dem Kapital Außerdem ist der, Zinseoupon zu den Obligafionen Nr 11075 des Anlchens * be etrag dieser Obligationen selbst in Abzug gebracht werden. Von den bereits früher vom 1. Juni 1876 à M. 20 pro 15. November 1883 mit Zahlungssperre belegt worden. 5 erloosten und gekündigten Großherzoglich Hessischen Staatsschuldverschreibungen und Darmstadt den 17. August 1887. f ezw. Partialschuldscheinen a 50 fl. sind noch rückständig: Großherzogliche Staatsschulden Commission: 1 1. Die 3½procentigen Staatsstraßen Obligationen: Lit. A. Nr. 1483 und Michell. Schleiermacher. 1. 519 vom 1. April 1838 à 100 fl.; verloost pro 1. Januar 1879. Dr. Lauer. 110 Tant Erledigung. Mein unterm 27. August 1887 erfolgtes Ausschreiben gegen Elisabetha Fath von Heimbuchenthal nehme ich als erledigt zurück. N Ich ersuche um Auskunft über den dermaligen Aufenthalt des Johannes Erd von Rothenberg. dun EM Friedberg den 10. September 1887. Der Großherzogliche Amtsanwalt. 1 J 1 1 Kolb. 1 fest ö Deutsches Reich. welche Opfer au Interesse oder Würde zu er- Malietoas sein mag. Tamasese ist ein mit eim. 1 Berlin, 9. Sept. Der Kaiser wird am kaufen hätten. Die Stärke der deutschen Politik Malietoa seit Jahr und Tag parallel regieren— nn Montag Mittag mittelst Extrazuges von Neu-] bestehe in ihrer Bedürfnißlosigkeit; es fehle ihr der„König“, dessen Autorität schon bisher von 1711¹¹·—— babelsberg zum Stettiner Bahnhof und daun jedes Motiv, Rußland Dienste zu erweisen, wofür der großen Mehrheit der Samoaner fgktisch an⸗ 1764“, on Berlin ohne Unterbrechung bis Stettin reisen. sie Gegendienste erwarten koͤnnte. Die Achtung erkannt wurde, während die Mächte nur mit vor den Verträgen und das Festhalten an der Malietoa im amtlichen Verkehr standen. Dies
1 11,— N Dole
Let i
*
Am Dienstag findet die Parade des zweiten Armeecorps, am Mittwoch Corpsmanöver, am Donnerstag ein Festessen des Provinziglverban— des, am Freitag und Samstag Feldmanöver der Divisionen statt. Die Rückreise wird am Samstag Abend erfolgen. Das Befinden des Kaisers und der Kaiserin in Babelsberg ist ein gutes; die— selben unternahmen wiederholte Spazierfahrten.
— 10. Sept. Die kronprinzliche Familie machte heute einen sechsstündigen Ausflug in die
durch sie geschaffenen Vertheilung von Macht Verhältniß war für Deutschland nicht mehr halt— und Einfluß sei für Deutschland heute ebenso wie bar, sobald Malietoa sich Beleidigungen und 1878 die angezeigte Linie der deutschen Politik. Gewaltthätigkeiten gegen das Deutsche Reich — Aus Melbourne geht dem Reuter'schen und seine Angehörigen zu Schulden kommen ließ. Bureau nachstehende, vom 7. d. datirte tele Weitere Nachrichten über den Verlauf der An— graphische Meldung zu:„Nachrichten aus Samoa gelegenheit werden abzuwarten sein.“ zufolge, die via Auckland eingegangen sind, landete Königsberg, 10. Sept. Das gestrige * Stadtfest im Theater bildete den Glanzpunkt der Festwoche. Das Theater war prachtvoll
das deutsche Geschwader, nachdem es dem König Malietoa wegen auf deutschen Plantagen in Samoa
Umgebung von Toblach. Das Dejeuner wurde m Freien eingenommen; nach demselben fand eine kleinere Gebirgsparthie statt. Der Kron— orinz, auf dessen Befinden die stärkende Gebirgs— luft den hesten Einfluß ausübt, kehrte zu Fuß nach Toblach zurück.
— 9. Sept. Der Reichskanzler, welcher vorige Nacht hier eingetroffen ist, wird sich wahrscheinlich bereits morgen nach Friedrichsruh begeben.
— Windthorst hat ein neues Kampfprogramm aufgestellt: Beseitigung der Anzeigepflicht selbst n der soeben erst vereinbarten Form, Aufhebung des Schulaufsichtsgesetzes, Herrschaft der Kirche über die Schule.
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ wendet sich gegen die„Köln. Ztg.“, die der deutschen Politik Ariecheret vor Rußland vorgeworfen, und sagt: Deutschland sei eines russischen Entgegenkommens gar nicht bedürftig; die„Nordd. Allg. Ztg.“
n velß auch nicht, worin dies bestehen könne; ein 24. 1* Höflichkeitsbesuch in Stettin, wenn er stattfaͤnde, u,* vpäre an sich keine Gegenleistung, für welche eine ang 14 Macht wie Deutschland sich bewogen fühlen könnte,
hre Politik anders als nach den Interessen der Nation einzurichten. Ein solcher Besuch würde auf die europälsche Politik nicht maßgebender einwirken, wie der in Danzig oder in Skiernie— vice oder der in Kremsier. Die russische Politik trete der deutschen an keiner Stelle entgegen, vir knüpften weder Befürchtungen, noch Hoff—
verübten Räubereien eine schwere Geldbuße auf— erlegt hatte, fünfhundert bewaffnete Matrosen, welche die Flagge Tamasese's, des nebenbuh— lerischen Königs, aufhißten, ihn zum Monarchen der Samoa-Inseln ausriefen und Malietoa den Krieg erklärten. Letzterer wollte Widerstand leisten, allein der britische und der amerikanische Consul riethen ihm an, sich in das Unvermeidliche zu fügen und erklärten, daß ihre Regierungen Ta⸗ masese als Konig nicht anerkennen würden. Die Deutschen erklärten, daß sie die Neutralität von Apia garantiren würden, wenn ihre Truppen unbehelligt blieben.“ Die„Nordd. Allg. Ztg.“ gibt diese Meldung wieder und sagt:„Deutsche Nachrichten über diesen Vorgang liegen bis jetzt nicht vor. Das Geschwader hatte allerdings Auftrag, Genugthuung zu fordern, nicht nur für die Räubereien auf den Plantagen, sondern auch für die Beleidigung des deutschen Kaisers und für die Mißhandlung derjenigen Reichsangehörigen, die am 22. März den Geburtstag Seiner Majfestät in Apia gefeiert hatten. Wenn Malietoa diese Entschädigung und Genugthuung zu leisten ver— weigert hat, so ist es allerdings wahrscheinlich, daß ein militärisches Einschreiten stattgefunden
haben wird. Die auswärtigen Beziehungen Samoas und namentlich die Gleichberechtigung
der drei dort vertretenen Mächte, Deutschland, England und Amerika, würden durch ein solches Einschreiten nicht berührt werden. Die Bezieh— ungen der drei Staaten zu Samoa würden die—
ungen an dieselbe, erwarteten von ihr weder Hand— ungen noch Unterlassungen, die wir durch irgend
selben bleiben, welches immer das Schicksal
innen und außen geschmückt. Die Vorstellung wurde eingeleitet mit einer Reihe lebender Bilder, zu denen Ernst Wichert den Text geliefert, welche denkwürdige Ereignisse aus der Geschichte Alt— preußens darstellten. Der Koͤnigsberger Gesang⸗ verein trug darauf mehrere Lieder vor. Nach Schluß der Vorstellung befahl der Prinz die Damen, welche in der Vorstellung mitgewirkt hatten, zu sich, und unterhielt sich längere Zeit mit ihnen. Dem Oberbürgermeister sprach der Prinz wiederholt seinen Dank aus; er werde dem Kaiser die Fülle des Gebotenen getreu schildern. Nach dem Theater fand ein Herren— Abend in der Loge Immanuel statt, woran Putt— kamer, Lehndorff, Graf Waldersee, die Gene— ralität und die Spitzen der Civil- und Militär— behörden theilnahmen. Heute findet das Schluß— manöver statt.
Posen. Eine zahlreiche Versammlung von Getreidehändlern und Muüllern beschloß, eine Petition an den Reichskanzler gegen die Erhohung der Getreidezölle einzusenden.
Mülhausen. Der„Expreß“ meldet die durch einen Beschluß des Verwaltungsausschusses des„Cerele Mulhousien“ erfolgte Aufloͤsung dieser Gesellschaft mit ihren neun verschiedenen Seetionen. Der 27 Jahre alte Fabrikant France und der 21 Jahre alte Fabrikangestellte Mougenot aus St. Amarin, welche am 15. Juli auf ihrer Rückkehr von dem franzoͤsischen Bahn⸗ hofe St. Maurice von ihrem Wagen herab zwei
Gendarmen verhoͤhnten, Vive la France! schrieen


