Ausgabe 
11.6.1887
 
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Datum.

Monat. Tag. Juli 115

f Ort des Geschäfts.

Offenbach a. M.

Wochentag

und Beginn des Geschäfts.

Montag, 9 Uhr Morgens,

5 Offenbach a. M. Offenbach a. M.

Offenbach a. M/ Liiste E. Reise nach Darmstadt. Darmstadt Liste B b, Ca b c,(0, Beilagen 18, Felddienstunfähige, Invaliden.

Dienstag, 9 Uhr Morgens, 5 Mittwoch, 9 Uhr Morgens, Donnerstag, 9 Uhr Morgens,

Frelag, 8 Uhr Morgens,

Liste E.

, 5e beiten, 5 fa von!

Sonnabend, 8 Uhr Morgens

5 11. 8 Sonntag

Juli Juli Juli

5 Di.enstag, 8 Uhr Morgens, Darmstadt den 2. Mai 1887.

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Monta 9 N Uhr Morg ens,

Darmstadt Darmstadt Darmstadt Darmstadt Ober-Ersatz Commission im Bezirk der 49. In Der Militär-Vorsitzende: v. Wulffen.

Liste E. Ruhe

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2 1 * 1

Ilste E.

fanterie-Brigade(J. Großherzoglich Hessischen), 0

Der Civil-Vorsitzende: 1 Dr. Zeller,

Deutsches Reich.

Darmstadt, 7. Juni. Die Erste Kammer der Stände trat heute zu einer dreitägigen Sitzung zusam⸗ men, um über die verschiedenen aus dem Plenum der Zweiten Kammer hervorgegangenen Gesetz-Entwürfe zu derathen. Hauptsächlich sind es das Dammbaugesetz und das Feldbereinigungsgesetz, mit welchen sich das Haus eingehend beschäftigt. Zum Felbereinigungsgesetz ergreift Fürst Solms Lich das Wort, um in einer längeren Rede auszuführen, daß das Inkrafttreten dieses Gesetzes ein wahrer Segen für unsere Landwirthschaft sei, indem hierdurch ein großer Theil unserer Klein-Grundbesitzer vor dem Ruin bewahrt werde. Die von den Gegnern des Gesetzes aufgestellten Behauptungen, als habe der Großgrundbesitz nur Nutzen, entsprächen einfach nicht der Wahrheit und seien nur Mittel zur Agitation, um die Unzufriedenheit unter den einzelnen Klassen zu fördern. Die Kammer nimmt einstimmig das Gesetz an Auch in den übrigen Punkten der Tagesordnung wird meistens den Beschlüssen der Zweiten Kammer beigetreten. 8. Juni. Die Erste Kammer erledigte heute eine weitere Reihe von Beschluͤssen der Zweiten Kammer durch Zu⸗ stimmung zu denselben. Auch der Gesetzentwurf über die Bäche u. s. w. wurde fast ohne Debatte nach den Be schlüssen der Zweiten Kammer genehmigt. Gelegentlich der Berathung des Antrages v. Rabenau auf Wieder⸗ herstellung des Kreises Grünberg ergreift Prälat Dr Habicht das Wort, um dringend die Regierung zu ersuchen, eine Wiederherstellung des Kreises Grünberg, sowie noch eine Reihe anderer Kreise im Interesse der Gerichtsbarkeit, sowie aus Gründen der geographischen Lage der einzelnen Kreisstädte anzustreben. Dleser Ansicht schließt sich auch Graf Solms-Laubach an, indem er noch bemerkt, daß bei der früheren Kreiseintheilung sehr bedeutende Fehler gemacht worden seien. Die Erste Kammer tritt diesem Er suchen einstimmig bei. Endlich genehmigte das Haus nach den Anträgen der Zweiten Kammer die Erbauung einer Zellenstrafanstalt.

Die Zweite Kammer ist auf den 15. Juni wieder einberufen. Am 16. Juni steht die kirchenpolitische Vor lage auf der Tagesordnung.

Berlin, 8. Juni. Der Erkältungszustand des Kaisers ist noch nicht gänzlich beseitigt. Wie dasD. Tgbl. erfährt, hatten sich außer der katarrhalischen Reizbarkeit der Augen auch einige neuralgische Schmerzaffectionen eingestellt, welche die Anwendung von Morphiumeinspritzungen er forderlich machten. Das Gesammtbefinden des hohen Herrn soll gleichwohl nach wie vor ein befriedigendes sein.

%% 8. Juni. Im Laufe der heutigen Unter suchung des Kehlkopfleidens des Kronprinzen hat der gestern Abend aus London eingetroffene Dr. Mackenzie im Beisein der deutschen Aerzte Professor Gerhardt, v. Bergmann, Tobold, des Leibarztes Dr. Wegner und der Kronprinzessin einen operativen Einschnitt gemacht, der indeß, wie dieK.⸗Z. meldet, von einer so geringen Bedeutung ist, daß die Abreise des Kronprinzen nach England jetzt als endgiltig auf den 13. d. M. festgesetzt zu betrachten ist. Der Kronprinz wird auf einem Landgute in der Nähe von London Wohnung nehmen und von seinem Leibarzte und vom Geh. Professor Dr. Gerhardt begleitet werden.

9. Juni. In dem Befinden des Reichs kanzlers ist eine leichte Besserung eingetreten, so daß derselbe im Stande sein wird, in den

nächsten Tagen die Reise nach Friedrichsruh anzutreten.

8. Junt. Der Reichstag trat in die zweite Berathung der Anträge Hitze, betreffend die Arbeiter schutzgesetzeebung, ein. Hitze begründet seine Anträge und hebt hervor, Deutschland dürfe hinter den anderen Culturländern, welche dem Schutze der Arbeiter eine er höhte Aufmerksamkelt zuwenden, nicht zurückbletben.

Schmidt erklärt sich gegen die Petition des Centralver

bandes deutscher Industrteller, der die in den Anträgen liegenden humanen Bestrebungen zu vereiteln suche. Mar bach hält ein gänzliches Verbot der Kinderarbeit für bedenklich. Niethammer bekämpft die Beschlüsse der Com⸗ mission als nicht fachgemäß. Der Reichstag nahm unter Ablehnung aller anderen Anträge nach langer Debatte den ersten Artikel des Hitze'schen Antrages in der Com missionsfassung über die Aufhebung der Kinderarbeit an.

8. Juni. Die Zuckersteuerkommission nahm gestern unverändert mit großer Majorttät die§§ 2, 3 und 6 der Regierungsvorlage an. Ein Antrag Meyer(Halle), die Consumsteuer auf zwei Mark zu setzen, die Epport bonifikatton jedoch zu streichen, und ein Antrag Nobbe, die Verbrauchsabgabe auf 20 Mark zu setzen, wurden abgelehnt.

8. Juni. Die Branntweinsteuer-Commission be⸗ endigte heute ihre Berathung und beschloß, daß der vom Zollauslande in Fässern eingehende Arrae, Cognac und Rum vom Tage der Verkündigung des Gesetzes mit 125, aller übrige Branntwein mit 180 Mark pro 100 Kilo⸗ gramm verzollt werden solle. Aller am 1. Oktober inner balb des Gebiets der Branntweingemeinschaft in freiem Verkehr befindliche Branntwein unterliegt einer Nachsteuer von dreißig Pfennig für den Liter reinen Alkohols Be⸗ freit von der Nachsteuer bleibt der Branntwein, welcher zu gewerblichen Zwecken, zur Essigberettung, zu Heil⸗ zwecken, zu wissenschaftlichen, zu Puß-, Koch:, Heizungs und Beleuchtungs-Zwecken verwandt wird, ferner Brannt wein in Mengen von nicht über zehn Litern, endlich Branntwein, wofür der erhöhte Zoll bezahlt ist. Für die Zeit vom Tage der Verkündigung des Gesetzes bis zum 30. September 1887 wird der Betrieb der Brenne reien, ausgenommen der Hefebrennereien, auf Dreiviertel des Umfanges des Vorjahrs beschränkt; die Maisch⸗ bottichsteuer wird auf das Dreifache des bisherigen Satzes und dementsprechend die Steuervergütung auf 48,03 Mark für den Hektoliter Alkohol, der zum Export gelangt, erhöht. Das Gesetz tritt am 1. Oktober 1887 in Kraft. Das ganze Gesetz wurde mit allen gegen vler Stimmen angenommen.

Karlsruhe, 9. Juni. Der schwedische Kronprinz trifft morgen hier ein.

Kehl. Bei dem hiesigen Sägereibesitzer Mardat, einem geborenen Franzosen, sollen ausführliche Pläne über die Straßburger Forts vorgefunden worden sein, in Folge dessen er be reits eine unfreiwillige Reise nach Leipzig an getreten hat.

Ausland.

Frankreich, Paris. DieAgence Ha vas bezeichnet die Nachricht, General Ferron beabsichtige den Plan einer versuchsweisen Mo bilisirung eines Armeecorps fallen zu lassen, für unbegründet, der Kriegsminister werde vielmehr, sobald ein neuer Vorsitzender der Budgetkom mission ernannt worden sei, sich mit diesem wegen der Höhe des erforderlichen Credits ins Einver nehmen setzen.

Großbritannien. London, 8. Juni. Das Unterhaus nahm nach lauger Debatte mit 211 gegen 83 Stimmen den dritten Artikel der irischen Strafrechtsbill an, welcher die Einführung besonderer Geschworenengerichte für gewisse Fälle vorsieht. Sämmtliche Amendements wurden verworfen.

Türkei. Constantinopel. Infolge der französisch-russischen Einwendungen ist die Rati fication des englisch-türkischen Abkommens über Egypten wieder zweifelhaft geworden. Der Sultan wird, wie man in französischen Kreisen zu wissen glaubt, die Ratification des englisch türkischen Uebereinkommens bezüglich Egyptens verweigern. Als die Convention in officiöser Form den Mächten mitgetheilt wurde, erhob

wonach in gewissen Fällen die Wiederbesetzug Egyptens durch England zu erfolgen hätt Rußland machte im Einverständniß mit Fran reich ähnliche Einwendungen. Gegen die ü rigen Bestimmungen der Convention wurde keine principiellen Bedenken erhoben. 0 Griechenland. Athen, 8. Juni. De König wird morgen in Begleitung des Kro prinzen eine Reise antreten und sich ein Tage in Paris aufhalten. t

Die Königin begilt sich zunächst nach Wiesbaden. Der französiscg Gesandte Graf Montholon hatte gestern en Unterredung mit dem Könige, nach welcher den Kronprinzen zur Theilnahme an den groß

französischen Manövern einlud. 5

Frankreich Einwendungen gegen die Bestimmun. 6

Allerlei.

g. Friedrichsdorf, 9. Juni. Die Feier d 200 jährigen Gründungs-Jublläums der hiesigen franz sischen Colonie wurde gestern früh durch Glockengeläut und in den Pausen ducch Choralmusik auf der Kluch thurmgallerie eingeleitet, worauf später ein Festgotta- dienst folgte. Um 12 Uhr fand sodann im Gasthanß f zumWeißen Thurm ein Festessen statt, bet welch Landrath v. d. Heydt ein Bildniß des Kaisers nebst esung Geldgeschenk von 200 M., ein Geschenk der Kaiser überreichte. Nach dem inzwischen eine so zahlreiche Menschs menge, wie sie wohl noch nie hier gesehen wurde, allen Nachbarstädten und Orten sich eingefunden und der festlich geschmückten Stadt auf und ab wogte, fi um 3 Uhr der Festzug statt. Nach Bekränzung der des Landgrafen auf der Burg, begab sich der Zug in der Plantation zurück, woselbst Pfarrer Robert da Frankfurt eine französische Ansprache hielt, worauf dach ein Festgesang der Jungfrauen und eine Musikpidee folgt Abends 9 Uhr fand sodann ein Fackelzug statt. A, eintretender Dunkelheit an bis gegen Mitternacht wen große Illumination der Häuser. Heute, als am zwei Festtage, fand Nachmittags auf der Plantation ein Jugen fest, sowie Militärconeert und Abends Illumination ds Schnepfenburg-Wäldchens statt.

Gelsenkirchen, 8. Juni. DieGelsen kirchen Zeitung meldet: Auf Zeche Hibernia fand heute, N 12½ Uhr, eine Entladung schlagender Wetter statt sind 41 Todte zu Tage gefördert, 12 Todte beef sich noch in der Grube.

Szegedin, 9. Juni. Meldungen aus 1 vom 8. d. zufolge, wälzt sich gegen die Stadt die Wa! fluth heran und gewinnt stündlich an Terrain. Dal Wasser durchbrach bereits den Proganyer Damm überschwemmte die Besitzungen zwischen Szegedin in Tape. An der Fertigstellung des Ringdammes um fehlerhaften Proganyer Schleusenanlagen wird al strengtest gearbeitet. soll der Damm neben dem todten Theißarm durchbrochl werden. Die Gemeinde Foeldiak mit ihrem ganzen, biete ist überfluthet. Die zumeist aus Lehm gebaut Häuser sind größtentheils bereits zerstört. Der Ort Nl ist von Fluthen noch intakt, doch steht die ganze J bereits unter Wasser. An der Rettung des Ortes wi N mit äußerster Anstrengung gearbeitet, jedoch ist nur f ringe Aussicht auf Erfolg vorhanden. 0

Kirchliche Anzeigen für Friedberg Ebangelische Gemeinde. 1. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffen bach

Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10¼ Uhr: Herr Candidat Ahlheim Nachmittags Uhr: Herr Candidat Haacke,

Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags Uhr: Herr Pfarrer Meyer.

Katechismuslehre.

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Zur Ableitung des Binnenwassh

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