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ung ergab folgendes Resultat: Am Kehlkopf ist eine neue Entwickelung der Wucherung einen halben Zoll unter den Stimmbändern aufge— treten, die viel bösartiger als die bisher ent— fernte aussieht. Mackenzie erblickt keine augen— blickliche Gefahr, aber leider entwickelte sich un— erwartet und erst in den letzten Tagen die be— denkliche Wucherung. Mackenzie wird nach Ein— treffen von Krause und Bergmann aus Berlin Schroetter aus Wien und Schmidt aus Frank— furt eine Operation vornehmen. Es sei aber noch zweifelhaft, ob diese durch den Mund mög— lich ist, da die Wucherung tiefer liegt. Viel— leicht wird der Kehlkopfschnitt unvermeidlich sein. Das Allgemeinbefinden des Kronprinzen und dessen Stimmung ist gut. Anhaltend kann und darf derselbe nicht sprechen. König Humbert schickte dringende Anfragen nach dem Befinden des Kronprinzen. Die neu entstandene Wuche— rung hat sich erst in den letzten Tagen ganz unerwartet entwickelt; sie ist bösartiger als die frühere, weil sie tiefer liegt.
— 8. Nov. Prinz Heinrich ist zur Kaiserin nach Coblenz gereist.
— 8. Nov. Der Bruder des Zaren, Groß fürst Alexis, trifft am Freitag hier ein, um den Zaren zu erwarten.
— Die Grundzüge zur Alters- und Inva lidenversorgung der Arbeiter haben die Geneh— migung des Kaisers gefunden. Zur Vorberath— ung wird der Volkswirthschaftsrath wahrschein— lich Mitte nächster Woche zusammentreten. Die Vorlage soll sich auf alle Arbeiter, circa 12 Millionen, erstrecken. Ob dem Staatsrath die Grundzüge oder der bereits ausgearbeitete Ge— setzentwurf vorgelegt wird, steht noch nicht fest.
Breslau, 7. Nov. Heute Vormittag be— gann unter dem Ausschluß der Oeffentlichkeit im Saale des hiesigen Schwurgerichts die Ver— handlung gegen 38 Socialisten, die wegen socia— listischer Umtriebe angeklagt sind. Unter den Zeugen befindet sich auch der Reichstags-Abge— ordnete Singer.
Leipzig. Das Reichsgericht hob das von dem Danziger Landgerichte gegen 20 Socialisten am 28. Mai gefällte Urtheil auf und verwies die Sache an das Landgericht Danzig zurück.
Ausland.
Schweiz. Bern. Wie der Berner„Land— bote“ berichtet, wären bei dem mehrerwähnten ehemaligen badischen Artilleriehauptman v. Ehren— berg Pläne der Festung Wesel nebst ausführ— licher Angabe der Angriffspunkte gefunden wor— den; diese Pläne habe er Frankreich verkaufen wollen.
— Der Berner Bundesrath beschloß die Kündigung des Handelsvertrages mit Oester⸗ reich⸗Ungarn.
Frankreich. Paris, 6. Nov. Die Ein— setzung einer parlamentarischen Untersuchungs— commission von 22 Mitgliedern, wie dieselbe gestern von der Deputirtenkammer votirt worden ist, entspricht nach dem Fr. J. keineswegs den Absichten, welche die Rechte und die äußerste Linke zum Einbringen und zur Annahme durch die Commission des Antrages d'Ornano veran— laßt hatten. Der Antrag war direct gegen Wilson und indirect gegen den Präsidenten der Republik gerichtet, während das von dem Mitgliede der radikalen Linken Colfavru(persönlicher Freund des Präsidenten der Republik) eingebrachte und von der Kammer angenommene Contreprojekt zum besonderen Zwecke hatte, dem Beschlusse der Einsetzung einer Untersuchungs-Commission die Bedeutung eines gegen das Elysse gerichteten feindseligen Aktes zu nehmen.
— 7. Nov. Gestern Abend war in Douai eine Manifestation gegen den Unterrichtsminister Spuller wegen der Verlegung der Facultäten nach Lille beabsichtigt. Die Behörde besetzte da— her bei der Abreise Spuller's den Bahnhof und die Bahnzugänge mit Militär. Die Menge wurde durch einen Truppen⸗Cordon zurückge— halten, so daß die Manifestation verhindert wurde. Nach Abfahrt des Zuges zog ein Volks—
haufen zur Unterpräfectkur und warf dort die Fenster ein, wurde aber schließlich durch Gen— darmen zerstreut.
Großbritannien. London. Die inter— nationale Conferenz zur Berathung über die Zuckerpraͤmie wird am 24. November c. die erste Sitzung abhalten.
— Der Polizeichef Warren untersagte für den Lordmayorstag(9. November) alle Aufzüge und Kundgebungen in den Straßen.
Dublin, 8. Nov. Eine Bande Mondscheinler drang heute früh in die Wohnung eines Pächters in Kirby bei Pralee ein, riß denselben aus seinem Bette und tödtete ihn durch Flintenschüsse in Gegenwart seiner Familie.
Italien. Rom. Der Botschafter in Lon— don, Corti, wurde in Disponiblität versetzt.
— 8. Nov. In Livorno wurde gestern ein Dynamit-Attentat gegen das Gebäude der Polizei— direction ausgefuhrt. Ebenso glücklicher wie wun— derbarer Weise wurde Niemand dabei getödtet. Es wurden viele Verhaftungen vorgenommen.
Türkei. Constantinopel. Die Pforte ist geneigt das Suezeanal-Uebereinkommen zu be— stätigen; Bedingung ist, daß die Souveränetäts— rechte des Sultans darin bestaͤtigt werden. Die „Correspondance de l'Est“ meldet von hier, die Stellung des Großveziers sei erschüttert wegen der ablehnenden Haltung desselben zu der Suez convention. Als präsumtiver Nachfolger des Großveziers wird Dschevdet Jaui Pascha genannt.
— 7. Nov. Der heutige Pariser„Temps“ bemerkt betreffs der Anspielung Kalnoky's auf die Wichtigkeit der türkischen Anerkennung des Prinzen Ferdinand, Kalnoky ersttrebe die Aner— kennung oder habe sie vielleicht schon erlangt.
Bulgarien. Sofia, 7. Novbr. Unruhen in Eski⸗Sagra gelten für ernst; es wurden rume— liotische Truppen dorthin geschickt. Die Orts— miliz und die Gendarmen hatten mit den Auf— ständischen ein mehrstündiges Gefecht.
— Von hier wird gemeldet, die Regierung habe Schritte bei Rumänien, Griechenland und Serbien wegen Anerkennung des Prinzen Fer dinand als Fürsten von Bulgarien gethan, da diese Königreiche den Berliner Vertrag nicht unterzeichneten und folglich keine Verantwortung für eine solche Anerkennung hätten. Hierauf sei die übereinstimmende Antwort erfolgt, daß diese Staaten in erster Linie an der Aufrechterhaltung des Berliner Vertrags interessitt seien.
Rußland. Petersburg, 7. Nov. In Folge neuer Entdeckungen wurden in den letzten Tagen hierselbst zwei Offiziere und drei Buchdrucker verhaftet; mau fand bei dieser Gelegenheit Dyna— mit und aufrührerische Aufrufe vor.
— Von hier wird der Rücktritt Giers' von der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten und derjenige Wischnegradski's von der Leitung der Finanzen signalisirt. Vorsicht ist jedoch diesen Nachrichten gegenüber sehr geboten.
Amerika. Chicago, 7. Nov. Bei einer Untersuchung der Zellen der verurtheilten Anar— chisten wurden in Lingg's Zelle sechs gefüllte Bomben unter Zeitungen verborgen gefunden. Es wurden daher strengere Maßregeln bezüglich des Verkehrs mit den Gefangenen getroffen. Die Bomben bestanden aus mit stärkstem Dyna⸗ mit gefüllten Gasleitungsröhren. Lingg erhielt dieselben in Delicatessenbüchsen mit doppeltem Boden. Es gilt als zweifellos, daß man das Gefängniß in die Luft sprengen wollte. Der Referent des Obergerichts in Illinois hat den Repräsentanten der„Union“ und der größeren Zeitungen Europas den Text der Verhandlungen des Anarchistenprocesses zugestellt, um das Ver— fahren des Gerichtshofes darzulegen.
Asien. Rangoon. Nach in Petersburg eingelangten Berichten aus Herat hat am 26. v. Mts. der erste bewaffnete Zusammenstoß zwischen den Anhängern Achmed Ejub's und den Truppen des Emirs Abdurrhaman bei der Stadt Kaleh-i-Nan im Gurigebirge stattgefunden. Erstere waren nur 460 Mann stark, während letztere aus zwei Bataillonen bestanden. Da die Ejubiten noch keine Geschütze besitzen, so
Unterstützungen abzuwarten. Aus Stadt und Land.
r. Friedberg, 6. Nov. Gestern Abend beging der
Verein„Concordia“ dahier im Saale des Windecker Felsenkeller seinen ersten Vereinsabend in diesem Winter und können wir nur Günstiges über denselben berichten, Das Programm wurde mit den Chorlledern:„Herr,
deine Güte reicht so wett“ und„Der Abend sinkt“ er“
öffnet und zeigten die Mitglieder in der Wiedergabe dleser
Tonschöpfungen, welch' merkliche Fortschritte sie selt den ö
vergangenen Jahr gemacht haben. Auch die Solovorträge waren gut und gefielen allgemein. Möge der Vereln in der bisherigen Wetse fortschreiten und sich noch recht lange des segens reichen Wirkens seines verdienstvollen Dirigenten, des Taubst. Lehrers Schneider, erfreuen, denn nur seiner Energie, Ausdauer und Hingebung ver— dankt die Concordia die ehrenvolle Stelle, die sie in dem Vereinsleben unserer Stadt einnimmt.
Friedberg. In dem Fr. J. finden wir folgende uns Friedberger im höchsten Grade berührende und über— raschende Nachricht:„Die Vorarbeiten für die Elsenbahn— strecke Homburg-Usingen sind augenblicklich in vollem Gange und darf die Ausführung dieser Bahnstrecke sel— tens der preußischen Staatsbahnverwaltung mit Sscher— heit erwartet werden. Voraussichtlich wird dem preu— ßischen Landtage schon in der bevorstehenden Session eine bezügliche Vorlage gemacht werden. Dagegen ist die Weiterführung der Bahn von Homburg nach Friedberg einst⸗ wellen aufgegeben, weil bezüglich dieses Projeetes erheb— liche Verwaltungsschwierigkelten hindernd zu Tage getreten find.“ Es wäre iateressant, etwas Näheres uber diese Verwaltungs schwierigkeiten zu vernehmen.
r. Bad Nauheim. Nachdem bereits am Samstag Abend die 25jährige Jubiläumsfeier des Vereins Concordia durch einen großen Commers im Hötel Sprengel einge⸗ leitet wurde, wozu Einladungen an die nicht mehr dem Vereine angehörenden ehemaligen Gründer desselben er— gangen waren, findet nunmehr die eigentliche Feter nächsten Samstag und Sonntag in den festlich geschmückten Räum— lichkeiten des Hötel Sprengel statt. Wie sich aus den vielfachen Vorbereitungen schließen läßt, verspricht das zur Ausführung kommende Programm ein in jeder Beziehung wohlgelungenes zu werden. Nachdem am Samstag Abend ein größeres Theaterstück, sowie verschiedene auf die Feier des Tages passende Gesänge im Hötel Sprengel aufge⸗ führt werden, wird dann am Sonntag Nachmittag ein Ausflug auf den Johannisberg stattfinden. Als Fest⸗ musik ist eine der größeren, bestreuommirten Kapellen der Wetterau engagirt worden.
Allerlei.
Stuttgart, 5. Nov. Dle Kindes mörderin Fran— ziska Langheinz, welche aus Habsucht ihre Sjährige Stlef⸗ tochter mit Spiritus und Erdöl begossen und verbrannt hatte, wurde heute früh in Tübingen durch den Scharf⸗ richter Schwarz mittelst Fallbeils hingerichtet. Die De— linquentin starb reumüthtg.
Basel. Dieser Tage wurde am badischen Rangir⸗ Bahnhof ein Bremser verhaftet, da ermittelt worden war, daß er einen großen Pack sozialistischer Schriften in selnem Wagenschlag verborgen hatte. Am Tage vorher ließ der Zollinspektor unweit Freiburg einen Bahnzug mitten im freien Felde anhalten, um denselben nach Kontrebande zu durchsuchen, was aber ohne Erfolg blieb.
Sofia, 6. Novbr. Heute traf hier die erste Loko— motive auf dem hiesigen Bahnhof ein. Prinz Ferdinand wohnte dem aus diesem Anlasse veranstalteten Bankette von 400 Personen bei.
Handel und Verkehr.
Frledberg, 8. Nov. Fruchtpr. Waizen M. 16.50, Korn M. 13., Gerste M. 15., Hafer M. 11.50— 12. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfd.
Friedberg, 9. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80—0.90. Eier 1 St. 8 Pf.
Grünberg, 5. Nov. Fruchtpr. Welzen M. 16.90, Korn M. 13.40, Gerste M. 13.60, Hafer M. 11.10, Erbsen M. 14.30, Linsen M. 23.50, Lein M. 24.00.
Gießen, 8. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00—0.00., Eier per St. 7 Pf., Käse per St. 4—7 Pf., Tauben per Paar 40-50 Pf., Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Hahnen per St. M. 0.50 bis 0.80, Enten per St. M. 1.40— 1.80, Gänse per Pfd. 35— 46 Pf., Ochsenfleisch per Pfd. 58— 60 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 45— 50 Pf., Schweinefleisch 54 bis 60 Pf., Hammelfleisch 4060 Pf., Kalbfleisch 40— 46 Pf., Kartoffeln per 100 Nilo M. 3.50—4.50, Zwiebeln per Ctr. M 6.90—7.00., Weißkraut per Stück 3—9 Pf.
Frankfurt, 7. Nov. Fruchtber. Hiesiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 30.00 32.00, Nr. 1 M. 27.00— 28.50, Nr. 2 M. 24.00- 26.00, Nr. 3 M. 22.50— 24.00, Nr. 4 M. 18.00— 19.00, Nr. 5 M. 14.50— 15.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 49.00— 52.00, nord⸗ deutsches und westfällsches Weizenmehl Nr. 00 M. 22.50 bis 23.50, Roggenmehl(hies.) Nr. 0 M. 21.50-23.00, Nr. 0/1 M. 19.50— 21.00, Nr. 1 M. 17.50 18.50, Nr. 2 M. 14.50— 15.50, Weizen neuer ab unserer Umgegend M. 16.75— 17, frei Bahnhof hier M. 17.25 17.50, fremder nach Qual. M. 16.— 18.50, Roggen hlesiger neu M. 18.25 bis 13.50, Gerste, Brauerwaare M. 15.00— 17.00, do. zu Mahlzwecken M. 11.00, Hafer, prima M. 1813.50, mittel M. 11.25 12.25, Raps M. 22.75— 23.25, Mals La Plata M. 12.50, Erbsen M. 14 19, Linsen M. 20-88,
„ kämpften sie mit der blanken Waffe, mußten 110 aber schließlich der Uebermacht weichen, worauf sie sich nach Kalehi-Nau zurückzogen, um dort
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zuktrunzen
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