Ausgabe 
10.3.1887
 
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Oberhessischer Anzeiger.

dieses Ausschreibens zu unnöthigen Schreibereie 17 n. 1 Zur Ausbildung tüchtiger Obstbaumwärter soll auch im laufenden erung 8 Wochen in Anspruch nehmen, von welchen 0 3 Geschäfts aussätze und geschäftliche Berechnungen 0

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887.

Bonnerstag den 10. März.

2 30.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

lokale

Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., een Letztere nicht J

. auswärtigen Einsendern

Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., ahresconto bei uns haben),

Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Uf welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Annoncen von

Amtlicher Theil.

Betreffend: Uebungen der Maunschasten des Beurlaubtenstandes, hier Disp nsatlonsgesuche

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgerme Unser Ausschreiben obigen Betreffs vom 5. August v. J., Amtsblatt Nr. 2 dei Einreichung von Gesuchen in Erinnerung und bemerken Ihnen zugleich,

durch eine reiche Sammlung der besten Lehrn

Sestimmten pomologischen Garten hiesiger Ackerbauschule und an anderen

arten Baumanlagen und Baumschulen untern elbst zu sorgen, Anmeldungen sind baldmöoͤglich

Zaukursus, Herrn Landwirthschaftslehrer Hannemann hier, einzureichen. derzoglichen Bürgermeistereien bitten wir, uns gefälligst übermitteln zu wollen.

Friedberg den 2. Marz 1887.

Betreffend: Die Revision der Hypothekenbücher vom

Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an sämmtliche

Wir benachrichtigen Sie, daß in der

weisen Sie an, die seit der letzten Revision stattgehabten Einträge und

vor dem bestimmten Termin, der Ihnen noch

zerfen und etwaige Mängel zu beseitigen.

Um Auskunft über den dermaligen Auf lbert Freimann von Wesel wild ersucht. Friedberg den 5. März 1887.

Dieselben werden wegen 7

n Veranlassung geben, in

Bekanntmachung,

Jahre ein

S

Grundzüge des Pflanzenlebens, Obstbaulehre, Obstkunde und praktische Uebungen. Die praktischen Uebungen finden planmäßig in dem hierzu Baumpflanzungen statt. Der Unterricht ist unentgeltlich, für Kost und Wohnung haben die Schüler dagegen den Vorsteher des pomologischen Gartens

nittel und Werkzeuge unterstützt.

ommen.

st, spaͤtestens aber bis zum 27. März an

Das Curatorium der Ackerbauschule

Jahr 1886/87.

Kürze mit

naher bekannt gegeben wird,

Ausschreiben. enthaltsort des

iebstahls verfolgt.

Obstbaucursus hier abgehalten werden. uf auf die Zeit vom 28. März bis 4. Mai, drei in den August fallen.

Friedberg den 8. Marz 1887.

istereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissarlat Wickstadt. 2 de 1886, bringen wir hiermit zur genauesten Beachtung daß wir Diejenigen von Ihnen, welche durch nicht genaue Befolgung Strafe nehmen werden.

Dr. Braden.

den Obstbaucursus an der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1887 betreffend.

Derselbe wird Der Unterricht umfaßt: Er wird

Außerdem werden Excursionen nach benach

und Obst⸗

Anmeldungen bei den landwirthschaftlichen Bezirksvereinen und Groß

zu Friedberg. 7.

Friedberg den 9. Marz 188

Ortsgerichte des Amtsgerichtsbezirks.

der Revision der Hypothekenbücher vom Jahr 1886/87 begonnen werden wird, und Loͤschungen nebst dem Register und topographischen Pfandverzeichniß einer genauen Prüfung nach Maßgabe Ihrer

Jnstruction zu unter

Dienstknechts Joseph Engel von Buchenau, Kreis Hünfeld, und des Taglöhners

Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: v. Biegeleben.

Deutsches Reich. Darmstadt. Der Statiousvorsteher Bernhard Bensheim wurde wegen geschwächter Gesundheit,

unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhe and versetzt und der Reallehrer Falkenhagen in ingen zum Reallehrer in Michelstadt ernannt. Berlin, 7. März. Reichstag. Erste Lesung der Mi härvorlage. Kriegs mintster Bronsart v. Schellendorff kunerkt, es sei wenig noch über die Vorlage zu sagen. assen Sie uns vergessen, was hinter uns liegt. Ich weifle nicht an der Annahme der Vorlage; aber je gtößer die Majorität, um so schwerwiegender der Erfolg. der Minister bittet daher, so zahlreich wie möglich der Srlage zuzustimmen. Es werde dies die schöͤnste Frucht sen, welche diese Session zur Reife bringt. v. Bennigsen klärt: Meine Freunde und ich sind unbedingt für die zunahme der Vorlage; ich brauche kaum daran zu er⸗ mern, daß dieselbe schon vom vorigen Reichstage zu fentlichen Theilen angenommen war, nur über die sitdauer schwebten Differenzen. Die Wahlen haben Entscheidung gegeben in dieser Angelegenheit, die en nationalen Charakter hat, zumal gegenüber der ie der auswärtigen Politik. In einem solchen Augen Ack ist es geboten, auf alle politischen Unterschiede, 4 1 Parteitreiben zu verzichten. Windthorst glaubt, 1 Vorlage werde schnell zu Stande kommen und der emmifftonsberathung nicht bedürfen. Er behält sich vor, Stellung des Centrums in einem Zeitpunkte zu präei

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un, wo sämmtliche Stichwahlen beendet sind. Bei e zweiten Lesung werde sich darüber sprechen lassen. Helldorf(cons.) weist auf die Wahlen hin, welche u die frühere Entscheldung des Reichstages über die litärvorlage geantwortet hälten. Dem jetzigen Reichs- de erübrige nur, die Situation anzuerkennen und der lage zuzustimmen. Richter erklärt, er und seine unde ständen auf demselben Standpunkt wle vor der tlösung; sie würden die früheren Anträge wieder ein agen, und falls diese abgelehnt würden, gegen die Lerlage stimmen. Auf den Wahlkampf wolle er heute et eingehen, er wolle nur hervorheben, daß das Fitennat zum Aeternat führen müsse. Er hoffe in sen, es werde sich die Anerkennung der Möglichkeit am zweijährigen Dienstzeit Bahn brechen. v. Kardor f icht für die Annahme der Vorlage und gegen dle jährige Dienstzeit, welche mit der

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prinz Rudolf wird demnächst vorliegenden um den König Humbert zu besuchen.

Frage nicht zusammenhänge. Vertrauensfrage an Na darauf geantwortet. nager(Soe. Dem.) erklärt sich namens der Soclalisten gegen die Vorlage wegen der zu großen Belastung des Volkes. Reichensperger(Centr.) erklärt, er werde seine Bedenken bis zur zweiten Lesung

Dit Regierung babe eine n gestellt, die Nation habe

vertagen. Damit schließt die erste Lesung. 8. März. Erste Lesung des Reichshaushalts pro 1887/88. Staats seerktär Jacobi hebt nach dem Fr. J. hervor,

der Etat sei unverändert vorgelegt worden; es seten Be mühungen im Gange, eine Vermehrung der Reichs ein nahmen herbetzuführen, ein Ergebniß lasse sich noch nicht mittheilen. Die Regierungen wünschten zunächst die schleunigste Erledigung des Etats. v. Huene(Centr). erklärt, das Centrum werde zur schnellen Erledigung mit allen Kräften mitwirken; was die Vermehrung der Reichseinnahmen betrifft, so sei das Centrum sowohl gegen jedes Monopol, wie auch gegen die von den Deutschfreisinnigen vorgeschlagene Reichselnkommensteuer. v. Maltzahn leons.) erklärt, die Conservativen würden die formultrten Anträge der Deutsech freisinnigen in Betreff der Reichseinkommensteuer abwarten, bevor sie selbst mit Anträgen hervortreten wollten. Rickert bezeichnet Absicht, eine Reichseinkommensteuer elnzuführen, als ernst gemeint und hofft auch jetzt noch, daß die hiergegen Widerstrebenden sich damlt schließlich befreunden würden. v. Benda(nat. ⸗lib.) meint, bezuglich der Vermehrung der Reschseinnahmen seien die in der Thronrede ange kündigten Vorschläge der Regierung abzuwarten. Nobbe (freicons.) spricht sich für eine Vermehrung der indlreeten Steuern und Zölle aus, welche bestimmt sel, die Einzel staaten weiter zu entlasten. Damit schließt die Debatte. Das Haus überweist nur einzelne Theile des Etats an die Budgeteommission und beschließt, die übrigen Theile im Plenum zu erledigen.

8. Maͤrz. DieKreuzzeitung warnt heute auf's Neue vor falschen Hoffnungen auf Erhaltung des Friedens, so lange Boulanger am Ruder sei, dessen Macht und Einfluß fort während wachse.

Ausland. Qesterreich-Ungarn. Wien. Kron

nach Rom reisen,

die

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8. März. Nach einem Krakauer Tele gramm derWiener Allg. Ztg. erfolgte in Dembica gestern die Verhaftung des in Granica stationirten russischen Gendarmerie-Wachtmeisters, bei dem verdächtige Aufzeichnungen und Papiere gefunden wurden. Der Mann wurde dem Kra kauer Strafgericht eingeliefert.

Pest, 7. März. In der österreichischen Delegation sprach nach Konstatirung der Ueber einstimmung der Beschsusse beider Delegationen [Graf Kalnoky im Auftrage des Kaisers den Dank für die patriotische Einmüthigkeit und Opferwilligkeit der Delegirten aus und dankte Namens der Regierung für das derselben be wiesene Vertrauen. Hierauf wurden die beiden Delegationen geschlossen.

Frankreich. Paris, 6. Marz.

Heute

Nacht wurde in Bessege(Depart. Gard) gegen 5

das Verwaltungsgebäude des dortigen Huͤtten werks eine Dynamit Patrone geschleudert, die mit sehr heftigem Knall explodirte, aber Niemand verletzte. Die Untersuchung ist eingeleitet Großbritannien. London. Die Koͤnigin wird sich den bis jetzt getroffenen Verfügungen zufolge am 4. April nach Aig-le-Bains b

geben,

krath

dort etwa 17 Tage verweilen, alsdann Darmstadt auf einige Tage besuchen und gegen Ende April wieder nach England zurückkehren.

Dublin. Bewaffnete Banden steckten in der Grafschaft Limerick Heuschober, Scheuern, Meie reien solcher Paͤchter in Brand, welche trotz des Feldzugsplanes ihren Gutherren den 3 richtet haben. Ehe die Polizei erschien, waren die Uebelthäter stets verschwunden

Italien. Rom, 8. Maͤrz. Zuverlaͤssigen Nachrichten zufolge hat der italienische Minister beschlossen, daß alle Minister auf ihren

Zins ent