Ausgabe 
9.7.1887
 
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1887. Jamstag den 9. Juli. M 80.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch; 65 18; ei imal wöchentli d i eng Adend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. cent dr dan erstan und Suna enstag.

noncen: die einspaltige 8 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

9 letreffend: Gegenseitige Zulassung der in der Nähe der Grenzen wohnhaften Hebammen zur Ausübung der; 8 f 7 I. Prapis in den einzelnen Bundesstaaten.. f g i g Friedberg den 5. Juli 1887.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Das nachstehende Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und Ledeutung der Hebammen in den davon berührten Gemeinden mit. J. V.: Dr. Wall u. 2: Gegenseitige Zulassung der i 60 Ausü 8 5 ketreffend 824010 8 n r der Grenzen wohnhaften Hebammen zur Ausübung der Darmstadt am 15. Juni 1887.

Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter.

Nachdem zwischen sammtlichen Bundesstaaten eine Verstaändigung in dem Sinne stattgefunden, daß die in einem Bundesstaate geprüften bammen, welche in der Nähe der Grenze wohnen, in den Grenzbezirken der benachbarten Bundesstaaten zur Ausübung ihrer Berufsthätigkeit Jzelassen werden, geben wir Ihnen hiervon mit dem Anfügen Kenntniß, daß für die gegenseitige Zulassung der in der Nähe der Grenze wohn hiten Hebammen zur Ausübung der Prapis in den einzelnen Bundesstaaten die folgenden Grundsätze zur Anwendung zu kommen haben: N 1. Hebammen, welche in einem Bundesstaate das Prüfungszeugniß einer nach den Landesgesetzen zuständigen Behörde erworben haben, en, sofern sie in der Nähe der Grenze eines benachbarten Bundesstaates wohnhaft sind, befugt sein, ihre Berufsthätigkeit in den in der Nähe Grenze belegenen Orten des letzterwahnten Staates in gleichem Maße, wie ihnen dies in der Heimath gestattet ist, auszuüben.

2. Die Hebammen, welche in Gemäßheit der unter Ziffer 1 getroffenen Bestimmung in den in der Nähe der Grenze belegenen Orten 8 Nachbarstaates ihren Beruf ausüben, verlieren die Befugniß hierzu, falls sie sich dort dauernd niederlassen oder ein Domizil begründen.

3. Die unter Ziffer 1 bezeichneten Hebammen haben sich bei der Ausübung ihres Gewerbes an den in der Nähe der Grenze liegenden erten des benachbarten Staates den daselbst geltenden Gesetzen und Verwaltungsvorschriften zu unterwerfen.

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gefallenen Fohlen.

c Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 6 In die Ihnen mit nächster Post kurzer Hand zugehenden Verzeichnisse über die im Jahre 1886 durch die Großherzoglichen Landgestüts chaler bedeckten Stuten wollen Sie einzeichnen, ob und welche Fohlen gefallen sind und uns die Verzeichnisse sodann wieder mit Datum,

unterschrift und Siegel versehen zurücksenden. i 2 J. V.: Dr. Wallau.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erwarten die Erledigung unserer Verfügung vom 27. Mai l. J.(Amtsblatt ohne Nummer) durch die Rückständigen von Ihnen üfehlbar binnen 3 Tagen bei Meidung von Strafe. Dr. Braden.

a 1 Finger. Dr. Linß. ige. treffend: Die im Jahr 1886 durch die Großherzoglichen Landgestütsbeschäler bedeckten Stuten und die davon Friedberg den 6. Juli 1887. 1

0. Hes Jensch Kroll, 1. guete urger!

treffend: Remunerirung des Feldschützenpersonals in dem Rechnungsjahr 1886/87. Friedberg den 7. Juli 1887.

Bekanntmachung. Um Mittheilung des Aufenthaltes des Adam Müller aus Effolderbach wird gebeten.

Friedberg den 5 Juli 1887. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau.

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Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Georg Reuther von Petterweil wurde als Wiesenvorstandsmitglied dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Jacob Michael Schneider von Klein-Karben wurde als Feldschütz dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. f Philipp Petri und Christoph Häuser von Hausen wurden als Feldgeschworene dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet.

in. plus. 8 a i, us 12 Deutsches Reich. Werthe und stellt einen diesbezüglichen Antrag zoͤsische Beamte seien an die Stelle der Privat⸗ . zu Darmstadt, 5. Juli. Fürst Alexander[beim Wiederzusammentritt des Reichstages in agenten getreten und hätten in Klein ein passen⸗ i sich von Bad Kissingen nach Oberhof, derTAussicht. 1 i ö ö des Weikzeug 5 ee eee 10 U Pklringischen Sommerfrische nebst Jagdschloß des Ems, 7. Juli. Der Kaiser hat heute nach autragt gegen Klein 9 e 0 35 El Firzogs von Coburg, begeben. In Begleitung einer vortrefflichen Nacht die Trink- und Inha 10 Jahre Ehrverlust, gegen Greber 46 ahre 5 kz Fürsten befindet sich der frühere Hofmarschall lationskur fortgesetzt. Sodann machte derselbe] Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, gegen rhart Neuß, Vilron v. Riedesel. mit dem Prinzen Wilhelm eine längere Aus- Freisprechung. Der Vertheidiger von Klein plai⸗ Mosch Berlin. DieNordd. Allg. Ztg. bemerkt fahrt im offenen Wagen. Nach Entgegenahme e 1 ee, Atzenüber dem geplanten Gesetzentwurf gegen die dienstlicher Vorträge hat der Kaiser hierauf sein[Grebert's für Freisprechung 05 3 50 n 3 eiemden in Frankreich, für Deutschland sei der erstes Bad genommen. Das Diner nahm der dernde Umstände. DieNa Ztg.

hohe Herr mit dem Prinzen Wilhelm, der erst zu den Thatsachen, welche der Leipziger Prozeß tschfeindlichen Bestimmungen, welche in Frank-[morgen abreisen wird, und dem Prinzen Nicolas an's Licht bringt: Die 3 haufenden und in nich zur Ausführung kommen, auch in Deutsch⸗ von Nassau ein. 5 g 5 ihrer Tragweite verstär enden del 1 ind, namentlich in den Reichslanden zur An Leipzig, 6. Juli. Landesverrathsprozeß. Landesverraths, die immer aue Neue auf 5 5 endung zu benutzen wären. Der Reichsanwalt Treplin begründete die An⸗ frauzösische Regierung hinweisen, haben eine sehr DieBerl. Polit. Nachr. erklären, es klage. Der Gerichtshof sei zum ersten Male in der ernste Seite; sie beginnen bereits hart an das de sich sicherlich herausstellen, daß die War- Lage, ein Urtheil über Männer zu fällen, welche zu streifen, was eine Faster von der anderen migen vor dem Ankauf der russischen Wertheim Dienst der französischen Regie ung sich nicht bieten lassen kaun. Auch die erbittertsten blründet sind, und mahnen aufs Neue das das Deutsche Reich verrathen hätten, wahrend Feinde Deutschlands werden zugestehen 1 Aublikum diese Warnungen zu beherzigen. die früheren Prozesse Angeklagte betrafen, die daß die Verantwortlichkeit für diese gage Frank⸗ 7. Juli. Der Bundesrath hat den auf eigenen Autrieb Kunschafterdienste im allein voll und ganz trifft. Wir 8 srisidialantrag auf Aufhebung des Pferdeaus teresse Fraukreichs besorgten. Der gegenwärtige voraussetzen, daß die französische nrg* 5 Fkfbtrverbotes angenommen und dem Gesetze be Prozeß habe insofern eine besondere Bedeutung, Alles aufbieten wird, um das enge e 85 fend die Kunstbutter zugestimmt. als er über das französische Spionirwesen einen über die Natur der so Feschaffenen age 90. die Kreuzzeitung plaidirt für die Ein⸗(bestimmten Aufschluß gewähre und dessen Or den Zusammenhang der W zu 1 425 lung hoher Emisstonssteuer für ausländische ganisation in den deutschen Reichslanden. Fran Wir koͤnnen aber nur den dringendsten Wunsch

Joment gekommen, zu erwägen, ob nicht alle

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