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1 nisse, insbesondere auch die der Landwirthschaft, deren Freund er von jeher gewesen ist.
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5 Oberhessischer Anzeiger. anlegt
Wahlaufruf. An die Wöhler des II. Oberhessischen Wahlkreises.
Wähler! Wir wollen Tr ieden 8
Drohende Wetterwolken steigen auf im Westen und im Osten unseres Vaterlandes und es war ein unabweishares Gebot unerbitter—
licher Nothwendigkeit, daß unser erhabener Kaiser und sein stets in die Zukunft schauender Kanzler eine Verstärkung der Armee auf sieben Jahre für unentbehrlich erklärten.
Anders wollte es die aus vielen Fractionen bunt zusammengesetzte Majorität des deutschen Reichstags; sie lehnte am 14. Januar 1887 die Militärvorlage nach langer unnöthiger Verzögerung ab.
Wähler! Der Reichstag ist aufgelöst! Unser ehrwürdiger Kaiser hat vertrauensvoll Berufung an das Volk eingelegt. Rechtfertigt
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dieses Vertrauen. Ihr habt nunmehr zu entscheiden, ob Ihr den erbitterten Führern der Majorität folgen wollt oder ob Ihr auch ferner
stehen wollt an der Seite unseres Kaisers und des großen Heerführers Moltke, unter deren b Leitung auf den Schlachtfeldern Frankreichs erkämpft und erstritten wurde die Einheit und Unabhänigkeit unseres Vaterlandes.
Könnt Ihr zweifelhaft sein, für wen Ihr am 21. Februar mit ganzem Herzen eintreten werdet? Seid Patrioten, bedenkt die Mahnung unseres Kaisers, bedenkt die warnenden Worte unseres sonst so schweigsamen größten Feldherrn:
„Die Ablehnung der Vorlage Veventet den Krieg. 8
Wähler! Unser bisheriger Reichstagsabgeordneter ist ein Gegner des Septennats, des gesicherten Heereskörpers und des festen Gefüges unseres Volksheeres, er kann unsere Stimme nicht erhalten. Von jeher haben wir an einem liberalen Candidaten festgehalten und so schlagen wir Euch einen Mann vor, der schon seit Jahr
zehnten für Deutschlands Einheit und Freiheit gekämpft, der alle freiheitlichen Errungenschaften miterstreben, mitbegründen half. Frei und hocherhaben über Alle Vorurtheile der Confessionen und Classen bat er ein warmes Herz für Volk und Vaterland. Die Friedenspolitik unserer Regierung wird er unterstützen und ihr durch Gewährung des Septennats nicht die Waff versagen, deren sie unzweifelhaft bedarf, um den Frieden zu wahren und wenn dies nicht lingen sollte, den Sieg zu sichern und die unsäglich traurigen Folgen von Niederlagen zu verhüten
Der Candidat unseres ie ist im Ein 1 aller nationalen Partheien der bewährte Kämpfer und Fül
Schon seit Jahren in unserer— Nähe an der Spitze eines großen Gemeinwesens kennt er unsere Verhältnisse,
* Ihn aid die Hochachtung und
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aller Partheien. Seine politische Vergangenheit gibt Euch glänzende Bürgschaft dafür, daß unser Candidat fest- und hochhalten wird die so
werthvollen freiheitlichen Bestimmungen unserer Reichsverfassung. Gegner jeden Monopols wird er als redebegabter Kenner aller wirthschaftlichen Fragen erfolgreich mitwirken, daß der freie Gewerbebetrieb überall aufrecht erhalten werde. Er wird für Befestigung der Wehrkraft, gegen die Zwietracht im Innern bei drohender äußerer Gefahr, für Kaiser und Reich stimmen und wirken.
Wähler! Laßt Euch nicht irre machen und mißleiten, auch Ihr seid für des Vaterlandes Wohl und Wehe verantwortlich. Es handelt sich nicht um die Vertheidigung der von unserem Kaiser und dem Fürsten Bismarck gegebenen, von den Gegnern be— kämpften Reichs verfassung, nicht um das freie Wahlrecht, nicht um Monopole und um Belastung, es handelt sich heute allein um die
Wahrung des freventlich gefährdeten inneren Friedens, um die Befestigung der von unseren Nachbaren weit überholten deutschen
Wehrkraft und um die S 1 ch erun 9 d es au 5 eren F rie d ens mn Interesse des Vaterlandes und jedes Einzelnen von uns.
Diese Güter sollt Ihr an der Wahlurne vertheidigen.
Seid nur diesmal nicht säumig, klärt Eure Nachbaren auf, worum es sich handelt.
Es ist ein entscheidungsvoller Augenblick für unser gemeinsames Vaterland. Thue darum ein Jeder seine Schuldigkeit und wähle am 21. Februar
Herrn Oberbürgermeister Ir. Miquel u Frankfurt a.
1 Altenstadt Heinrich Emmerich, Forstwart. G. H. Heutzenröder, Landbrieftr. Jacob Lang IV., Landwirth. jacher
9 H. Eggolt, Landwirh. Gustav Hachstadt, Landwirth. Heinrich Jacob Lehr, do.. N äger B. Alles, Kaufmann. S. Ehrmann, Fruchthändler. Dr. Fr. Kullmann, Arzt. Georg von der Lehr, do Philipp! er Raphael Adler, Metzger. J J. Finkernagel, Weißbinder. K. Koch, Gerichtsschreiber. Joh. H. Lehr, do. Heinrich W̃ andwirth Georg Berg, Fuhrmann. W. Guüngerich, Pachter. J. Phil. Peter Kröll, Schmied. F. Münch, Apotheker. Koura
Heinrich Berg, Landwirth. Heinrich Gerhardt, Landwirth. Uhilipp Kötter, Landwirth Wilhelm Münch, Landwirth Simo
J. Bamberger, Handelsmann. Adolf Güngerich, Landwirth— Philipp Kröll, do. Johs. Müller, Sattler. Konrad Se r, Landwirt! Adam Bonrath, Schuhmacher— Hermann Gottschalk, Kaufmann. Joh. W. Kröll, do. Johannes May III., Landwirth. Konrad H. Schäfer
Jacob Didolph, Landwirth, Karl Heimburg, Landwirth. Wilhelm Kalser, Weißbinder. Heinrich Naumann, do Joseph S
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