lde
cher.
imelsfleib
Sign! 1
leute,
Dienstye
de.
5
1 1887.
berhessise
U
f 7
cult l. Zuilth illücher m
— 1
Bonnerstag den 7. Juli.
2 79.
er Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch
* und Freitag Abend ausgegeben.
Areisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,
Donnerstag und Samstag.
Innoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welch
„Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. en der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Annoncen von
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
letreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig⸗frelwilligen Militärdienst im Herbst 1887.
i Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Herbst 387 stattfindenden rubricirten Prüfung zu unterziehen, werden hier— urch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meid—
ig des Ausschlusses von dieser Prüfung
spätestens bis zum 1. August 1887 zi der unterzeichneten Commission einzureichen. ingung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt:
1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission ur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum
essen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.
bensjahr erfolgen.
1
ben wird.
ährend einer einjährigen activen Dienstzeit zu
1
.
*
1 12 Juli auszahlen wird. Friedberg den 5 Juli 1887.
2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17.
3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. uch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse ange⸗
4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— ugniß; b. Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes, mit der kklärung über dessen Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen Darmstadt den 17. Juni 1887.
Großherzogliche Pruͤfungs-Commission für einjährig Freiwillige.
zu verpflegen; in diesem Attest darf die Erklärung des Vaters oder Der Vorsitzende: Dr. Zeller.
Hinsichtlich der An—
sich Meldende geprüft
bekleiden, auszurüsten
Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des ein— jährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen, auch muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; e. ein Unbe— scholtenheitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der vorge⸗ setzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf.
5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der
sein will.
6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen.
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung— I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— Regierungs⸗ Blatt Nr. 55 von 1875) Aufschluß. sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden.
Bezüglich des Prüfungstermins,
1 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
karl Truschel, Landwirth, und Peter Krauch II., Laudwirth, beide von Rödgen, wurden als Feldgeschworene dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. ö Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß user Rechner, Herr Vogt, die Pfleggelder aus dem ersten Halbjahr 1887 gegen die vorschriftsmäßige Quittung Dienstag den
Für den Vorstand der Mathildenstiftung.
Meyer.
f Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Finanz-Accessist Dexheimer aus Fesheim wurde zum Steuer ⸗Assessor ernannt. Der
Anisterial Kanzleidiener Blöser in Darmstadt wurde auf
— Post⸗Personalnachrichten. Versetzt sind der Ober—
stdireettons⸗Secretär Blümel von Darmstadt nach Glatz, i Post⸗Seeretär Filtzinger von Langenschwalbach nach Dirmstadt, die Ober⸗Telegraphen Assistenten Voschen von augen nach Mainz, Mischke von Mainz nach Breslau,
(Post⸗Assistenten Bauder von St. Avold nach Offen— , Wendel von Mainz nach Wimpfen. Ernannt sind h Ober⸗Postdirektions⸗Steretär Freytag in Darmstadt aun Post⸗Kassirer, der Post⸗Seeretär Krüger in Gießen
ö N ö ö ö 0 7 0 in den Ruhestand versetzt.
1
Is atlich engagirt, zog nach Mainz, wo er de— 1
n Ober⸗Postseeretär.
Ems, 5. Juli. Die Ankunft des Kaisers folgte nach dem Fr. J. heute Vormittag 11 Uhr ui dem hiesigen Bahnhof. Auf allerhöchsten fehl waren zur Begrüßung nur der Bade— ümmissär und die Gräfin Schlippenbach an— eend. Der Kaiser fuhr mit dem Flügeladju— Hiten Graf Lehndorff durch die festlich geschmückte 9 raße unter dem Jubel der versammelten großen Unschenmenge nach dem Kurhaus. Die Schulen beten Spalier. Die Kaiserin traf mit dem unzen Wilhelm Nachmittags zum Besuch des
asers hier ein. Die Kaiserin kehrte um 4 Uhr
9 Coblenz zurück; Prinz Wilhelm reiste Abends ih Berlin ab.
Leipzig, 4. Juli. Im Landesverrathsprozeß ien Klein, Grebert und Erhart gesteht Klein, e dem Kriege von 1870/71 an den Straß—
Auger Fortificationen gearbeitet und sich von
Aiselben eingehende Kenntniß verschafft zu haben. er Grenzeommissär Fleureville habe ihm 1881 igeschlagen, Kundschafter der französischen Re— erung namentlich für die Festungspläne von t aßburg und Metz zu werden. Klein wurde in Hirschauer in Paris hierzu gegen 200 M.
taillirte Pläne und Zeichnungen entwarf und anf die Meldung ein, derselbe habe sich heute früh
Fleureville und Hirschauer sandte. 1885 habe ihn, erklärt Klein, der bekannte Polizeicommissär Schnebele aufgefordert, nach Pont-à-Mousson zu kommen, und ihn beauftragt, seine Thätigkeit auf Straßburg zu concentriren. Die Verbindung mit Schnebele dauerte bis zur Verhaftung des Klein. Derselbe behauptet, von Straßburg weniger Material geliefert zu haben, als von Mainz. Der Augeklagte Grebert habe gewußt, daß er fran— zösischer Spion war und ist ihm beim Zeichnen behülflich gewesen. Grebert bestreitet dies; Klein beschuldige ihn aus Rachsucht. Angeklagter Erhart hat Geldbriefe Schnebele's an Klein unter seiner Adresse angenommen. Klein glaubt nicht, daß Erhart den Sachverhalt kannte.— 5. Juli. Bei Fortsetzung des Zeugenverhörs beschuldigt Lauffenburger, der frühere Compagnon des An— geklagten Grebert, diesen, dem Angeklagten Klein wenigstens bei den Zeichnungen eines Panzer— thurms von Straßburg geholfen zu haben, nimmt aber frühere weitergehenden Beschuldigungen gegen Grebert zurück. Der Zeuge gibt zu, von Klein eine Zeichnung an den Grenzcommissär Fleuriel überbracht und von diesem Geld fuͤr Klein erhalten zu haben. Zeuge Tießfled hat von Lauffenburger erfahren, daß Klein und Gre— bert Deutschland verrathen. Auf die Frage, weßhalb er nicht die Anzeige erstattet habe, ent— schuldigt sich Zeuge Lauffenburger damit, daß die Familien der Angeklagten ihn gedauert hätten. Der Geschäftsführer Grebert's bestätigt, daß dieser eine eiserne Kassette beseitigt habe. Greber beschuldet alle Zeugen, sie handelten aus Rache. Betreffs des Zeugen Haas, welcher verdächtig erscheint, einen Helfershelfer Grebert's zur Flucht und falscher Aussage verleitet zu haben, traf
in einem hiesigen Gasthause das Leben genom— men. Oberreichsauwalt Dr. v. Tessendorf be— antragt Ausschluß der Oeffentlichkeit während der Vernehmung der militärischen Sachverstän— digen. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung hierüber zurück.
Hamburg, 4. Juli. Nach dem„H. Corr.“ traf die Kaiserin von Oesterreich gestern hier ein. Nach dem Besuch der katholischen Kirche und einem Besuch bei Frau Charlotte Embden(Heine's Schwester) setzte die Kaiserin ihre Reise in ein englisches Seebad fort. Die Kaiserin reist incognito unter dem Namen einer Gräfin von Hohenembs.
Karlsruhe, 4. Juli. Die zweite Kammer nahm einstimmig die Branntweinsteuervorlage an.
— Die erste Kammer stimmte gleichfalls der Branntweinsteuervorlage zu. Der Landtag wurde darauf geschlossen.
Straßburg, 4. Juli. Der Statthalter von Elsaß-Lothringen reist heute nach Ems und Coblenz ab zur Meldung beim Kaiser und der Kaiserin. Von dort wird sich derselbe auf mehrere Wochen auf seine Besitzungen in Alt-Aussee in Steiermark begeben.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Lemberg, 5. Juli. Der Kronprinz von Oesterreich ist heute von hier abgereist. Auf der Fahrt vom Statthalter— Palais bis zum Bahnhof wurde derselbe von der Volksmenge enthusiastisch begrüßt. Auf dem Bahnhofe waren die Spitzen der Civil- und Militärbehörden anwesend. Der Kronprinz dankte dem Landmarschall und dem Stadtpräsidenten wiederholt für den schönen Empfang, der ihm
unvergeßlich sei.
— 7˙— 8 e


