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Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglich
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Samstag den 3. Dezember.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
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Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
5 cen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf 2 ö U er uspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht
9—5ð—
Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Betreffend: Vertilgung der Kleeseide.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 1. Dezember 1887.
25 Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Lverd e von Ihnen, welche unserer Verfügung vom 10. October l. J.— Kreisblatt Nr. 121— noch nicht entsprochen haben, werden wiederholt an baldige Erledigung bei Meidung unangenehmer Verfügung erinnert.
Betreffend: Beitreibung von Communalgefällen.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh
Dr. Braden.
Friedberg den 1. Dezember 1887.
erzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Dieienige N 5 8 N—— 2 2 5 Diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Communalgefälle aus Gras-, Holz;, Grummet⸗, Pferch-, Güterpacht', Obst⸗Versteigerungen
Zetreffend: Wildschaden.
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Diejenigen von Ihnen, welche unsere
nisprochen haben, erinnern wir an umgehende Erledigung bei Meidung unangenehmer Verfügung.
etreffend: Die gemeinschaftliche Ortskrankenkasse fü Rubricirte Kasse hat mit unserer Gene
fachstehende Bestimmung: Ist die einem Kranken gewährte freie
olhwendig, so gilt als Ersatz der der Kasse in
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r Verfügung vom 19. bezw. 31. October l. J.
Bekanntmachung. r Vilbel und Umgegend. f
hmigung folgende
1 Ganzen für die
Arznei, die Zahlung von ½ des ortsüblichen Taglohus.
8 Friedberg den 29. November 1887.
en Bürgerm
15 8 ind„ 0 7 Far do n 2 8 0 ö ückständig sind, werden hiermit aufgefordert, das Beitreibungsverfahren bezüglich derselben nunmehr einzuleiten.
Dr. Braden.
Friedberg den 1. Dezember 1887.
eistereien des V. Wildschadensbezirks. — Kreisblatt Nr. 125 und 131— noch nicht
Dr. Braden.
Statutenänderung beschlossen: Zu F. 14 der Statuten tritt als Absatz 4 die Kur und Verpflegung in einem Krankenhaus über die Dauer von 13 Wochen Dauer eines Jahres obliegenden Gewährung freier ärztlicher Behandlung und
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
N erliehen. 5 chaftslehrer der Provinz Rheinhessen ernannt.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Dem Gymnasiallehrer Dr. Dettweiler u Gießen wurde der Charakter als außerord. Professor A. Dern zu Worms wurde zum Landwirth Aus London meldet man der
Berlin, 30. Nov. Neuen fr. Pr.“:„Die hervorragendsten medteinischen
4 kelse glauben, das Uebel des Kronprinzen sei doch kein
N 4 1 1 N 0
12 königlichen Palais. ö g
krebs. Alle Symptome seten vereinbarlich mit einer Abseeßbildung unterhalb der Knorpelhaut. Das Versten der Abseesse führt schleimige Membrane herbei, die äußerlich dem drebs ähnlich seien. Das aeute Oedem und das Ver⸗ chwinden danach komme niemals bet Krebs vor.“ Wollte Jolt, es wäre so, aber die Sache sieht, dem Gutachten der deutschen Aerzte gegenüber, doch gar zu sehr nach—
Nackenzie's Geldbeutel aus.
— 30. Novbr. Die Kaiserin ist gestern Abend von Foblenz in Berlin wieder eingetroffen. Da jeder offi⸗ selle Empfang auf dem Bahnhofe untersagt war, so be⸗ zab sich die Kaiserin sofort nach ihrem Eintreffen nach
— 30. Nov. Der Reichstag beendete die erste Lesung des Etats, verwies verschiedene Theile an dle Budget⸗
ommission und veschloß, die übrigen Theile im Plenum zu berathen. 1 die Getreidezölle.
Dee. Erste Lesung der Vorlage über Minister Lucius befürwortet die Vor⸗
age dringend, er weist auf den steigenden Nothstand der
Landwirthschaft hin, die bis herigen Zölle hätten den Zweck,
der Landwirthschaft
Aach wenig erheblicher Debatte,
Schutz zu gewähren, nicht erreicht, eine schädliche Wirkung für den Consumenten sei durch dle Zölle auch nicht eingetreten. Sollte ja eine Mißernte And in deren Folge eine Preissteigerung bel dem Brode eintreten, so set eine Zollermäßigung immer noch möglich. Der Reichstag vertagte die Fortsetzung der Verathung, auf morgen.
— Die Enthüllungen der„K. 3“ über die orlea⸗ Astischen Umtriebe gegen den Fürsten Bismarck haben in Frankreich selbstverständlich das größte Aufsehen gemacht.
le„Agence Libre“ veröffentlicht etzt den angeblichen Wortlaut einer gefälschten Note des Prinzen Reuß an den Prinzen Ferdinand von Koburg. Die Farben sind Sarin so stark aufgetragen, daß es kaum zu verstehen ist, wle sie für echt gehalten werden konnte. — Z3Zwischen dem Deutschen Reich und Paraquqy ist eln Messibegünstigungs vertrag abgeschlossen worden.
Stuttgart, 30. Nov. Der König und die Königin relsten heute unter dem Namen elnes Grafen und einer Präfin von Teck über München und die Brennerbahn zum Winteraufenthalt nach Florenz ab.
Ausland.
Frankreich. Parls, 1. Deebr. Deputirtenkammer. Nouvpfer thellt mit, Grevy hätte eine Botschaft an die Kommer nichten wollen, habe aber diese Absicht wleder
gegeben, somit gebe das Müintstertum erneut seine De—
1. Die Sigung dauert fort.— Dem Scnate ging f. g dauert fort.— 4 che Mithellung zu, worauf dse Sitzung bis 4 Uhr
alttags ausgesetzt wurde.
Großbritannien. Dublin, 30. Nov. Der Par-] berichtet
lamentsdeputirte Sheehy wurde wegen einer jüngst gehal tenen aufrührerischen Rede heute unweit Limerick verhaftet. Bulgarien. Sofia, 29. Nov. Die Sobrauje ge nehmigte die Convention über den Betrieb der serbisch bulgarischen Eisenbahn.— Clement lehnte das Anerbieten nach Rußland zurückzukehren, mit der Motivlrung ab, er müsse nächstens neuerdings Rußlands Interessen in Bulgarien wahren.
Griechenland. Athen, 30. Nov. Die Deputirten— kammer gab mit 75 gegen 52 Stimmen ein Vertrauens— votum für die Regierung ab.
Rußland. Petersburg. Nach Petersburger Mel— dungen sind am vergangenen Samstag die Redacteure sämmtlicher in der russischen Hauptstadt erscheinenden Zei— tungen vor den leitenden Director der Censurbehörde ge— laden worden. Es wurde denselben auf das Strengste eingeschärft, ihre Haltung Deutschland gegenüber zu mäßigen. Der Mehrzahl wurde es ernstlich verwiesen, daß sie auf die der Presse in gleichem Sinne einen Monat und mehr vor der Kaiserbegegnung gegebenen Anweisungen so wenig Rücksicht genommen haben. Auch wurden den Zeitungen strenge Strafen in Aussicht gestellt, wenn die jetzt erktheilten Instruettonen wiederum unbeachtet bleiben sollten. Gleichzeitig versandte die Oberpreßverwaltung ein Rundschreiben, welches allen russischen Zeitungen ver— bletet, Artikel zum Abdruck zu bringen, deren Tendenz gegen Deutschland gerichtel set.
Amerlka. Newyork, 30 Nov. Most wurde schuldig gesprochen. Das Urtheil wird am Montag verkündigt.
Aus Stadt und Land.
Lich, 29. Nov. Gestern Abend fand Frau Kammer Direetor K. dahler im hiesigen Schloßgartenteich einen jähen Tod Dieselbe hatte nämlich bel schon eingebro— chener Dunkelheit noch einen Gang in den Schloßgarten unternommen, wobei dieselbe auf eine bis jetzt noch un aufgeklärte Welse in den Teich gerketh und ertrank. Dle Verst orbene genießt in allen Kreisen eine hohe Achtung und wird deren so tragisches Ende allerseits bemitleidet.
Allerlei.
ustngen, 29. Nov. Der bisherlge Oberlehrer Lotz am hiesigen Schullehrerseminar ist zum Director desselben ernannt worden.
München, 26. Nov. Josef Placak aus Böhmen, der in der Nacht vom 1. auf den 2. Oetober 1886 den ibn controlirenden Gendarmen Behringer ermordete, wurde heute früh hingerichtet. Der Aet verltef ohne Zwischen— fall. Die letzten Worte des Delinquenten, die durch Trommelwirbel erstickt werden mußten, waren:„Deut⸗ sches Lumpengesindel, elendigliches!“
München, 29. Nov. Der frühere Direetor der Lelpziger Discontobank, Dr Jerusalem, der sich bereits sett zwel Tagen hier aufgehalten, hat sich heute im „Rheinischen Hof“ zwischen 6 und 7 Uhr Abends er⸗ schossen. Auf der Pollzet war man gestern bereits über die Anwesenhelt Jerusalem's informirt. Es war hlerher
worden, daß er eine große graue Perücke und eine entstellende Brille trage.
Kiel. Ueber den Brand an Bord der Fregatte„Stein“ wird dem„B. Tgbl.“ noch Folgendes berichtet: Der Brandschaden ist weit beträchtlicher, als man zuerst an⸗ nahm, und soll 80,000 Franes übersteigen. Wie durch ein Wunder blieb die Pulverkommer verschont; dagegen sind die Offiztersräume und das gesammte Eigenthum der Offiziere vernichtet. Der Admiral selbst entging kaum den Flammen, indem er sich an einem Tau in ein Boot binablleß. Die Fregatte„Prinz Adalbert“ wird jetzt Admiralschiff. Die Fregatte„Stein“ bleibt in Repara⸗ tur in Neapel.
Paris, 30. Nov. Nach Berichten aus Algier hat gestern Abend 71 Uhr in Oran, Masearo und Reli⸗ zaune ein starker Erdstoß stattgefunden. Schwere Un⸗ glücksfälle sind nicht zu verzeichnen.
London, 1. Dez. Heute fand eine heftige Erder⸗ schütterung unter starkem Getöse in der Stadt Chorley (Lancashire) statt, wodurch die Häuser in's Schwanken gerlethen. Die Einwohner flüchteten ins Freie. Der angerschtete Schaden ist aber nicht erheblich.
Briefkasten.
S. M. in K. Beim besten Willen nicht möglich, wenn Sie den Jahrgang nicht angeben können. Wir können unmöglich 6—10 Jahrgänge, jeden mit 152 Nummern, darnach durchsuchen. Eine Anfrage in der Angelegenheit bei Großh. Kreisamte hier wird Ihnen aber jedenfalls bereitwilligst von demselben beantwortet werden.
Die Redaetion.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 2. Advent. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Kirchenrath Baur. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 912 Uhr: Herr Pfarrer Meyer Abends 5 Uhr: Herr Candidat Seriba.
Katholische Gemeinde. Samstag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; ¼7 Uhr: Austheilung der hl. Communtion. 10 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Chrtstenlehre und Andacht.
D 8 U ˖ l Hauptorgan em Fran fur EL Journa der liberalen Partel Süddeutschlands, stehen neben der großen Zahl regelmäßiger Correspondenten hervorragende Männer in Hessen zur Seite, um auch über solche wichtige Landes— angelegenheiten ein sichexes und freies Urtheil g abgeben zu können, welche ven hessischen Blättern zur Besprechung nicht für geeignet gehalten werden.


