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Bonnerstag den 30. Dezember.

M 153,

berhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag,

a Mittw und Freitag Abend ausgegeben. 2 0

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere ni

lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 P cht Jahresconto bei uns haben), we

f., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. chen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Annoncen von

Betreffend: D

Amtlicher Theil.

as Landgestüt, ins besondere die Bebeckung der Stuten durch die Landgestüͤts äler in 18 a i g d 0 gestütsbeschäler in 1887. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr.

Mit näch P ü f 1 8 1 0 1 8 ächster Post übersenden wir Ihnen die für Ihre Gemeinde muthmaßlich erforderliche Anzahl von Formularien für Verzeichnisse

*

und Scheine nach Maßgabe der voraussichtlich für 1887 zur Bedeckung kommenden Stuten.

anzeigen.

Betreffend: Die wal dungen.

ie Ve 8 35 5 i 8 e Verwendung von Angehörigen der Forstwarte bei Arbeiten in Domanial- und Communal

Friedberg den 27. Dezember 1886.

rgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.

Allenfallsigen Mehrbedarf wollen Sie uns sofort

Dr. Braden.

Friedberg den 27. Dezember 1886.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenige 0 e Ne M. 8 f 28 0 5 8235 5 jenigen von Ihnen, deren Gemeinden Wald besitzen, erhalten mit nächster Post das von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen,

AN 1 575 N N Abtheilung für Forst- und Cameralverwaltung, unterm

17. Mai l.

J. in rubricirtem Betreff erlassene Ausschreiben zu ihrem Bemessen.

Dr. Braden.

Deutsches Reich.

1

ation heute freundlicher beurtheilt.

Man scheint

S 9 94 48 J 7 J 7 Darmstadt, 24. Dez. Prinz Alexander, saus Berlin friedliche Nachrichten zu besitzen.

Fürst Alexander und Prinzessin Irene sind

Szapary und Tisza treffen am Mittwoch zu 1

gestern aus England wieder hier eingetroffen. den Ausgleichsverhandlungen ein und werden

Berlin. Ein kaiserlicher Erlaß ermächtigt den Reichskanzler auf Grund der bezüglichen Gesetze von 1882, 1885 und 1886,

zunehmen, wovon 4 Million für den schluß Hamburgs, 3 Million für den schluß Bremens und 28,738,856 für der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine und der Reichseisenbahnen bestimmt sind.

Es verlautet, daß zum 80 jähr. Dienst⸗ jubiläum des Kaisers am 1. commandirende Generale Deutschlands hierher kommen werden.

Die erste Sitzung der Militärcommission

ist auf den 5. Januar einberufen. Die Deutsch Freisinnigen werden alsbald nach dem Zusam mentritt des Reichstags einen Gesetzentwurf be treffend die Erhebung einer Reichseinkommen steuer einbringen. DieKreuzztg. verzeichnet Gerüchte über erhöhte Rüstungen Rußlands, namentlich auf maritimem Gebiete und hält dieselben für glaubwürdig. Seitens der Pforte wird aber mals für die Wiedereröffnung der Konstanti nopeler Conferenz in offiziöser Form Propaganda gemacht. Brüsseler Blätter melden aus Elsaß⸗ Lothringen, der Commandeur des 15. Armee corps habe die Militärcommandos in den Reichslanden von der bevorstehenden Verstärkung der Garnisonen verständigt.

27. Dez. Der in Karlsruhe unter dem Ver dacht des Landes verraths verhaftete französische Lieutenant Letellier wurde gestern freigelassen.

Frankfurt. Wie dieFr. Ztg. mittheilt, sind am 25. Dez. eine größere Anzahl Social demokraten, darunter der Reichstagsabgeordnete Sabor und der bekannte Agitator Fleischmann aus dem Bereich des kleinen Belagerungszustandes ausgewiesen worden und haben denselben bis zum 28. Dez. früh zi verlassen. Auch in Born⸗ heim und Bockenheim fanden Aus weisungen statt.

Straßburg. Die Veränderungen, welche die neue Militärvorlage in den diesseitigen Garnisonen zu bewirken haben wird, sind folgende: Nach Saargemünd sollen zwei Bataillone mehr gelegt werden. Auch die Städte St. Johann⸗ Saarbrücken und Forbach werden mit Infanterie belegt, außerdem soll eine Reihe anderer Städte Elsaß⸗Lothringens, wie Chateau Salins, Mols heim u. s. w. mit Truppen bedacht werden.

Zollan⸗

Ausland. Ungarn. Wien, 26. Dez.

eich: 3 Oeste gen Amt wird die polllische Siiu⸗

Im Aus wärtigen Amt

30 eine Freiburg bewilligte 2, proc. Anleihe von 35,738,856 Mark auf- richtung einer katholis

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Januar sämmtliche

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auch mit der Rothschildgruppe confexiren.

Schweiz. Bern. Der Große Rath des Cantons Mill. Franes für die Er

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en Universität in Freiburg.

Belgien. Brüssel. Laut der in der Zollan-luxemburgischen Kammer abgegebenen offiziellen Zwecke Erklärung der Regierung untefhandeln gegen

wärtig Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg über gemeinsame Maßregeln zur Unterdrückung der Streiks und Arbeiterunzuhen. Dez. Die gestern voß den Sozialisten veranstaltete Manifestation hatte einen sehr ge⸗ ringen Umfang und verlief ohne jeden Zwischenfall Frankreich. Paris.Journal des Debats bringt die wunderbare Behauptung, daß a

26.

Das ß daß russisch-deutsche Einvernehmen enger sei s jemals; Oesterreich sei absolut ausgeschlossen.

Großbritannien. London. Die britische Regierung beschloß, unverzüglich 4000 Mann britische Truppen aus Egypten zurückzuziehen, nämlich drei Bataillone Infanterie, eine Com pagnie Genietruppen und vier Batterien. Es verbleiben alsdann 5000 Mann in Egypten.

Spanien. Madrid. Nach neuntägiger Berathung im spanischen Senat ist der Ent wurf, welcher die Neugeburt der spanischen Flotte plant, zum Gesetz erhoben worden: alle Parteien der Cortes ohne Ausnahme haben ihre Bereitwilligkeit gezeigt, die nöthigen Geld opfer zur Neugestaltung der Flotte zu bringen, um die nationalen und colonialen Interessen wirksam schützen zu können. Die neue Flotte wird vornehmlich Vertheidigungszwecken dienen und soll umfassen: 22 schnelle Kreuzer, 10 Tor⸗ pedobootjäger, 136 Toipedoboote, 28 kleine Kanonenboste, 30 Dampfschaluppen und ein Transportschiff von 3000 Tonnen Gehalt, das als schwimmendes Arsenal ausgerüstet werden soll. Eine gewisse Anzahl der neuen Schiffe soll auf spauischen Werften gebaut werden; die Gesammt- Ausgaben werden sich auf etwa 180 Million Mark belaufen.

Italien. Rom. Der hiesige Correspondent derMorning Post telegraphirt seinem Blatte unterm 21. ds.:Ich bin autorisirt zu erklaren, daß die italienische Regierung im gegenwärtigen Augenblick ihren ganzen Einfluß ein Einfluß, der sich seit den jüngsten Erklärungen des Grafen Robilant in der Deputirtenkammer unverkennbar in hohem Grade vergrößert hat aufhietet, um eine friedliche Löͤsung der bulgarischen Frage herbeizuführen. 3

Türkei. Konstantinopel. Der ottomanische Gesandte am Hofe von St. Petersburg, Shakir

Pascha, welcher am 23. d. M. von hier nach Ruß⸗ land zurückreiste, ist der Ueberbringer eines eigen händigen Schreibens des Sultans an den Zaren.

Rumänien. Bukarest, 28. Dez. In der Deputirtenkammer erklärte der Minister des Aeußern, die Regierungen Oesterreich-Ungarns und Rumäniens würden in die eigentlichen Ver handlungen über den Handelsvertrag erst dann eintreten, wenn sie die Gewißheit hätten, daß ein Einvernehmen herstellbar sei, welches beide Regierungen unter gegenseitiger Berücksichtigung der Interessen beider Länder aufrichtig anstrebten. Ein Cabinetsmitglied reise in dieser Angelegen heit unverzüglich nach Wien ab.

Bulgarien. Sefia. Das Kriegsgericht verürtheilte die Capitäne Tepavicseff und Make⸗ donsky zu 3 Monaten Gefängniß. Die Junker Stojanoff und Dobreff erhielten 2 Jahre Kerker. Vidnioff und Grev wurden des Meineids angeklagt.

Das Amtsblatt enthält einen Ukas, wo nach für die Armee die russische Sprache abge schafft und dafür die bulgarische eingeführt wird.

Rußland. Petersburg. England fragte in Bokhara und Khiwa an, ob man dort eng lische Consuln annehme. Die Autwort lautete, England möge die Einwilligung des Zaren einholen.

Rußland wies das Ansuchen verschiedener flüchtiger Bulgaren-Offiziere um Verwendung in russischen Diensten ab.

In der letzten Versammlung des Gene ralstabs erklärte Generaladjutant Dragomiroff, die österreichischen Repetirgewehre seien unnütz und unschädlich.

Aus Stadt und Land.

h. Friedberg. Sechs Christbescheerungen der Wohl⸗ thätigkeit haben hier stattgefunden: im Feierabend für Lehrlinge, für die Kleinkinderschule, zwei im Hospital für arme Kinder und für seine Insassen, im Versorgungs⸗ haus und in der Herberge zur Heimath. Ueber die bei⸗ den ersten wurden an dieser Stelle bereits Mittheilungen gemacht: alle sind sinnig, erhebend und mit warmer Menschenliebe ausgeführt worden. Das lohnende Be wußtsein, Gutes gethan zu haben, ist der Dank für die Wohlthäter. Gewissermaßen sichtbar war namentlich auch der Segen, den die Feier in der Herberge zur Heimath hatte. 14 Handwerksbursche waren anwesend, denen der ebenfalls anwesende Vorstand den heutigen Abend er⸗ baulich und erhebend gestaltete und so das Elternhaus soviel als möglich ersetzte. Deean Meyer hielt eine in hohem Grade geeignete, gefühlvolle und herzliche An⸗ sprache, von der Alle sichtlich ergriffen und Manche zu Thränen gerührt wurdeg. Die woblthätige Liebe hatte zweckmäßige Geschenke gestiftet und beschafft, die, von den Lichtern des Christbaums beschienen, eine erhöhte Weihe bekamen. Wer weiß, wann zum letztenmal dem Einen oder dem Andern eine solche religiöse Erhebung vorgekommen war, kein Wunder, daß sich Manche ihrer frühen Jugendzeit und Andere wohl ihres Abgewichenseins vom Besseren unter Thränen erinnerten. Herzlich dank bar waren sie alle. Sicher ist, daß die soeialen Frage auch wesentlich auf diese Weise ihre rechte Loͤsung findet.

h. Friedberg. Schreiber dieser Zeilen wollte schon längst den Gedanken einmal anregen, daß es wünschens