* 0* 20 1 87 0 1886. Jamstag den 29. Mai.. 63. f 57·1 b Weiten 4 9 855 e U er nzeiger 6 N Oelsepsel Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 5 schei ö 5 f ienst 0 e 5. 12 81 N 5„ l Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, a und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt fur den Kreis Friedber g. n An Egg, 2 c Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen Ziffer a i it 22 Pf.; ei 8 1. w ö n mi 5 erechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. * Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. g ae TT
Amtlicher Theil.
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— Betreffend: Die Erbauung einer Kreisstraße von Steinfurth nach Wisselsbeim. 7 18 Das Zerschlagen von ca. 600 ebm Decksteinen soll loosweise vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Vezirksbauaufsehers te Zörb J. 2 de e woselbst auch die Angebote, schriftlich oder mündlich, bis zum 4. Juni l. J. abzugeben sind.
7 1 Die Grob berzoguchen Burgermeistereien Melbach, Nieder⸗Mörlen, Oppershofen, Rödgen, Rockenberg, Steinfurth, Södel, Schwalheim, Wölfersheim und Wissels— helm wollen vorstehendes een in Ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen lassen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. e Friedberg den 28. Mai 1886. Dr. Braden.
1005 9 Deutsches Reich. der Bahn wegen der Weigerung eines Ortes, Frankreich. Paris. Der vom Winister⸗
Darmstadt. Der Kreisschulinspektor Olff in Schotten wurde auf Nachsuchen, unter Anerkenn— ung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt.
25. Mai. Im weiteren Verlaufe der Sitzung der zweiten Kammer wurden die Aus— schußanträge einstimmig angenommen, ebenso die Anträge Böhm, Wolfskehl und Arnold. Zu Art. 12 beantragt Schaum den Strich desjenigen Satzes, in welchem dem Staate die Kosten der
f Jalonsien 1., üibturg 1 1 * Dirnen. daß eine Uebernahme der Kosten nur bei sehr
nat armen und belasteten Gemeinden
solle. Der Art. 12 wird
Amendementsanträgen Schaum der erste gegen 1 Der weitere vom Ausschuß als Art. 12a mit Genehmigung der Regierung eingebrachte Antrag
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wird ebenfalls einstimmig angenommen. Art. 13
schrift des Gesetzes werden hierauf einstimmig, und ein von List und Genossen auf Vornahme einer zweiten Lesung des ganzen Gesetzes ge— richteter Antrag mit großer Majorität ange— nommen. Hierauf geht das Haus über zur Berathung über die Petition der academisch gebildeten Lehrer an den höheren Lehraustalten des Großherzogthums Hessen wegen anderweiter Regelung der Gehaltsverhältuisse.— 26. Mai. In der heutigen Sitzung wird mit letzterwähn— ter Berathung fortgefahren und sprechen für die Ausschußanträge, 5
außer Geheime Staats— rath von Knorr, noch Wolfskehl, Hanstein, Metz(Darmstadt), Heinzerling, Vogt und Frank. Nach längerer Rede Ellenbergers als Berichterstalter wurde die Annahme der Aus- schußanträge beschlossen. Es folgte Beantwortung dreier Interpellationen, nämlich: 1) Inter⸗ pellation des Abg. Arnold, Maßregeln zur Verhütung und Einschränkung von Epidemien betr.; 2) die Interpellatiou der Abgg. Hanstein und Metz(Gießen), betreffend die Herstellung eines Uebergangs über die Oberhessischen Elsen— bahnen an der Frankfurter Straße; 3) die Interpellation des Abg. Sturmfels, betreffend die Erbauung der Nebenbahn von Nidda nach Schotten. Staats minister Finger beantwortet die Interpellation des Abg. Arnold wegen Maßregeln zur Verhütung und Einschränkung don Epidemien dahin, daß die Gr. Polizei mit Zustimmung des Kreisausschusses eine Ver— ordnung in der genannten Hinsicht zu erlassen berechtigt sei. Ministerialpräsident Weber be— antwortet sodann die Interpellation Hanstein ind Metz dahin, daß eine Veränderung und Berbesserung des Uebergangs in Aussicht ge— sommen sei, daß jedoch, nachdem die Stadt Gießen rechtliche Ansprüche auf Aenderung er. eben zu wollen erklärt habe, das Ende dieses Prozesses abgewartet werden müsse. Hierauf Jeantwortete Ministerialpräsident Weber die Interpellation Sturmfels dahin, daß der Bau
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Zwangserziehung auferlegt würden und ferner, vorkommen 5 nach dem Ausschuß⸗ antrage einstimmig angenommen, von den beiden der zweite gegen 2 Stimmen abgelehnt.
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und die von der Regierung vorgeschlagene Ueber-
das erforderliche Gelände zu stellen, noch nicht begonnen werden konnte. Pos. III, 2 der Tages— ordnung: Antrag Wasserburg, Franck, Pennrich und Wolz, das Brauntweinmonopol betreffend, wird mittels einstimmigen Beschlusses des Hauses als durch die Ablehnung des Branntweinmono—
pols im Reichstag erklärt.
27. Mai.
für erledigt
30.
des Staatsvertrags wegen Regulirung
vom Jauuar
Abänderung des Art. 5 des Gesetzes vom 12. October 1870, die Pensionirung der Volks— schullehrer betr., nach den Ausschußanträgen
angenommen
Berlin, 26. Mai. Reichstag. Die heutige erste Verhandlung der Branntweinsteuercommis— sion bewegte sich nach dem Fr. Journ. auf all—
gemeinem Gebiete.
— Die„Trier'sche Zeitung“ schreibt: Die einer nahe bevorstehenden Ver— stärkung der Garnisonen an der deutschen West—
Gerüchte von
grenze treten mit solcher Bestimmtheit und Hart—
näckigkeit auf, daß ihnen ein thatsächlicher Hinter—
grund schwerlich fehlt. Die Stadt Saarburg in Elsaß-Lothringen soll bereits am 1. Juli 1887 ein Infanterie-Regiment, und zwar, wie dem „Rh. K.“ berichtet wird, voraussichtlich das augenblicklich in Cassel und Hanau garnisonirende Infanterieregiment Nr. 97 zur Garnison erhalten.
München, 25. Mai. König Ludwig ist, dem Fr. Journ. nach, nun in Hohenschwangau eingetroffen. Die Vorstellung des Gesammt— staatsministeriums vom 6. d. Mts. ist nicht be— antwortet und man beginnt damit zu rechnen, daß sie auch nicht mehr beantwortet wird. In der Form, in welcher das Ministerium diesen Schritt unternahm, lag es bereits enthalten, daß dasselbe zu weiteren Schritten entschlossen ist, deren letzter, was nicht bezweifelt werden kann, ein gemeinsames Entlassungsgesuch sein würde.
— Von hier meldet man, der geistige Zu— stand des Königs habe so bedenklich gelitten,„daß der Landtag, sobald er wieder versammelt wird, lediglich damit befaßt werden durfte, die für außergewöhnliche Umstände in der Verfassung vorgesehene Regierungs-Ordnung einzurichten.“
Ausland.
Belgien. Brüssel, 26. Mai. Der Mi⸗ nisterprasident Beernaert dementirte, dem Fr. Journ. zufolge, in einer Unterredung die Nach⸗ richt, daß Deutschland in der belgischen Socla⸗ listenfrage resp. in der Angelegenheit der für den 13. Juni geplanten sockalistischen Manifestation intervenirte.
Berathung über die Vorlage wegen Bewilligung von 3000 Mk. für den Rest der laufenden Finanzperiode zur Unterstützung der landwirthschaftlichen Winterschule zu Büdingen. Der Ausschußantrag wird einstimmig angenom— men. Sodann wurde die Ausführung des Art. 9 1884 der Rheinstrecke Mainz— Bingen einstimmig beschlossen. Nachdem wurden die Anträge Küchler, Möhn und Schroeder auf
rathe bezüglich der Prinzen festgestellte Gesetz— entwurf besteht aus zwei Artikeln. Im ersten Artikel wird der Minister des Innern ermächtigt, den Mitgliedern der Familien, welche früher in Frankreich geherrscht haben, den Aufenthalt in Frankreich zu untersagen; im zweiten Artikel werden die Strafen festgesetzt, welche im Falle einer Uebertretung des Aufenthaltsverbots durch Zuchtpolizeigericht zu erkennen sind. Die hoͤchsten Strafen sind auf 5 Jahre Gefängniß festgesetzt.
Großbritannien. London, 26. Mai. Im Unterhaus wurde die Berathung der Home— Rule-Bill nach siebenstündiger Debatte auf Donnerstag vertagt.
Bulgarien. Sofia, 26. Mai. Das Re⸗ sultat der Wahlen in Ostrumelien scheint sich sehr günstig zu stellen. Von 45 Wahlen sind nur 4 für die Opposition ausgefallen.
Griechenland. Athen, 26. Mai. Wie es heißt, begibt sich der König nach Corfu und alsdann nach dem Ausland. Trikupis wird heute in der Kammer einen Gesetzentwurf einbringen, wonach die Zahl der Deputirten auf 150 herab- gesetzt werden soll.
Rußland. Petersburg, 26. Mai. Die kaiserliche Familie traf auf ihrer Kückreise aus der Krim in Moskau ein und wird sich mehrere Tage daselbst aufhalten, wo am 27. Mai, als dem Jahrestage der Krönung, verschiedene Fest— lichkeiten und öffentliche Belustigungen stattfinden werden. Bei dem Empfange im Kreml sagte das Stadthaupt zu dem Kaiser, er habe das Schwarze Meer wieder belebt, die Hoffnung befluͤgelt und den Glauben befestigt, daß das Christenkreuz auf der heiligen Sofia erglänze. Der Kaiser erwiederte, er liebe Moskau und freue sich, zu den Krönungstagen in seinen Mauern zu sein.
Amerika. New⸗- Bork, 27. Mai. Proceß gegen Most wegen Aufruhr hat gestern begonnen.
Aus Stadt und Land.
d. Friedberg. Die Reparsturen am Großherzog— lichen Schloß sollen sehr beeilt werden, da S. K. H. der Großherzog mit allerhöchster Familie in Kürze hier ein— zutreffen gedenken. Es darf dies wohl mit der Anwesen⸗ heit des Erbgroßherzogs von Baden in Bad-Nauheim in Verbindung gebracht werden. Ebenso wird S. K. H. der Großherzog, am 22. August auf länger hierher kommen, da am 23. August das Regimentsexereiren des Gießener Regiments hier beginnt, an welches die Manöver anschließen. Friedberg. Wie Berliner Blätter berichten, plant der General-Postmeister die Einführung einer Sommer— Uniform für die Briefträger. An die Stelle des Dienst— rockes aus Tuch soll während der Sommermonate ein solcher von Drillich Leinwand treten. Wir wünschen den geplagten Beamten von Herzen, daß diese Neuerung recht bald ins Leben tritt. n.
h. Friedberg. Wir wollen schon jetzt die Mit⸗ glieder und Freunde des„Taunuselubs Wetterau? darauf aufmerksam machen, daß am 5. Juni die dies jährige Generalversammlung des Vereins im Steinhaußer' schen Gartenlokal stattfindet. Zur Tagesordnung der— selben gehoren Rechenschaftsberlcht und Rechnungsablage, Besprechung uͤber Verwendung von Mitteln zu Zwecken des Vereins, Festsetzung der Touren im neuen Vereins-
Der Aufreizung zum
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jahr, Vorstandswahl und sonst Geschäftliches; außerdem


