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von reiner Hypertrophie des Herzens ohne Erkrankung der Herzklappen, als Folge von chronischer Bronchitts, Kuͤckenmarksverkrümmung ꝛe., wobel ja häufig starke Fettentwickelung auftrete. Die Dlaͤt der Oertelkur mit ihrer Einschränkung der Fluͤssigkettszufuhr zeige Vorthelle bel Störungen des Blutkreislaufes mit reichlichem Fett⸗ ansatze; man habe sich indeß vor Uebertrelbung zu hüten. Alles in Allem bezeichne die Oertelkur eine schäßbare Bereicherung der Therapie, die aber sehr leicht durch kritiklose Verallgemeinerung in Mißachtung verfallen könne. Nur vorurtheilsfrete Sichtung der in Betracht kommenden Fälle vermögen ihren wahren Werth zur Geltung zu bringen. Die an den Vortrag sich anschließende Dis kussion, an welcher sich auch Dr. Schott von hier betheiligte, bestätigte die Ausführungen des Referenten. Von andern Rednern, besonders von Dr. Th. Schott wurde die von dem kürzlich verstorbenen Dr. A. Schott eingeführte ärzt liche Behandlung der Herzkrankhetten mit Bädern und mit Heilgymnastik in anerkennender Weise besprochen. Die Behandlung der chronischen Herzkrankheiten wird auf dem nächstjäbrigen Balneologen Congreß zur all: gemeinen Diskussion gestellt und wurde Dr. Th. Schott zum Referenten vestimmt.
g. Rodheim v. d. H., 25. März. Gestern Nacht brach in einer hiesizen Hofralthe Feuer aus, welches 2 Scheuern und 3 Ställe in Asche legte und ein Wohnhaus anbrannte.
Vilbel. Das am 1. März eröffnete Hospital liegt hinter der Baustraße an einem ziemlich einsamen Platze. Die im Hospital funktionirende barmherzige Schwester fütterte während des hohen Schnees regelmäßig alle Tage 5 Rebe, welche sich aus dem benachbarten Walde in dem Hospital⸗Garten eingefunden hatten. Am letzten Freitog wurden aber von unbekannter Hand Schlingen gelegt, in welche sich zwei dieser Thiere verfingen; eines derselben wurde noch lebend daraus befreit, das andere jedoch war getödtet und abgeholt worden. In Folge Anzeige des Jagdaufsehers ist nun Untersuchung ein— geleitet worden.
Darmstadt, 24. März. Vor dem Schwurgerichte haben die Verhandlunzen in dem Maler Fach'schen Raub morde stattgebabt. Die Anklage richtete sich auf Mord, Raub und Diebstahl und zwar gegen W. Oldendorf, geb. zu Wersau am 4. April 1865, Metzger, evangel., ledig, etwa dreißig Male bestraft, und gezen Traugott Ferd. Kern, Schlosser aus Karlsbrunn, geb. 17. Oet. 1860, ledig, evang, ebenfalls vielfach bestraft. Die Geschworenen verneinten die Frage wegen Mordes des Ehemannes Fach und Mordversuches gegen die Ehefrau, bejahten aber die Schuldfrage wegen Raubes mit allen er— schwerenden Umständen und vorsätzliche Körperverletzung mit tödtlichem Erfolge. Hiernach lautete das Urtheil in der Hauptsache gegen beide Angeklagte Oldendorf und Kern auf Freisprechung wegen Mords und Mord— versuchs, dagegen auf lebenslängliche Zuchthausstrafe wegen des unter erschwerenden Umständen verübten und von tödtlichem Erfolge begleiteten Raubs, sowie auf zwei Jahre Zuchthaus wegen schweren Diebstahls.
Allerlei.
Prag, 23. März. Aus allen Theilen Böhmens wird bedeutendes Steigen sämmtlicher Flüsse und Bäche gemeldet. Hier treten in vielen Gassen die Canäle aus, mehrere Gassen sind bereits überschwemmt. Auf der Kleinseite ist das Wasser in mehrere Häuser gedrungen. In dem ganzen Ueberschwemmungsgebiete sind Hilfs⸗ comités unter persönlicher Mitwirkung des Statthalters und Polizeidireetors in voller Thätigkeit. Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗
zogthum Hessen
während des Monats Dezember 1885.
Milzbrand wurde festgestellt: im Kreise Gießen in Utphe am 6. und am 7., im Kreise Friedberg in Ossen⸗ heim am 7. und in Gambach am 14., in Alsfeld am g., im Kreise Büdingen in Stockheim am 21. und im Kreise Lauterbach in Stockhausen am 23. Dezember bei je einem Rindviehstücke.
Maul⸗ und Klauenseuche wurde am 20. Dezbr. in Völlstein, im Kreise Erbach, ermittelt, jedoch bereits wleder für erloschen erklärt.
Der Bläschenausschlag in Weckesheim, im Kreise Friedberg, ist erloschen. In Nidda, im Kreise Büdingen, herrscht die Seuche noch fort. Neue Ausbrüche wurden ermittelt im Kreise Alsfeld in Nieder-Ohmen bei einem Zuchtbullen und einer Kuh und in Nieder-Breidenbach bei einem Zuchtbullen am 16., in Leidhecken, im Kreise Büdingen, am 28. Dezember bei einem Zuchtbullen, 4 Kühen und 2 Rindern.
Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Trails Horloff, im Kreise Gießen; in Wölfersheim, im Kreise Friedberg; in Heidelbach und Erbenhausen, im Kreise Alsfeld; in Leidhecken und Berstadt, im Kreise
Während des Monats Januar 1886.
Roßzkrankheit: Am 8. Januar wurde ein in einer Pferdeschlächterei zu Mainz geschlachtetes, aus Osthofen, im Kreise Worms, stammendes Pferd mit Lungenrotz behaftet befunden. Die hlerauf angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß in dem Stalle, aus dem das rotzige Pferd herrührte, sich noch 2 der Seuche und 5 der Ansteckung verdächtige Pferde befanden. In einem weiteren, einem anderen Besitzer gehörigen Stalle in Osthofen wurde 1 der Seuche verdächtiges Pferd ermittelt und 6 Pferde und 1 Maulesel als der Ansteckung ver— dächtig erklärt.
Milzbrand wurde sestgestellt: im Kreise Friedberg in Fauerbach am 9., im Kreise Büdingen in Nidda am 7. und in Ober⸗Widdersheim am 8., im Kreise Lauter⸗— bach in Schlitz am 31. und im Kreise Erbach in Viel⸗ brunn am 4. Dezember bei je einem Rindolehstücke.
Lunzenseuche: In Burkhards, im Kreise Schotten, wurde am 2. Januar bei einer wetzen Krankheit ge— schlachteten Kuh der Verdacht auf Lungenseuche ausge sprochen. Als der Ansteckung verdächtig sind 7 Stücke Rindvieh bezelchnet, welche mit der erkrankten Kuh in einem Stalle gestanden haben.
Der Bläschenausschlag in Nieder-Ohmen und Nieder-Breldendach, im Kreise Alsfeld, und in Nidda, im Kreise Büdingen, ist erloschen. In Leidhecken, im letztgenannten Kreise, herrscht die Seuche noch fort.
Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Trals⸗Horloff, im Kreise Gleßen; in Wölfersheim, im Kreise Friedberg; in Heldelbach in Erbenhausen, im Kreise Alsfeld; in Leldhecken und Berstadt, im Kreise Buͤdingen.
Literarisches. Daheim. Nr. 24 enthält: Sphinx. Forts. Gewißheit, Wahrscheinlichkeit und Zufall. Von Dr. Klein.— Pauls Geburtstag. Forts.— Am Famllien—
tisch: Zu unsern Bildern.— Der Kampf des Erzengels Michael mit dem Satan um die Leiche des Moses.— Braunschweiger Spargel.— Aus dem Pfarrhause.— Animalisches Leben unter hohem Drucke.— Aus dem Schachkampf Steinitz Zuckerort.— In unserer Spkelecke. — Mit einer illustr. Beilage.
Der dritte Band von„Nonnemann's Was Ihr wollt!“ bringt in seinen ersten drei Heften eine prächtige, höchst spannende Erzählung„Im Hause des Todes“ von Berner, eine jener Erzählungen, welche mit fast magischer Gewalt den Leser fesseln. Würdig reiben sich an diese Erzählung an die reizenden Novellen„Orso“ von Sien⸗ klewiez,„In einem kühlen Grunde“ von Wisbeck,„Ein Deutscher in Amerika“ von R. Immann, die ergreifende Berliner Geschichte„Werthers Leiden in Sexta“ von C. v. Wolzogen; ferner naturwissenschaftliche, technische, geographische Artikel. Humor ia reichen Gaben sorgt für heitere Abwechselung, während soziale Plaudereien in packender Weise vom Leben wie es ist und wle es sein soll, reden. Gerade das Verzichtleisten auf die Mode— krankheit der Illustration setzt„Was Ihr wollt!“ in den Stand, bei außerordentlich geringem Abonnements— prelse dem Publikum textlich nur Gutes zu bieten und selnem Grundsatze einer edlen Popularität treu zu bleiben. „Was Ihr wollt!“ ist zu beziehen in Wochennummern à 10 Pf., im Abonnement pro Quartal 1 Mark, in Vierwechenheften à 35 Pf.
Handel und Verkehr.
Butzbach, 24. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95— 1.00, Käse per Pfd. 45—46 Pf., Eier 1 Stück 5 Pf.
Frankfurt, 25. März. Hiesiges
Fruchtbericht.
Weizenmehl Nr. 0 M. 31.50 33.50, Nr. 1 M. 27.00
bis 28.50, Nr. 2 M. 25- 260, Nr. 3 M. 23— 24.50, Nr. J M. 17-18, Nr. 5 M. 1516.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 49—53, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 23— 24, Roggen- mehl Nr. 0(hies.) M. 23.50— 24.50, Nr./ M. 21.50 bis 22.50, Nr. 1 M. 19.50— 20.50, Nr. 2 M. 17.00, Roggenkleie bei Abnahme von 200 Ctr. an M. 4.50 bis 4.75, Weizenkleie ebenso M. 4.25— 4.50, Rüböl im Detall M. 52.
Frankfurt, 25. März. Kälbermarkt. Zugetrieben waren 505 Stück zu 40—46 Pf. per Pfund. Ueber 150 Stück blieben unverkauft. Weiterhin standen zum Verkauf 61 Ochsen zu M. 5662 per Ctr. und 87 Kühe zu M. 45— 58.
Bekanntmachung. Im Bezirke des hlesigen Kaiserlichen Postamts bestehen folgende amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzelchen: Bei den Herren Barth in Groß Karben, Baßmann in Okarben, Weber in Petterweil,
Büdingen; in Groß-Umstadt, im Kreise Dieburg.
Scheursch in Kloppenheim,
L
Ortenbertzer in Kleln Adam in Rendel, Funk in Büdes heim Die Verkäufer sind verpflichtet die Postwerthzelch
zu keinem höheren Betrage als die Vostanstalten an da 25
Publikum abzulassen. Groß Karben. Kalserliches Postamt.
Drißler. Bekanntmachung. 5
Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen befinden
sich bet den Herren:. J. Weiß, Parkstraße; Rich. Wörner Haupt⸗ straße; Jakob Pfeffer, Reinhardstraße; Gebrüder Staudt, Marktplatz; L. Koch, Kurstraße; C. Antoni,
Schnurstraße.
Die Verkäufer sind verpflichtet, die Postwerthzeichen zu keinem höheren Betrage als dle Postanstalten an das Publikum abzulassen.
Bad⸗Nauheim. Kaiserliches Postamt.
Foucar.
Geld- Cours. Frankfuri am 25. März 1886.
Geber.
M. Pf.
20-Frankenstuͤcke 16. 23 do. 1%% 156. 22 Englische Sovereings 20. 38 Russische Impertales. 16. 74 Oucst enn 9. 60 „ el ine: 962 Dollars in ol) 4,2
Kirchliche Anzeigen für Friedberg Epangelische Gemeinde. O eult. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Köstlin.
Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10½ Uhr: Herr Candidat Schöner. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel.
Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Kirchenrath Baur.
scatholische Gemeinde.
Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag ¼7 Uhr: Austheilung der heil. Communton. 10 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Cbristenlehre und Andacht.
— 1293 Für die nächsten Tage wird Lehmann's be⸗ rühmtes Untversum dahier zur Außstellung gelangen. Diese Ausstelung zeichnet sich vor allen anderen durch ihre große Vielseitizkeit und Reichhaltigkeit aus. In besonders hohem Grade fesselt die wahrhaft großartige Gemäldesammlung. Zuerst werden uns die schönsten Gegenden der Erde naturtzetreu vor Augen geführt. Daß hierbei vor allem das herrliche Schweizerland Be— rücksichtigung gefunden hat, ist sehr gerechtfertigt. So dann reihen sich Ereignisse der älteren und neueren Zeit an; sogar der allerneuesten Zeit ist Rechnung getragen. Hier bewundern wir den großen Pomp, mit welchem die Franzosen ihren großen Staatsmann Gambetta zur letzten Ruhestätte begleiten; dort tritt uns die Schreck⸗ lichkeit des Eisenbahnunglücks bei Hugstetten in Baden so recht deutlich vor Augen; dort beschäftigen uns die unbeschreiblichen Verheerunzen und die herzzerrelßenden Jammerscenen, welche die letzten Ueberschwemmungen am Rhein im Gefolge hatten. Unter der Sammlung von Wachsfizuren tritt besonders die lebensgroße Gestalt des Schah von Persien hervor. Außerdem enthalt das Unsversum eine Sammlunz seltener tropischer Vögel, Schlangen und Krokodille.
Der Allen zu helfen vermag, ist
noch nicht geboren! Ich bekunde daber der Wahrheit gemäß, daß ich einzig und allein von meinem jährigen schweren Lungen,
Herrn Ernst Weidemann, Liebenburg a. H. bezogen,
in kurzer Zelt befreit bin, unterlasse es daher nicht, 5 dem Herrn Weldemann öffentlich meinen wärmsten Dank
zu bringen und allen Leidensgenossen den Thee gewlssen⸗ haft zu empfehlen.
Magdeburg, Bahnhofsstraße 55a. 550
Da bereits Nachahmungen des Magenbehagen epxistiren,
so verlangen Sle den ächten v. Widtfeldt in Aachen. 1242
Bekanntmachung.
Die Abfuhr des am 2. März d. J. im Gemeinde⸗ wald Ober⸗Ros bach versteigerten Holzes beginnt Montag den 29. März d. J. und kann jeden Tag Vor- und Nachmittags gefahren werden.
Ober Rosbach am 25. März 1886.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Ros bach.
1269 Blech er.
Hamburger Metzger-Blousen
zum Einkaufspreis bei 1276
st. Heß, Kaiserstraße Nr. 468.
Obstbäumepersteigerung
1246 Wezen Räumung der Baumschule auf dem bon Harnier'schen Gute Häuserhof werden nächsten Montag den 29. März, Vormittags 9 Uhr, ca. 1000 Stück Obstbäume verschledener Qualität, stehend, an Ort und Stelle versteigert.
Echzell am 24. März 1886.
Ein einfach möblirtes Zimmer
zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Anz.
Für Confirmanden
empfehle zu äußerst billigen Preisen Hemden, Kragen, Manschetten, Corsetten, Halsbinden, Hosen⸗ träger, Taschentücher, Krausen, Myrtenkränze,
s K briedrien. Ein kleines Logis 1298 zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden;
20-25 Centner Spreu
zu verkaufen bei Friedrich Netz.
Brust⸗ und unaussprechlichen Asihmaleiden durch Gebrauch des Homerlanathees, welchen ich von
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Frau Anna Kubel. 5 5
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