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Beilage.
Handel und Verkehr.
Homburg, 21. Nov. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50—5.00, per Gescheid 9— 10„Pf. Tier per Stuck 8 und 9 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. M 1.10.
Frankfurt, 22. Dezbr. Wochenmarkt. heutigen Markte kostete Weißkraut der Ctr. M. 33.50, Rothkraut das Stück 20—25 Pf., Blumenkohl 100 St. M. 25—50., das Stück 30—60 Pf., Kartoffeln das Malter M. 5— 5.50, das Gescheid 810 Pf., Eier 100 Stück M. 5.50—9., das Stück 7—10 Pf., Butter der Ctr. M. 90—95., das Pfd. M. 1.15— 1.30, Wirsing 10—12 Pf., Carotten 12 Pf., Gelberüben 6 Pf., Zwiebeln 50 Kilo M. 10—12., Spinat 30— 50 Pf., Rosenkohl 30—50 Pf., Kopfsalat 15 Pf., franz. Bohnen das Pfd. 60 Pf., Eskarol 8 Pf., Feldsalat 2030 Pf. — Gans das Pfd. 60—80 Pf., Hahn M. 1.20—2., Huhn M. 1.50— 2.50, Welsche M. 12., Taube 50 bis 80 Pf., Capaun M. 3.— Auf dem Heu- und Stroh— markt war in Folge des Wetters nur geringe Zufuhr die den Bedarf nicht deckte. Heu per 100 Kilo M. 7— 7.60, Stroh M. 5.40—5.80.
Hier und da begegnet man noch Klagen über die kurze Gültigkeitsdauer des Retourbillets im Verkehr mit Berlin, während ein an dessen Stelle tretendes eombi— nirtes Rundreisebillet eine 45tägige Ausdehnung der Tour gestattet und dürfte ein Hinweis auf diese nicht bekannte Verkehrserleichterung für Manchen von Interesse sein. Es bedarf hierzu der mehrtägigen Voraus bestellung folgender Coupons:
Auf dem
2. Cl. 3. Cl. 1. Coupon Nr. 427 Gießen⸗Cassel 6.30 4.40 2. Coupon Nr. 40 1b Cassel⸗Berlin über drei Linien: Nordhausen-Belzig, Nord— hausen- Magdeburg, Kreiensen-Magde— burg gültig 18.80 13.20 3. Coupon Nr. 40 1b Berlin Cassel(wie vorstehend) 18.80 13.20 4. Coupon Nr. 427 Cassel-Gießen(wie vorstehend.) 6.30 4.20 so daß der Preis dieses Billets für die 2 Wagenelassen M. 50.20 35.20
beträgt. Die Hin⸗ kann
Linte erfolgen.
Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Un— gewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich fol— gende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk(O., N., NO. c.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Orts- bezeichnung„Berlin“ zu vermerken. 3. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung bei—
und Herreise auf gleicher
zufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Post⸗ verkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem„Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte,“ das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs Postanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessen ungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in ver Aufschrift' der Sendung noch des Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeich nungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politischen Bezirks(Provinz, Re— gierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [Oder, Elbe, Rhein, Main& zc.], oder von Gebirgen [Harz, Riesengeblrge ꝛc.]J. Nicht minder sind zusätzliche Bezeichnungen, wie Thüringen, Altmark ꝛc. ꝛc. für den Zweck geeignet. 5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungs⸗ orte noch diejenige Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger be— wirkt werden bz. die Abholung erfolgen soll. 6 Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den wenfger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bz. der Landesthell auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Her— betführung elner schleunigen Ueberkunft der Sendungen an die Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im elgenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzufertigen.
Literarisches. Dahelm. Nr. 12 enthält: Und dennoch! Forts. — Aus dem Kolonistenleben in Deutsch-Ostafrika III.—
Karl Maria von Weber. Von L. Meinardus. Mit 4 Illustr.— Am Familientisch(Miscellen).— Vom Weihnachtsmarkt. Bild.— Leutnant Günttner 7. Von
— Umschau in fernen Landen.— Naturwlssenschaftlich technische Umschau. Von Th. Schwartze.— Wethnachts— vorbereitungen: Die Kinder für die Eltern, von R. Knötel, und die Eltern für die Kinder, von E. Henseler.
Unter dem Titel:„Die kleine Hygieig in Stube, Küche und Keller“ ist soeben ein humoristisches„Haus— frauenbrevier“ aus der Feder des bekannten M. und illustrirt von Manzel u Lutz, Stuttgart. M. J.). sich an den„Kleinen Schweninger“ und„Kleinen Jäger“ der humoristischen Gesundheitsbibliothek an und hat die Pflege einer vernunft- und gesundheitsgemäßen Lebens- weise auf häuslichem Gebiete zum Gegenstand. Der Verfasser stellt den Frauen zum abschreckenden Beispiel 7„Musterhausfrauen, wie sie nicht sein sollen“ vor Augen. In diesen 7 typischen Gestalten führt der Ver- fasser die großen und kleinen Sünden vor, welche gegen die Regeln der Gesundheltslehre auf den Gebieten der! Körper und Schönheitspflege, der Bekleidung, Ernährung, häuslichen Einrichtung und Bedienung so ziemlich allgemein und zwar hauptsächlich von den Frauen begangen werden.
Reymond A., erschtenen(Verlag von Die„Kleine Hygieia“ reiht!
DOberhessischer Anzeiger.
der Ostafrikanischen Gesellschaft. Verunglückt im Jub.
M152.
Einladung zur Lörung von Neujahrs⸗ Gratulations-Enthebungskarten Für diejenigen Personen, welche von den Glückwünschen
zum neuen Jahr enthoben sein möchten, werden auch in
diesem Jahre die betreffenden Karten gegen Entrichtung eines Geldbeitrags ausgegeben. Wer eine solche Karte erwirbt, von dem wird angenommen, daß er auf diese
Weise seine Glückwünsche darbringt und ebenso seinersetts
auf Besuche und Kartenzusendungen verzichtet. Die Karten
können bei den beiden hiesigen Buchhändlern und Stift⸗ ungsrechner Heidt bis zum 30. Dezember gegen Bezahl— ung von 1 M. für das Stück in Empfang genommen werden. Die Namen der Abnehmer werden vor dem 1. Januar 1887 veröffentlicht. Der Erlös der Karten wird für die Volksküche verwendet. Friedberg den 21. Dezember 1886. Für die Armen Commission: Meyer.
Für unsere Armen-Anstalten sind weiter fol⸗ gende Gaben eingegangen: deren Empfang mit dem berz— lichsten Dank bescheinigt wird: A. Für das Bürger⸗ hospital: Reallehrer Claus für Dienstleistungen der Schwester Katharine 5 M., Ungenannt 50 M.
B. Für dle Volksküche: Bäcker Weißenbach 3 M., Direetor Dr. Matthias 2 M., Oeconom Hill 5 M., E. H. 10 M., Gebühren von Becker& Engel und E. Häberle für ein Gutachten 4 M., Frau Oberamts⸗ richter Sellheim 3 M., Ungenannt 50 M., Frau Pfarrer Breidenstein 5 M., Versorgungshaus Grünes, Professor Dr. Weiffenbach 10 M., Ungenannt 10 M. und einen Wagen Braunkohlen, Seminarlehrer Wahl 3 M. Die Anstalt wird den 27. Dezember eröffnet.
Friedberg den 22. Dezember 1886.
Für die Armen⸗Commission: Meyer.
Bitte.
Zur Weihnachtsbescheerung des hiesigen Taubstummen⸗ ereins wird um gütige Beisteuer an Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfang ist der Vorstand gerne bereit. J. Friedrich, Kappenmacher.
Gedenket der Vöglein im Schnee! Der Frost und Hunger thun weh.
Verwahret Feuer und Licht, Damit kein Schaden geschicht!
Geld- Cours. Frankfurt am 23. Dezember 1886
Geber. Nehmer.
M. Pf. M. Pf.
20⸗Frankenstücke 16. 12 16. 08 do. in 1/2 16. 10 Englische Sovereings 20. 35 20. 30 Russische Imperiales. 18. 9 8 Dudatennssnsgns „ al ier gsgsgsgs Dollars in Golde. 2 4. 16
Gläubiger-Aufforderung.
Ansprüche an den Nachlaß des Johann Wilhelm Konrad von Reichelsheim sind binnen 8 Tagen bei Post— verwalter Franz Conrad in Reichelsheim anzumelden, anderen Falles dieselben bei Feststellung des Nachlasses keine Berücksichtigung finden.
Friedberg am 18. Dezember 1886.
Großherzogliches Amtsgericht Friedberg.
4844 Süffert.
Guͤter⸗Versteigerung.
Montag den 27. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Grundslücke des K onrad Reuß II. einer zweiten und letzten Versteigerung aus— gesetzt werden.
Hierbei bemerken wir, ertheilt werden soll. 5
e, den 16. Dezember 1886.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 4753 Steinhäußer.
An⸗ und Verkauf eines Faselochsen.
ächsten Dlenstag den 28. Dezember l. J. Nach⸗ 1 Uhr, soll ein der Gemeinde Vilbel gehörender, zum Schlachten geeigneter und sehr gut gehaltener junger Faselochs auf dem Rathhaus öffentlich meistbtetend ver—
t werden. 1 Be cell wird beabsichtigt, einen 1½ jährigen, zur Zucht tauglichen Faselochsen anzukaufen. Besttzer solcher Thlere wollen ihre Offerten bei der unterzeichneten Bürgermeisterel einreichen. f
elbe den 21. Dezember 1886. Großherzogliche Bürgermeisterel Vilbel. Hinkel.
daß die Genehmigung sofort
4808
5 Halsbinden& Shlips
billigst bel st. Friedrich.
Donnerstag den 30. Dezember l. J., Nachmittags
1 Uhr, sollen zwei der hiesigen Gemeinde zustehende
Faselochsen öffentlich meistbietend auf Großherzoglichem
Bürgermeisterei Büreau dahier versteigert werden.
ö Bruchenbrücken am 22. Dezember 1886.
Großherzogliche Bürgermeisterei Bruchenbrücken. Wagner.
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