Beilage.
erhessischer Anzeiger.
ö— Nr Ob 151. nder 5.— 5 5——— derden—* ö Deutsches Reich. frelien als Throncandidat anzunehmen, weil er[fährten. Bei Vaporro bestand er ein blutiges 8* erlin, 19. Dez. Die ziemlich lange An- eine verantwortliche Stellung einehmen würde[Gefecht mit den Arabern und wurde mit zwölf aber wesenheit des Kriegsministers Bronsart von und eine annehmbare Persönlichkeit sei. Der[Gefährten verwundet. Coquilhat meint, die Schellendorff in der russischen Botschaft am Zar würde ihn nicht vorgeschlagen haben, wenn] Araber würden nicht über den Congo vorgehen,
Sonntag Nachmittag hat im Laufe des Tages zu allerhand Gesprächen und mannigfachen Com— binattonen Veranlassung gegeben. Man will wissen, so wird dem„Rhein. Kur.“ berichtet, daß das Erscheinen des Kriegsministers keinem gewöhnlichen Besuche gegolten hat, sondern daß
802 hinter verschlossenen Thüren sehr ernste Dinge
0 verhandelt worden sind.„Wird es Krieg oder Tlgkh. nicht?“ Das ist das Thema, um das sich augen— 4 blicklich das Tagesgespräch dreht. In Offiziers— aden kreisen hört man vielfach die Aeußerung', daß
8. Alles zur Mobilmachung fertig ist, und daß die
ü denh Koffer zum Packen bereit stehen. Auffallend ist
es ferner, daß die im Herbst eingestellten Re— eruten jetzt schon nach so kurzer Dienstzeit zu den Felddienstübungen mit herangezogen wer— den, um nöthigenfalls sofort in Reih und Glied
4 add dez, zu treten.
— Der Gesetzentwurf über die Fürsorge für a die Wittwen und Weisen der Angehörigen des 2 Reichs ⸗ Heeres und der kaiserlichen Marine
(35 Paragraphen) ist bereits an den Reichstag gelaugt. Ebenso der Gesetzentwurf über den Verkehr mit Kunstbutter, wonach der Verkauf der letzteren deutlich durch Bezeichnung des Fabnikats erfolgen soll und Zuwiderhandlungen mit Geldstrafe bis zu 150 M. belegt werden.
— 21. Dez. Die bulgarische Deputation
tadt.
berichtete nach dem Fr. J. nach London, daß en Hof. Graf Herbert Bismarck ihr empfahl, der Re— Sroltz gentschaft anzurathen, den Fürsten von Ming—
er ungeeignet wäre, die Würde eines bulgarischen Herrschers zu bekleiden. Das Ergebniß der Unterredung hat in Sofia tief verstimmt. Wieder— holt betonte Herbert Bismarck, daß eine Ver— ständigung mit Rußland gefunden werden müsse.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Die„Presse“ meldet: In einer an die ungarische Regierung gerichteten Note macht das österreichische Handels— ministerium den Vorschlag, die Verhandlungen wegen Erneuerungen des Handelsvertrages mit Deutschland vor den Vertragsverhandlungen mit Italien einzuleiten.
Schweiz. Bern, 21. Dez. Der Stände— rath nahm die Vorlage, betreffend das Alkohol— monopol ebenfalls an.
Belgien. Brüssel, 20. Dez. Zu Weih— nachten tagt in Brüssel ein belgischer Sozialisten— Congreß behufs Veranstaltung eines allgemeinen Streikes.
— Die„Independance belge“ veröffentlicht über die Räumung der Congostation„Stanley— fälle“ einen Bericht des belgischen Capitäns Coquilhat, welcher in Folge der Strapazen ge zwungen ist, hierher zurückzukehren. Als der— selbe auf dem Dampfboot den Congo aufwärts fuhr, fand er die arabische Fahne auf der Station aufgezogen. Die arabischen Posten in der Umgegend zwangen ihn, sich zurückzuziehen. Bei seiner Rückkehr rettete er Deaue und Ge⸗
man habe deshalb Zeit, die Station wieder zu nehmen und den Arabern den Weg zu verlegen. Holland. Haag. In Holland ist eine partielle Ministerkrisis ausgebrochen. Der dortige Marineminister hat seine Entlassung erbeten, weil die zweite Kammer die Gelder für den Bau von drei Torpedobooten verweigerte. Großbritannien. London, 20. Dezbr. Ein offiziöser Artikel der„Morning Post“ be— zeichnet nach dem Fr. J. als mögliche Ziele einer britischen Action gegen die Türkei die An— tastung der Suzeränetät des Sultans in Egypten und die Preisgebung Kretas an Griechenland. Dublin, 20. Dez. Mehrere irische Parla— ments- Mitglieder sprachen bei verschiedenen Pächterversammlungen zu Kilrusch und Killar— ney die Absicht aus, den„Feldzugsplan“ trotz der Regierung auch fernerhin entschieden auf— rechtzuhalten. Italien. Rom, 19 Dez. Ohne daß irgend
ein Widerspruch gegen die einzelnen Posten laut wurde, hat die italienische Deputirten—
kammer das Kriegsbudget mit 185 gegen 59 Stimmen genehmigt.
Rußland. Petersburg. Nach hier vor— liegenden Nachrichten sind die eit Kurzem in Warschau verbreiteten Gerüchte wegen Ein— führung des Tabakmonopols in Rußland be— gründet. Die Realisirung des Projectes durch die Regierung ist in kürzerer oder längerer Zeit zu gewärtigen.
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