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Käse per St. 59 Pf. Tauben per Paar M. 0.50 9.60, Hühner per Stück M. 0.85 1.00, Hahnen per Stück M. 0.40 0.70, Enten per Stück M. 1.30 1.70, Ochsen; fleisch per Pfund 6264 Pf., Kuh, und Rinzfleisch 5456 Pf., Schweinefleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 5066 Pf., Kalbfleisch 4650 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 46, Zwiebeln per Ctr. M. 46.

Gießen. Auf dem am 14. und 15. d. M. dahier abgehaltenen Viehmarkte waren angetrieben: 1774 Stück Rindvieh und 760 Stück Schweine. Der Handel bei ersteren war lebhaft, bei Schweinen war der Handel etwas gedrückt. Nächster Markt Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. October d. In, am letzten Tage auch Krämermarkt(Michaelimarkt). Die Krämerstände werden Morgens 8 Uhr verlesen.

Frankfurt, 22. Sept. Viehmarkt. Angetrieben 335 Ochsen, 26 Bullen, 456 Kühe, Stiere und Rinder, 285 Kälber, 300 Hämmel, 132 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 67- 69., 2. Qual. M. 54 60., Bullen 1. Qual. M. 4044., 2. Qual. M. 3236., Kühe Stiere und Rinder 1. Qual. M. 54 56., 2. Qual. M. 4250., Kälber pro 1 Pfd. Schlachtgewicht: 1. Qual. 60-65 Pf., 2. Qual. 50-55 Pf., Hämmel 1. Qual. 56 57 Pf., 2. Qual. 4045 Pf., Schweine 1. Qual. 5557, 2. Qual. 5455 Pf.

Verloosung. Nassauisches 4% Staatsanlehen von 1859 Ziebung vom 4. Sept. 1886. Rückzohlbar per 1. Jan. 1887. Lit. A. Nr. 141 197 242 272 339 43 469 493

562 636 729 850 898 à fl. 100. Lit B. Nr. 67 157 220 253 295 451 530 637 778 895 933 937 954 4

fl. 200. Lit. C. Nr. 159 161 177 205 272 489 4 fl. 300. Lit. D. Nr. 13 273 397 593 598 659 997 909 912 915 1039 1097 1163 1251 1286 1367 1387

1420 1437 1612 1656 1817 1863 1898 2097 299 à fl. 500. Lit. E Nr. 59 106 144 258 311 470 à fl. 1000 Rückzahlbar per 1. Juli 1887. Lit. A. Nr. 247 256 269 454 466 514 523 593 596 619 680 743 971 à fl. 100. Lit. B. Nr. 41 60 218 418 435 455 579 634 702 722 917 963 à fl. 200. Lit. C. Nr. 88 131 174 391 430 456 465 à fl. 300. Lit D. Nr. 15 299 314 358 424 452 464 676 723 752 822 952 1046 1084 1131 1205 1260 1274 1322 1540 1649 1777 1779 1832

1959 1987 2004 à fl. 500. Lit. E. Nr. 92 152 168 255 357 395 à fl. 1000. Literarisches.

Die Kalender für das Jahr 1887 sind nunmehr bereits fast vollzählig wieder da und jeder Haus vater hält allgemach Ausschau nach seinem Lieblinge unter

dieser Schaar papierner Einjähriger. Keiner dieser kurz lebigen Gesellen wird aber wohl sehnlicher erwartet als der allbekannteLahrer Hinkende Bote. Jetzt hegt dieser lustige Schalk und gemüthvolle Freund so mancher deutschen Familie in verjüngter Gestalt wiederum vor uns. Prächtig ist der Kalender diesmal wieder aus gestattet, sowohl was äußere Erscheinung als was Wort und Bild in ihm anbelangt. Besonders erfreulich ist es, daß der Hinkende in größerem Umfange als in den letzten Jahren selber das Wort ergriffen hat. Auch sonstige lustige Sachen weiß der Hinkende im Ster außer seiner Standrede zu bieten; es braucht nur mitgetheilt zu werden, daß der Herr Kanzleirath drei Tage aus seinem Leben erzählt. An Mitarbeitern hat der Hinkende eine statt liche Schaar um sich versammelt, lustiges und ernstes Volk, das insgesammt um die Wette eifert, dem Kalender seinen alten guten Ruf zu wahren. Auch die illustrative Seite ist vorzüglich bedacht. Zum Schlusse sei noch be merkt, daß die große Ausgabe in steifem, kolorirten Pappeinbande mit Kalikorücken zu 1 Mk., die kleine zu 30 bezw. 40 Pf. zu haben ist,

Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗ zogthum Hassen während des Monats Juli 1886.

Roßzkrankheit: In Osthofen, im Kreise Worms, steht ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Stall sperre und vier Pferde desselben Besitzers, sowie sechs Pferde und ein Esel eines weiteren Besitzers wegen Ver dachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung.

In Wolf, im Kreise Büdingen, steht ein Pferd als der Ansteckung verdächtig unter poltzeilicher Beobachtung.

In Eppertshausen, im Kreise Dieburg, steht ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Stallsperre. Als der Ansteckung verdächtig sind unter polizeiliche Beobachtung gestellt je ein Pferd in Groß-Umstadt und Lengfeld, im Kreise Dieburg, in Offenbach sowie in Ober-Ramstadt, im Kreise Darmstadt. Alle diese waren mit dem in Eppertshausen stehenden, der Seuche verdächtigen Pferde in Berührung.

In Gießen wurden die über ein der Seuche und 3 der Ansteckung verdächtige Pferde verhängten Maß nahmen wieder aufgehoben, weil sich die verdächtigen Erscheinungen bei jenem verloren hatten. In einem anderen Gehöfte in Gießen wurden am 12. Juli 3 der Seuche verdächtige Pferde entdeckt, von welchen eines am 21. Juli t getödtet, aber nicht mit der Seuche behaftet befunden wurde. Die zwei weiteren der Seuche ver dächtigen Pferde stehen noch unter Stallsperre und 3 der Ansteckung verdächtige unter poltzeilicher Beobachtung.

In Vilbel, im Kreise Friedberg, stehen drei der An steckung verdächtige Pferde unter polizeilicher Beobachtung.

Alsfeld am 23. Jult bet je einem krepirten Rinde und in Berstadt, im Kreise Büdingen, am 31. Jult, bei einem krepirten Pferde.

Lungenseuche: In Burkhards, im Kreise Schotten, wurden die Maßnahmen wegen Verdachts der Lungen seuche wieder aufgehoben, well sich innerhalb 6 Monaten nach dem vorgekommenen Verdachtsfall keine weiteren der Seuche verdächtigen Erscheinungen in dem betreffen den Viehstande mehr gezeigt hatten.

In Rendel, im Kreise Friedberg, wurde am 15. Juli in einem Bestande von 7 Stück Rindvieh die Lungen⸗ seuche durch die Obduktlon festgestellt. Am 24. Juli geschah dies auch in dem mit zwei Kühen bestellten Nachbargehöfte. Von diesen 9 Stück wurden 3 in Rendel getödtet und 6 zum Schlachten ausgeführt. Am 28. Juli wurde in drei weiteren Gehöften in Rendel die Seuche festgestellt, indem aus jedem derselben ein verdächtiges Thier getödtet und mit der Seuche behaftet befunden wurde.

Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh in Maulbach und Billertshausen, im Kreise Alsfeld, sowie in Geiß⸗Nidda, im Kreise Büdingen, ist erloschen.

Die Seuche besteht noch fort in Reiskirchen und Staufenberg, im Kreise Gießen.

Festgestellt wurde die Seuche in Ober-Schmitten, im Kreise Schotten, am 18., in Klein-Karben und Nendel, im Kreise Friedberg, am 16., und in Heuchelheim, im Kreise Büdingen, am 20. Juli.

Die Räude gilt noch als vorhanden unter den Schafen in Kirtorf, im Kreise Alsfeld, in Leidhecken, Echzell und Bingenheim, im Kreise Büdingen, in Trais Horloff und Langd, im Kreise Gießen, und in Ilbes hausen, im Kreise Lauterbach.

Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 25. September 1886. Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 20 Min.

Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathaus gang 6 Uhr 40 Min.

Wochengottesdienst von Sonntag den 26. September an:

Sonntag und Mittwoch Morgens 4 Uhr 30 Min,

Montag und Dienstag Morgens 5 Uhr(Seltlchoth),

Abends 6 Uhr 20 Min. Donnerstag den 30. Sept. und Frestag den 1. October: Nenjahrsfest 5647

Ein praktischer Reisebegleiter ist der berühmte Aachener Magenbehagen von August Widtfeldt, kalt mit oder ohne Wasser zu genießen. Niederlage bei W. Bernbeck. 3607

5 1 5 f 1 1 Bekanntmachung.

Wilhelm Staudt zu Bad- Nauheim ist aus der mit seinem Bruder Adam Staudt unter der FirmaGebrüder Staudt daselbst gemeinschaftlich betriebenen Spezerei und Manufakturwaarenhandlung ausgetreten.

Adam Staudt betreibt das Geschäft unter der näm lichen Firma auf eigene Rechnung für sich allein weiter.

Derselbe hat seiner Ehefrau Bertha Staudt Procura ertheilt.

Bad⸗ Nauheim den 21. September 1886. 3616 Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim.

Oeffentliche Aufforderung. 3615 Auf Antrag von Werner Offermanns zu Kalk, vertreten durch Rechtsanwalt Seyd in Friedberg, und Barthel Offermanns zu Köln, vertreten durch Rechtsanwalt Windecker in Friedberg, welche behaupten, die nächsten Intestaterben des Joh. Heinrich Joseph Danz aus Bingen am Rhein zu sein und die Auslieferung eines bei dem unterzeichneten Gerichte für denselben hinterlegten Betrags von etwa 4000 Mark je zur Hälfte verlangen, ergeht unter Mittheilung der Sachlage nach folgende öffentliche Aufforderung:

Andreas Danz, Grenzaufseher zu Bingen am Rhein, verheirathete sich 1798 daselbst mit Katharina Josepha geborene Frank aus Düren. Es wurde denselben in Bingen am 30. Mat 1799 ein Sohn Johann Heinrich Joseph Danz geboren.

Die Familie wohnte dann abwechselnd in Düren und Rheinberg. Am letzteren Orte ist am 2. October 1804 ein zweiter Sohn Franz Danz geboren. Dieser ist nun über 40 Jahre verschollen, sein letzter bekannter Aufenthalt war Neersen bei Crefeld.

Im Jahre 1813 starb Andreas Danz als Gerichts- vollzieher in Düren und verhetirathete sich seine Wittwe mit Johann Peter Daniel Offermanns daselbst.

Beide sind verstorben und haben aus dieser Ehe zwei Söhne hinterlassen:

. 1. Werner Offermanns, geboren 1815 zu

Düren, dermalen zu Kalk bet Köln wohnhaft;

2. Heinrich Offermanns, geboren 1819 zu

Oberelvenich, gestorben 1862 zu Düren. Derselbe war verheirathet in erster Ehe mit Maria Sybilla geborene Esser, geboren 1816, verheirathet 1842, gestorben? Kinder waren aus dieser Ehe Maria Josepha Henriette Offermanns, geboren 1842 zu Düren, gestorben 1843 daselbst, Moritz Offermanns, geboren 1844 zu Siegburg, gestorben 1880(ledigen Standes) zu Düren, Karl Heinrich Offermanns, geboren 1848 zu Oberkassel, gestorben 1848 zu Düren.

In zweiter Ehe war Heinrich Offermanns mit Susanna Maubach verheirathet, 1849, angeblich zu Ober kassel bel Bonn wohnhaft.

Die Kinder aus zweiter Ehe waren: ein im jugendlichen Alter verstorbenes Mädchen und Barthel Offermanns, geboren 1850 zu Bonn.

Im Jahre 1837 fiel dem Eingangs erwähnten Johann Heinrich Joseph Danz aus dem Nachlasse des Pfarrers Danz zu Ober-Mörlen ein Vermächtniß von 900 fl. zu. Der Vermächtnißnehmer lebte damals zu Fernambuco in Brasilien, es wurde ihm ein Theil ausgeltefert und als dann der Restbetrag ausbezahlt werden sollte, war sein Aufenthaltsort nicht zu ermitteln; der betreffende Betrag blieb daher seitdem in gerichtlicher Verwaltung und ist auf etwa 4000 Mark angewachsen. Es ergab sich, daß Johann Heinrich Joseph Danz in der Nacht vom 18.) 9. Januar 1845 auf der Insel St. Aleixo bei Fernambuco(2) verstorben ist und zwar ohne letztwillige Verfügung und ledigen Standes ohne Leibeserben.

Auf Grund des Eingangs erwähnten Antrags und der hier gegebenen Darstellung des Sachverhaltes, wie er bis jetzt ermittelt wurde, ergeht an alle diejenigen, welche der Auslieferung des vorerwähnten gerichtlich ver walteten Betrags widersprechen und bessere Rechte hierauf geltend machen wollen, die Aufforderung, binnen 4 Mo naten vom ersten Erscheinen Dieses in den öffentlichen Blättern an gerechnet, ihre besseren Rechte gegen die Antragsteller durch förmliche Klage geltend zu machen und darüber bei dem unterzeichneten Gerichte den Nach weis zu liefern, andernfalls die Auslieferung an die Antragsteller stattfinden werde.

Bad-Nauherm den 18. September 1886.

Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim.

Bauer. Schütz

Mobiliar⸗Versteigerung

September 1886. 5ßfherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhänf f;;

Aepfel⸗Versteigerung. Montag den 27. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen die der Gemeinde Maibach zustehenden Aepfel, eirca 10 bis 12 Malter, öffentlich versteigert werden. Malbach den 20. September 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Maibach.

3601 Saltenberger.

0 0 fei billigster Quali⸗ Hosenträger Late e ue 5

empfiehlt billigst 9 K. Friedrich.

Betanntmachung.

3625 Es wurde in das hlesige Genossenschaftsregister folgende Genossenschaft eingetragen:

Firma: Landwirthschaftlicher Consumverein zu Wohn⸗ bach, eingetragene Genossenschaft, mit dem Sitz zu Wohnbach, laut Gesellschaftsvertrag vom 30. Mas l. J. und dem Oesellschaftszweck gemeinschaftlicher, billigster Beschaffung von Bedürfnissen der Haus- und Landwirth⸗ schaft in bester Qualität, sowie des gemeinschaftlichen Verkaufs von Produkten aus dem landwirthschaftlichen

Betrieb.

Die dermaligen Vorstandsmitglieder sind: Heinrich Eichelmann II., Direktor, Johannes Heeb und Ludwig Kraft III., sämmtlich zu Wohnbach.

Der Vorstand zeichnet durch Namensunterschrift des Direktors oder seines Stellvertreters und eines weiteren Vorstandsmitgliedes unter der Firma des Vereins.

ö Die Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen unter der Firma des Vereins, sind durch den Direktor oder dessen Stellvertreter und dem zweiten Beisitzer zu unterzeichnen und werden in demFortschritt?, Organ der landwirthschaftlichen Genossenschaften, veröffentlicht. Das Verzeichniß der Genossenschafter kann jederzeit dahier eingesehen werden.

Hungen den 20. September 1886.

Großherzogliches Amtsgericht Hungen.

. Mey Submission.

Die Lieferung von 500 Centner steinfreien melirten Steinkohlen, mindestens 50% Stücke enthaltend, ist zu vergeben. Offerten wolle man vor dem 28. d. Mts. schriftlich bet uns einreichen.

Friedberg am 22. September 1886. Großherzogliche Direktion des Schullehrer-Seminars. 3606 Schäfer.

Obst Versteigerung in Bad⸗Nauheim.

Nächsten Freitag den 24. d. Mis, Vormittags 8 Uhr, werden von der Gemeinde in unserem Büreau

eirca 40 Malter Schüttel⸗Aepfel und um Uhr an

Ort und Stelle eirea 35 Malter Tafel-Aepfel und

½ũ Malter Birnen versteigert.

Bad⸗ Nauheim, 22. September 1886.

Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim.

3626 Wörner.

5 3 w E ·˖ sch E n 6. g age,

n Vilbel.

Milzbrand wurde festgestellt: im Kreise Friedberg in Wohnbach am 4. und in Bad Nauheim om 5., in

mache