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Ob er Mitschuldige hat, ist unbekannt. Die Untersuchung ist im Gange.
Bulgarien. Sofia, 16. Sept. Die Sobranje nahm eine Adresse an die Regentschaft an, in welcher sie ihre Entrüstung über den Staasstreich ausspricht und die Bestrafung der Schuldigen verlangt. Die Adresse würdigt die Selbstverleugnung des Fürsten Alexander durch die Thronentsagung und erhofft die Wiederher— stellung der freundlichen Beziehungen zu Ruß land. Das Decret beteffend die Berufung der Urwähler zur Wahl der Deputirten für die große Sobranje, welche den neuen Fürsten zu wählen hat, dürfte morgen erscheinen. Die Wahlen sollen in etwa 14 Tagen statifinden; einige Tage danach wird die Versammlung wabrscheinlich in Tirnova zusammentreten. Die Sobranje beendigt voraussichtlich heute ihre Arbeiten.
— 18. Sept.„Nowa Reforma“ meldet: Grueff und Benderoff legten umfassende Gestaͤndnisse ab, aus welchen hervorgeht, daß in fast jeder bulgarischen Ortschaft zwei bis drei Personen einen Monat vor dem Staats— streich in denselben eingeweiht waren. Der russische Consul Bogdanoff und der russische Oberst Kesjakoff waren die Hauptcassiere der aus Rußland eingetroffenen Revolutionsgelder. Die Untersuchung über die Vorgänge vom 21. August ergibt ferner zweifellos, daß zwei Montenegriner zur Ermordung des Fürsten Alexander gedungen gewesen sind.— In Philip popel wurden Vorbereitungen getroffen zu der heute stattfindenden Feier des Jahrestages der Revolution. Die Officiere der Artillerie- und der Infanterie-Regimenter, welche am Staats— streiche theilnahmen, werden am Sonntag von Radomir, wo sie seit ihrer Unterwerfung internirt
Die
waren, nach Sofia gebracht, wo die weitere
Untersuchung stattfindet. Das aufständische Ar— tillerie-Regiment wurde durch neue Officiere nach Sofia zurückgeführt.
Rußland. Petersburg, 18. Sept. Der hiesige türkische Botschafter Schakir Pascha wurde nach Konstantinepel berufen und reiste gestern über Odessa dahin ab.
Aus Stadt und Land. B. Friedberg, 19. Sept. Endlich hat am heutigen Tage auch unsere Stadt die Freude und die Ehre gehabt, den Fürsten von Bulgarlen, den Helden des Tags, in
letzten Wochen
ganz Europa gepackt, gerissen haben.
oder wenigstens in Frage thuender aber werden auch herzlichsten Sympathie berühren, die dem bracht werden, Weise zurüͤckstehen wollte,
glänzend bewiesen. Auf die Nachricht,
Gast entgegenharrte. Friedberg waren mit
genommen
ersehnten Gastes empfangen.
unseres
innigster Wunsch set, daß Gott auch ferner das so theure Leben gnädig beschirmen und beschützen möge. Sichtlich gerühet ergriff der Fürst die Hand des Nedners, und sie
festhaltend, sprach er in bewegten Worten seinen Dank
für diese Kundgebungen aus, indem er wiederholt darauf hinwies, wie wohl es seinem Herzen thun müßte, gerade bei seinem Heimathvolke einen solchen Empfang zu finden. Sodann schritt er, da der Präsident dem anwesenden Adjutanten, Oberstlieutenant Wernher, vorber militäri— schen Rapport erstattet hatte, die Front der aufgestellten Vereine ab, umstürmt von dem Jubel der begeisterten Menge, während die Musik die Nationalhymne intonirte. Auf dem ganzen Wege, den der Fürst darauf bis zum Großh. Schlosse zurückzulegen hatte, wiederholten sich diese stürmischen Ovationen, und einzelne, an verschledenen Stellen abgebrannte Feuerwerke gaben ihm bei dem mittlerweile eingetretenen Dunkel vielleicht noch Gelegen— heit, auch an dem farbenprächtigen Fahnenschmuck unserer Kaiserstraße die alte Hessentreue zu erkennen.
Allerlei.
Homburg. Der„Taunusb.“ schreibt: Dieser Tage sollte ein im Freien sitzender Strohhaufen, dem Oekonomen Bär von Ober Erlenbach gehörig, aufgeladen werden, als man in dem Haufen wimmern hörte; man suchte nach und zwischen dem Stroh fand man eine bekannte Frauensperson, welche an demselben Morgen dort ihre Niederkunft abgehalten hatte. Es zeigten sich nicht wensger als drei neue Weltbürgerinnen, wovon nur zwei noch am Leben waren.
Wien, 17. Sept. Dem heutigen Cholerabericht aus Triest zufolge kamen dort in den letzten 24 Stunden
ihrer Mitte begrüßen zu können. Den Helden des Tags!
11 Erkrankungen und 2 Todesfälle vor. In ganz Istrien wurden im gleichen Zeitraum von 6 Orten 9 Erkrank—
Wir glauben nicht, daß wir mit diesem Ausdruck zu viel sagen, angesichts der erschütternden Ereignisse, die in den
entflammt, mit— g Es ist ein schwerer Schlag, wenn ein jugendlich emporstrebendes Herz die herrlichsten Früchte seiner Thätigkeit durch Undank und Intrigue vernlchtet, gestellt steht; um so wohl— die unzähligen Beweise der erlauchten Sprossen unseres Fürstenhauses allüberall entgegen ge— Und daß dabei unser Friedberg in keiner
hat es am heutigen Tage Fürst Alexander werde Abends um ½¼7 Uhr hier eintreffen, hatte sich schon lange vorher eine unabseh bare Menschenmenge am Bahn— hof eingefunden, die Kopf an Kopf gedrängt dem hohen Die Kriegervereine des Bezirks klingendem Spiel und wehenden Fahnen erschtenen und hatten auf dem Perron Aufstellung Mit brausendem Hurrah wurde der Zug des
Nachdem der Fürst von den am Bahnhof anwesenden hohen Herrschaften begrüßt worden war, richtete der Präsident der Kriegervereine, Bindewald, eine kurze Ansprache an ihn, in der er aus führte, wie es den hier erschtenenen alten Soldaten ein tief empfundenes Bedürfniß gewesen set, dem unerschrockenen Krieger und schneidigen Feldherrn, dem geliebten Sohne erhabenen Fürstenhauses, ihre unerschütterliche Treue und Anhänglichkeit zu bezeugen, und wie es Aller
ungen festgestellt. Ju Pest erkrankten von gestern Mittag bis heute Mittag 4 und starben 3 Personen; unter den Sterbefällen waren zwei von früher Erkrankten. Die Cholera wüthet, wie aus Agram amtlich gemeldet wird, in dem 1000 Einwohner zählenden Orte Lle in ganz furchtbarer Wetse, da die ersten Cholerafälle verheimlicht wurden. Als dann ein Arzt kam, rotteten sich Männer und Wesber zusammen und empfingen den Arzt mit Steinwürfen; nur mit Mühe gelang es, das Volk zu beruhigen und dassselbe zu überzeugen, daß der Arzt nicht als Giftmischer zu ihnen komme. Die Leute meiden jedes Haus, in welchem die Cholera ausgebrochen ist. Keiner will dem Anderen Hülfe leisten. Eine Commisston geht von Haus zu Haus, um die Kranken aufzusuchen. In einem Hause fand sie neben dem Herde auf dem Boden die Hausmutter in Cholerakrämpfen. Halb nackt, wie die Mutter, lag neben derselben ein etwa 16jähriges Mädchen, ebenfalls von der furchtbaren Krankheit ergriffen. Als man die Thür öffnete, bot sich dem Auge ein noch entsetz⸗ licheres Schauspiel, der Hausvater lag todt im Zimmer hingestreckt, über ihm, thn umschlingend, sein etwa zwanzig⸗ jähriger Sohn, ebenfalls todt. Derartige erschütternde Scenen gibt es häufig.
Paris, 17. Sept. Der Herzog von Decazes ist in der vergangenen Nacht gestorben.
Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt Opernhaus.
Dienstag den 21. Rigoletto. Hierauf: Coppelia(2. Act.)
Große Preise. Mittwoch den 22. Fidello. Außer Abonn. Donnerstag den 23.: Maskenball. Freitag den 24.: Carmen. Große Preise. Außer Abonn. Samstag den 25.: Lueia. Hierauf Ballet. Große Preise. Sonntag den 26.: Prophet. Große Preise.
Schauspielbaus.
Dienstag den 21.: Das lachende Frankfurt.
Mittwoch den 22.: Reif-Reiflingen.
Donnerstag den 23.: Geschlossen.
Freitag den 24.: Geier Wally. Große Preise.
Samstag den 25.: Zum erstenmale: Tromont jun. und und Risler sen. Drama in 5 Aecten von Alf. Daudet und Ad. Belot. Große Preise
Sonntag den 26.: Zum erstenmale wiederholt: Tromont jun.
und Rlsler sen.
Wasserwärme der Usa: 19. September Mittags: 140 Regqumur. 20. September Mittags: 13½0 Neaumur.
Große Preise. Große Preise.
Große Preise. Große Preise.
Walter.
Eingesandt.
Im Laden des Herrn Uhrmacher Heim burg, Kaiser⸗ straße 96 hier, sind seit heute die Figuren zu einem Schachspiele ausgestellt, welche Elfenbeinbildschnitzer Lorenz Berg entworfen und gefertigt hat.
Das Schach stellt den Kreuzzug des Kaisers Friedrich 85 Barbarossa, gegen den Sarazenenfürsten Saladin 1190 vor, und glauben wir Alle, welche sich für das Kunst⸗ gewerbe interessiren, darauf aufmerksam machen zu sollen, sich das Werk einmal anzuseben, zumal unseres Wissens ein derartiges Schachsplel nicht existtrt. 3596
23 Lieferung. Für das Bürgerhospital und Versorgungshaus soll die Lieferung von circa 3000 Laib Brod zweiter Sorte, „ 3600 Kilo Weizenmehl(Vorschuß),
„ 1200„ Ochsenfleisch nebst Nlerenfett,
„ 200„ Kalbfleisch und Hammelfleisch,
— 400„ Schweinefleisch nebst Fett und Wurst, 300„ Hülsenfrüchten,
„ 300„ 8Reis, Gries und Gerste,
8 100, gebranntem Kaffee,
4 150„ Kern hund Schmierseife nebst Soda,
Branntwein, Salatöl, Crystallöl und Petroleum für die Zeit vom 1. Oetober 1886 bis zum 31. März 1887 vergeben werden. Ferner ist Stoff zu Winterkleidern für Knaben und Mädchen zu vergeben. 5 Angebote mit Mustern sind bis zum 27. September bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, Frledberg den 20. September 1886. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg.
3597 Steinhäußer.
Bekanntmachung.
Dlenstag den 21. September l. J., Vormittags um 10 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Nleder-Weisel gehörige Obst, bestehend in Aepfeln und Zwetschen, auf Ort und Stelle meistbletend öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Waasem. 5 Nieder⸗Welsel den 18. September 1886. Großherzogliche Bürgermetsterel Nleder-Weisel. Reuter.
permiethen.
Der zweite Stock unseres Hinterhauses, vollständig neu hergerichtet, bestehend aus 3 großen Zimmern, nebst allem Zubehsr, ist zu vermiethen und sofort bezlehbar.
3576 Fürth& Nauheim.
3592
empfiehlt ihr stets reichhalt. Lager aller Arten Luxuswagen bester Qualität, sowie eine Anzahl
Obst Versteigerung.
Dienstag den 21. September, Vormittags 9 Uhr, wird die diesjährige Obst-Ernte an dem fiscalischen Friedberger Burgberg an Ort und Stelle loosweise ver— teigert. be n 15. September 1886.
Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 3549 Strack.
Obst Versteigerung.
Mittwoch den 22. d. Mts., Vormittags 9½ Uhr, soll das Gemeinde Obst der Gemeinde Osthesm, bestehend in elren 500 Centner Aepfeln, elrea 3 Centner Speier— ling und ½ Centner Kastanien, in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert werden.
Die vorzügliche Qualttät des Obstes ist allgemein bekannt und wird gegen genügende Bürgschaft Zahlungs— frist bis den 22. Februar 1887 gestattet.
Ostheim den 14. September 1886.
Großherzogliche Bürgermeisterel Osthelm. 3583 Schneider.
Obst⸗ Versteigerung.
Mittwoch den 22. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen die hiesigen Gemeinde-Aepfel, elrea 89 Malter, meistens feinere Sorten: Reinetten ze. und Zwetschen, baumweise auf Ort und Stelle versteigert werden.
Södel am 18. September 1886.
Großherzogliche Bürgermeisteret Södel. Reitz.
Fr. Beeht's 687
Wagen Fabrik,
Malnz, Carmelitenstraße 12 und 14,
3591
—*— 0— Alpfel-Versteigerung. Mittwoch den 22. d. Mts., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, sollen die der Gemeinde Fauerbach b. Fr. zu⸗ stehenden Aepfel auf Ort und Stelle in einzelnen Ab⸗ theilungen meistbietend versteigert werden. Fauerbach b. Fr. am 18. September 18886. Großherzogliche Bürgermeisteret Fauerbach b. Fr. 359 Neisel.
0 5 b. b 8⸗ 2 130 ersteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 23. September 1886, Nachmittags halb 3 Uhr, versteigere ich bei Herrn Gastwirth Hof⸗ mann in Bönstadt gegen Baarzahlung: eirea 1 Morgen Welzen-, eirea 5 Morgen Hafer- und elirea 4 Morgen Kartoffel⸗Crescenz. Altenstadt den 18. September 1886. Schmitt, Gerichtsvollzleher.
Schuhwaaren
jeder Art empfehlen 2936 Spier ꝙ Hupfer. Zwei möblirte Zimmer,
zusammen oder einzeln, sind zu vermlethen.
Näheres bel der Exped. d. Anz. 3558
Ein tüchtiger Heizer
wird zu einer Dreschmaschine sofort gesucht.
Näheres bei der Exped. d. Anz.. 8 3551 F*** 8 Weinfässer
von verschiedener Größe verkauft 3538
gebrauchter Wagen.
Friedberg. M. Scheibel.


