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Leistungen
bringen wir die nachfolgenden Aktenstuͤcke: 1. Das vervollständigte oder berichtigte verzeichniß.
2. Die Geschosse, in welchen die Abschätzungen eingetragen sind,
einschließlich der Nachweisung für die Masse. 3. Das Zutheilungsverzeichniß.
4. Das Verzeichniß der Bonitätserhöhungen.
5. Das Verzeichniß der Massegrundstlücke.
6. Die Karte mit den schwarz eingezeichneten neuen Grenzen der Parzellen nebst Angaben der an den einzelnen Grundstücken noch vor— zunehmenden Meliorationen(Ent- und Bewaͤsserungen, Einplanirungen,
Abtragungen und Verfüllungen).
7. Die Verzeichnisse der Geldausgleichungen: a. über zuviel oder zuwenig empfangenes Gelände, b. über die an andere Besitzer übergehenden Obstbäume. 8. Die Protokolle der Commission, welche sich auf die Zutheilung, die Uebertragung der Rechte, die Geldausgleichungen und die Regelung
der Pachtverhältnisse beziehen.
Bekanntmachung.
Betreffend: Zusammenlegung und Melioration der Grundstücke in der Gemarkung Straßheim, hler die III. Offenlegung. In Gemaͤßheit des F. 45 der Instruktion vom 7. November 1876
topographische Güter—
können Reklamationen
Nach Art. 32
lässig.
gegen eine Vergütung
9. Das Begutachtungsprotokoll des Gemarkungsvorstandes während 21 Tagen, und zwar vom 22. September bis 12. October l. J. auf dem Gemeindehaus zu Ockstadt zur Offeulegung und Einsicht der Interessenten. Während dieser g dachten Frist, oder aber in dem Termine am Mittwoch den 13. Oktober l. J., Vormittags von 10 bis 12 Uhr,
gegen die offen gelegten Acten, insoweit über
solche nicht bereits früher abgestimmt worden ist, erhoben werden. Von denjenigen Betheiligten, welche nicht spätestens in diesem Termine Reklamationen erheben, wird Einverständniß mit den Beschlüssen der Commission angenommen und sind spätere Reklamationen, welche sich auf die nunmehr offen gelegten Arbeiten beziehen, nicht mehr zu—
des Gesetzes vom 18. August 1871 ist Wieder⸗
einsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der Reklamations— und Recursfristen ausgeschlossen. Abschriften der Originalgeschosse können
von sechs Pfennig für die Parzelle den Be—
theiligten auf deren Verlangen von dem Geometer angefertigt werden. Friedberg den 17. September 1886.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau.
Deutsches Reich.
Friedberg, 17. Sept. Zur Hoftafel heute Nachmittag waren Provinzial-Direktor Dr. Boekmann von Gießen, Kreisrath Dr. Braden, Ober-Amtsrichter Sellheim und Buͤrgermeister Steinhaußer von hier befohlen. Nach der Tafel unternahmen die allerhöchsten Herrschaften eine Spazierfahrt, während einige Herren des Ge— folges und Kreisrath Dr. Braden, unter Führung des Seminarlehrers Wahl in Vertretung des Direktors, das Großh. Schullehrer-Seminar besuchten, und einer Gesangs- und Musikstunde,
unter Leitung des Seminarlehrers Schmidt, sowie 2 sich noch guter Frequenz auf dem ausländischen
einem Musikvortrage des Seminarlehrers Link beiwohnten. Prinz Christian Victor von Schles— wig Holstein kehrte heute Abend von Frankfurt, wohin er einen Ausflug unternommen, hierher zurück.
— 18. Sept. IJ. K. HH. der Großherzog und Erbgroßberzog nebst dem Prinzen von Schleswig Holstein begaben sich heute früh zu den Manövern in der Gegend Dorn-Assenheim— Reichelsheunm. Um ½1 Uhr begaben sich die gesammten allerhöchsten und höchsten Herrschaften nach Romrod, um das dortige Schloß zu be— sichtigen und kehrten Abends 9 Uhr hierher zurück
— 19. Sept. S. K. H. der Großherzog nebst allerhöchster Familie begaben sich heute früh zum Gottesdienste in der Burgkirche. Nach der Kirche zog Oberlehrer Dörr mit 140 Kin— dern auf den Burgwall, um daselbst auf Wunsch der allerhöchsten Herrschaften einige Volkslieder durch die Kinder singen zu lassen. Die Herr— schaften sprachen sich sehr anerkennend über die aus. Um 12½ Ubr kam Prinz Christian von Schleswig Holstein, der Vater des Prinzen Christian Victor, welcher seither schon sich hier befand, zum Besuch. Zur Tafel, während deren die Kapelle des 115. Regiments unter Leitung des Kapellmeisters Hilge concertirte, war auch der Fürst von Solms-Lich zu Lich, der Graf von Solms-Rödelheim zu Assenheim und Hofjägermeister Wernher eingeladen. Um 5½ Uhr fuhr Prinz Christian von Schleswig Holstein wieder von hier weg. Abends um 6½ Uhr traf Fürst Alexander von Bulgarien hier ein. Die Stadt batte reich geflaggt und überall wurde der Fürst freudig durch das zahlreich in den Straßen promenirende Publikum begrüßt. Am Bahnhofe hatten sich der hiesige, sowie die Kriegervereine der Umgegend eingefunden und bildeten vom Bahnhofe ab Spalier. Mit dem Fürsten kamen noch zum Besuch Prinz Ludwig von Battenberg und seine Gemahlin Prinzessin Victoria von Hessen, nebst Freifrau von Schenck.
— 20. Sept. Heute früh begab sich S.
K. H. der Großherzog mit gesammter allerhöchster Familie und hohem und höchsten Besuch zu den Manövern der 25, und 21. Division zwischen Reichelsheim und Münzenberg. „ Darmstadt. General-Lieutenant Prinz Heinrich von Hessen, Commandeur der groß— herzoglich hessischen(25.) Division, wurde zum General der Jufanterie befördert.
Berli 16. Jun Der gestern vom Bundesrath gefaßte Beschluß betr. die Ver— längerung des kleinen Belagerungszustandes er— streckt sich nicht blos auf Berlin und Umgegend, sowie Leipzig, sondern auch auf Hamburg und Altona.
Berlin, 18. Sept. Der Reichstag trat in die erste Lesung des spanischen Handels— vertrags ein. Abg. Broemel spricht für Ver— längerung des Vertrages, bedauert aber, daß Deutschlaud seiner Exportindustrie keinen größeren Absatz zu schaffen vermöge. Staatsminister von Bölticher erwiedert, der deutsche Export erfreue
Markte; er betrug 1885 2860 Million, also mehr als im günstigsten Jahre zur Zeit der früheren Handelspolitik. Die jetzige Handels; politik sei weniger Schutzzollpolitik als praktische Handelspolitik, die den Bedürfnissen der ein— zelnen Industrien zu genügen sich bestrebe. Auch bei seinen Handelsverträgen sei Deutsch— land gut fortgekommen, wie das Land und die Industrie selber anerkenne. Er bitte daher, auch der jetzigen Vorlage zuzustimmen. Die in der heutigen Sitzung herumgegebene Juter— pellation der Socialdemokraten über Bulgarien fand bei den anderen Fractionen keine Unter— terstützung und kam deßhalb nicht zur Ver— handlung.
Homburg v. d. H., 16. Sept. Die „Kreis-Ztg.“ meldet: Vorgestern sind bei einigen Bewohnern von Friedrichsdorf und Köppern Haussuchungen nach verbotenen socialistischen Schriften vorgenommen worden. Am selben Tage wurde in Friedrichsdorf eine Versamm— lung von Hutmachern, welche angeblich über Krankenkassen-Angelegenheiten berathen wollte und diese Versammlung vorschriftsmäßig an— meldeten, auf Grund des Socäalistengesetzes aufgehoben.
Straßburg, 18. Sept. Der Kaiser ist heute um 10 Uhr zum Manöver gefahren. Nachmittags empfing der Kaiser eine Deputation des Metzer Gemeinderaths, welche zur Tafel geladen war. Am Abend fand ein Fackelzug der Straßburger Vereine statt. ä
— 18. Sept. Kaiser Wilhelm wohnte heute dem Feldmanöver des 15 Armeecorps, welches die diesmaligen Manöver beendete, auf der Höhe östlich von Minwersheim bei. Gleich nach 1 Uhr sammelten sich die Commaudeure um den Kaiser, welcher dem Corps seine Anerkennung aussprach, sich dann verabschiedete und nach Straßburg zurückkehrte, wo er um 2½ Uhr eintraf, von den enthusiastischen Zurufen der zusammenge— strömten Menge begrüßt. Vom Bürgermeister und von der Deputation des Gemeinderaths in Metz, welche gestern Abend an der kaiserlichen Tafel theilnahmen, sind dem Kaiser zwei Origi— nalbriefe des Kaisers Karl V. als historisch denkwürdige Urkunden zum Geschenk mit dem Bemerken überreicht worden, daß dieselben die letzten Briefe seien, welche ein früherer deutscher
Kaiser nahm beide Urkunden eingehend in Augen— schein und dankte huldvollst für die ihm darge— brachte Gabe. Prinz Ludwig von Bayern hat heute die Rückreise nach München angetreten. Der deutsche Kronprinz gab demselben bis zum Bahnhofe das Geleite. Mit demselben Zuge haben auch Generalfeldmarschall Graf Moltke und General von Stiehle Straßburg verlassen. — 19. Sept. Der Kaiser und die anderen hier anwesenden Fürstlichkeiten wohnten heute Vormittag 10½ Uhr dem Gottesdienste in der Neuen Kirche bei. Der Kaiser ist dann mit der Großherzogin von Baden Mittags 1 Uhr nach Baden-Baden abgereist, woselbst er wohl— behalten eintraf. Die Abreise des deutschen Kronprinzen nach Metz ist auf morgen früh bestimmt, ebenso die des Prinzen Wilhelm und des Großherzogs von Baden. Prinz Albrecht tritt bereits heute Mittag die Reise dahin an.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest, 18. Sept. Die Session des Parlaments wurde heute wieder eröffnet. Im Abgeordnetenhause fragte der frühere Minister Howarth an, ob sich das aus— wärtige Ministerium vorher und unter gewissen Bedingungen mit der Entfernung des Fürsten Alexander von Bulgarien einverstanden erklärt habe, ob sich Rußland der Allianz zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn angeschlossen habe, und endlich, welche Stellung Deutschland einnehme, falls Oesterreich-Ungarn gegen die Ausbreitung des russischen Einflusses in den Balkanländern Stellung nehmen muͤßte.
Großbritannien. London.„Daily Chronicle“ erfährt, der Gemeinderath der City beabsichtige, dem Prinzen Alexander von Batten— berg während seiner Anwesenheit in England, in Anerkennung seiner Tapferkeit im bulgarisch— serbischen Feldzuge, das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.
Türkei. Constantinopel, 17. Sept. Ein Theil der englischen Mittelmeerflotte, 6 Panzer— schiffe und 1 Avisodampfer, ankerte vor Smyrna.
Serbien. Belgrad. Diplomatische Kreise versichern, Serbien habe von Oesterreich und Deutschland beruhigende Zusicherungen, dahin— gehend erhalten, im gegenwärtigen Verhältnisse Bulgariens keine russische Occupation zuzulassen.
Kaiser an die Stadt Metz gerichtet habe. Der
Moutenegro. Cettinje. Montenegro macht große Waffenankaͤufe. Ein Hamburger Schiff hat in Montenegro drei Krupp'sche Bat— terien und 30,000 Hinterlader ausgeschifft, welche Petrovitsch in Essen baar bezahlt hat.
Rumänien. Bukarest, 17. Sept. Als Bratiano gestern Abend, von dem Deputirten Robescu begleitet, aus der Ministerrathssitzung zurückkehrte, wurde auf der Straße, welche er passirte, ein Schuß auf ihn abgefeuert. Der Begleiter Bratiano's, Robescu, wurde in der Nierengegend leicht verletzt. Als der Thäter ein zweites Mal schießen wollte, wurde er von der Polizei verhaftet. Er heißt Stoica Alexan—⸗ drescu und ist Schankwirth in Rimnicusaratu.
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