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1886.
Dienstag den 20. April.
1 47.
„ bhberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11
Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22
Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Gemeinde-Krankenversicherung der Arbeiter, hier die Verrechnung der desfallsigen Einnahmen
und Ausgaben.
Das Großherzoglich
an sämmtliche Bürgermeistereien des Kreises,
Ueber die Kasse der Gemeinde-Kranken
wie die Gemeinderechnung(als Anhang zu diese
Rechnungskammer zur Revpision und
vorgeschriebenen Voranschlags-Formulares
N e b zum Abschluß einzusenden. empfiehlt es sich zugleich, in der letzteren zu Ord.-Nr. 93 des durch
versicherung für das betreffende Kalenderjahr, unter Verweisung auf die besondere Rechnung,
ctwa für das Kalenderjahr erforderlichen Was das Rubrikensystem betrifft
ist, so erscheint es angemessen, das in Formular II unseres Ausschreibens vom 4. J
system mit der Modifikation beizubehalten,
Zuschuß der Gemeinde zur Kaf
Betreffend: Verwendung der Ueberschüsse der Sparkasse(Mathlldenstift) zu Vilbel pro 1885 zu Unterstützungen.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
an die Großh. Bürgermeistereien des
Die nachstehende, auf die Seelenzahl
Schulen für 1885 verwilligten 1000 Mark brin
Einnehmern in Einnabme zu decretiren und für
M. Pf. M. Pf.
Altenstadt mit Engel Harheim 43 90 thal 49 50 Heldenbergen 79 02 Büdes heim 44 08 Höchst a. d. N. 23 30 Burg⸗Gräfenrode 25 24 Holzhausen 99 96 OGroß⸗Karben 46 82 Kaichen 29 45
früheren Kreises Vilbel, welche
der betr.
gen wir andurch zur öffentlichen Kenntuiß und empfehlen Ihnen die betr.
Controlirung derselben besorgt zu sein.
M. Pf. M. Pf. Klein-Karben 34 04 Ober Erlenbach 47 02 Kloppenheim 12 60 Ober⸗Eschbach 29 36 Massenheim 13 52 Oberau 11 62 Nieder⸗Eschbach 3156 Okarben 2 72
Friedberg den 15. April 1886.
)e Kreisamt Friedberg
in welchen die Gemeinde-Krankenversicherung eingeführt ist.
versicherung ist für jedes Kalenderjahr, mit 1886 beginnend, besondere Rechnung zu stellen und r oder bei größeren Kassen für sich) zu behandeln, Um den Zusammenhang mit der Gemeinderechnung ersichtlich zu machen, unser Ausschreiben vom 20. October 1874— Ministerial-Amtsblatt Nr. 19— mit der Bezeichnung: Für die Gemeinde-Krankenversicherung— die Ergebnisse der Gemeinde-Krauken—
demnach auch an die Großherzogliche Ober—
anmerkungsweise vorzutragen und den hiernach
se der Gemeinde-Krankenversicherung zu verrechnen.
welches dem Voranschlag und der Rechnung der Gemeinde-Krankenversicherung zu Grunde anuar d. J.(Amtsblatt Nr. 1) vorgeschriebene Rubriken— daß die Rubriken, die für die Gemeinde-Krankenversicherung überhaupt nicht in Betracht kommen, — Nr. 4, 8, 9 der Einnahmen und 6, 7, 11 der Ausgaben— ausfallen.
zu legen
Dr. Braden. Friedberg den 17. April 1886.
dem Kreise Friedberg zugetheilt wurden und dem Mathildenstift angehören. Gemeinden erfolgte Repartition von zur Anschaffung von Material in den Industrie—
Beträge den Gemeinde— Dr. Braden.
M. Pf M. Pf. Petterweil 29 70 Rommelhausen 9 92 Rendel 38 50 Stammheim e Rodheim 74 58 Steinbach 32 24 Rodeabach 12 20 Vilbel 176 40
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Philipp Volz von Södel wurde als Wieseuvorstandsmitglied dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet.
in der vergangenen Nacht sehr gut geschlafen.
Kronprinzen ist fortdauernd zufriedenstellend. „Reuter'schen Bureaus“ aus Sansibar von heute
der entschiedenen Weigerung des Sultans von
lugal und Sansibar um die Uebernahme des
Deutsches Re ch. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 10“ enthält: Bekanntmachung, die Bildung der Amts— gerichtsbezirke Grünberg und Homberg betreffend. — Der Accessist Dr. Clemm in Darmstadt wurde zum Regierungsassessor, die Accessisten Köhler in Darmstadt, Zuckmeyer in Mainz, Tenner in Darmstadt, Dr. Löb in Worms, Dr. Göttelmann in Mainz, Dr. Sichel in Mainz, Schneider in Darmstadt, Calman in Mainz, Mannheimer in Worms zu Gerichts— assessoren ernannt. Berlin, 16. April. Der Kronprinz hat Nach der vollständigen Verbreitung des Aus⸗ schlags, welcher am Gesicht bereits verblaßt, hat das Fieber ganz, der Catarrh beinahe ganz aufgehört.— 18. April. Das Befinden des
— 15. April. Nach einer Meldung des
hätte der dortige Consul Portugals in Folge
Sansibar, einen von Portugal beanspruchten, im sudlichen Theile des Sultanats gelegenen Gebietstheil an Portugal abzutreten, seine Flagge eingezogen und den deutschen Consul bis zur Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Por—
Schußes für die dort befindlichen angehörigen Portugals ersucht.
— 16. April. Fürst Bismarck wird sich in den nächsten Tagen nach Friedrichsruhe be— geben, wo er über Ostern bleibt, und wird zum Beginn der Landtagsarbeiten am 4. Mai wieder in Berlin eintreffen. Der deutsche Botschafter Graf zu Münster verläßt am Samstag Paris mit kurzem Urlaube, um sich nach seinem Schlosse
Staats—
Dernburg in der Provinz Hannover zu begeben.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 17. April. Das Abgeordnetenhaus hat die Landsturmvorlage mit 178 gegen 88 Stimmen in dritter Lesung angenommen und der Convention wegen Ueber— nahme der Zinsgarantie für die egyptische An— leihe zugestimmt.
Belgien. Brüssel, 16. April. Deputirten— kammer. Vom Justizminister Devolder wurde heute ein Gesetzentwurf eingebracht über die Bestrafung der Aufforderung zur Begehung von Verbrechen und Vergehen, auch wenn letztere ohne den beabsichtigten Erfolg bleiben, ferner eine Vorlage wegen Revision des Gesetzes über
den Gebrauch von Sprengstoffen, endlich ein
Gesetzentwurf über die Befugniß zum Waffen— tragen. Der Finanzminister Beerngert brachte eine Creditforderung von 1 Million Frs. ein zum Zwecke der Unterstützung dersenigen In— dustriellen, deren Werkstätten und Fabriken bei
den letzten Unruhen durch Feuer zerstört worden sind. Frankreich. Paris, 15. April. In der
heutigen Sitzung der Deputirtenkammer las Gadand den Bericht über die Vorlage der Negierung auf Strafbestimmungen gegen das Spionenwesen vor. Der Bericht empfiehlt die Annahme der Vorlage mit einigen Aenderuntzen. General de Frescheville beantragte Dringlichkeit für die Vorlage und die sofortige Berathung derselben. Der Antrag wurde angenommen und die Kammer beschloß sofort die Annahme der ganzen Vorlage ohne Berathung 17. April. Nach kurzer Debatte ist in der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer die deutsch-französische Convention betreffend die Grenzabsteckung in den westafrikauischen Ge— bleten genehmigt worden. Großbritannien,
London, 15. April.
Unterhaus. Harcourt brachte das Budget ein. Danach schließt das vorige Finanzjahr mit einem Deficit von 2 Million. Der Voranschlag des gegenwärtigen Finanzjahres beziffert die Ausgaben mit 90½, Million, die Einnahmen mit 89⅝ Million. Zur Deckung des Defieits wird nicht die Auflegung einer Steuer, sondern die Reduction des Tilgungsfonds um 80,000 Lstr. beabsichtigt. Das Unterhaus nahm nach mehr— stündiger Debatte die Anträge der Regierung zum Einnahme-Budget abstimmungslos in erster Lesung an.— 16. April. Gladstone erklärt bezüglich der Landankaufsbill: Dieselbe soll gleichzeitig mit der irischen Verwaltungsbill in Kraft treten. Die Dubliner Legislatur soll die Körperschaft ernennen, welche mit der Staats— behörde über den Bodenankauf mittelst drei— procentiger, al pari auszugebender Consols ver— handelt. Die Verkaufsoption soll nur dem un— mittelbaren Grundbesitzer zustehen. Der zwanzig— jaͤhrige Betrag des Netto⸗Pachtzinses soll die Basis des Kaufpreises sein. Zum Landankauf sollen 50 Million, auf die Rechnungsjahre von 1887 bis 1890 vertheilt, verwendet werden. Von den durch die Hände des englischen General— Einnehmers gehenden Einkünften soll nichts für Irland verwendet werden, bis die Jahreszinsen von 6,242,000 Lstr. bezahlt sind. Das Haus nahm die Bill in erster Lesung ohne Ab— stimmung an und setzte die zweite Lesung auf den 13. Mai fest.
Spanien. Madrid. Der Ministerrath hat sich gegen die von der Koͤnigin gewünschte Begnadigung des Herzogs von Sevilla aus—
gesprochen und statt dessen die Verbannung
desselben nach den Balearischen Inseln vor
geschlagen. a 8 Italien. Rom, 15. April. Die Feld
arbeiter, welche in einigen Gemeinden bei Pavia


