Einzelbild herunterladen

3

1758

jerein.

Ir Ast,

laden

178

dswabl

zel,

ö * atidtstascgen,

tragt 1. ragte f

e 50 Me. 1

agen,

uns mou

anus

us

.

2500 5

4

1 1

Beilage. L

berhessischer Anzeiger.

149.

Deutsches Reich. Darmstadt, 14. Dez. Prinz Alexander ist heute ebenfalls nach England abgereist, um als Pathe der am 17. d. M. im Schloß Windsor statifindenden Taufe seines Enkels beizuwohnen.

14. Dez. Den Ständen ist ein Gesetz entwurf, betreffend die Anschaffung und Unter haltung des Faselviehs, zugegangen.

Der Gymnasial-Lehrer Dr. Stöpler zu Büdingen wurde auf Nachsuchen bis zur Wieder herstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt.

Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 28, enthält:

1. und 11. Oeffeneliche Anerkennung von blen Thaten.

111. Bekanntmachung, die Arznei Taxe für die Apo theken des Großherzogthums betreffend.

IV. Uebersicht der für 1886 genehmigten Umlagen in den israel. Rel. Gem. des Kr. Heppenheim. 8

V. Ordensverleihungen.

VI. Ermächtigungen zur Annahme und zum fremder Orden

VII. Namensveränderungen.

VIII. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.

IX. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.

X. Militärdienstnachrichten

Berlin, 13. Dec. Im Reichstag fand heute die Verhandlung über den Antrag Reichensperger, betr. das Duellwesen statt. Reichensperger motivirt den Antrag, welcher einer beständigen systematischen Verletzung der Gesetze ein Ende bereiten soll. Es sei vor Allem zu bedauern, daß die Armeeverwaltung das Duellwesen be günstige. Die Studentenmensuren seien nichts als grundsatzlose Raufereien. Die Rechtsprech ung sei dem Duell gegenüber zu lax. Auf das amerikanische Duell übergehend, befürwortet Redner den von ihm beantragten Gesetzentwurf, weil diese Art des Duells jetzt straflos sei. Der Antrag geht an eine Commission. 15. Dez. Der Antrag Kayser, betr. die Coalitionsfreiheit der Ar beiter, wurde einer einundzwanziggliedrigen Com mission überwiesen und zwar nach wenig erheblicher Debatte, an welcher die Abgg. Kayser, Lieber für den Antrag, Ackermann dagegen, Schrader

Tragen

und Struckmann für Commissionsüberweis ung sprachen. 16. Dezember. In der Militär-Commission

brachte Huene(Centrum) heute einen Antrag ein, wonach die Dauer des Gesetzes eine dreijährige sein soll; für die Infanterie sollen statt der verlangten 534 nur 518 Bataillone bewilligt werden; auch soll die Bestimmung über die Dienstbefreiung der Theologen dem Gesetze an gefügt werden. Huene erklärt, diesen Antrag nur per sönlich, nicht Namens der Centrumspartei einzubringen

Der Kriegsmintister bezeichnet den Antrag als unan nehmbar und besteht auf der siebenjährigen Gesetzes dauer. Huene erklärt, das Centrum wolle ausnahms

welse die Vermehrung der Infantertle auf eln Jahr be willigen. v. Stauffenberg beantragt: statt 534 nur 518 Bataillone Infanterie zu bewilligen, außerdem sollen vom 1. April bis 1. April 1890 15 Bataillone formirt werden. Bis zur Einführung der zweljährigen Dienstzeit soll die Rekruteneinstellung bei der Infanterte erst im Januar erfolgen, wofern nicht bel der Etats festsetzung ein früherer Termin vereinbart ist; die Ein jährig-Fretwilligen sollen auf die Frtedenspräsenzstärke eingerechnet werden. Der Kriegs minister erklärt sich auf das Entschtedenste gegen die zweijährige Dienstzett und bezeichnet den Antrag Stauffenberg ebenfalls für unan nehmbar. In der weiteren Sitzung wurden zunächst die Abänderungsanträge abgelehnt, hlerauf§. 2 der Re gierungsvorlage über die Formatkon der Armee vom 1. April 1887 ab mit 16 gegen 12 Stimmen, ebenfalls abgelehnt. Die Commission machte sodann eine Pause, well die Deutsch Frelsinnigen neue Anträge formultren wollten. Nach Wlederaufnahme der Berathungen wurden schließlich mit 16 gegen 12 Stimmen statt der in 8. 0 der Vor lage(Friedenspräsenzstärke) geforderten 468,409 Mann nur 450,000 und zwar auf 3 Jahre bewilligt. ö 16. Dez. Die Budgeteommisston berieth gestern Abend den Etat des Auswärtigen Amtes, genehmigte die Einnahmen debattelos, ebeuso den Gehalt des Staatssecretärs, des Unter staatssecretärs, der Directoren, der vortragenden Raͤthe, der Hilfsarbelter, sowie die Neueinstellung für zwei Beamte des Chiffrürbureaus. Bei dem

1887

CapitelGesandtschaften, Consulate, Schutzge blete theilte Graf Bismarck mit, daß mit Eng land und Frankreich volles Einverständniß be züglich des Verhaͤltnisses zum ebenso

sibar herrsche, über den mit diesem

Sultan von San

seitens des Deutschen Reichs Ende October abgeschlossenen Vertrag. Auf verschiedene An fragen theilte Staatsseecretär Bismarck mit, daß eine baldige günstige Erledigung der Rhein Maascanal-Angelegenheit zu erwarten sei. Das

Aulegen der Reichspostdampfer in Antwerpen sei

vorläufig nur als ein Versuch für bestimmte Zeit in Aussicht genommen. Ob eine Ver

längerung des Vertrages eintreten werde, könne er noch nicht bestimmt sagen.

3 Die Neuguinea Compagnie hat nach dem Fr. J. um einen Schutzbrief für den Theil der Salomons-Inseln nachgesucht, welcher im Ver trage zwischen Deutschland und England vom 6. April 1885 dem deutschen Reiche zugesprochen worden ist. Der Kaiser hat das Gesuch ge nehmigt und ist bereits die deutsche Flagge ge⸗ hißt worden.

15. Dez. Das Kreuzergeschwader unter Contreadmiral Knorr, zu welchem die Kreuzer corvette Sophie gestoßen ist, traf gestern in Zauzibar ein.

Wiener Nachrichten wollen wissen, Kaiser Wilhelm habe an den Zaren geschrieben, er möge die im Interesse des Friedens sehr conventable Candidatur des Prinzen von Coburg acceptiren.

Frankfurt. Ein Privattelegramm, das dem Fr. J. von besonderer Seite aus Berlin zugeht, bringt den kleinen Belagerungszustand für Frankfurt a. M. in Sicht. Antrag der preußischen Regierung, so heißt es, liege dem Bundesrath bereits vor und stehe auf der

Der

Tages-Ordnung der morgen stattfindenden Plenarsitzung. Karlsruhe. Von hier kommt die Nach

richt, daß ein französischer Offizier, verhaftet worden sei, bei welchem man Zeichnungen und Pläne der Festung Rastatt und der Umgebung von Karlsruhe vorgefunden habe. Die Ver

haftung soll am 14. Dez. in der Wohnung des

Offiziers erfolgt sein. Näheres ist natürlich nicht zu erfahren. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Dem Fr.

.

J. telegraphirt man von hier: So sympathisch die Candidatur des Prinzen Ferdinand von Co burg für den bulgarischen Fürstenthron maßgeb lichen Ortes hier auch begrüßt würde,(s. u. Sofia) so gibt man sich doch hier keiner Täusch ung darüber hin, daß der russische Kaiser schwerlich seine Zustimmung zu derselben geben werde. Trotz der mysteriösen Vermittelung der fraglichen Candidatur, welche auf nach Peters burg reichende Fäden hinweist, und welche dem Glauben Vorschub leistet, daß die russische Zu stimmung zu erwarten sei, ist schon heute mit Sicherheit anzunehmen, daß Rußland die Can didatur des Prinzen von Coburg ablehnen werde.

Frankreich. Paris, 16. Dezbr. Der italienische Botschafter überreichte der fran

zösischen Regierung heute die Kündigung des französisch-italienischen Handelsvertrags.

Schweiz. Bern, 16. Dez. Der National rath ermächtigte den Bundesrath, das für 1888 und 1889 vorgesehene neue Kriegsmaterial schon im Jahre 1887 anzuschaffen, in der Erwartung, daß der Bundesrath Alles rechtzeitig vorkehre, was zur Wahrung der Integrität und Unab hängigkeit der Schweiz im Falle kriegerischer Verwickelungen der Nachbarstaaten erforderlich sei.

Großbritannien. Dublin. Der Abgeord nete Dillon hat einen Plan ausgeführt, wonach die Pächter eine Organisatlon bilden sollen, um die Zahlung des Pachtzinses ganz von ihrem Belieben abhängig zu machen. Dieser Plan wird seitens der englischen Regierung für ungesetzlich und die Reden Dillon's für sehr geeignet erklärt, eine Verletzung der Verträge und öffentliche Un ordnung herbeizuführen. Dillon wurde in An klagezustand versetzt. 8

Serbien. Belgrad, 15. Dez. Der Konig ist gestern aus Nisch hierher zurückgekehrt.

2 Bulgarien. Sofia. DerTimes wird aus Wien gemeldet: Die bulgarische Deputation trug dem Prinzen Ferdinand von Coburg die bulgarische Fürstenkrone an. Der Prinz er wiederte, er müsse zunächst den österreichischen Kaiser consultiren, er habe jedoch Grund für die Annahme, der österreichische Kaiser, sowie der Zar würden seine Candidatur billigen. Rußland. Petersburg. DerReglerungs Anzeiger schreibt: Rußland, welches mit dem benachbarten Deutschland durch vitale Interessen verknüpft ist, wodurch die beiderseitigen Bezieh ungen sich consolidirt und mehrfache Proben be standen haben, müsse die langjährige Fortdauer dieser Beziehungen wünschen. Die russische Re

gierung habe die feste Absicht, speziell die deutschen Interessen mit gebührender Rücksicht zu pflegen und habe Grund anzunehmen,

daß sich auch Deutschland Actionen enthalte, die Rußlands Wurde oder dessen Interessen bezüg lich der östlichen Glaubensgenossen berühren, so

wie daß Deutschland lediglich die Erhaltung des

Friedens anstrebt, die auch der russische Kaiser und das russische Volk sehr lebhaft wünschen.

Aus Stadt und Land.

t. Friedberg. In den letzten Wochen machte sich durch Aufrufe, öffentliche Versammlungen, Bildung eines vorbereitenden Comlté's, publieistische Verichterstattung ze. das Bestreben bemerklich, eine Vereinigung von Land wirthen der Wetterau zu Stande zu bringen. Hierbei waren unseres Erachtens zwei berechtigte Tendenzen im Spiele, und mengten sich außerdem unberechtigte Stroͤm ungen dazwischen. Erstere anlangend liegt einmal der gewiß wohlbegründete Wunsch der großen und mittel großen Wetterauer Landwirthe vor, sich durch geselligen Verkehr persönlich näher zu treten, anderseits wurde das sicherlich nicht minder dringende Bedürfniß gefühlt, zur Vertretung der Standesinteressen und gegenseitiger plan mäßiger Belehrung öfter in bestimmter Vereinigung zu sammen zu kommen. Diese beiden Bestrebungen treten offenbar zum Theil persönlich vereinigt, zum Theil ge sondert auf. Ob und inwieweit es gelingen wird, sie zu vereinigen und von unlauteren Tendenzen frel zu halten, muß die Zukunft lehren. In der vergangenen Sonntag behufs Bildung einer landwirthschaftlichen Ver einigung abgehaltenen Versammlung wurde ein Statuten entwurf berathen. Derselbe ging von dem Grundge danken aus, die fachlichen Zusammenkünfte in den Vor dergrund, dle geselligen in den Hintergrund zu stellen. Der diesbezüglich ausschlaggebende Paragraph wurde jedoch von der Versammlung in umgekehrtem Stane ab geändert. In Folge dessen traten Vorsitzender und Schrist führer zurück. Die Versammlung constttuirte sich jedoch alsbald wieder unter einem neuen Vorsitzenden, berieth [den Entwurf durch, und viele der Anwesenden gaben ihrer Bereitwilligkeit, einer auf Grundlage des abge änderten Entwurfs gebildeten Vereinigung beizutreten, durch Unterzeichnung desselben Ausdruck. Weitere Schritte in fraglicher Angelegenheit werden vorbereitet, hoffen wir, daß dieselben zum rechten Ziele führen.

Stockheim, 16. Dez. Die Zuckerfabrik beendigte dem B. zufolge ihre diesjährige Campagne am Mittwoch voriger Woche. Es wurden fast täglich 5000 Ctr. Rüben verarbeitet und ist während der Campagne keine Stockung der Fabrik vorgekommen, noch ist ein Unfall zu verzeichnen. Nach und nach schwindet das Miß trauen mancher Oekonomen gegen Ruͤbenzucht und Zucker fabrikatton immer mehr, da sie einsehen, daß nicht allein die Ruben so hoch wie nur möglich bezahlt werden, sondern daß sie auch bedeutende Vortheile durch die Schnitzel haben. Die Anmeldungen zur Rübenzucht für nächstes Jahr sollen sich erfreulicher Weise gegen voriges Jahr bedeutend vermehrt haben.

Gleßen, 14. Dez. Schwurgericht. heutige Verhandlung gegen Jacob Becker von Boͤnstadt, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkelt geführt. Die Geschworenen sprachen das Schuldig uͤber den Angeklagten und wurde er dem gemäß in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren, unter Ab⸗ erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren, sowie in die Kosten des Verfahrens verurthellt. 15. Dez. Eln schon mehrfach mit Zucht haus- und Gefängnißstrafen belegtes Subfeet, der Tag- löhner Ph. Dietrich von Kleinkarben steht heute unter der Anklage der Brandstlftung vor den Schranken des Ge richts. Nachdem die Geschworenen den Angeklagten schuldig gesprochen hatten, verurthellte ihn das Gericht in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 6 Jahren und Ausspruch der Zulässigkeit von Poltzetaufsicht.

Offenbach. Die Arbelten an der neuen Brucke sind in den letzten 14 Tagen sehr rasch gefördert worden.

W.

N Die

Auch der letzte mittlere Bogen wird wohl im Laufe dieser Woche vollendet werden.

Malnz, 15. Dezbr. Die Gefahr elner Rhein überschwemmung krttt immer drohender auf. Vom