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schulde die Verzögerung, Serbien lehne jede Verantwortung ab.

Amerika. Washington. Der Münzaus schuß des Repräsentantenhauses hat sich ohne Beschlußfassunz über die Silberfrage vertagt. Die Majorität des Ausschusses ist gegen die Einstellung der Silberprägung und zieht die unbeschränkte Prägung vor.

15. Febr. Nach einem von Morrison in der Kammer eingebrachten Gesetzentwurfe betr. Herabsetzung des Zolltarifs, ist eine Ver minderung der Zolleinnahmen um 20 Million zu erwarten, wovon 10 Million auf den Zucker zoll entfallen. Geringe aber generelle Zollher absetzungen werden vorgeschlagen für Wolle, Leinen, Leinwand, Hanf, Baumwolle, Glas, irdenes Geschirr, Porzellan, Reis, Marmor. Der Zoll auf Gußeisen soll bis zu 5 Doll. 60 C., derjenige auf Eisenschienen, Stahl und Eisen bis zu 12½ D. per Tonne ermäßigt werden.

Aus Stadt und Lond.

W. Friedberg. Wenn wir gerne von der Lebens weise unserer Väter, ihren Gedanken, Worten und Thaten hören, so steigt unwillkürlich in uns der Wunsch auf, auch ein Bild ihres äußeren Menschen zu gewinnen. Diesem Wunsche wollte der Vortrag, den Dr. Karg am vorigen Freitag überAltdeutsche Trachten hielt, nach kommen, und die große Zahl der erschlenenen Zuhörer zeigte, wie sehr der Gezenstand dieses Vortrages, zu dem der Volks bildungsverein eingeladen, Anklang gefunden hatte. Wenige Worte mögen den Inhalt kurz darlegen. Sie können freilich weder auf die Einzelheiten eingeben, die dem Ganzen so frisches Leben gaben, noch auch den feinen, liebenswürdigen Humor wiedergeben, mit dem so manche Verirrung der Mode berührt wurde, aber schon der trockenste Umriß dürfte vielleicht Manchem nicht unwillkommen sein. Die Kleidung, belehrte uns der verehrte Redner, ist stets abhängig vom Geschmacke, sie läßt vielfach auf den Charakter der Menschen schließen und kann in mancher Hinsicht Gradmesser der Kultur eines Volkes sein. Die Kunst⸗Epen des Mittelalters, welche meist auf das äußere Leben gerichtet sind, bleten häusig Kleiderschilderungen, die mit unendlicher Sorgfalt behandelt sind. Dadurch sinken solche Werke freilich als Dichtungen in ihrem Werth, für unsere Zwecke aber wird dadurch viel gewonnen. Dle ersten Nachrichten über germanische Tracht gibt uns im ersten Jahrbundert v. Chr. Cäsar, doch noch wichtiger sind die des Taeltus aus dem 1. bis 2. Jahrhundert n. Cbr. In seiner unschätzbarenGermania finden wir eine Schilderung der Tracht, die bereits die wesentlichen Züge der ganzen mittelalterlichen Kleidung enthält. Der reichere Mann erscheint in einem kurzen, enganliegenden Rocke mit Aermeln und Beinkleidern; über die Schultern hängt ihm ein Mantel von Fellen, der durch eine Spange zu⸗ sammengehalten wird. Die Frauen haben ein längeres Gewand ohne Aermel, im übrigen tragen sie denselben Mantel wie die Männer. Weitere Kunde bringt uns im 5. Jahrbundert der Bischof Sidontus Apollinaris, der von den Westgothen zu reden weiß, und 300 Jahre später Eginhard, der Geschichtsschreiber des großen Frankenkönigs. Er erzählt, wie einfach noch Karls des Großen Kleidung war, wie Felle, Leinwand und rauhes Wollenzeug die Stoffe waren, aus denen sie verfertigt wurde. Von da an schwand aber allmählich die alte Einfachheit. Die Berührung mit den Arabern in

Garaschauin geaͤußert haben, die Pforte ver

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g*. R 175 Spanien, der Verkehr mit Venedig, und den Niederlanden brachte Alles, was eine größere

Prachtentfaltung möglich machte. Frau Mode konnte sich rühren, ste war unerschöpflich in immer neuen Klelder

N

9 50 77 N. 5 f 12155 5 22 Byzanz, England zum Thell durch Sammlun an welchen 0 hiesige Kurgäste bethelltgten, in der Hohe von etliche hundert Mark aufgebracht worden. a N

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Seide, Sammt, Purpur und feines Pelzwerk. Rolle es in germanischen Sagen splelt, weiß Jedermann.

man zunächst frei fliegen, oder band es zu Zöpfen, bis geschmacklose Moden anderen Brauch einführten. läufig wurde auch der Untugend des Schminkens ge⸗ dacht, die seit dem 12. Jahrhundert pestartig allege⸗ bildeten Völker ergriff Zum Schluß des vortrefflichen Vortrages bemerkte Ur. Karg, daß die Tyrannin Mode auch heutzutage noch ganz wunderliche Gebilde hervor bringe und sprach insbesondere den Wunsch aus, daß das edle Kleeblatt:Krinollne, Tournüre und das nach dem Urquellde Paris geadelte Kunstwerk sobald wie möglich wiederà Paris gehen möchte.(Sehr einver standen! Die Red.) Wir stimmen dem Wunsch von Herzen bet und danken dem geehrten Redner, wie es die Zuhörerschaft durch ihren reichen Beifall schon ge⸗ than, nochmals für den großen Genuß, den seln Vor trag uns gewährt hat.

W. Groß Karben. Sonntag den 7. Febr. fand dahler die Generalversammlung des Wetterauer Sänger; bundes statt. Mit Ausnahme von Ilbenstadt waren sämmtliche Vereine des Bundes vertreten. Nach Be grüßung der Versammlung Seitens des Vorsitzenden Weith und nach Verlesung des letzten Protokolls und des Festberschts ging man zur Besprechung der Tages- ordnung über. Punkt J derselben betraf die Wahl des dießjährigen Festortes. Hierbei wurde nichts Definittves bestimmt. Steinfurth ist nicht abgenelgt, das Bundesfest zu übernehmen, behält sich aber selne definttive Ent scheidung noch vor. Als Festlied wurde gewählt:Brüder welhet Herz und Hand, freudig gern dem Vaterland, als Festdirigent L. Marguth aus Bad-Nauheim. Die vom VereinConcordia-Bruchenbrücken für das dortige Bundesfest neu angeschafften Schilder und Täfelchen sollen auf Kosten der Bundeskasse vom Bunde über nommen werden. Nachdem noch einige minder wichtige Gegenstände ibre Erledigung gefänden und Toaste auf Kaiser und Großherzog und den Sängerbund ausgebracht waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die nächste Versammlung findet im Herbst d. J. zu Ober⸗ Wöllstadt statt. Tagesordnung: und Wahl des Präsidiums. Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen vom 1. Quartal 1886 nehmen Montag den 15. März ihren Anfang. Zum Vorsitzenden ist Landgerichtsrath Hofmann ernannt worden. Gießen, 16. Febr. Gestern Nacht kurz nach 12 Uhr entstand im Mittelbau der Rübsamen'schen Badeanstalt Feuer, welches in kurzer Zeit solche Dimensionen annahm, daß an eine Löschung nicht zu denken war und das ganze große Etablissement, mit Ausnahme des Baues, woselbst im Sommer die Badewäsche aufbewahrt wird, ein Naub der Flammen wurde. Die beiden Feuerwehren unserer Stadt, sowie die Heuchelheimer Wehr, wie auch Mann schaften des Regiments waren bald zur Stelle. Die Feuerwehren konnten jedoch nicht voll zur Aetlon kommen, weil das Löschen durch das Gefrieren der Ventile an den Spritzen sehr erschwert wurde. Wie das Feuer zum Aus bruch gelangte, ist zur Stunde noch unermittelt. Mainz, 15. Febr. Die von dem zum Tode ver urtheilten Herbst eingelegte Revision wurde der 9 1 zufolge von dem Reichsgericht heute verworfen.

Allerlei.

Falkenstein. Die Renovirung unserer Ruine wird unternommen werden. Die erforderlichen Geldmtttel sind

künstelelen. Die kostbarsten Stoffe wurden jetzt benutzt: Aber auch glänzendes Geschmeide schmückte den Körper. Welche Den schönsten Schmuck, das goldene Haupthaar, ließ

Bel⸗

Revision der Statuten ö bis 13.25, do

Aachen, 12. Febr. Die wiederholte Verhandlung gegen Tillmann Hans wegen des in Köln verübten Mordes an der Familie Stockhausen endete heute mlt

Zuchthausstrafe wegen Todlschlags.

Handel und Verkehr.

Irtedberg, 17. Febr. Buttermarkt. Butter kostete der Pfd. M. 0.850.90, Eter 2 St. 13 Pf.

Friedberg, 16. Febr. Fruchtber. Walzen M. 17.00 (bis 17.25, Korn M. 14.75 15.00, Gerste M. 1315 Hafer M. 13.50 14.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko.= 200 Zollpfund.

Butzbach, 13. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 7080 Pf., Käse per Pfd. 4546 Pf., Eier 1 St. 7 Pf. Grünberg, 13. Febr. Fruchtpr. Welzen M. 16.50,

Korn M. 14.00, Gerste M. 12.90, Hafer M. 12.90,

Erbsen M. 16.00. Gießen, 16. Febr Auf dem heutigen Markt kostete 1 St. 67 Pf.,

Butter per Pfd. M. 0.95- 0.98, Eier 59 Pf., Tauben per Paar M. 0.76

Käse per St. bis 1.10, Hühner per Stück M. 1.30 1.70, Hahnen der St. M. 1.402.00, Enten per Stück M. 1.80 2.20, Ochsenfleisch per Pfund 6264 Pf., Kuh⸗ und Rind- fleisch 5456 Pf., Schweinefleisch 5260 Pf., Hammel⸗ flelsch 5066 Pf., Kalbfleisch 4850 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 8.70 4. Zwiebeln per Ctr. M. 7.00 7.50.

Homburg, 16. Februar. Marktprelse. Kartoffeln per Malter M. 44.50), per Gescheld 9 10 Pf., Eier per Stück 67 Pf., Butter per Pfd. 1. Qual. M. 0.90,

80

2. Qual. M. 0.80. Frankfurt, 15. Februar. Fruchtbericht. Hlesiges Welzenmehl Nr. 0 M. 3132, Nr. 1 M. 26 27,

22 23, Nr. 4 M. 16 17,

Nr. 2 M. 24 25, Nr. 3 M. Nr. 5 M. 15-16, Milchbrod- und Brodmehl im Ver⸗ band M. 49 51, norddeutsches und westfältsches Weizen⸗ mehl Nr. 00 M. 23, Roggenmehl Nr. 0(hiesiges) M. 23 23.50, do. Nr. 0/1 M. 21 21.50, do. Nr. 1 M. 19 19.50, do. Nr. 2 M. 17, Weizen ab unserer Umgegend M. 17 17.25, frei ab Bahnhof bier M. 17.50, do. fremder je nach Qual. M. 17.25 18.50, Roggen biesiger M. 14.75, Königsberger M. 14.00, Nieolajeff M. 3.75 14, Bulgar. M. 13.75, Gerste, Brauerwaare M. 15.50 19, do. zu Mahlzwecken M. 12, Hafer stark beregnet mit Geruch M. 11.5012, do. mittel M. 13 prima M. 14 14.50, Raps M. 22.75 bis 23, Mats, bunter(mixed) M. 11.50, Kartoffeln M. 2.503, Roggenklete M. 4.50, Weizenklele M. 4.10 per Centner.(Die Preise verstehen sich bei Abnahme von

ämindestens 200 Ctr.) Rüböl im Detail M. 51.

Frankfurt, 15. Febr. Viehmarkt. Angetrieben waren 341 Ochsen, 12 Bullen, 373 Kühe, Stiere und Rinder, 215 Kälber, 78 Hämmel und 63 Schweine. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 60 62, 2. Qual. M. 5056, Bullen 1. Qual. M. 42 45, 2. Qual. M. 3638, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 52 54, 2. Qual. M. 3845, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfd. Schlachtgewicht 60-2 Pf., 2. Qual. 5052 Pf., Hämmel 1. Qual. 5658 Pf., 2. Qual. 40 45 Pf., Schweine 5557 Pf.

Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbathfeier vom 20. Februar 1886. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 45 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Win. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 10 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 21. Morgens 6 Uhr 45 Min.,

Februar an Nachmittags 4 Uhr 30 Min.

Oeffentliche Aufforderung.

Ansprüche an die nachstehend, mit Flur und Nr. be zeichneten, den belbemerkten Personen im Grundbuche zugeschriebenen Liegenschaften sind so gewiß binnen 14 Tagen dahler vorzubringen und zu begründen, als sonst die bezüglichen Veräußerungen und resp. Ueber⸗ schreibungen bestätigt, die Einträgebeschränkt gelöscht und die erforderlichen Einträge ins Mutationsverzeichniß verfügt werden.

1) Gemarkung Ober⸗Mörlen:

aus Domanial-, Gemeinde- und meist auf dem Taunus und theilweise in der W

Freitag den 19. März l.

zu Friedberg im Trapp'schen Gasthofe

Ober⸗Rosbach am 15. Februar 1886.

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Flur. Nr.[Meter. VIII. 286 77 Heinrich Birkenstock 11. Wittwe XVIII. 250 138 geb. Geck, 11. 663 67 xxix. 720 156 Johannes Bruno Wagner, XXIX. 720 162 Anna Marle Wagner,

(die 3 letzten Parzellen im Besitze des Anton Heil II. von Ober-Mörlen). 2. Gemarkung Steinfurth: Flur. Nr.[Meter. II. 170 488 Johann Heinrich Acker. Bad⸗Nauheim den 12. Februar 1886. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauheim.

Bauer. a

Friedberger, Butzbacher i Darmstädter, Mannheimer und Frankfurter Pferdemarkt

jetzt verlebten

kommen im Köpperner Gemeindewald, Distrikt Fuchslöcher und Schiffweg:

zur öffentlichen Versteigerung.

Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr,

25 Naummeter Cichen-Scheit- und Prügelholz,

308 0 Buchen⸗ 5 5 6 Birken⸗ 12 1 Eichen⸗Stockholz,

282* Buchen⸗

125 Stück Eichen-⸗Wellen,

4625 Vuchen-Wellen,

1875 ü, gemischte Laubholz Wellen,

1775 Nadelholz⸗Wellen,

15 Fichten⸗Stangen

Die Zusammenkunft ist im Schiff weg. Köppern, 16. Februar 1886. Der Bürgermelster

Loose, sowie Frankfurter Kunstgewerbe und Marienburger Geld-Loose 732 empfiehlt Ph. Dan. Kümmich. 730

Stamm.

Holz⸗Versteigerung.

18630 Cenfner Eichenlohrinden der 188 or Erndle

Privatwaldungen, welche sämmtlich

in der Naͤhe von Friedberg, etterau liegen, sollen

J., Vormittags 11 Uhr,

öffentlich versteigert werden.

Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach.

Strack.

Güter- Verpachtung.

Montag den 22. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die Grundstücke der Frau Anton Vorbach Wittwe nochmals an den Meist⸗ bietenden verpachtet werden.

Eine weitere Verpachtung findet nicht statt und wird den Meistbletenden bei entsprechenden Geboten dle Ge⸗ nehmigung ertheilt.

Friedberg den 17. Februar 1886. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Stein häußer. Kein Geheimmittel! Eisen- Chocolade

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von Franz Schulz in BBRLIN, Hoflieferant,

von den Aerzten gegen Bleichsucht und Blutarmuth immer mit Erfolg angewendet. Depôt: in der 709 Mohren-Apotheke in Friedberg.

der Verurtheilung des Angeklagten zu lebenslänglicher

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7 J

0

achven 245 65 1565 3400 6200 Die e Veit

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