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berhessischer Anzeiger.

und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Jamstag den 17. Juli.

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Wird hier

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Rreisblatt für den Kreis Friedberg. r

Annoncen: die einspaltige 55 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

betreffend: Die Revision der Brandversicherungskapitalien. Friedberg den 30. Juni 1886.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügung vom 8. Januar l. J. Amtsblatt ohne Nr. bringen wir bei den Rückständigen von Ihnen nochmals in dringende Erinnerung. Dr. Braden.

betreffend: Den Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus. Friedberg den 14. Juli 1886.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir empfehlen Ihnen darauf Acht zu haben, daß diejenigen Personen, welche Concession zum Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus besitzen, dieselbe nicht zum Betrieb einer Wirthschaft mißbrauchen. Ein solcher Mißbrauch liegt vor, wenn der betreffende Gewerbe sreibende in seinem Geschäftslocale Einrichtungen zur Bewirthung einer größeren Zahl von Pesonen, bezw. zu längerem Aufenthalte besitzt und n diesem Local Branntwein zum unmittelbaren Genusse verkauft. f

Ebenso wollen Sie darauf achten, ob diejenigen Personen, welchen die Concession ertheilt worden ist, das Geschäft thatsächlich auf J. N.: Dr. Wallau.

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son Einhundert und Fünfzig bis Dreitausend Mark verurtheilt werden wird.

Darmstadt den 13. Juli 1886.

Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der außerord. Professor Dr. Schwappach in Gießen wurde auf Nach suchen entlassen.

Berlin. Der ausgewiesene socialdemokra

üsche Führer Paul Singer soll angeblich seinen

tändigen Wohnsitz für die Folge in Frank urt a. M. nehmen.

Kiel. S. M. KreuzerMöve, Commandant Capitän zur See Hoffmann, ist am 11. Juli ic. n Aden, S. M. KreuzerNautilus, Comman kant Corvetten-Capitän Rötger, am 13. Juli c. in Shanghai eingetroffen.

München. Anknüpfend an die Meldung, der Reichskanzler Ende Juli dem Prinzen

suitpold in München einen Besuch abstatten.

perde, schreibt dieNat.⸗Ztg.: Wie nachträg

Ich bestimmt verlautet, soll Fürst Bismarck auf

Grund directen Briefwechsels mit König Ludwig

5 lange Zeit von entscheidenden Maßnahmen ab

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serathen haben, bis endlich auch er sich von ser Unerläßlichkeit der Regentschaftseinsetzung iberzeugte.

Nach demFrankf. Journ. wurde das Verfahren gegen Dürkheim eingestellt, weil der elbe nachgewiesen, daß er in der Nacht, als er lom König gerufen wurde, keine Ahnung von Luitpolds Proclamation hatte. Er hatte dem Fönig gerathen, entweder nach München oder über die Landesgrenze zu gehen. Der willen lose König verweigerte beides. Dürkheim tele raphirte an Frankenstein, er solle zum König 7 99 Frankenstein telegraphirteja, ging tber zuerst zum Prinzen Luitpold, wo er den Stand der Dinge erfuhr und nicht abreiste.

N Konstanz, 14. Juli. Der Kaiser ist heute Früh um 8 Uhr hier eingetroffen. Er wurde von dem badischen Großherzoglichen Paar und einer Ihn enthusiastisch begrüßenden Menge empfangen. Der Kaiser begab sich sofort zur Mainau. Die Reise des Prinzregenten von Baiern nach Augs burg wurde auf Anrathen der kaiserlichen Um⸗ gebung wegen des Ruhebedüuͤrfnisses des Kaisers gufgegeben. Die Begrüßung erfolgt nur im Bahnhofe in München. 0 Ausland. [Frankreich. Paris, 15. Juli. Der Vräsident Grevy beglückwünschte den Kriegs 9

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minister Boulanger schriftlich zu der guten Halt⸗ erklärte er: mehrere Männer hätten ihn bewegen ung der Truppen bei der gestrigen Parade und wollen, den König umzubringen.

ernannte denselben zum Großoffizier der Ehren⸗ Der Herzog von Aumale ist nach

legion. Brüssel abgereist, von wo er nach London geht. Holland. Haag, 14. Juli. Die außer ordentliche Session der Kammer wurde durch den König eröffnet. Der König sprach die Hoff nung aus, daß die Arbeiten, welche durch die infolge einer Differenz zwischen der Regierung und einem Theile der zweiten Kammer erfolgte Auflösung unterbrochen wurden, wieder aufge nommen werden würden. Die Beziehungen zu den auswärtigen Mächten seien die freundschaft lichsten. Der König erwähute mit Genugthuung die Wiedereröffnung der für die niederländische Flagge Seitens Deutschlands gewährten Küsten⸗ schifffahrt. Durch das günstige Resultat der Convertirung der Staatsschuld sei der Staats credit gefestigt. Der Kammer würden Entwürfe zugehen über die Revision der Verfassungsgesetze, sowie andere, zum Theil bereits in der vorher gehenden Session vorgelegte Gesetz-Entwürfe. Belgien. Brüssel, 12. Juli. Der König empfing gestern auf Schloß Lacken in besonderer Audienz den Prinzen Victor Bonaparte. Nach diesem Präcedenzfalle dürfte wohl bald der Be⸗ uch des Grafen von Paris und des Herzogs von Aumale erfolgen, welcher nach seinem Briefe an Jules Grevy von dem Loose seines Neffen schmerzlich betroffen worden ist. Großbritannien. London, 14. Juli. Anläßlich eines von den Organisten veranstalteten Umzugs fanden in der vergangenen Nacht in Belfast ernste Ruhestörungen statt. Es wurden zwei Gendarmen und zwei Unruhestifter getödtet und zwölf Personen schwer verletzt. Auch in Limerick fanden Ruhestörungen statt. Die Polizei war gezwungen, die Waffe zu gebrauchen, da die Menge sich weigerte, auseinander zu gehen. Mehrere Personen wurden verwundet. Italien. Rom, 13. Juli. Ein Telegramm derKr. Ztg. meldet:Der Unteroffizier De franceschi von der Garnison Mailand hat von einem auf den König Humbert geplanten Attentat Mittheilung gemacht und dem Monarchen brief lich angezeigt, daß er seiner Mutter wegen sich lieber selbst umbringen wolle. Durch einen Ge wehrschuß verwundet und ins Spital gebracht,

Bulgarien. Sofia. Die Antwort des Fürsten Alexander von Bulgarien auf die Er mahnungsdepesche der Pforte besteht demFr. Journ. zufolge in einem Telegramm Gadban Effendi's, welcher nach Constantinopel meldet, der Fürst habe ihm erklärt,man müsse der Stimmung des Volkes und der Kammer einige

Zugeständnisse machen; deswegen habe er in

seiner Thronrede die bulgarische Einheit so stark betont; im Uebrigen aber sei er der ge treueste Vasall des Sultans. Die Pforte hat sich von dieser Erklärung vollständig befriedigt gezeigt und scheint nicht im mindesten geneigt zu sein, einem weiteren Drängen Rußlands gegen Bulgarien nachzugeben.

China. Shangai, 15. Juli. Das Ueber einkommen zwischen dem heiligen Stuhl und China wurde abgeschlossen. Darnach würde der heilige Stuhl fortan in Peking durch einen In ternuntius vertreten sein. Monsignore Agliardi wurde für diesen Posten ernannt. Derselbe wird im Laufe des nächsten Monats nach Peking ab reisen. Die Regierung in Peking soll ausdrück lich gewünscht haben, daß die Abreise des In ternuntius möglichst bald erfolge.

Aus Stadt und Land.

Friedberg, 16. Jull. Gestern hierher gelangten Nachrichten zufolge scheint das Hierherkommen S. K. H. des Großherzogs zwar nicht aufgegeben, aber vorläufig noch nicht festgestellt zu sein.

ei. Friedberg. Dem Vernehmen nach ist der ent behrlich gewordene Theil des Klosterkasernengrundstücks durch Kaufvertrag vom Reichs militärfiskus an die Reichs postverwaltung übergegangen. Man ist sehr gespannt darauf, welche Stellung die Großh. Hess. Staatsregierung zu dieser Veräußerung nehmen wird. Bekanntlich ist am 1. April 1886 der frühere Exerzierplatz, sowelt er als solcher früher benutzt worden war, wleder an das Groß⸗ herzogthum Hessen als entbehrlich gewordenes Grund stück zurückgefallen. Die Großh. Staatsregierung hatte sich, dem Vernehmen nach, als ihr das Grundstück zum Rückkauf angeboten wurde, einfach auf den§. 20 der Milttäreonvention vom 13. Juni 1871 berufen, außer dem konnte hier leicht nachgewiesen werden, daß das Gesetz vom 25. Mal 1873 auf dieses Objekt keine An wendung finden konnte, indem es zu den im§ 2 dieses Gesetzes aufgeführten Grundstücken gehörte, welche bei dem Uebergange an das Reich dem betreffenden Dienst zweige nicht unmittelbar diente, vielmehr nur dadurch, daß es mit dem Schießplatz im Zusammenhang stand, als ein Ganzes betrachtet und dessen Einkünfte mitver