N N g, 8 daes
ocke.
ntnthel
1
merit 10 Ff.
en Auswahl 1
agasse.
Den den Auge tant.
l
g Gu. hüte, ite
Samstag den 15. Mai.
M 57.
berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
—
Amtlicher Theil.
Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz bat dem Senat der Königlich Preußischen Akademse der Künste in Berlin die Erlaubniß ertheilt, die Loose einer bel Gelegenheit der demnächst in Berlin zu eröffnenden Jublläumskunstausstellung zu veranstaltenden Verloosung ausgestellter Gemälde, Sculpturen, Aguarelle,
Kupferstiche, Radirungen, Werke der Plastik ꝛce. innerhalb des Großherzogthums zu vertrelben.
durfen 500,000 Loose à 1 M. ausgegeben werden.
Betreffend: Herstellung eines Sachregisters zum Großherzoglichen Regierungsblatt.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Grosth. Bürgermeistereien und Kirchenvorstände des Kreises. Durch Verfügung vom 18. September 1885— Oberhessischer Anzeiger Nr. 112— wurde Ihnen empfohlen, den Subscriptionsbetrag
für das rubrieirte Sachregister von 4 M. 50 Pf. an die Kreiskasse zu bezahlen.
Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verlsosungsplan
Friedberg den 12. Mai 1886.
Es sind nun dermalen noch viele Gemeinden und Kirchen,
welchen das Sachregister zugesandt wurde, mit der Zahlung an die Kreiskasse zurück, weßhalb wir dieselbe audurch wiederholt in Erinnerung bringen.
Betreffend; Die Vertilgung der Raupennester.
Dr. Braden.
Friedberg den 13. Mai 1886.
Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf§. 368 pos. 2 des Reichsstrafgesetzbuchs und resp. Art. 80 des Feldstrafgesetzes empfehlen wir denjenigen von Ihnen, in deren Gemarkungen sich Raupennester vorfinden, zur Vertilgung derselben an Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken oͤffentlich aufzufordern, daß gegen Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht längstens bis zum 25. l. Mts. entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzesstellen Anzeige erhoben, sowie die Vertilgung auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obligenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der saͤumigen Baumbesitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins anordnen, so daß die Säuberung bis zum 30 l. Mts.
überall vollständig ausgeführt ist.
Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach§. 368 pos. 2 des Reichsstrafgesetzbuchs zu erheben.
Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeindekosten alsbald veranlassen.
Betreffend: Das Ober⸗Ersaßzgeschäft pro 1886.
Der Civil-Vorsitzende der
Dr. Braden.
Friedberg den 13. Mai 1886.
Großherzoglichen Ersatz-Commission Friedberg
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt. Mein Ausschreiben obigen Betreffs vom 15. Mai v. J., Kreisblatt Nr. 59 de 1885, bringe ich hierdurch zur genauesten Beachtung
in Erinnerung.
Donnerstag den 20. d. Mts., Nachmittags um 1½½ Uhr,
Bekanntmachung.
Dr. Braden.
soll die zur Erbauung einer Kreisstraße von Steinfurth nach Wisselsheim erforderliche Chaussirarbeit,
veranschlagt zu 1604 M., das Anfahren von Chaussirstelnen, veranschlagt zu 3300 M., das Zerschlagen von Decksteinen, veranschlagt zu 1800 M., in der Wirthschaft von
Wittwe Ch. Rosenbecker zu Steinfurth öffentlich in Accord gegeben werden.
5
Pläne, Voranschlag und Bedingungen bis zum 17. d. Mts. zur Einsicht offen liegen.
Friedberg den 13. Mai 1886.
Als Versteigerungscommissär fungirt Bezirks bauaufseher Zörb J. dahier, bei welchem auch die
Großherzozliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Gymnasiallehrer Dr. Röm— held zu Laubach wurde an das Gymnasium in Mainz versetzt.
Berlin. Der Bundesrath ertheilte den Entwürfen des Zuckersteuergesetzes, sowie der Uebereinkunft mit Großbritannien zum gegensei— tigen Schutz der Rechte an Werken der Literatur und Kunst seine Zustimmung. ürst Bismarck soll gegen die Vorschlaͤge des Staatsraths bezüglich der Immediat-Com— mission für die Ansiedelungen in den ehemals polnischen Landestheilen sein. Die vorgeschlagene Zahl von 16 Mitgliedern ist ihm, wie der „Allg. Ztg.“ gemeldet wird, zu groß; ferner widerstrebe er der Ernennung von Ministerial— räthen. Das Staatsmintisterium vertagte daher die Entscheidung über die Commission.
— Die von zwei sächsischen Officiösen ver— breitete Nachricht von der Erschütterung der Stellung des Landwirthschaftsministers Dr. Lucius wird an bestinformirter Stelle als erfunden be— zeichnet. Auch in parlamentarischen Kreisen war nichts darüber bekannt.
— Eine Bekanntmachung des Staatsministe— riums d. d. 11. Mai bestimmt auf Grund des . 28. des Socialistengesetzes mit Zustimmung des Bundesraths, daß in Berlin, den Stadt— krelsen von Potsdam und Charlottenburg, und den Kreisen Teltow, Niederbarnim und Osthavel— land Versammlungen zur Berathung öffentlicher Angelegenheiten, ausgenommen Versammlungen zwecks ausgeschriebener Reichstags- oder Land— tagswahlen, einer mindestens 48 Stunden vor
Beginn derselben vom Unternehmer einzuholen— den schriftlichen Genehmigung der Ortspolizei— behörde bedürfen.
— 12. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm den Rest des Lehrergesetzes fur die Ostprovinzen nach den Commissionsanträgen an. Hierauf ge— langte der Antrag Knebel, betreffend die Maß— regeln gegen die Ausbeutung einzelner Bevöl— kerungsklassen bei Geldereditgeschäften zur Ver— handlung. Nach einer wenig erheblichen Debatte wird der Antrag abgelehnt. Oertzen beantragte eine Resolution, welche die Errichtung communaler Sparkassen im Interesse der kleineren Besitzer empfiehlt. Die Resolution wird angenommen. — 13. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm in zweiter Lesung den Gesetzentwurf betreffend den Beitrag des Staates zu den Kosten des Zoll— anschlusses Altonas unverändert nach der Re— gierungsvorlage an.
Homburg, 14. Mai. Heute Abend traf die Kronprinzessin, aus London kommend, hier ein.
Stuttgart, 11. Mai. Die Königin ist gestern über Alessandria und den Gotthard hier eingetroffen. Am Bahnhof war die gesammte königliche Familie, sowie die Hofstaaten zum Empfang erschienen. Wie der„Staatsanzeiger“ meldet, ist der diesjaͤhrige Winteraufenthalt von günstigem Einfluß auf die Gesundheit der Königin gewesen.
München. Den„Neuesten Nachrichten“ zufolge sind die Zeitungsnachrichten über Ver— änderungen im Ministerium, sowie über den Wiedereintritt des Ministerialraths Ziegler als Cabinetssecretär völlig unbegründet.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest. Die Land— sturmvorlage wurde im ungarischen Abgeordneten— hause mit großer Majorität als Basis der Spe— cial-Berathung angenommen.
Schweiz. Bern, 11. Mai. Die gestern eröffnete internationale Conferenz, betreffend die technische Einheit im Eisenbahnwesen, ist von Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Frankreich, Italien und der Schweiz beschickt. Die deutsche Regierung wird durch den Geheimen Ober-Re— gierungsrath. Streckert und den Geheimen Re— gierungsrath Triest vertreten. Die Arbeiten werden mindestens 8 Tage in Anspruch nehmen. Spater findet auf Einladung der österreichischen Regierung voraussichtlich eine Fahrt auf der Arlbergbahn statt.
Holland. Haag, 12. Mai. Es heißt, daß der König das Deeret unterzeichnet habe, wonach die zweite Kammer aufzelöst wird. Die Neuwahlen sollen auf den 8. Juni festgesetzt werden.
Frankreich. Paris, 11. Mal. Dem Ver— nehmen nach ist der diesseitige Gesandte in Athen, Graf Mouy, hierher beschieden worden.
Großbritannien. London, 12. Mai. Das Unterhaus nahm in erster Lesung die Re— gierungsvorlage, betreffend die Gewaͤhrung einer Entschädigung für in Folge von Ruhestörungen verursachte Schäden in England und Wales, an. Die Bill hat keine rückwirkende Kraft.
Spanien. Madrid. Eine officielle Meld ung aus Manila vom 29. April berichtet die Aufhißung der spanischen Flagge auf der Insel Pap durch zwei spanische Kriegsschiffe.


