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In der Privatklagesache
des Hermann Schallas von der Zuckerfabrik bei Fauer— bach b. Fr., Privatklägers, gegen den Karl Horn von Fauerbach, Angeklagten, wegen Beleidigung
hat Großherzogliches Schöffengericht zu Fi deen m 26. Oetober 1886 für Recht erkannt: Der Angeklagte, Karl Horn von Fauerbach, 43 Jahre alt, verhetrathet, evangelisch, Landwirth, wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 25 Mark, eventuell 5 5 Tage Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens und in die dem Privatkläger exwachsenen nothwendigen Auslagen ver— urtheilt. Zugleich wird dem Beleldigten, Hermann Schallas, die Befugniß zuerkannt, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, einmal auf Kosten des Angeklagten im Sberh. Anzeiger zu veröffentlichen.
Die Richtigkeit der Abschrift der Urthellsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be scheinigt. i
Friedberg den 6. November 1886. Weber,
Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.
Für die Richtigkeit dieser Abschrift: Jöckel,
4215 Rechtsanwalt.
Versteigerung.
Montag den 15. November, Morgens 9 Uhr an—
fangend, lassen die Heinrich Wilhelm Groß Eheleute von Nied der⸗Florstadt wegzugshalber versteigern: 1 Pferd,
3 Stück Rindvieh, 3 Mutterschweine, Oekonomie- und Hausgeräthschaften. 4214
Versteigerung.
Dienstag den 16.
4214
November, Morgens 8 Uhr, lassen die Erben der Philipp Metzger Wittwe von Ober— Rosbach in deren Behausung folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung versteigern:
3 kräftige Fahrkühe und 1 Rind,
1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge,
1 Fruchtfegemühle,
1 Dickwurzmühle,
sowie sämmliche Haus- und Oekonomiegeräthschaften,
sodann Heu, Grummet, Spreu,
Korn-, Weizen-, Hafer- und„
Dickwurz, Gerste, Hafer und Weizen.
Italienische Maronen,
Cronberger Kastanien 3984 Wilhelm Fertsch.
ufforderung.
Wer noch an die Reichelsheimer Ziegelei etwas zu bezahlen hat, muß es binnen 14 Tagen berichtigen, andernfalls gerichtliches Verfahren gegen die Säumigen eingeleitet wird. 4131
4219
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5 2 17 75* 5 Es wär 5 schön gewesen. (Mel. aus„Trompeter von Säkkingen“.) Es liebte Konrad lange die Louise— Sie war das Theuerste ihm auf der Welt; Doch ihre schlimme Eigenschaft war diese: Sie hatte eben Alles— blos kein Geld!
Der Kummer war in Beider Blick zu lesen, Heirathen ohne Geld, fällt Niemand ein;
Sie seufzten still: Es wär' so schön gewesen— Doch— lieber Gott— es hat nicht sollen sein!
25 Da kam ein Freund— er war gelernter Schneider, Zu Konrad einst und rief:„Jetzt komm' mal mit!
etscher gibt Euch Wäsche und auch Kleider, i Kurz was zur Heirath nöthig, auf Credit——
Vier Wochen „Verehelicht: Bolz sprach:
später war im Blatt zu lesen
Konrad Bolz und Lieschen Stein.“!
Mein Freund— Dein Rath ist gut gewesen,
Gott— er konnt' nicht besser sein.“!
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