Bad-Nauheim.— Kurkaus.
Sonntag den 11. Juli, auf der Terrasse des Kurhauses:
Großes Militär-Concert,
ausgeführt von der Kapelle des Großherzl. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 118 unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Kern aus Mainz.
Anfang 4 Uhr.— Entrée 50 Pf. per Person. 2643
* 7 7—— 7 7 1 Freiheits⸗Schießen in Seulberg. Sonntag den 18. und Montag den 19. Juli wird auf dem schöngelegenen Schießplatz im
Hardwald das alljährliche Freiheitsschießen abgehalten und findet bei dieser Gelegenheit gut
besetzte Tanzmusik
statt. Für gute Speisen und Getränke, sowie aufmerksame Bedienung wird bestens gesorgt sein. Es ladet ergebenst ein Phil. Alb. Becker, 2684 Gastwirth.
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2 P Allgemeine Renten ⸗Anstalt zu Stuttgart. Versicherungsgesellschaft auf volle Gegenscitigkeit unter Aussicht der Königlich Württembergischen Staatsregierung. Lebens⸗Versicherung, Renten-, Militär⸗ und Aussteuer⸗Versicherung. Versicherungsbestand Ende 1885: In der Lebeus-Versicherung: 10,864 Policcu mit versichertem Kapital von ea. 29 Million Mark. In der Renten⸗ und Kapital Versicherung: 22,834 Policen mit versicherter jährlicher Reute von ea. M. 700,000. und versichertem Kapital von ca. 7 Million Mark. Gesammtvermögen über 50 Million Mark, darunter außer den Prämtenreserven mehr als 4 Million Mark Extrareserven. Niedere Prämiensätze. Aller Gewinn kommt den Mitgliedern der Anstalt zu gut. Dividendengenuß bei der Lebensversicherung schon nach 3 Versicherungs jahren. Dividende der Lebensversicherung zur Zeit 25% der Prämie. Dividende der Rentenversicherung seit 25 Jahren nicht unter 40% der Rente. Nähere Auskunft, Statuten, Prospekte und Antragsformulare bei dem Agenten K. Hitzel, Rechner in Münzenberg.
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Impfung.
haus. Frledberg den 9. Juli 1886. 0 1. Großherzogliche Bürgermeisteret Frlepberg. Steinhäußer. N
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Samstag den 10. Juli, Nachmittags 3 Uhr, 0 Impf und Impf⸗Rebisionstermin auf hiesigem Rath⸗
Sonntag den 14. Juli Familien-Ausslug nach dem
Franckenstein'schen Tempelchen. Abmarsch 3 Uhr von der Turnhalle aus.
übernommen worden 2674
Der Vorstand.
Einladung.
Nächsten Sonntag den 11. und Montag den 12. Juli
feiert der hiesige Kriegerverein seine Fahnenweihe und
ist mit dleser Feier das Bezirksfest des Bezirks Friedberg verbunden.
Es ladet hierzu freundlichst ein
Reichelsheim den 6. Juli 1886. 2659 Der Vorstand des Kriegervereins.
Turnverein.
Der gesellige Abend findet nur bei gutem Wetter tt Der Vorstand.
Veteranen-& Militärberein Friedberg. Abfahrt zum Bezirksfest am 11. Juli nach Reichels⸗
heim 9 Uhr präeis pom Fauerbacher Thor aus. 2688 Der Präsident.
Die Verlobung mesner Tochter nehme ich hiermit
zurück. 2685 Ph. Zimmermann. 2695 Nachdem in der Privatklagesache Hinze gegen
Jöckel die Revssion des Letzteren gegen das landgericht⸗ liche Urtheil ohne Erfolg gewesen war, hat sich derselbe alsbald am 28. November v. J. mit einer sehr ausführ⸗ lichen Eingabe an das Königl. Preuß Kriegsministersum in Berlin mit dem Ersuchen gewendet, behufs einer Wieder— aufnahme des Verfahrens die Genehmigung zur Ver⸗ nehmung des Oberst von Struensee zu ertheilen. Erst jetzt, also nach Verlauf von 6 Monaten, ist demselben folgende Antwort zugegangen: Berlin den 4. Juni 1886. Auf die Eingabe vom 28. November v. J. ex⸗ wiedert Euer Wohlgeboren das unterzeichnete Kriegsministerium ergebenst, wie dasselbe nach nochmaliger eingehender Erwägung der Angelegen⸗ heit die von Ihnen erbetene Genehmigung nicht dazu ertheilen kann, daß bei einer von Ihnen nachzusuchenden Wiederaufnahme des Privatklage⸗ verfahrens in der Sache des Majors a. D. Hinze wider Sie, wegen Beleidigung, der Oberst, von Struensee, Kommandeur des 1. Hessischen Infanterie-Regiments Nr. 81, über die Veran⸗ lassung der Verabschiedung des Klägers Hinze als Zeuge vernommen werde. Königlich Preuß. Kriegsministerlum. Bronsart v. Schellendorf. An den Rechtsanwalt Herrn Jockel
Wohlgeboren zu Friedberg.
Herr Hinze behauptet, seinen Abschied freiwillig, weil invalid, nachgesucht und in der ehrenhaftesten Form erhalten zu haben. Letzteres steht fest, ersteres ist be⸗ stritten und unerwiesen. Obige Antwort des Kriegs ministerlums ist jedenfalls sehr auffallend, weil dasselbe nach§. 53 der Strafprozeßordnung die Genehmigung zur Vernehmung des Oberst von Struensee als Zeuge nur verweigern durfte, wenn die Ablegung des Zeug nisses desselben dem Wohle des Reiches oder eines Bundesstaates Nachtheil bereiten würde. Es ist aber doch nicht ohne weiteres anzunehmen, daß das Kriegs- ministerium nach so langer eingehender Erwägung unler gänzlicher Nichtachtung dieser reichsgesetzlichen Bestimm⸗ ung zu obiger Antwort gekommen sein sollte. Bei dieser Annahme bleibt aber absolut unverständlich, daß, wenn
könnte, als daß Herr Hinze, weil invalid, freiwillig seinen Abschled nachgesucht habe, alles Gegentheilige un⸗ wahr sel, dies dem Wohle des Reiches oder eines Bundes⸗ staates Nachtheil bereiten sollte. Vielleicht ist Herr Hinze so gütig, seinen Wählern hierüber Aufklärunz zu geben.
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Verantw. Red.: Carl Bindernagel.
163 J. A. Windecker, Friedberg. 2525 Konrad Herold.
Druck und Verlag von Carl Bindernagel.
(Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 28.)
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Herr Oberst von Struensee nichts Anderes aussagen,
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