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drang auf die Wachen ein und befreite den

Verhafteten. Schließlich schritt Militär ein und stellte die Ruhe wieder her. Serbien. Belgrad, 6. Dez. Die bul

garische Deputation, die heute hier ankam, be suchte den Ministerpräsidenten Garaschanin und drückte den Wunsch aus, vom Könige empfangen zu werden. Der König sprach seine Geneigtheit dazu aus und empfing heute noch die Deputation.

Bulgarien. Sofia, 7. Dez. DiePol. Corr. meldet aus Belgrad, die bulgarische Deputation habe dem Könige Milan den Dank der bulgarischen Regierung und des bulgarischen Volkes ausgedrückt für sein Entgegenkommen bei der Erneuerung der Beziehungen zwischen Ser bien und Bulgarien, welche mit einer ernsten Situation des Landes zusammenfiel, wo es sich um die Vertheidigung der Unabhängigkeit Bul gariens handelte. Die Deputation, bestehend aus Grekoff, Stoiloff und Kaltscheff traf sodann heute Nachmittag in Pest ein, von einem zahl reichen Publikum, darunter ein großer Theil der Universitätsjugend begrüßt. Nachdem Namens der letzteren ein Student eine Ansprache an die Deputation gerichtet hatte, dankte Grekoff für die Kundgebung, welche, wie er wisse, nicht ihm und den anderen Mitgliedern der Deputation, sondern dem bulgarischen Volke und der bul garischen Sache gelte. Grekoff schloß mit einem Hoch auf die ungarische Nation und Ungarn. Die Deputation reiste sodann nach Wien weiter.

Aus Stadt und Land.

Friedberg. Beil Enkritt der rauheren Jahreszeit möge im Interesse unserer Kleinen wiederholt daran er innert werden, daß ein großer Prozentsatz der Erkält ungen noch immer auf die Unsitte zurückzuführen ist, die Kinder im Gesicht oder gar auf den Mund zu küssen. Es ist eine jedem Arzt bekannte Thatsache, daß so mancher Husten, der ohne ernste Gefahr an einem Erwachsenen vorübergeht, durch Uebertragung auf noch unentwickelte,

weniger widerstandsfähige junge Geschöpfe bei den Letzten die gefährlichsten Formen annehmen kann. Die

Unsitte vieler Menschen, trotz aller Warnungen, ihre an gebliche Liebe zu den Kindern durch Küssen zu dokumen- tiren, bringt alljährlich eine große Zahl derselben in Lebensgefahr.

Allerlei.

Hürschberg(Schlesien), 6. Dez. In den Sudeten herrschen seit gestern früh Schneestürme. Der Bahn⸗ verkehr ist vielfach gestört.

Handel und Verkehr.

per Pfd. 4054 Pf., Ochsenflelsch per Pfd. 6264 Pf. Kuh und Nindfleisch 5456 Pf., Schweinefleisch 56 bis 60 Pf., Hammelfleisch 50 66 Pf., Kalbfleisch 46 bis 50 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.505.00., Zwiebeln per Ctr. M. 3.50 4.50.

Frankfurt, 6. Dez. Fruchtber. Htesiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 31.50- 32.00, Nr. 1 M. 27.00 28.00, Nr. 2 M. 25.00 26.00, Nr. 3 M. 23.00 24.00, Nr. 4 M. 17.00 17.50, Nr. 5 M. 15.00 16.00, Milchbrod und Brodmehl im Verband M. 49.00 52.00, nord deutsches und westfällsches Weizenmehl Nr. 00 M. 22.75 bis 23.25, Roggenmehl(hies.) Nr. 0 22.50-23.50, Nr. 0/ M. 21.50 22.50, Nr. 1 M. 18.00- 19.00, Nr. 2 M. 16.00 16.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 16.75 17.00, frei Bahnhof hier M. 17.25 17.40, fremder nach Qual. M. 16.50 19.00, Roggen hiesiger M. 14.00, russischer je nach Qua. M. 13.75 14.00, Gerste, Brauerwaare M. 15.00 18.00, do. zu Mahl zwecken M. 11.50, Hafer, mittel M. 11.50 12.00, prima M. 12.00 12.50, Raps M. 22.75 23.25, Mais M. 12.00 bis 12.25, Heu per Ctr. M. 2.50 3.00, Stroh M. 250 bis 2.75, Erbsen M. 15.00 24.00, Linsen M. 20.00 bis 38.00, Wicken M. 13.00, Roggenkleie M. 4.50, Weizenklele M. 3.80(bet Abnahme von 200 Etr. an). Malzkelme M. 4.00, Moostorfstreu M. 1.80, Spelzen spreu M. 1.30, Sesamkuchen M. 5.25, Rapskuchen M. 5.75, Chilisalpeter per Februar 9.25950, Rüböl im Detail M. 51.00, Malz geringes per Ctr. M. 8.50 übrig.

Frankfurt, 6. Dezbr. Viehmarkt. Angetrieben waren 379 Ochsen, 29 Bullen, 364 Kühe, Stiere und Rinder, 268 Kälber, 624 Hämmel, 26 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfd. Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qual. M. 6365., 2. Qual. M. 5659., Bullen 1. Qual. M. 42 44., 2. Qual. M. 3436., Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 5456., 2. Qual. M. 42 47., Kälber pro 1 Pfd. Schlachtgewicht: 1. Qual. 60-62 Pf., 2. Qual. 50 54 Pf., Hämmel 1. Qual. 50 53 Pf., 2. Qual. 3540 Pf., Schweine 1. Qual. 5254 Pf., 2. Qual. 50 52 Pf.

Frankfurt, 7. Dez. Wochenmarkt. Auf dem heutigen Markt kostete Butter im Centner M. 9296. Kartoffeln das Malter M. 55.50. Eier das Hundert M. 5.508. Weißkraut der Centner M. 56, Sauer kraut der Centner M. 9. Zwiebeln der Ctr. M. 56.

Das Reichs Postamt richtet auch in dlesem Jahre an das Publikum das Ersuchen, mit den Weihnachts- versendungen bald zu beginnen, damit die Packetmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zusammendrängen, wodurch die Pünktlichkett in der Beförderung letdet. Die Packete sind dauerhaft zu verpacken. Dünne Pappkasten, schwache Schachteln, Cigarrenkisten ze. sind nicht zu benutzen. Die Auf⸗ schrift der Packete muß deutlich, vollständig und haltbar sein. Kann die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Packet gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, welches der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Post

des Deutschen Reichs Postgeblets beträgt bis zum

Meilen, 50 Pf. auf weitere Entfernungen.

Bitte.

Zur Christbescheerung für die hiesige Kleinkinderschule wird um gütige Beisteuer an Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfang erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit.

Käthchen Baur.

Adele Braden. Johannette Klipstein.

Hilda Dieffenbach. Christiane Schmidt.

Christiane Werner.

Für unsere Armen⸗Anslalten sind folgende Gaben eingegangen, deren Empfang mit herzlichem Dank be scheinigt wird:

A. Hospltal: Frau Scheibel 2 M., Frau Stein in Nieder⸗Wöllstadt 3 M., Frau Rausch für Dienstleistungen der Schwester Kathrine 5 M., Frau Gönner desgl. 10 M., Kaufmann Schwarz desgl. 10 M., Glaser Bieler desgl. 15 M., Frau Oberst v. Henniges in Berlin ein Bild.

B. Für das Versorgungshaus: Frau Döring von Gleßen verschiedene Bilder zum Aufhängen in den Zim mern der Anstalt, Dekan Meyer desgleichen 2 Bilder.

C. Für die Stadtarmen: Glaser Bieler 3 M.

D. Für die Volksküche: Dekan Meyer 5 M., Kauf⸗ mann Fertsch ½ Centner Reis und ½ Centner Gerste, Beigeordneter Reuß 10 Pfund Mehl, Metzger Blum 4 Pfund Fett, Ungenannt 1 Korb Gemuͤse, N. N. 1 Korb Gemüse, Ungenannt 1 Sack Kartoffeln und 1 Korb Gemüse, M. 2 Körbe Kartoffeln.

Für die Volksküche, welche am 3. Januar 1887 er⸗ öffnet werden soll, bitten wir, wie in früheren Jahren, freundlichst um Zusendung weiterer Gaben.

Friedberg den 4. Dezember 1886.

Für die Armen Commission: Meyer, Pfarrer. Steinhäußer, Bürgermeister.

Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg.

Donnerstag den 9. Dezember 1886:

12. Cislev. Friedberger Fasttag. Donnerstag Morgens 7 Uhr(Selichoth). Sabbathfeier vom 11. Dezember.

Beginn: Freitag Abends 83 Uhr 45 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 15 Min. Sabbathausgang 4 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 12. Dezember an Morgens 7 Uhr, Nachmittags 3 Uhr 45 Min.

An den Nachwehen von Lungen- und Rippenfell⸗ Entzündungen geht so manches Leben zu Grunde, das noch länger hätte bewahrt werden können, wenn diese Nachwehen mit den geeigneten Mitteln behandelt worden

Minna Diegel.

Packetadressen für Packet Aufschriften nicht verwendet werden. Der Name des Bestimmungsortes muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder ge⸗

Friedberg, 7. Dez. Fruchtpr. Waizen M. 17.00, Korn M. 13.50, Gerste M. 15.00, Hafer M. 1212.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S 200 Zollpfd.

Friedberg, 8. Dez. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00 1.10, Eier 1 Stück 89 Pf.

Grünberg, 4. Dezbr. Fruchtpr. Weizen M. 16.80, Korn M. 13.40, Gerste M. 12 60, Hafer M. 11.00, Erbsen M. 13.30, Linsen M. 21.00.

Gießen, 7. Dez. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.10 1.15, Eier 2 St. 13 16 Pf., Käse per St. 47 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 0.65, Hühner per St. M. 0.80 1.00, Hahnen per St. M. 0.50 bis 1.00, Enten ver Stück M. 1.00 1.40 Gänse

schrieben sein. Die Packetaufschrift muß sämtliche Angaben der Begleitadresse enthalten, zutreffen denfalls also den Frankovermerk, den Nachnahmebetrag nebst Namen und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilbestellung ꝛe., damkt im Falle des Verlustes der Begleitadresse das Packet auch ohne dieselbe dem Em pfänger ausgehändigt werden kann. Auf Packeten nach größeren Orten ist die Wohnung des Em⸗ pfängers, auf Packeten nach Berlin auch der Buch stabe des Postbezirks(C., W., So. ꝛc.) anzugeben. Zur Beschleunigung des Betriebes trägt es wesentlich bei, wenn die Packete frankirt aufgeliefert werden. Das Porto für Packete ohne angegebenen Werth nach Orten

wären.(So starb erst vor Kurzem ein hervorragender Staasmann, Graf B., an den Folgen elner derartigen Entzündungskrankheit.) Zu den besidewährten Mitteln, die Residuen von Lungen- und Rippenfell- Entzündungen

zu besettigen, gehört aber anerkannter Maßen der Gebrauch

der Sodener Mineralquellen, beztehungsweise der aus den wirksamsten dieser Quellen gewonnenen Sodener Mineral⸗Pastillen, welche unter offizieller ärztlicher Con⸗ trole des königl. Sanitätsraths Herrn Dr. W. Stöltzing angefertigt, den Patienten und Reconvalescenten überall durch die besten Apotheken à 85 Pf. per Schachtel zu⸗ gänglich gemacht werden. 4594

4593 Heilträftige Wirkung und Wohlgeschmack sind in keinem Liqueur so vollkommen vereinigt, als in Widtfeldt's Magenbehagen. Niederlage u. A. bei W. Bernbeck.

Oeffentliche Bekanntmachung.

Heinrich Anton Groh, Landwirth von Nieder Rosbach, ist wegen Verschwendung entmündigt worden. Rechts geschäfte mit demselben können rechtsgültig nur durch

seinen Curator, Heinrich Jost VI. von Nieder-Ros bach, abgeschlossen werden.

Friedberg den 3. Dezember 1886. 55 Großherzogliches Amtsgerlcht Friedberg. 90

Sellheim. * * Versteigerung. Donnerstag den 9. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, werden auf dem Güterboden der Main⸗Weser⸗Bahn 2 Pack Säcke öffentlich meistbietend versteigert.

Friedberg den 7. Dezember 1886. Königliche Güter-Expedition.

5 Rauber. itlich

versendet Anwelsung zur Rettung von

2 8 N 2 5 T S Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 2 5 5 runksucht 84603 Herzberger. Letzt. beseitigt nach d. berühmt. Met

0 hode des Dr. v. Brühl, mit, auch ohne Vorw. M. Falkenberg, Berlin, Frieden- strasse 105. 100te gerichtl. gepr. Atteste.(H. 17321.)

Ein braves, reinliches

9 77 a wichtig. Die Ursachen des Stotterübels und Dienstmädchen dessen naturgemäße Hetlung; nebst die Krank heiten der Sprache und ihre Heilung von

auf Petritag zu miethen gesucht. Näheres zu erfragen bel der Exp. d. Anz.

4580

genannten Einleger ausgestellt werden

(Preis 3 Mark.)

Aufgebot.

a Nachstehende Einlagebücher des Mathildenstifts Fried erg:

1. Nr. 6233 auf 24 Mark und den NamenChristine Lang in Bruchenbrücken lautend, Nr. 6989 auf 170 Mark undDie Vormundschaft über Wilhelm Birkenstock zu Assenheim lautend, Nr. 9412 auf 747 Mark undden Augustiner⸗ schulfonds Friedberg lautend, sind abhanden gekommen und ergeht auf Antrag der seitherigen Inhaber an dritte Personen die Aufforderung, im Termine

Dienstag, 25. Januar h Vormittags 9 Uhr,

etwaige Rechte und Ansprüche an die erwähnten Einlagen geltend zu machen, als sonst unter Ausschluß dieser Rechte die fraglichen Bücher für rechtlich werthlos erklärt und statt deren neue Bücher auf den Namen der oben

2.* 3.

Friedberg am 4. Dezember 1886.

Für Stotternde?

Spracharzt Gerdis, Bin

Een am Rhein. (3545.)

Holzversteigerung.

Dienstag den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, sollen im Gettenauer Gemeindewald versteigert werden:

4 Eichen Stämme, 1,91 Festmeter haltend,

106 Lärchen- und Kiefern Stämme, 1637 Centimeter Durchmesser und 517 Meter Länge, 56 Fest⸗ meter haltend,

8 Raummeter Kiefern-Rundscheid-, 14 Raummeter

Knüppel⸗ und 105 Raummeter Reisholz.

Die Zusammenkunft ist auf der Holzwlesenschneise bei Steinfurthswiese.

Gettenau den 7. Dezember 1886.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. Muth.

Sandsteinbruch. Mauersteine zu Schicht- und Fundamentmauer liefert

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.

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3