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zu Altenstadt, dem Schulamtsasp.
ev. Pfarrstelle zu Nieder-Saulheim.
900 M 900- 1000 M.
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zu. Die Lebrerstelle zu Lindenfels, Gehalt 900
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Beilage.
berhesiicher Anzeiger
2 132.
Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 27, enthält:
J. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
II. Bekanntmachung, die Errichtung eines Familien— Fideieommisses durch Karl Kempff zu Gießen betr.
III. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr.
IV. Bekanntmachung, die Organisation der Unfall— versicherung betr.
. Ordensverleihungen.
VI. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens.
VII. Namensveränderungen.
VIII. Abwesenheitserklärung.
IX. Diensinachrichten. Es wurde: dem ev. Pfarrer Mencke zu Stumpertenrod die Pfarrstelle zu Wölfersheim und vem ev. Pfarrer Uhrig zu Groß-Umstadt die Pfarr stelle zu Altenstadt übertragen; den Schulamtsasp. Weif fenbach aus Badenheim, Frleß aus Harxheim, Weber aus IJ benstadt, Schöpp aus Urberach und Zimmermann aus Gau Bischofsheim, dem Schullehrer Pfaff zu Weisenau und dem Oberlehrer Rieth zu Biblis Lehrerstellen, ferner den Schulamtsaspirantinnen Acker aus Bodenheim, Diehl aus Kastel, Weyer aus Mainz, sowie der Lehrerin Marck— wardt aus Kostheim Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz, dem Schulamtsasp. Maul aus Ensheim die 2. Lehrerstelle zu Walldorf übertragen; dem Finanzasp. Fornoff aus Ober Kinzig das Patent als Geometer 2. Kl. für den Kreis Erbach ertheilt; dem Schulamtsasp. Schmidt aus Ober-Schönmattenwag die Lehrerstelle zu Groß Hausen, dem Schulamtsasp. Hoffmann aus Mainz die Lehrerstelle zu Sonderbach, dem Schulamtsasp. Schäfer aus Langsdorf eine Lehrerstelle zu Londorf übertragen; der Dompfarrer Thomas zu Mainz und der Dom— präbendat Dr. Holzhammer zu Domkapitularen ernannt; der Schulamtsaspirantin Reich aus Offenbach eine Lehrer— innenstelle zu Bad⸗-Nauheim, dem Schulamtsasp. Lengfelder aus Semd eine Lebrerstelle zu Nieder-Beerbach, dem Schulamtsasp. Roth aus Brauerschwend eine Lehrerstelle Dörsam aus Unter Schönmattenwag eine Lehrerstelle zu Löhrbach übertragen.
X. Charaktererthellung.
XI. Ruhestandsversetzungen.
XII. Konkurrenz-Eröffnungen. Die
Erledigt sind:
Die ev. Pfarrstelle zu Groß-Buseck. Die 2. ev. Pfarrstelle zu Büdingen Die Präsentation steht dem Fürsten zu Bsenburg-Büdingen zu. Die Lehrerstelle zu Lichtenberg-Obernhausen, Gehalt Die 1. Lehrerstelle zu Dreieichenhain, Gehalt Dem ev. Geistlichen und dem Gemeinde rath daselbst steht das Präsentationsrecht zu. Die erste Lehrerstelle zu Hetzbach, Gehalt 800 M. Dem Grafen zu Erbach Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die 2. Lehrerstelle zu Langsdorf, Gehalt 900 M. Die Lehrer- stelle zu Lauerbach, Gehalt 900 M. Die 1. Lehrerstelle
zu Falken⸗Gesäß, Gehalt 900 M. Dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentatkonsrecht zu. Die 1. Lehrerstelle zu Sandbach, Gehalt 900 M. Dem
Fuͤrsten zu Löwenstein⸗Wertheim-Rosenberg und dem
Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht 1600 M.
Die Lehrerstelle zu Radheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrer—
stelle zu Dexheim, Gehalt 900 M.
XIII. Sterbefälle. Gestorben sind: der Gymnasial
lehrer Laserre zu Büdingen; der Rendant Kraft in Oppen
heim; der Kirchenrath Müller in Pfungstadt.
— Post⸗Personalnachrichten. Versetzt sind der Postkassirer Kobelt von Darmstadt nach Posen behufs Uebernahme einer Postinspektor— stelle, der Ober-Postdirectoussekretär Freytag von Oldenburg nach Darmstadt behufs Ueber— nahme einer Postkassirerstelle, der Postsekretär Naab von Darmstadt nach Mülhausen(Elsaß) behufs Uebernahme einer Ober-Postsekretärstelle,
der Postsekretär Grosser von Friedberg(Hessen) nach Mainz, die Post-Verwalter Stork von Herbstein nach Wörrstadt und Quaeck von
Grebenhain nach Reinheim Gestorben ist der Postsekretär Kopp in Offenbach.
— Der Hilfswärter Heßler aus Groß Lumda wurde zum Bahnwäxrter bei den Oberhessischen Eisenbahnen ernannt.
Mainz, 7. Nov. Die heutige Socialisten— Versammlung, welche wegen Besprechung der zum 15. d. M. ausgeschriebenen Stabtvordneten— wahlen einberufen war und in welcher der Land tagsabgeordnete Joest sprach, wurde aufgelöst.
Berlin, 7. Nov. Der Kaiser hatte die Absicht, gestern die Jagden in Springe mitzu— machen. Er hat jedoch die Reise dahin aufge— geben und ließ sich durch den Prinzen Heinrich vertreten.
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Nov. Prinz Wilhelm ist von seinem Ohrenleiben wenigstens soweit wieder hergestellt,
daß er gestern zum ersten Male das Zimmer verlassen und heute wenigstens auf kurze Zeit hierher fahren konnte, um seinen kaiserlichen Großvater zu begrüßen, dem er nach der Rück— kehr von den Sommerreisen noch nicht hatte seine Aufwartung machen können. Prinz Heinrich wird am 9. November Berlin verlassen, um nach Kiel zurückzukehren.
— Prinz Luitpold von Bayern wird nach dem„Fr. J.“ den Kaiser am 13. d. Mts. zur Jagd nach Letzlingen begleiten und nach der Jagd noch einige Tage in Berlin verweilen.
— Einem Telegramm aus Sansibar vom 30. October zufolge erwarb Jühlke für die Ost— afrikanische Gesellschaft das Makdischugebiet süd— wärts bis Witu hin. Dasselbe enthält speziell einen ausgezeichneten Hafen in Dunford an der Wubuschimündung. In diesen Küstenstrich fällt auch die Jubmündung, welche den Zugang zu
dem Hochland der Gallas eröffnet. In Dun— fordport legte Jühlke eine Station an. Witu
wird durch diese Neuerwerbung davor bewahrt, nach Norden hin durch eine fremde Macht ab— geschnitten zu werden.
9 Die„Nat.⸗Ztg.“ schreibt: Bezüglich der Rückkunft des Fürsten Bismarck nach Berlin
scheinen feste Bestimmungen noch nicht getroffen, zunächst ist eine Uebersiedelung nach Friedrichs— ruh in das Auge gefaßt. Das Befinden der
Fürstin Bismarck ist nicht befriedigend und empfehlen die Aerzte dringend einen Winter—
aufenthalt im Süden.
— Zu den Vorlagen, welche den Reichstag in erster Linie beschäftigen werden, gehört das Militärrelictengesetz. Dasselbe hat bekanntlich die Zustimmung des Bundesraths gefunden und bedarf daher weiterer Vorbereitungen nicht. Wie man sich aus früheren Mittheilungen des Fr. J. erinnern wird, besteht der Versuch, in der Vor— lage eine Vermittelung zwischen den verschiedenen Meinungen über die Beitragsleistungen der Hauptleute 2. Classe und der Lieutenants, an denen seiner Zeit die erste Vorlage scheiterte, dahin herbeizuführen, daß die volle Beitrags— pflicht auch für diese Offiziere principiell aner— kannt wird, die Durchführung des Princips aber so lange ausgesetzt bleibt, bis sich eine entsprechende Erhöhung der Gehälter herbeiführen läßt.
Chemnitz, 4. Nov. Gestern wurde hier ein Arbeiter wegen anarchistischer Umtriebe ver— haftet. Derselbe versuchte nach einer Mittheil— ung der hiesigen Behörde drei Soldaten für seine Ideen zu gewinnen und gegen ihre Vor— gesetzten aufzuhetzen. Die Soldaten— die Scene spielte vor einer Jahrmarktbude— holten einen Schutzmann und ließen den Arbeiter verhaften.
Weimar, 4. Nov. Der deutsche Kron— prinz traf heute zu den Vermählungsfeierlichkeiten hier ein. Derselbe wurde bei seiner Einfahrt in die Stadt von der zahlreich versammelten Bevölkerung, sowie von den Vereinen und Schulen, die Spalier bildeten, mit jubelnden Hochrufen begrüßt.— 6. Nov. Heute Nach— mittag fand die kirchliche Trauung des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg und der Prin⸗ zessin Elisabeth statt. Hieran schloß sich eine Cour und sodann Galatafel. Bei dieser brachte der Kronprinz das Wohl der Neuvermählten aus.
Merseburg, 7. Nov. Der deutsche Kron- prinz traf, vom Cultus minister v. Goßler be— gleitet, heute Vormittag unter dem Geläute aller Glocken hier ein. Um 10 Uhr begann die Feier im Dom, zu welcher sich der Kron— prinz mit allen Festtheilnehmern, die Geistlich— keit voran, in feierlichem Zuge begab. Die Ein weihung des Domes erfolgte durch den General— superintendenten Möller aus Magdeburg. ö
Sigmaringen, 6. Nov. Fuürst Leopold von Hohenzollern ist mit seinem zweitältesten Sohne(dem muthmaßlichen Nachfolger seines Oheims, des König Karl von Rumänien), dem Prinzen Ferdinand, nach Rumänien gereist. b
Aus
Stobt und Lanb. h. Friedberg. Unser Stadtkirchenbauverein hat
seit dem 1. October das erste Jahr seines Bestehens hinter sich. Die erste Jahres rechnung ist gestellt, sie ergibt einen Vorrath von 1864 M. 8 Pfennig, welcher verzinslich angelegt(st. Die Mitgliederzahl beträgt 345, nämlich 300 Einheimische und 45 Auswärtige. Aus diesen Zahlenverhältnissen ist klar, daß dem Verein nicht nur die Beiträge der Mitglieder regelmäßig, sondern außerdem reichliche Gaben zugewendet worden sind, die im Laufe des Jahres im Oberhessischen Anzeiger ver— öffentlicht wurden und wofür man wiederholt herzlich dankt. Aus dem Kreis der Geistlichen des Landes mehren sich die Beitritte immer mehr. So wünschenswerth es ist, daß unser Stadtkirchenbauverein immer mehr wächst, so sicher ist, daß wir auf diesem Wege die zur Herstellung der Stadtkirche nothwendigen Mittel nicht alle aufbringen können. Unsere Staatsbehörde und die Landstände müssen sich überzeugen, daß wir zwar unseren Kräften gemäß thun, was wir können, daß wir aber die zur Erhaltung und baulichen Instandsetzung der Stadtkirche nach der Meinung Sachverständiger nothwendige Summe nicht für uns allein und nicht zum größten Theil aufbringen können; die bauliche Herstellung eines solchen Baues und wle sie hier vorliegt, ist doch auch zugleich Sache des Staates. Die nöthigen Schritte zur Erwirkung eines namhaften Staatszuschusses sind von berufener Seite bereits ge— than worden.
h. Friedberg. Der„Feierabend für Lehrlinge“ hat am letzten Sonntag wieder unter zahlreicher Be— theiligung derselben begonnen. Die Erfahrung hat ge— lehrt, daß diese Veranstaltung auf die betreffende Jugend eine große Anztehungskraft ausübt, ein Beweis, daß dem noch jungen, unverdorbenen Menschen eine Unterhaltung, wie sie der Feierabend bietet, auch wohlgefällt. Die Beschäftigungen: Schreiben(insbesondere Briefschreiben), Lesen, geeignete Spiele, Erzählungen, kleinere populäre Vorträge, Singen und Zeichnen, mit der nöthigen freien Bewegung, so daß der Charakter der Schule nicht oder möglichst wenig hervortritt, aber die Hilfeleistung ge— eigneter Männer doch nicht fehlt, das muß einen guten Einfluß auf Forterziehung und Selbsterziehung der jungen Leute haben. Der Feierabend bildet einen Uebergang von der Schule zum Leben. Wir geben den Lesern des Anzeigers und unsern Mitbürgern gerne von Zeit zu Zeit Nachricht von dieser wohlthätigen Einrichtung und dürfen gewiß hoffen, daß zu den alten Freunden unserer Sache neue hinzukommen.
Rendel. Der hiesige Frhrl. v. Holzhausen'sche Jagdverwalter Moxter hatte vor einigen Tagen das Gluck, eine Doublette auf Fischottern zu machen, indem derselbe am Nidderufer ein altes und ein etwa halb— jähriges Exemplar erlegte.
Lich, 4. November. Gestern Abend mit Eintritt der Dunkelheit wurde die Einwohnerschaft durch plötzlichen Feuerlärm erschreckt. Es stellte sich heraus, daß das Feuer glücklicherweise nicht im Orte selbst ausgekommen, sondern daß es ein etwa eine Viertelstunde von Lich entfernt, im Felde, nächst der Straße Lich-Laubach,
sitzender Strohhaufen war, welcher brannte. Hinsichtlich der Entstehungsursache des Feuers herrscht die Ver—
muthung vor, daß eine absichtliche Brandstiftung vorliege.
Allerlei. Halle a. S., 4. Nov. Der heute Nachmittag 5 Uhr hier eintreffende Magdeburger Schnellzug hat in Köthen
einen Bierwagen überfahren. Beide Pferde desselben und zwel Personen sind todt. Die Geleise und die
Maschine sind beschädigt. zwei Stunden Verspätung.
Potsdam, 6. Nov. Im Marmorpalais war heute Morgen eine Balkenlage des Dachstuhls in Brand ge rathen. Das Feuer wurde alsbald gelöscht.
Wien, 5. Noo. Aufsehen erregt ein auf offener Straße begangener Mord; gestern Abend nach 10 Uhr wurde in der inneren Stadt auf der Wollzeile der Buch— druckereibesitzer Schloßberg von einem unbekannten jungen Manne erstochen. Da Schloßberg nicht beraubt ward, ist das Motiv der That räthselhaft.
Marseille, 5. Nov. Gestern ist nahe bei Oran an dem Zuge, der von Pelizane nach Oran fuhr, die Lokomotive explodirt. Lokomotivführer und Heizer wurden getödtet und dreizehn Güterwagen zertrümmert Die Reisenden sind unversehrt.
Genua, 2. Nov. In der Nähe der Statton Reeeo entgleiste ein Zug. Fünf Waggons wurden zertrümmert, zahlreiche Personen wurden verwundet.
Genua Depeschen von hier melden, daß durch—
Der Zug hatte in Folge dessen
schnittlich fünfzehn Cholerafälle auf den Tag vorkommen.
Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗ zogthum Hessen während des Monats August 1886. Rotzkrankheit: In Osthofen, im Kreise Worms,
wurde die über einen Bestand von 6 Pferden und einem
Esel wegen Verdachts der Ansteckung verhängte poltzeiliche Beobachtung wieder aufgehoben In einem anderen Ge hoͤfte steht noch ein Pferd als der Seuche verdächtig unter Sperre und vier Pferde als der Ansteckung ver dächtlig unter polizeilicher Beobachtung. In Wolf, im Kreise Büdingen, steht ein Pferd wegen Verdachts der Ansteckung unter polltzellicher Beobachtung. In Epperts—


