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Am 13., 14. und 15. Juli l. J. finden Seitens der Garnison Butzbach Gefechtsschießen

großen Exerzierplatze statt.

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Bekanntmachung.

zunächst gelegenen Orte ein, in Ihren Gemeinden noch besondere Bekanntmachung zu erlassen.

Friedberg den 6. Juli 1886.

In Gemäßheit der Instruction vom 2.

Bekanntmachung.

September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

1886 sich folgendermaßen für den Centner berechnen: Hafer M. 7.25, Heu M. 3.40, Stroh M. 2.60.

Friedberg den 6. Juli 1886.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Personen, bezüglich deren Aufenthaltsorte Auskunft begehrt wird: 1. Heck, Peter, Korbmacher von Astheim; 2. Klein, Johannes, Korbmacher von Ilbenstadt.

Friedberg den 5. Juli 1886

Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner.

Der gelegentlich des Ober⸗Ersatzgeschäftes profectirte Ausflug der Großherzoglichen Bürgermeister nach

Münzenberg findet

Samstag den 10. I. Mts. statt. Ankunft in Butzbach mit Zug 1118 Vormittags, von da per Fuhrwerk nach Münzenberg. Diejenigen Herren, welche sich an diesem Ausfluge betheiligen wollen, sich jedoch nicht in die Liste eingezeichnet haben, werden gebeten, sich bis zum Freitag Morgen bei Herrn Bürgermeister Jäger in Münzenberg anzumelden, damit für Bereithaltung der erforderlichen Fuhr

werke ꝛc Sorge getragen werden kann.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Ministerialrevisor Rech nungsrath Jäger wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt und der Finanzasp. Lauckhard aus Mainz zum Ministerialkalkulator 2. Kl. ernannt.

Berlin. Die Meldung, daß Rußland mit der einseitigen Aufhebung des die Frei hafenstellung Batums stipulirenden Artikels 59 des Berliner Vertrages von 1878 vorgehe, wird, dem Fr. Journ. nach, hier für zutreffend gehalten. Eine beunruhigende Deutung wird diesem Schritte in hiesigen diplomatischen Kreisen nicht beigelegt; es besteht vielmehr die Ansicht, daß derselbe von den Mächten ebenso als vollendete Thatsache anerkannt werden wird, wie seinerzeit die bulgarisch-ostrumelische Union.

Ems, 5. Juli. Der Großherzog und die Großherzogin von Meckleuburg-Schwerin sind nach Coblenz gereist, um die Kaiserin zu besuchen, kehrten Abends hierher zurück und reisen morgen nach Frankfurt ab.

München, 6. Juli. Die Antwort des Prinz-Regenten auf das Demissionsgesuch des Ministeriums lautet: Die sämmtlichen Minister haben mir mit gemeinsamer Vorstellung vom 5. Juli die Bitte um Enthebung von ihren Aemtern unterbreitet und in eingehender Be gründung diese Bitte, namentlich die sich mehren den Angriffe auf das gesammte Staatsministerium hervorgehoben. Solche Angriffe vermögen jedoch die in mir feststehende Ueberzeugung nicht zu erschüttern, daß das gesammte Staatsministerium unter den schwierigsten Verhältnissen seine auf opfernde Hingebung an Krone und Land be währt hat und für die Interessen, welche das selbe zu schirmen und zu fördern berufen, in ersprießlichster Weise eingetreten ist. Das Be streben des gesammten Staatsministeriums ist, wie ich in eigener reger Antheilnahme an den Staatsangelegenheiten seit Jahren wahrzunehmen Gelegenheit hatte, fortdauernd darauf gerichtet, in pflichtmäßiger, objektiver Würdigung der Sach lage die geistigen und materiellen Güter des Volkes zu erhalten und zu mehren. Von dem hierbei Erzielten steht mir der Schutz der Reli gion und die Wahrung des Friedens unter den Confessionen obenan und ich empfinde mit ganz besonderer Freude, daß zu öfteren Malen von der höchsten katholischen kirchlichen Autorität die

vollkommene Befriedigung über die Lage der katholischen Kirche in Bayern ausgesprochen worden. Von großer Bedeutung sind auch die

zahlreichen Bestrebungen des Ministeriums, welche

heriges Wirken, insbesondere für ihr treues, gewissenhaftes Aushalten in den letzten schweren Zeiten, sowie mein volles Vertrauen mit dem Beifügen aus, daß ich des Rathes so dienst erfahrener, erprobter Männer nicht entbehren möchte, vielmehr deren Verbleiben im Amte ausdrücklich wünsche. Ich hoffe und erwarte, daß immer mehr alle jene, denen das Wohl unseres theueren Vaterlandes am Herzen liegt, mitwirken werden, dem Lande vor allem die Segnungen des inneren Friedens zu sichern.

Ausland.

Oesterreich. Wien, 5. Juli. Gestern Morgen traf der Kaiser mit einem Separat Hofzuge aus Wien in Ischl ein. Nachmittags langten die Kaiserin und die Erzherzogin Marie Valerie via Bischofshofen-Steinach aus Gastein hier an.

Frankreich. Paris, 5. Juli. Der Senat genehmigte die Vorlage über die Weltausstellung von 1888 und die deutsch-französische Convention über die Abgrenzung der Colonien in Westafrika.

Griechenland. Athen, 4. Juli. Die Königin hat heute mit ihren beiden Töchtern und mit dem Prinzen Audreas auf einer griechi schen Pacht über Odessa die Reise nach Peters burg angetreten, das russische KriegsschiffDons koi mit dem Contreadmiral Kasnakoff an Bord, gibt derselben bis zu den Dardanellen das Geleite. Die Abreise des Königs soll im Laufe dieser Woche erfolgen. Im Ministerium ist man mit der Ausarbeitung von Entwürfen zur Neform der Armee und Marine und anderer Verwaltungszweige beschäftigt.

Großbritannien. London, 6. Juli. Unter den nunmehr bekannten 307 Wahlen sind 168 Conservative, 36 dissentirende Liberale, 76 Gladstonianer und 27 Parnelliten. Dilke unter lag in Chelsea mit 176 Stimmen Minorität; wiedergewählt wurden Labouchere, Bradlaugh, George Hamilton und Stausfeld. Die Con servativen und dissentirenden Liberalen gewannen 25 Sitze, die Gladstonianer 10 Sitze.

Dublin, 6. Juli. Um Mitternacht griff ein Volkshaufen das Local des conservativen Arbeiterclubs uud die Orangisten-Hall an und versuchte die Thüre zu erbrechen. Die Insassen feuerten aus den Fenstern auf die Angreifer, von denen einer getödtet und 36 verwundet wurden. Die Polizei stellte die Ordnung wieder her.

Aus Stadt und Land.

die Stärkung des Wohlstandes und der Steuer kraft im Lande bezwecken, und in beiden Be ziehungen, soweit die Regierung dazu beizutragen vermag, relativ günstige Zustände angebahnt und gefestigt haben. In Erwiederung der Vor stellung sämmtlicher Minister spreche ich den selben meine volle Anerkennung für ihr seit⸗

Besprechung.

h. Friedberg. Eine Angelegenheit die fast alle

Bewohner unserer Stadt in hohem Grade bewegt, darf

wohl auch einmal in der Presse berührt werden. Die Erwerbung resp. die Wledererwerbung der Seewiese vom Fiskus für unsere Stadt hält die Gemüͤther Aller in großer Spannung und bildet den Gegenstand vielfacher Wie werthvoll uns die Seewiese seither für verschiedene Veranstaltungen war, weiß jeder Be

noch gemacht werden kann, wenn sie Eigenthum unserer Stadt ist, können sich Viele denken. Win wollen absichtlich keine speziellen Ausführungen hier machen. Für den Staat wird sie nur verhältnlßmäßig geringen Nutzen ab⸗ werfen durch den Erlös für Heu und Grummet, wie man jetzt schon sehen kann. Der Staat und seine in dieser Sache maßgebenden Beamten werden gewiß in Er

wägung aller Verhältnisse es an Entgegenkommen, wie

es nur allein billig und recht ist, nicht fehlen lassen

Unser Stadtvorstand möge sich in seiner Thätigkeit für

Erwerbung der Seewiese durch den Gedanken gestärkt und ermuthigt fühlen, daß alle Einwohner der Stadt ohne Ausnahme bei Allem, was er in der Sache thut, hinter ihm stehen und es an dankbarer Anerkennung nicht fehlen lassen werden.

l. Friedberg. Durch verschiedene Blätter lauft die Nachricht, der Kaiser habe die Ehrenmitgliedschaft der Darmstädter Freimaurerloge angenommen. Es ist die Nachricht in dieser Form absolut unrichtig. Der Kaiser hat die Ehrenmitgliedschaft der hessischen Großloge Zur Eintracht angenommen, welcher Großloge sämmt⸗ liche hessische Logen, also auch die Darmstädter und die Friedberger ꝛc. ꝛc. angehören.

b. Bad⸗Nauheim, 7. Juli. Nächsten Freitag ist der Geburtstag des Erbgroßherzogs von Baden und man erwartet bei dieser Gelegenheit hohen Besuch. Abends wird die Badedirektion zur Feier des Tages ein Feuerwerk abbrennen lassen und der bengalisch be leuchtete Sprudel in seiner vollen Höhe springen. Gestern begab sich die Erbgroßherzogin nach Frankfurt, machte dort in verschiedenen Läden Einkäufe und besuchte die Herzogin von Nassau in Königstein.

Mainz, 3. Jult. Kurz vor 3 Uhr Mittags brach in der in dem Gartenfelde gelegenen Lederfabrik Michel, Mayer und Denninger ein großer Brand aus. Das Feuer war in der, lediglich mit den Holzvorräthen der Fabrik gefüllten, ebenfalls aus Holz erbauten Gebäulich keit ausgebrochen; mit einer wahrhaft unglaublichen Schnelligkeit verbreitete sich in wenigen Minuten das Feuer über das ganze Gebäude, so daß dasselbe ein Flammenmeer bildete. Sowohl die freiwillige als auch die Militärfeuerwehren waren bald nach Ausbruch des Feuers zur Stelle und arbeiteten beide mit unermüdlichem Eifer und zeichnete sich besonders die Militärfeuerwehr in dem Zufahren von Wasser, welches Anfangs sehr mangelte, aus. An eine Rettung des Gebäudes oder dessen Inhaltes konnte nicht gedacht werden und mußten sich die meisten Spritzen damft befassen, die in der Nähe befindlichen Fabrikräumlichkeiten zu decken, was auch vollständig gelang.

Darmstadt, 5. Juli. Bel der Feter des 50 jähr. Jubiläums der technischen Hochschule fand vorgestern nach dem Festagetus das Festessen statt, an welchem sich etwa 300 Personen betheiligten. Dasselbe verltef in sehr ge bobener Stimmung; aus der großen Menge von Toasten, die dabei ausgebracht wurden, heben wir nur dlejenigen auf den Landesfürsten, den deutschen Kaiser, die technische Hochschule, das Staats ministerium, das Doeenten collegium, die Stadt Darmstadt, die Festgäste hervor. An das Festessen schloß sich ein Gartenfest mit daranf folgendem Balle an. Die geräumigen Lokalitäten des Saalbaues vermochten kaum die Theilnehmer alle zu fassen. Dem Frühschoppen im Garten des Saalbaues am 4. Jult ging eine Generalversammlung des Vereins ehemaliger Studirender der Hochschule voraus, in welcher der Vorstand ermächtigt wurde, im Falle sich ein Defieit bei der Jubelfeier ergeben sollte, zur Deckung desselben aus den Vereinsmitteln einen Zuschuß bis zu 500 Mark beizusteuern. Wird der Zuschuß nicht nöthig, so soll eine Summe bis zu dieser Höhe zur Abrundung des Stift⸗ ungsfonds verwendet werden dürfen. Es wurde sodann eine Stiftung gegründet, aus deren Zinsenerträgniß strebsamen, talentvollen Studirenden der Darmstädter Hochschule durch Stipendien die Mittel gewährt werden sollen,um lehrreiche Werke und Ausführungen der Industrie und Kunst älterer und neuerer Perkoden und

wohner hiesiger Stadt und wie werthvoll sie für uns

technische Etablissements kennen zu lernen. Hierauf

f 11 mit scharfer Munition auf dem dortigen Indem wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, laden wir die Großherzoglichen Burtermeistereien der

Artikel für den Monat Juni

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