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1886. M. 22.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Donnerstag den 8. April.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Areisblatt für den Areis Friedberg. e eee

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Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Am begann ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger; nur 4 derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonne g A ril 1 Mark 25 Pf., mit Bestellgeld 1 Mark 30 Pf. 1 Mark 1 Bei der Verlags-Expedition kostet derAnzeiger pro 2. Quartal* Amtlicher Theil. Betreffend: Gesuch des Hof⸗Schornsteinfegermeisters Frick zu Friedberg um Verpflichtung seines Gehülfen

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Sch ornsteinfeger-Kehrbezirks Friedberg. 1 2 9 2* Sie wollen in Ihren Gemeinden bekannt machen lassen, daß der Schornsteinfeger Adam Roh mann zu Friedberg als Stellvertreter des

f ment beträgt bei den Kaiserlichen Reichs-Poststellen vierteljährlich In Bad⸗Nauheim durch Herrn Bernhardt bezogen kostet der Anzeiger pro Quartal 1 Mark 40 Pf. r Adam Rohmann als Stellvertreter für Besichtigung neuer Feuerungsanlagen. Friedberg am 6. April 1886. Feuerstätte⸗Besichtigers Frick dahier für den Schornsteinfeger-Kehrbezirk Friedberg ernannt und in Pflichten genommen worden ist.

bringen wir die nachfolgenden Actenstücke:

aufgestellten Güter

getragen ist;

2. das Protokoll der Commission, welches

beiten, sowie auf die Lage und Richtung der Grundstücke bezieht;

Arbeiten; 4. eine Uebersichtskarte 1: 500 mit dem und Grabennetz und dem Drainageproject;

Berechnung;

1. die zum Zwecke der Klassenvertheilung nach der Abschätzung

geschosse(Formular 6 der Instruction), in welchen die Anspruchsberechnung, abzuͤglich des zur Errichtung der gemeinsamen Anlagen erforderlichen Procenksatzes, für die einzelnen Grundstücke ein

ung des Wege- und Grabennetzes und der sonst auszuführenden Ar

3. den Kostenüberschlag über die auszuführenden Meliorations

5. die Nachweisung der reinen Theilungsmasse und Anspruchs

Dr. Wallau.

Bekanntmachung.

Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke in Theilen der Fluren 1und II der Gemarkung Ober-Mörlen,

In Gemäßheit des F. 33 der Instruction vom 7. November 1876

sammtcommission vom

sich auf die Projectir⸗ 5 8 e 0 Von denjenigen neuen Gewanne und 355 der Commission angen sich auf die nunmehr lässig. Nach Art. 32

eingezeichneten Wege

von Freitag den 9. bis 23. April l. J. auf Ober⸗Mörlen zur Offenlegung und Einsicht der Interessenten.

Waͤhrend der gedachten Frist, oder aber in dem Termine am Sonnabend den 24. April l. J., Nachmittags von 3 bis 4 Uhr, können Reklamationen gegen die offen gelegten Acten, insoweit über solche nicht bereits früher abgestimmt worden ist, erhoben werden.

hier die II. Offenlegung.

6. das Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths und der Ge

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2. April l. J. während 14 Tagen, und zwar

dem Gemeindehaus zu

Betheiligten, welche nicht spätestens in diesem

Termine Reclamationen erheben, wird Einverständniß mit den Beschluͤssen

ommen und sind spätere Reklamationen, welche offen gelegten Arbeiten beziehen, nicht mehr zu⸗ des Gesetzes vom 18. August 1871 ist Wieder

einsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumniß der Reklamations und Recursfristen ausgeschlossen. Friedberg den 6. April 1886.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 8 enthalt: Bekanntmachung, Abänderungen der Postordnung vom 8. März 1879 betreffend.

Postpersonalnachrichten. Ernannt sind die Telegraphenassistenten Diemer in Mainz und Henkel in Darmstadt zu Ober⸗Telegraphen assistenten. Angestellt ist der Postassistent Merz in Mainz. Versetzt sind der Telegraphen-In spektor Treutler von Potsdam nach Darmstadt, der Postsecretär Krischen von Cöln nach Darm stadt, der Postsecretär Bischoff von Mainz nach Darmstadt, der Postsecretär Merz von Metz nach Mainz, der Telegraphenmechaniker Fenner von Frankfurt nach Darmstadt. Uebertragen ist dem Telegraphensecretär de Ahna in Mainz eine Obertelegraphensecretärstelle daselbst. Gestorben ist der Postverwalter a. D. Greb in Grebenhain.

Der außerord. Professor Dr. Wiedemann wurde zum ord. Professor der Physik an der technischen Hochschule, und der Expeditor Quick an der Station Auerbach zum Expeditor der Station Zwingenberg ernannt.

Berlin, 5. April. Der Bundes rath ertheilte heute dem Socialistengesetz in der vom Reichstage beschlossenen Fassung seine Zu stimmung und wird auch, wie allgemein an genommen wird, den Beschlüssen des Neichstags in Sachen der Zuckersteuer beitreten.

5. April. Reichstag. Nach unerheblicher Debatte wurde der Gesetzentwurf uber die Zu

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stellung der Arrestbefehle in dritter Lesung ge

nehmigt. In erster und zweiter Lesung wurde der Freundschafts- und Handels-Vertrag mit Sansibar angenommen. Es verlautet, der Seniorenconvent des Reichstags habe beschlossen, den Kanzler zu ersuchen, von der Einbringung einer neuen Brauntweinsteuervorlage in dieser Session abzusehen und sie erst in der Herbst⸗ session zur Vorlage zu bringen. 6. April. Zweite Lesung der Vorlage, betr. die Unfall und Kranken⸗Versicherung der land- und forst wirthschaftlichen Arbeiter. Gegenüber den Aus führungen Schrader's erklärte Staatssecretär v. Bötticher, die Principien der Unfallgesetzgeb ung seien durchaus nicht in dem vorliegenden Gesetze aufgegeben; die Schwierigkeit, fuͤr das ganze Reich eine einheitliche Organisation zu schaffen, sei schon in erster Lesung hervorge hoben worden. Die Commission glaubte, der Landesgesetzgebung in Bezug auf statutarische Bestimmungen einen weiteren Spielraum geben zu müssen. Nach wenig erheblicher Debatte, woran die Abgg. Buhl, v. Frankenstein, Struck mann, v. Rheinbaben, Barth, v. Helldorf, Schrader, Kalle und Bamberger sich betheilgten, wurden die ersten elf Paragraphen durchweg nach den Commissionsbeschlüssen angenommen.

6. April. Der Commandant des Kanonen bootsCyclop, Capitänlieutenant Stubenrauch, meldet telegraphisch von der westafrikanischen Station: Beschoß Moncy(2) Bimbia, habe gelandet und die Stadt zerstört. VomCyelop keiner verwundet. Der Gouverneur ist anwesend.

Eine Erkrankung des Staatssecretärs im Reichsschatzamt, v. Burchard, ist ernster Natur. Derselbe wird sich längere Zeit von den Ar beiten fernhalten müssen.

5. April. In der heutigen Sitzung der kirchenpolitischen Commission erklärte Minister v. Goßler, nachdem in der letzten Commissions⸗ sitzung ein Mitglied(Bischof Kopp) erklärt habe, die Curie wolle nur eine einmalige Anzeige pflicht für die gegenwärtig zu besetzenden Stellen zugestehen, habe die Regierung den Gesandten v. Schloͤzer aus Rom nach Berlin berufen, welcher ersteres bestaͤtigte und weiter mittheilte, der Papst habe die Ueberzeugung geäußert, daß nach erfolgter Herstellung eines Friedens die weitere Anerkennung der Anzeigepflicht ge währt werden könne. Hinsichtlich des Ein spruchsrechts des Staates sei der Papst ein verstanden, daß die Sache so gehalten werde, wie in Württemberg. Die Regierung werde dem König rathen, nicht eher zu dieser Frage Stellung zu nehmen, bis der Landtag sich ge äußert. Der Minister verließ alsdann die Sitzung, welche nur kurze Zeit waͤhrte.

6. April. Abgeordnetenhaus. In zweiter Lesung wird der Gesetzentwurf über Bestrafung von Schul-Versäumnissen in den Provinzen Preußen und Schlesien bezw. der Grasschaft Glatz erledigt. Ferner wurde in dritter Lesung die Secundärbahnvorlage genehmigt. Bei der dritten Lesung der Ansiedlungsvorlage für die [Ostprovinzen vertagte sich das Haus.