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niß einer solchen Einigung und konnen unser verfassungsmäßiges Recht nicht aufgeben, indem wit auf dasselbe verzichten, um die Annahme des Budgets zu erreichen. Wir ersuchen ernst

haft und dringend beide Kammern, die noch

verbleibende Zeit zu benutzen, um eine Einigung herzustellen und versichern, daß unsere Liebe und Treue zum Grundgesetze nicht geringer als die des Folkethings ist, und daß es unser fester Wille ist, die grundgesetzmäßige Freiheit der Machtvertheilung zu wahren.

Holland. Haag. In der Vorlage, be treffend die Revision der Verfassung, wird be antragt, daß bei dem Fehlen männlicher oder weiblicher Descendenten die Thronfolge an die jenige Prinzessin vom Hause Oranien übergehen soll, welche in der Linie der Descendenz von dem Konig Wilhelm J. durch die Primogenitur dem letzten König am nächsten steht.

Schweden. Stockholm, 20. März. Die Anträge auf Einfuhrung von Getreideeinfuhr zöllen wurden in der ersten Kammer mit 72 gegen 52 Stimmen und in der zweiten Kammer mit 114 gegen 93 Stimmen abgelehnt.

Frankreich. Paris, 21. März. Der Senat genehmigte im Verlaufe seiner heutigen Sitzung alle von der Kammer beschlossenen Budgetänder ungen und nahm das Budget pro 1885 endgültig an. Gavardie(Rechte) griff die Majorität und die Minister auf das Heftigste an und wurde drei Mal zur Ordnung gerufen.

Die egyptische Conferenz wird dem Ver nehmen nach erst am 15. April in Paris zu sammentreten.

Großbritannien. London, 20. März. Unterhaus. Lord Hartington bemerkte zum Kriegsbudget für das nächste Finanzjahr: Das⸗ selbe umfasse nicht alle Bedürfnüsse, einige Creditforderungen würden erst nach Ostern vor gelezt werden, wie für die Nil- und Sudan Expeditionen und die Eisenbahn Suakin-Berber. Die Recrutirung betrug im letzten Jahre 35650 Mann, also 7500 mehr, als zur Aus füllung der Lücken erforderlich waren. Im Su dan und Egypten befinden sich jetzt 16400 Mann; die Reserve zählt gegenwärtig 39 244, die Miliz 30 803, das Freiwilligencorps 208 000 Mann. Die Festungswerke in Hongkong würden im nächsten Jahre vollendet werden, diejenigen von Trincomaln, Singapore, der Simonsbay und der Sierra Leone, sowie das Fort Elisabeth würden begonnen werden. In Chatham würde eine Uebungsschule für die Bedienung der unter seeischen Minen errichtet. Lord Hartington be antragt schließlich, den Effectivbestand des Heeres auf 114694 Mann festzustellen. Fitzmaurice erklärte auf Anfragen, die Regierung habe keine Mitheilung davon erhalten, daß die deutsche Flagge auf Samoa gehißt worden sei.

Die Legislatur von Samoa nahm das Gesetz zum Zweck der Annexion der Samoa Inseln durch Neuseeland an. Die Regierung von Neuseeland erhielt eine Abschrift des Gesetzes.

Italien. Rom. Der Papst hat der rus sischen Regierung wegen der Verbannung des Erzbischofs von Wilna einen Protest übersandt.

21. März. Im Senat begründen Cas sacciolo und Viteleschi ihre Interpellationen über die auswärtige Politik des Cabinets. 21. März. Deputirtenkammer. Bei der Debatte über die Agrarfrage erklärte der Ministerpäsident Depretis, daß er einer Erhöhung der Getreide zölle nicht zustimme. Cairoli beantragte darauf eine gegen das Cabinet gerichtete Tagesordnung. Dieselbe wurde mit 236 gegen 134 Stimmen abgelehnt.

Montenegro. Cettinje, 21. März. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Oesterreich sind gestern in Cattaro eingetroffen, und heute in Begleitung des Erzherzogs Johann, des Statthalters von Dalmatien und des öster reichischen Ministerresidenten Milinkovich in einer montenegrinischen Hofequipage nach Cettinje abgereist.

Rußland. Petersburg, 22. März. Die

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begingen die deutschen Reichsangehoͤrigen des VereinsPalm bereits gestern Abend durch ein Festessen in ihrem Vereinshause. Ein weiteres Festdiner deutscher Reichsangehöriger findet heute Nachmittag imHotel Demuth statt. Egypten. Kairo, 20. März. Die eng lischen Truppen sind bei Tagesanbruch von neuem gegen Hasheen vorgerückt. Nach fünf stündigem Kampf wurden alle Stellungen Os man Digma's besetzt.

Amerika. New-Vork, 21. März. Eine Depesche aus San Juan in Nicaragua meldet: Nachrichten aus dem Inneren zufolge haben sich die Truppen von Nigaragua und San Salvator an der Grenze von Honduras con centrirt. Ein demnächster Angriff ist wahr scheinlich. In Honduras ist ein Aufstand aus gebrochen.

China. Peking. Der Pekinger Corre spondent derTimes meldet, daß die Gerüchte, es sei eine Rebellion in Kaschgar ausgebrochen, sich bestätigen. Das Tsungli-VPamen fürchtet, dieses Ereigniß dürfte die Kuldschafrage wieder auf das Tapet bringen.

Shanghal, 22. März. Der englische Ge sandte in Peking, Harry Parkes, ist gestorben.

Aus Stadt und Land.

Friedberg, 21. März. Gestern Abend bielt das Comité für die Bismarckfeier eine Sitzung ab und wurde bestimmt, daß die Feier am 1. April stattfinden wird. Man erwartet, daß die Einwohner durch Flaggenschmuck auch der Stadt äußerlich ein festliches Gepräge geben. Die neue Schützenstraße wird in Zukunft den Namen Bismarckstraße führen; seitens des Comités wird an den Reichskanzler ein Glückwunschtelegramm abgesandt werden. Vorgesehen ist ferner ein Nachmittags concert auf der Promenade und Abends ein Bankett im Hötel Trapp, zu dem die Gesangvereine, sowie die Dilettantenkapelle ihre Mitwirkung zugesagt haben. Bei demselben wird außer Wein auch Flaschenbier verabreicht werden. Professor Ur. Weiffenbach hat den Toast auf den Reichskanzler übergommen. Wir können sonach einem schönen und erhebenden Feste entgezensehen und verspricht die Theilnahme eine außerordentliche zu werden.

Friedberg. Zur Bismarckspende gingen nachträglich noch ein: aus Bruchenbrücken M. 4.59, aus Leidhecken M. 2, aus Friedberg M. 33.55; zusammen also M. 910.80, hiervon gehen ab unvermeidliche Kosten M. 23.21(durch die Annoncen erwuchsen keine Kosten) und wurden sonach M. 887.59 an das Landescomité in Darmstadt abgeliefert. Bezüglich der Verwendung der Spende läßt sich die Köln. Ztg. wie folgt aus:Wir hoffen, daß man sich dahin einigen werde, die gesammelten Gelder dem Reichskanzler zu überreichen, der darüber befinden möge. Ein Ausscheiden eines beliebigen Theils derselben zu einem andern Zweck, etwa zum Ankauf des Gutes Schön haufen für den Fursten, muß unstatthaft erscheinen, da die Gabe als eine einheitliche gedacht und von der über wiegenden Mehrzahl der Aufbringer gemeint war. Nur wird es Pflicht des Comités bleiben, aus dieser natio nalen Spende diejenigen Beiträge auszuscheiden, welche etwa ausdrücklich zum Zwecke eines Gutkaufes gespendet worden waren; über alle übrigen jedoch hat ausschließlich der Reichskanzler selber zu bestimmen. Das ist etwas so Selbstverständliches, daß wir nicht begreifen, wie Meinungsverschiedenheit oder Unklarheit in dieser Sache hat aufkommen können.

t. Assenheim. Bis zum 18. März sind folgende Beträge zur Bismarck-Spende bei Kammerdtreetor Dr. Geyger dahier eingeltefert worden: aus Assenheim mit Wickstadt von 56 Personen M. 120, Büdesheim 61 Personen M. 519.20, Bönstadt 21 Personen M. 16.40, Groß⸗Karben 49 Personen M. 32.65, Heldenbergen 4 Per sonen M. 6, Rendel 25 Personen M. 15.60, Ostheim bei Windecken 21 Personen M. 28.30, Klein-Karben 5 Personen M. 16.30, Okarben 59 Personen M. 26.40, Petterweil 5 Personen M. 4.30, Dortelweil 52 Per sonen M. 22, zusammen M. 807,5.

Allerlei.

Constanz. Am Dienstag Morgen, etwa 12 oder 13 Minuten nach 7 Uhr, wurde lautBodensee-Ztzg. in Münsterlingen, Altnau, Güttingen, Uttweil bis Romanshorn ein heftiger Erdstoß bemerkt. Richtunt von Westen her mit kurzem donnerähnlichem Getöse. Am Seeufer will man zwei Slöße beobachtet haben.

St. Johann, 19. März. Man berechnet die Zahl der Todten jetzt auf 176. Nach Lebenden sucht man nicht mehr. Die Zahl der Wittwer und Waisen be⸗ trägt 450. Eine Kommission vom Oberbergamt in Bonn ist zur Stelle, von Berlin werden Kommissäre des Ministeriums erwartet. Die Grube war sehr trocken und staubig, bis 600 Meter tief, die Temperatur betrug bis 320 Reaumur. Die Einrichtungen waren neu und galten als vorzüglich. Beim Abräumen fand man heute in der Grube einen Grubenkarren, auf dem die Worte standen:Es ist jetzt halb acht. Wenn bald Hilfe

20. März Es sind he

eule noch 15 deich N schacht; ihre Förderung wird wegen entgegensteher Hindernisse vorläufig unmöglich sein. Im Zechenhau,

bisher nicht rekognoszirt. Unter großer Theilnahme fand heute in Dudweiler die Beerdigung von 29 der ver⸗ unglückten Bergleute und in Herresohr von 50 derselben stakt. Die Spitzen der Bergbehörde, die Geistlichkeit belder Confessionen, die Feuerwehr und eine bergmännlsche Deputation aus der Pfalz wohnten derselben bel.

Berlin. Staatsseeretär Stephan ist vom Katser in den Adelstand erhoben worden.

Berlin, 21. März. Das spanische Hülfscomfté hielt heute seine Schlußsitzung ab. Der Schatzmeister berichtete, daß aus Deutschland nahezu eine halbe Million Mark aufgebracht worden seien. Der Botschafssekretär Dupuy de Lome sprach dem Comité den Dank des Königs und der spanischen Natton aus. Der Präsident erwiederte, daß Deutschland diesen Anlaß wahrgenommen habe, um Spanten seine Sympathle zu bezeugen.

Temesvar, 21. März. Auf dem hlesigen Postamte eyplodirten heute 6 von Mannheim eingegangene Säckchen, wobei ein Postbeamter schwer verletzt und in den Post räumlichkeiten ein nicht unerheblicher Schaden angerichtet wurde.

Gerichtssaal.

Gleßen. Schwurgerichtsverhandlung am 19. März gegen Posthülfsboten Ludwig Schäfer von Watzen born, wegen Verbrechens im Amte. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten unter Annahme mildernder Umstände für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Ge⸗ fängnißstrafe von 8 Monaten, abzüglich 2 Wochen Unter⸗ suchungshaft, verurthellt. Schwurzerichtsverhandlung am 20. März gegen Karl Schleuning II. Ehefrau von Feldkrücken, wegen Betrugs resp. Brandstiftung. Die Geschworenen verneinten die ihnen vorgelegte Schuld frage, in Folge dessen die Angeklagte von Strafe und Kosten freigesprochen wurde.

Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗ Theater in Frankfurt. i Opernhaus.

Dienstag den 24.: Norma.

Mittwoch den 25.: Geschlossen.

Donnerstag den 26.: Gastsptel des Herrn Nawiaski. Tell.

Tell: Herr Nawiaski.

Freitag den 27.: Vorstellung bei ermäß. Preisen. Stradella. Samstag den 28.: Letztes Gastspiel des Herrn Nawtiaskt.

Der Trompeter von Säkkingen. Werner: Herr Nawiaskt. Sonntag den 29.: Neu inseenirt: Flgaro's Hochzeit.

Schausplelhaus.

Dienstag den 24.: Viel Lärm und Nichts.

Mittwoch den 25.: Neu einstudirt: Macbeth.

Donnerstag den 26.: Geschlossen.

Freitag den 27.: Doctor Klaus.

Samstag den 28.: Der Hüͤttenbesitzer.

Sonntag den 29.: Darstellung der Wallenstein-Triologie von Schiller an einem Tage. Vormittags 11 Uhr: Wallensteins Lager. Hierauf: Die Piecolomini. Abends 6 Uhr: Wallensteins Tod.

Montag den 30.: Macbeth.

2 2 Aufruf!

Eine entsetzliche Katastrophe hat in der Saargegend zahlreiche Opfer gefordert. Fast 500 Wittwen und Waisen betrauern den Verlust ihrer Ernährer. Zu dem Schmerz gesellen sich die Sorge und das Elend. Da gilt es helfen, und je schneller die Hilfe zur Stelle ist, um so größer wird ihr Segen sein. Wir wenden uns deßhalb an das Mitgefühl und den Wohlthätigkeitssinn unserer Leser mit der Bitte, die noch immer von Erfolg gewesen ist: Nebmt Euch der Unglücklichen an, spendet für sie Jeder nach seinen Kräften!

Die Expedition des Oberhess. Anzeigers.

Bereits gingen ein: Von August und Carl Trapp M. 50, Frau Breidenstein M. 5.

Briefkasten.

Die uns in dankenswerther Weise zugesandten Be⸗ richte über die Kaiserfeier hier und in Bad⸗ Nauheim, sowie der Artikel über das Bad Nauheim, ebenso 6 größere, erst heute früh gesandte Annoncen mußten wegen Mangel an Raum fur die nächste Nummer zurückgestellt werden. Die Redaetion.

Holzversteigerung.

1166 In dem Ober-Rosbacher Domanial⸗ walddistrikt Mainzerbecke, Schlag J., kommen Mittwoch den 1. April, von Morgens 10 Uhr an;:

reisern geeignet) zur Versteigerung. Ober-Rosbach, 21. März 1885. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Ros bach. Stra

Bekanntmachung.

Von heute an kann das am 5., 6. u. 7. Febr. d. J. im hiesigen Gemeindewald verkaufte und genehmigte Holz abgefahren werden.

Södel am 21. März 1885.

kommt, können wir noch gerettet werden.(Name des Steigers). Um 12 Uhr kam man an jener Stelle an

Frier des Geburtstags des Kaisers Wilhelm

und fand alle daselbst beschäftigt gewesenen Arbeiter todt. 1159

Großherzogliche Bürgermeisterei Söoͤdel. 5 Reitz

legen noch 7 Leichen, schrecklich verbrannt, 3 davon sind

3500 Wellen Eichen-Birken-Reisig(theilweise zu Besen⸗ 9

1153 Stadt! schend

Die Sutrse Buß

1162 Kipper kufttig Da halten uhalte andern

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