——
2
S—
—
wollen. Mit dem Büreau der Verpflegungsstatlon ist eine Arbeltsnachwelsestelle verbunden, und sind seitens des Polizetamts alle Industrielle und Gewerbe— treibende, welche Gehilfen und Arbeiter bedürfen, ersucht, ihren Bedarf jeweils dem Büreau schriftlich mitzuthellen, damit ihnen vorkommenden Falles die Statlonshilfe in Anspruch nehmende Arbeitsuchende der betreffenden Branche zugewiesen werden können.“„Ferner:„Die Natural— verpflegungsstation verpflegte gestern, als am Tage ihrer Eröffnung, 18 Personen. Dieselben erhielten Nachtessen, Quartier für die Nacht u. s. w. Heute Morgen mußten dieselben 1 bis 2 Stunden für das ihnen Gebotene arbeiten, wie Holz kleinmachen ꝛe. Die Leute bezeigten sich sehr dankbar und zogen dann wohlgemuth weiter.
Mainz, 20. Oct. Die Polizei fand heute in dem Aborte der Wirthschaft„Zum Tannenbaum“ in der Sack— gaffe den Kopf, sowle die Beine des ermordeten Schuh— macher Wothe und wurden diese Körpertheile mit Be— stimmtheit als zu dessen Rumpf gehörig eruirt. Das letzte Dunkel über den sensationellen Mord wäre somit gelichtet.
. Allerlei.
Usingen. Unter den standesamtlichen Aufgeboten in Nr. 226 der„Nassaulschen Volksztg.“ heißt es:„Der Tünchergehilfe Adam Karst von Hasselbach, Amts Usingen, wohnhaft dabier, und Katharine Hilz von Fischbach, Amts Königstein, wohnhaft dahier, und Karoline Elise Susanna Wilhelmine Schweitzer von hier, wohnhaft da— hier.“ Und das Standesamt billigt dieses bigamische Verhältniß?
Oberammergau, 16. Oet. Gestern Nachmittag erhob sich ein starker, auffallend warmer Südwind, der die Nacht über andauerte und allmählig an Heftigkeit zunahm, so daß er die Häuser erzittern machte. In Ober⸗ und Unterammergau deckte, den„N. N.“ zufolge, der Wind viele Dächer ab, 60 bis 70 Fuß hohe Baume wurden massenweise entwurzelt, besonders am Sonnen— berg knickte er Hunderte von starken Bäumen wie Zuͤnd— hoͤlzer ab. Die Straße von hier nach Oberau wurde von kreuz und quer über dieselbe geworfenen Stämmen unpassirbar gemacht und die Bewohner der anliegenden Ortschaften hatten schwere Arbeit, diese wieder frei zu machen. In Graswang soll der Sturm ähnlich gehaust haben und auch in Partenkirchen wurde unter vielen anderen Beschädigungen das Dach der Schnitzschule stark mitgenommen.
Literarisches.
Ein fröhliches„Glück auf!“ rufen wir einer neuen jungen Zeitschrift„Siegfried“ zu, welche es sich zur speztellen Aufgabe gestellt hat, der schädlichen Colportage⸗ Literatur entgegenzuwirken, und welche für den denkbar billigsten Preis(für drei Monatshefte! Mark) anregende, unterhaltende und belehrende geistige Kost bietet. Das erste uns vorliegende Heft des„Siegfried“, dessen Redaktion Lindenberg in Berlin führt, macht durch seinen Inhalt den besten Eindruck. Einem warmen Begrüßungs—
Gedicht von Storck folgt eine gemüthreiche Erzählung: ö
„Die Tochter des Brandstifters“ von E. Mentzel; dieser reiht sich ein spannender Theater Roman aus der Gegen— wart„Anny“ von Fr. Ewald an. Ueber die ersten abenteuerlichen Luftballon-Fahrten plaudert R. Schmidt und in packenden Farben schildert uns Baron A. von!
Gerste, Brauerwaare M.
Moltke elne Tigerjagd auf Java. Von den ferneren Beiträgen erwähnen wir noch:„Was Alles aus einem Schneiderbub' werden kann“ von P. Lindenberg und zwei fesselnde Skizzen von P. K. Rosegger:„Aus meinem Wanderleben“ zc. ꝛc. Fährt der„Siegfried“ so fort; so wird er bald eine gute volksthümliche Zeltschrift im besten Sinne des Wortes sein!— Probehefte und Prospekte versendet gratis jede Buchhandlung sowie Meinhard's Verlagsbuchhandlung in Beerfelden J. O.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 21. Oet. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 7—8 Pf.
Friedberg, 20. Oet. Fruchtberlcht. Watzen M. 16.75 bis 00.00, Korn M. 14.75—00., Gerste M. 14.—16., Hafer M. 12.50— 13.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Ko.= 200 Zollpfund.
Butzbach, 17. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10, Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 2 Stück 12 Pf.
Gießen, 17. Oct. Auf dem heutigen Wochen— markte kostete Butter per Pfd. 0.90 0.95 M., Eier 1 Stück 7 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 3.00— 4.00 M., Zwiebeln per Ctr. 4 bis 4.50 M. Weißkraut per Stück 4— 7 Pf.
Grünberg, 14. Oct. Auf dem heutigen Gallus— markte waren 278 Rinder und 2184 Schweine auf⸗ getrieben, sowte 355 Krämerstände aufgestellt. Die für Schweine erzielten Preise können recht gute genannt werden
Frankfurt, 19. Oct. Fruchtberscht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 32—33, Nr. 1 M. 26.50 27 50, Nr. 2 M. 25— 26, Nr. 3 M. 23—24, Nr. 4 M. 16.50 bis 17.50, Nr. 5 M. 15.50 16.50. Milchbrod und Brodmehl im Verband M. 50—52, norddeutsches und westfälssches Weizenmehl 00 M. 23—23.50, Roggen⸗ mehl Nr. 0(htesiges) M. 23—24, do. 0/1 do. M. 21 bis 22, do. 1 do. M. 19.50 20.50, do. 2 do. M. 17.25 bis 17.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 16.75— 17, frei ab Bahnhof hier M. 17.25, do. fremder je nach Qual. M. 17.75— 18.50, Roggen hiesiger M. 14.75— 15, 15.50—19, do. zu Mahl⸗ zwecken M. 12, Hafer je nach Qual. M. 13.25 14.25, Raps M. 22.50— 22.75, Mais, bunter(mixed) M. 12 bis 12.25. Kartoffeln M. 2— 2.50.— Heu M. 3—3. Roggenstroh M. 2 per Ctr. Roggenklete M. 5, Weizenkleie M. 4.50 per Ctr. Rüböl im Detail M. 52 bis 53. Stimmung ruhig.
Frankfurt, 19. Oet. war mit 410 Ochsen, 27 Bullen, 465 Kuͤhen, Stieren und Rindern, 258 Kälbern, 777 Hämmeln und 134 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 66 bis 67, 2. Qual. M. 54— 64, Bullen 1. Qual. M. 38
Der heutige Viehmarkt
bis 40, 2. Qual. M. 34— 36, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50—55, 2. Qual. M. 35-45, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfd. Schlachtgewicht 58-60 Pf., 2. Qual. 48—50 Pf., Hämmel 1. Qual. 55—56 Pf., 5
„Qual. 35— 45 Pf., Schweine, inländische 58—62 Pf.
Herberge zur Heimath
An Beiträgen gingen eln, gesammelt durch Professor
Göttingen 3 M.; Pfarrer Briegleb in Wingershausen! M.;
Prof. Bassermann in Heidelberg 5 M.; Rector Schenk in Berlin 3 M.; Geheimerath Fischer in Mainz 3 M.; Ministertalsecretär Dr. Linß in Darmstadt 6 M.; Professor Dr. Weiffenbach 3 M.; Krelsassistenzarzt Dr. Lehr in Mainz 3 M.; Rentner W. Schwab in Darmstadt 5 M.; Buchdruckerei-Besitzer Wittich in Darmstadt 5 M. Durch Decan Meyer gesammelt: Von E. Häberle hier 50 M.; Pfarrer Götz in Langenhain 1 M.; Pfarrer Bornagins in Fauerbach 1 M. Durch Seminarlebrer Wahl gesammelt: Von Prof. N. N. in Gleßen 3 M.; Pfarrer Seriba in Alsbach 1 M.; Oberpostmelster Pfaltz in Darmstadt 2 M.; Seminarlehrer Flegler in Bens⸗ heim 1 M.; Freimaurerloge in Friedberg als erste Gabe 25 M.; Mehrerlös aus 4 Predigten 1 M. 35 Pf. Durch Pfarrer Walz in Bad⸗Nauheim gesammelt: Von Bürgermeister Wörner 5 M.; Pfarrer Walz 5 M.; Geberinger 3 M.; H. Stoll II. 5 M.; G. Hartmann! M.; Langs dorf 1 M.; Tielemann 5 M.; Huber 3 M.; G. Wibdendorff 5 M.; B. 3 M.; Hahn 2 M.; Wieder⸗ hold 2 M.; Nebhuth 3 M.; Schmidt 2 M.; Jager 3 M.; Dr. Bode I. 5 M.; Frl. Münch 3 M.; Hch. Oster⸗ meyer 2 M.; B. Schwab 1 M.; Ph. J. Weiß 5 M.: Dr. Grödel 5 M.; Dr. W. Bode 5 M.; F. Schmidt 3 M.; Lehrer Reuß 1 M.; Frau Professor Blümmer 5 M.; Andreas 1 M. Ferner gingen ein bei dem Rechner: Von Decan Meyer 20 M.; Dr. Becker 40 M.; G. Schwarz 25 Mark. Für verkaufte Predigten 15 M. 56 Pf. Friedberg, 21. Oetober 188. Der Rechner.
Die fünf Mark, welche vorigen Sommer im kirchlichen Opferstocke„zu mildem Zwecke“ bestimmt waren, wurden von belden Beauftragten dem blinden Brack gegeben. Dr. Diegel.
Geld- Cours. Frankfurt am 20. Oktober 1885.
Geber. Nehmer.
M. Pf. M. Pf.
20-Frankenstücke. W. do. in ½ 16. 5 1 Englische Sovereings 20. 30 20. 26 Russische Imperiales. 4 16. 72 16. 68 Ducaten. 0 9. 60 9. „al maten 9. 63 9. 59 Dollars in Gold.. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedperg.
Sabbathfeier vom 24. Oktober 1885. Beginn:
Freitag Abends 4 Uhr 35 Min.
Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min.
Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Win.
Sabbathausgang 5 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 25. Oktober an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr. Montag den 26., sowie Donnerstag den 29. Oktober Morgens 6 Ubr 30 Win.(Selichoth).
Dr. Weiffenbach: Von Freifrau v. Eschel in Eisenach 5 M.; Decan Bechtel in Durlach 3 M.; Prof Dr. Bechtel in!
3185 Halb. Wagen, neu, leicht, sol., eleg., preisw. Abb. grat. J 6 Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. H.(1827.)
8* Immobiliar-Versteigerung. Im Auftrag Großherzoglichen Amtsgerichts Friedberg sollen die nachverzeichneten Immobilien, zum Nachlasse des Adam Feiling dahier gehörend, Freitag den 23. October, Vormittags 10% Uhr, auf hiesigem Rath⸗ hause öffentlich meistbietend versteigert werden:
Flur. Nr. Klafter. „218. 27. Hofraithe in der Stadt, 1. 217. 7,2. Grabgarten daselbst, 35,5. 106. Acker am Sodenweg, 4. 134. 110. Acker am grünen Weg, „ 95. Grabgarten am Mainzerthor.
Bemerkt wird bezüglich der Hofraithe, daß dieselbe in einem gut erhaltenen Zustande sich befindet und ver— möge ihrer vorzüglichen Lage auf der Katserstraße auch
zum Betriebe eines offenen Ladengeschäfts geeignet sein wird.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3605 Steinhäußer.
65 1 1** — 5 51 Mobiliar-Versteigerung.
Freitag den 23. Oetober l. J., Nachmittags 1½ Uhr anfangend, sollen in der Behausung des verstorbenen Adam Felling, Kaiserstraße Nr. 550, folgende gut erhaltene Mobilien, nämlich:
2 Sopha, 2 Commode, 1 Pfeilerschränkchen, 3 Kleider—
schränke, 4 Bettstellen, 1 Standuhr, 1 Brandkiste,
mehrere Tische, Stühle, Spiegel, Porträts, 1 Küchen—
schrank mit Glasaufsatz, Kleidungsstücke, Bettwerk,
Weißzeug, 1 Regenfaß, Brennholz, Braunkohlen, so—
wie sonstige Haus- und Küchengeräthschaften erbvertheflungshalber an den Meistbietenden versteigert werden.
Frtedberg den 16. October 1885. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.
Steinhäußer.
+ 1 2
irken-zalsam- eile
von Bergmann& Co, Frankfurt a. M., vorzüglich gegen Hautunreinigkeiten, à Stück zu 30 und 50 Pf.
3606
3641
auf hiesigem Bürgermelsterei-Büreau eln der hiesigen Gemeinde zustehender, zur Nachzucht zu schwer gewordener Faselochs öffentlich meistbletend versteigert werden
3631
Aktienverloosung.
Bei der heute stattgefundenen Aktienverloosung der
gezogen: Nr. 34. 39. 68. 128. 143 und 160 und können die Beträge gegen quittirte Rückgabe der Obligation, der noch übrigen Zinsabschnitte und Talon bei dem
Rechner, Herrn Gatzert hier, am 1. Januar 1886 erhoben werden. Sollte ein Betrag bis zum 1. April 1886 nicht
erhoben werden, so wird es angesehen, als habe der Besitzer der Aktie dieselbe der Anstalt zum Geschenk ge— macht und wird nach diesem Termin keine Zahlung mehr geleistet. Friedberg den 20. Oktober 1885. Großherzogliche Direktion der Blinden-Anstalt. 3643 Schäfer.
Güter⸗Verpachtung.
Freitag den 23. d. Mts., Vormkttags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus verschiedene, dem Großherzogthum Hessen gehörende, unter der Verwaltung der Groß⸗ herzoglichen Blindenanstalt dahter stehende Grundstücke, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegen, auf weitere neun Jahre nochmals an den Meistbletenden verpachtet werden. Friedberg den 20. October 1885. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer.
Faselochs-Versteigerung.
Freltag den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll
Fauerbach b. Fr. am 18. Oktober 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. 1 g Neisel,
Trauben-Brust Syrup
Pf. und 1½ Mark bei
bel Apotheker Län. 3188
in Flacons à 50 Pf., 90 3636 5
J. A. Windecker, Friedberg. 3
Großherzoglichen Blinden-Anstalt zu Friedberg wurden Stadt Alzeyer
3648
0
ein der hiesigen Gemeinde g eigneter Faselochs auf dem Rathhause meistbietend ver— steigert werden.
3632
empfiehlt billigst
gegen rauhe und spröde Haut.
Bekanntmachung.
Bei der am 15. d. Mts. vorgenommenen Verloosung
Obligationen sind die Nr. 3. 4. 5. 11
und 12 der V. Serie zur Rückzahlung gezogen worden.
D —
en Inbabern dieser Obligationen wird vom 1. Januar 1886 an gegen Aushändigung derselben, sowie
der nicht fälligen Zinseoupons der Nennwertb durch die Stadtkasse zu Alzey, oder die landwirthschaftliche Creditbank zu Frankfurtza. M. ausbezahlt werden.
Vom 1. Januar 1886 ab hört der Zinsenlauf der
benannten Obligattonen auf.
Alzey, 17. Oktober 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Alzey. Liessem. 3 8* 5„ Faselochs-Versteigerung.
Freitag den 23. Oktober l. J., Nachmittags 1 Uhr,
soll auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau ein der Ge— meinde zustehender Faselochs oͤffentlich versteigert werden.
Nieder-⸗Weisel den 20. Oktober 1888 Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Weisel. Reuter.
89 1 oy 5 Faselochs-Versteigerung. Freitag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ehöriger, zum Schlachten ge—
642
Nieder⸗Florstadt den 19. Oktober 1885. Großherzogliche Buͤrgermeisterel Nleder-Florstadt. Alles.
Normal⸗Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Leibbinden, System„Jager“, 3595 Heinr. Diehl. Usagasse.
Vaseline-Cold-Cream-Seife
Vorräthig à Packet Stück 50 Pf. bei Apotheker Lühsn. 3187


