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Dänemark. Kopenhagen, 3. Oct. Der Praͤsident des Folkethings, Berg, kebrte gestern Abend nach Kopenhagen zurück Eine große Menschenmenge fand sich zum Empfange ein; Socialisten spannten unter dem Gesange eines Kampfliedes die Pferde vom Wagen und zogen Berg nach Hause, woselbst er eine längere An sprache an die Versammelten hielt.

Italien. Rom. Die Ernennung des ita lienischen Botschafters in Wien, Grafen Robi lant, zum Minister des Aeußern wird zwar von allen italienischen Blättern als sicher angenom men, ist aber noch nicht vollzogen.

Türkei. Constantinopel. Zuverlässige Meld ungen constatiren die Zusammenziehung beträcht

licher türkischer Streitkräfte sowohl an der rumelischen Grenze wie in Macedonien. Serbien. Belgrad, 3. Oct. Von hier

wird gemeldet, daß die Skupschtina dem Konig Milan die Dictaturgewalt übertragen habe. Rußland. Petersburg. Gerüchtweise ver

lautet, daß Rußland zwei Armeecorps in Bessa rabien concentrirt.

Warschau. DemDziennik pozn. meldet man von hier, in der Nacht vom 1. zum 2. wären in verschiedenen Stadthetlen strenge Haussuchungen vorgenommen, 40 Personen ver haftet, darunter Universitätsprofessor Dr. Habs zewiez und Archangielski, sowie viele Studenten, angeblich auf Grund nihilistischer Umtriebe. In der Stadt herrsche große Aufregung.

Indien. Simla, 3. Oct. Der der Re gierung gegenwärtig vorliegende allgemeine Plan der Armeereform enthalt dem Vernehmen nach auch Vorschläge für die Reorganisation der Heere der eingeborenen Fürsten und Verwendung der selben zu Reichszwecken. Aus Singapore wird gemeldet, daß Partab-Sing, der Sohn des versterbenen Maharajah von Kachemir, sich zu Jummoo formell als Nachfolger seines Vaters ausrufen ließ. Der neue Maharajah hat eine

Erklarung erlassen, in welcher er seine unver

änderliche Ergebenheit gegen die englische Re gierung betheuert; er fügt hinzu, daß sämmtliche Hilfsmittel seines Staates stets zur Verfügung Englands stehen werden.

Allerlei.

Stockholm. Nach einer derPolit. Corrsp. von hler zugehenden Meldung sieht man hier mit großer Spannung der Publikatlon eines größeren Werkes des Königs Oskar II. entgegen, welches die politischen Er⸗ eignisse in Europa während der Jahre 18641872 zum Gegenstande hat.

Montreal, 29. Sept. Die Einführung des Impf⸗ zwanges seltens der Behörden, behufs Unterdrückung der Blattern-Epidemie in dem Distrikt veranlaßte gestern Abend ernste Ruhestörungen. Die Verordnung erbitterte die französischen Bürger, welche beschlossen, derselben Widerstand zu leisten. Ein Volkshaufe rottete sich zu⸗ sammen, zog durch die Straßen und verübte grobe Aus- schreitungen.

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lien Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, gestern Abend 6 Uhr unsere gute Gattin und Mutter Frau Wilhelmine Klein, geb. Koch,

in ihrem 66. Lebensjahre unverhofft zu sich zu

rufen. Um stille Theilnahme bitten Friedberg den 4. Oktober 1885. 3460

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Die Beerdigung, wozu besondere Einladung nicht erfolgt, findet Mittwoch Nachmittag 4 Uhrstatt.

U

5 Terwandten, Freunden und Bekannten machen 5 wir hierdurch die traurige Mittheilung, daß

ö es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter

Frau Helene Germer am Samstag den 3. d. Mts., in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten

Friedberg. Die trauernden Hinterbltebenen: Familie Sulzbach. Die Beerdigung findet Dienstag den 6. d. M., Nachmittags 4 Uhr statt. 3457 Besondere Einladung erfolgt nicht.

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n N. * Danksagung.

Allen, welche unserem theuren Vater, Schwiegervater

und Großvater

Reinhard Marlosr

die letzte Ehre erwiesen, sagen hiermit den herzlichsten Dank Dorheim den 3. Oktober 1885. 3454 Die trauernden Hinterbliebenen.