Ausgabe 
30.10.1884
 
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1884.

Donnerstag den 30. Octaher.

8 129.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht J

oder Ziffersatz mit 14 Pf., ahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahr 1884.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr.

Arbeitsvergebung.

Betreffend: Den Neubau der Kreisstraße von Weckeshelm nach Beienhelm

Freitag den 7. November d. J., Vormittags Straßenstrecke im Betrage von 3769 M. 60 Pf., sowie

bauaufsehers Zörb II. zu Friedberg eingesehen werden. Friedberg den 27. October 1884.

Die zu Martini l. J. schuldigen Zeitpachtgelder den Forstdienerbesoldungen ꝛc. sind an das unterzeichnete

2 bis 5 Uhr Nachmittags, sowie Mittwochs, Freitags das Beitreibungsverfahren eintritt. Friedberg den 28. October 1884.

Dle Landesbaugewerkschule zu Darmstadt beginnt

am 17. November l. J., welcher bis zum 14. März 1885 andauert.

zwischen Hand werkerschule und technischer Hochschule dle

Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern,

für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen

die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die prak Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit von folgenden Herren ertheilt: Architeet Bildhauer Fölix, Handelslehrer Pfeters, Ingenleur G. Wagner, Ingenleur Esselborn, Bibliothekbeamter Göttmann und Reallehrer Dr. Wiederhold. Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unter Zeichnen, darstellende Geometrie

tische Ausführung zu erwerben. Werkmeistern, Parliren, Bauaufsehern ꝛc. dienen.

Professor Hermann Müller, Architect Kuhlmann,

richtsgegenßänden: Freihand- und geometrisches leinschließlich Schatteneonstruktionen und Perspeetive), schließlich Stabilitäts struktionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst

und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung, insbesondere Malerialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik

sowie Uebung in der Rundschrift. Nr. 3, unfern von den Bureauloca litäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großherzoglichen

und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ꝛe., Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße

Die Großherzoglichen

und Festigkeltsberechnungen), Elemente der Maschinen-Con

um 10 Uhr, soll zu Weckes heim in

Bekanntmachung.

Rentamt an den bestimmten und Samstags, Vormittags von

Landesbaugewerkschule Darmstadt.

N 2

ihren neunten Jahrescursus Dieselbe soll, Mitte haltend, insbesondere Gelegenheit bieten, sich die theoretischen Kenntnisse und

Bauconstruktionslehre(ein

kunstgewerbliches Zeichnen, (einschließlich Trigonometrie Nr. 3 im III. Stock

dem Gasthaus des Herrn Schleuning die Planir- und Cbau das Brechen von 1940 ebm Chaussirsteinen(Basalt) nach vorzulegenden Probesteinen unter bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich versteigert werden.

Steigschillinge für Holz, Gras- und Waldnebennutzungen,

Friedberg, den 28. October 1884.

Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 7. Juni und 22. September 1884 Kreisblatt Nr. 68 nochmals darauf aufmerksam, daß der Termin zur Einsendung des rubricirten Verzeichuisses(J.

und 114, machen wir Sie November 1884) pünktlich eingehalten wird. Dr. Braden.

sstrarbeit zu rubr. den in dem Termin

Pläne, Voranschlag und die Bedingungen können von dem 30. d. Mts. ab auf dem Bureau des Bezirks

J. V.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreis-Assessor.

Recognitlonsgebühren, Beiträge der Gemeinden zu

Zahltagen Dienstags und Donnerstags von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 9 bis 12 Uhr, längstens bis zum 25. Bürgermeistereien werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen öffentlich

9 2 9 9 0

November l. J. zu entrichten, gegenfalls bekannt machen zu lassen. Großherzogliches Rentamt Friedberg.

Stoltz.

Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können: Bedingungen zur Aufnahme sind:

1. Für die untere Abtheilung, die erste Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Veschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; sonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zugänglich werde.

2. Für die obere Abtheilung, die zweite Klasse, muß außerdem der Nochweis ausreichender Kenntnisse der niederen Arithmetik, Frelhand- und geometrischen darstellenden Geometrie und der Befähigung, sich im verständlich machen zu können, geliefert werden.

Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. möglichst frühzeitig und längstens bis zum 31. October l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben Neckarstraße bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unterrichsloecalitäten erfolgen kann.

Darmstadt den 15. September 1884.

Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein.

Ausnahmen hiervon werden nur in

elner angemessenen Fertigkeit im Zeichnen, sowte in der Lösung einfacher Aufgaben der Deutschen gehörig schriftlich

Anmeldungen zur Aufnahme wolle man

Fink. Busch.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 27 Oct. Der Großherzog und Prinz Heinrich sind gestera Abend aus Braunschweig eingetroffen.

Der Oberförster Eckstorm wurde von Erusthofen nach Kranichstein versetzt.

Berlin, 27. Oct. Der Bundesrath hat heute den Antrag des Reichskanzlers vom 23. d., die von dem Braunschweigischen Regentschafts rathe zu bestellenden Bevollmächtigten als Ver treter Braunschweigs im Bundesrathe anzuer kennen, angenommen.

27. Oct. Der Staatsrath wurde vom Kronprinzen mit einer Ansprache eröffnet, in welcher gesagt wird: Die Aufgaben, welche für den Staatsrath in Aussicht genommen sind, werden sich vorzugsweise auf dem Gebiete der Gesetzgebung bewegen. Dem Staatsrathe sind zunächst zur Begutachtung die Gesetzentwuͤrfe betreffs Erweiterung der Subvention der überseeischen Dampfschifffahrt, Errichtung von Postsparkassen zugewiesen worden.

Braunschweig, 27. Oct. Landtag. Prä⸗ sident v. Veltheim verlas ein Schreiben Bis marck's an den Staatsminister Grafen Görtz Wrisberg, welches besagt, daß der Reichskanzler das Schreiben des Regentschaftsraths vom

Unfallversicherung,

Cumberland abgesandten Grafen Grote zu empfangen und das Schreiben Cumberlands ent gegenzunehmen abgelehnt. Der Kaiser werde die dem Herzoge als Bundesfürsten vorbehalten ge wesenen Rechte rücksichtlich des Braunschweiger Contingents auf Grund der Artikel 63 und 64 der Reichsverfassung für die Dauer der Regent schaft selbst ausführen. Sodann nahm der Land

tag eine entsprechende Resolution au, worin es heißt: daß die Landesvertretung und das Land weitere zur ordnungsmäßigen Erledigung der,

Thronfolgerfrage erforderlichen Schritte in der durch die Aeußerung des Kaisers begründeten Hoffnung erwarten, daß die aus der Verfassung sich ergebenden Rechte, nicht minder als die dem Kaiser und dem Reiche gebührenden Rechte ge⸗ wahrt werden. Hierauf wurde der Landtag durch

den Regentschaftsrath bis auf weiteres vertagt.

Ausland. Oesterreich-Ungarn.

Oet.

Wien, 27.

DiePolitische Correspondenz meldet: Unter der Regierung betreffs

der albanesischen Bevölkerung in Veles sind! Ruhestörungen vorgekommen.

den geplündert, angezündet und die

gewinnen, wird dem Frankf. Journal als un begründet bezeichnet.

Pest, 28. Oct. Bei dem Empfange der Delegationen hob der Kaiser hervor, allem Er messen nach sei für die Zukunft berechtigte Aus sicht auf eine Epoche des Friedens und unge störter Volkswohlfahrt vorhanden. Die aus wärtigen Beziehungen, insbesondere zu den Nach barstaaten, seien sehr freundschaftliche. Die

Begegnung in Skirniewice habe erwünschte Ge

legenheit, die herzlichsten Beziehungen auch zu dem russischen Kaiserhause zu erneuern geboten und die vollste Uebereinstimmung dreier Mo narchen und Regierungen bezüglich der Erhalt ung der Friedensgrundlagen, welche auf der Wahrung der Verträge und gegenseitigem Ver trauen basirt sein soll, bezeugt. Diese Einmüthig keit werde eine achtunggebietende Friedeusbürg schaft bilden. Agram, 28. Oet.

Banus eine Erklärung

Im Landtage gab der über den Standpunkt der Wahlen und Aus gleiche ab.

dung, daß der Herzog von Cumberland sein Domi als Gegenstaud der Specialdebatte angenommen. eil zu wechseln und nach England zu übersiedeln Schweiz. Bern, 27. Oet. Von 145 Na⸗ beabsichtige, um eine größere Actiousfreiheit zu tionalrathswahlen sind 141 bekannt; hiervon

18. October zur Kenntniß des Kaisers gebracht habe. Der Kaiser habe den vom Herzog von