rein hr, fdet
ravelotte.
bracht. dent.
N. Jun
öfeste
fuͤr gute
Pauly.
Walter. 8 Vereins Binder⸗
recht⸗ itschen
dberg am
ursus im ir Damen⸗ ahmen und
2351 iltner
L deut.
. lettel.—
el
gtelull/ gother.
1884.
Samstag den 28. Zuni.
eiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Oberhessischer Anz
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag—
Die eiuspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.
ein Beleg lostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
. Amtlicher Theil. ng
Betreffend: Zusammenlegung der Grundstücke zu Assenheim, hier erste Offenlegung des dritten Zusammenlegungsfeldes.
In der Frist von Sonnabend den 28. Juni bis Freitag den 11. Juli einschließlich liegen folgende Actenstücke im Rathhause zu Assenheim offen:
1. Das Protokoll über die Projectirung der Hauptgrundzüge des Consolidationsplans und der Feldeintheilung vom Herbst 1883, S. 1 bis 10 des Protsokollbuchs..
2. Die Protokolle über die bisherigen Verrichtungen der Com— mission, Protokoll S. 11 bis 51.
3. Drei Uebersichtskarten Nr. 1, 2 und 3, welche Theile der Flur J und die Fluren II, III, IV und v umfassen und in welchen sämmtliche zu dem Zusammenlegungsfeld zugezogenen Grundstücke, die das Feld durchziehenden unverrückbaren Vicinalstraßen und Feldwege, die Staatsstraße, die Eisenbahn, die Nidda ꝛc. im Maßstabe von 121000 verzeichnet sind. Auf denselben Uebersichtskarten finden sich auch die Bonitätsklassen verzeichnet, wie solche von den Sachverständigen im Felde abgegrenzt worden sind. Die zu einer und derselben Klasse ge— hörigen Flächen sind in diesen Uebersichtskarten blau umgrenzt, auch durch die entsprechende Klassennummer kenntlich gemacht. Auch die pro— jectirten Meliorationen sind entsprechend eingezeichnet und die Abtrag⸗ flächen gelb, die Verfüllflächen grau colorirt und sind in diese Flächen auch zugleich noch die Nummern derjenigen Klasse eingesetzt, in deren Werth sie, zu Culturland hergerichtet, den neuen Grundstücken zugelegt werden sollen.
4. Das topographische Verzeichniß, in welchem die auf den Grund— stücken noch haftenden Beschränkungen und sonstige Lasten und Gerecht— same, auch die verpfändeten Grundstücke bemerkt sind.
5. Das amts- und ortsgerichtliche Verzeichniß über die als„be— schränkt“ in dem Grundbuche eingetragenen Grundstücke und über die nicht in dem Grundbuche eingetragenen Gerechtsame und Lasten. Die Offenlegung dieses Verzeichnisses geschieht deßhalb, um den Betheiligten Gelegenheit zu geben, zu erklären, daß der Grund der Beschränkung
und der Verpfändung ꝛc. nicht mehr bestehe und Löschung vorgenommen werden könne.
6. Die Gütergeschosse über die von den Betheiligten in die Masse eingelegten Grundstücke, deren Klassenflächen und der für diese Flächen und die Grundstücke selbst berechneten Geldwerthe von Nr. 1 bis 155.
7. Die Zusammenstellung der Flächeninhalte und der Geldwerthe für die zu der Zusammenlegung zugezogenen Grundstücke nach den Gütergeschossen.
8. Die Controlzusammenstellung des Flächeninhalts der zugezogenen Grundstücke und der Wege nach dem Grundbuch.
9. Das Verzeichniß über die vorübergehenden Werthserhöhungen und Werthsverminderungen.
10. Die summarische Darlegung vom 17. August 1880.
11. Begutachtungsprotokoll des Gemeinderaths vom 26. Juni 1884.
Junerhalb der oben gedachten Frist ist täglich(an Werktagen von 10 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 4 Uhr Nachmittags, sowie an Sonntagen von 2 bis 4 Uhr Nachmittags) je ein Commissions— Mitglied auf dem Rathhause anwesend, um die von den Interessenten etwa gewünscht werdenden Erläuterungen zu geben. Innerhalb der mehrerwähnten Frist, oder aber in dem Termine Sonnabend den 12. Juli 1884, Vormittags von 10 bis 12 Uhr, sind etwaige Recla— mationen gegen die offen gelegten Arbeiten, soweit über solche nicht bereits früher abgestimmt worden ist, um so gewisser vorzutragen, als sonst Einverständniß mit den Beschlüssen der Commission unterstellt wer— den würde und als spätere Reclamationen, die sich auf die nunmehr offen gelegten Arbeiten beziehen, nicht mehr zugelassen werden.
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, wegen Versäumniß der Reclamationsfrist, ist ausgeschlossen.
Friedberg den 26. Juni 1884.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. d. K.: Dr. v. Gemmingen, Kreisassessor.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 26. Juni. Zweite Kammer. Vor Ein— tritt in die Tagesordnung verkündet der Präsident den Einlauf einer Interpellation des Abg. Wasserburg, betr. die Verletzung des Wahlgeheimnisses durch eine richter liche Behörde. Der Präsident theilt mit, der Ministerkal— präsident Finger sei bereit, diese Interpellation sofort zu beantworten, wiewohl die Regierung für die Folge In— terpellationen nicht mehr entgegennehmen würde, die ge stellt würden, während die Kammer nicht zusammen sei. Es wird sodann ein Bericht des ersten Ausschusses über die Vorlage Gr. Ministeriums der Finanzen, betr. die Fristerstreckung für den Verkauf des Frankfurter Palais angezeigt. Da die Gr. Regierung wünscht, daß die Vor— lage in einer geheimen Sitzung berathen wird, wird die mündliche Berichterstattung des Ausschusses ebenfalls erst
in der geheimen Sitzung, welche unmittelbar nach Schluß
der gegenwärtigen öffentlichen stattfinden soll, erfolgen. Der Antrag des Abg. Ellenberger, die Vorlage eines Gesetzes über die Abloͤsung der auf den Waldungen haf— tenden Berechtigungen betr., fand seine Erledigung mit elnstimmiger Annahme des Ausschußantrags, wonach die Regierung ersucht werden soll, baldmöglichst einen bezüg— lichen Gesetzesentwurf an die Stände gelangen zu lassen. Es erfolgt sodann die Beantwortung und bezw. Besprech— ung der Interpellationen: 1. des Abg. Maurer, das Civildienerwittweninstitut betr.; 2. des Abg. Lautz, die Verlegung des Knotenpunkts der hessischen Ludwigsbahn—
station Wiebelsbach-Heubach nach Groß-Umstadt betr.; 3. des Abg. Metz über den Stand der Vorarbeiten wegen
Erhöhung und Verstärkung der hessischen Rheindämme und sonstigen Uferschutzbauten;
Berlin, 25. Juni. Reichstag. Eingegangen ist der Nachtragsetat. Der Gesetzentwurf, betr. Errichtung eines Consulatsgebäudes in Shanghai wurde definitiv ge⸗ nehmigt. Bei der dritten Berathung des gewerblichen Antrags Ackermann(Innungen betr.) wird in nament⸗ licher Abstimmung der einzige Artikel des Antrags Acker— mann mit 159 gegen 156 Stimmen angenommen. Nach— dem der Antrag Ackermann in seinem einzigen Para⸗ graphen angenommen worden war, folgt die geschäfts⸗ ordnungsmäßige Gesammtabstimmung, wobei die Probe und Gegenprobe zweifelhaft bleibt. Per Zählung wird
ber Gesetzentwurf im Ganzen mit 154 gegen 150 Stim⸗
men angenommen. Es folgt alsdann die dritte Berath—
ung des Antrages Windthorst auf Aufhebung des Ex— patrisrungsgesetzes von 1874. In der General- und Specialdisecussion nimmt Niemand das Wort. Der An— trag wird in namentlicher Abstimmung mit 246 gegen 34 Stimmen angenommen.— 26. Juni. Die literarische Convention mit Italien, die Convention mit Siam und der Handels- und Freundschaftsvertrag mit Korea werden in der ersten und zweiten Berathung ohne Debatte er— ledigt. Maltzahn⸗Gültz tadelt, daß die liberale Oppositlon jetzt auch der auswärtigen Politik des Reichs kanzlers entgegenarbeite, wie es sich bei der Dampfer— subventionsvorlage gezeigt habe. Er und seine Freunde wollen Alles unterstützen, was auf diesem Gebiete Deutsch— lands Ehre und Größe fördern könne. Nach dieser Richt ung begrüße er auch die gegenwärtig zur Debatte stehende Vorlage mit Befriedigung. Kapp wird für den Ver— trag stimmen, macht aber den Vorredner aufmerksam, daß das Dampfer-Subventlonsprojeet mit dieser Sache gar Nichts zu thun habe. Hier handle es sich um Förderung von Zwecken, die lediglich durch Fracht- und Segelschiffe betrieben würden, aber nicht durch Dampfer. Bundescommissär Kusserow betont, daß das augen— blickliche Nichtzustandekommen der Dampfervorlage aller— dings auch diesen Vertrag in seiner Entwicklungsfähig keit hemme. Deutschland müsse auf Transport- und Verkehrsmittel in Folge dessen verzichten, über die Eng land voll verfüge. Bismarck wiederholt seine Ansichten über die Colonialpolitik, wie er in der Commission sie ausgesprochen. Wenn die deutschen Unterthanen im Ver trauen auf das Reich Colonien gründeten, so sei tes zweck mäßig und Pflicht des Reiches, sie auf ihre Bitten in Schutz zu nehmen. Es wäre nicht zu rechtfertigen, wenn das Reich, wie Bamberger will, sagte: Wir sind nicht stark genug, um die Deutschen zu schützen. Selbst wenn wir uns schwächer fühlten, würde er als Kanzler des Deutschen Reiches nicht den Muth haben, die Nation so bankerott zu erklären. Bismarck erklärt ferner, er nehme nicht Abschied von der Vorlage, sondern werde sie dem neuen Reichstage wieder vorlegen.
— 25. Juni. Der Reichskanzler hat sich eine Erkältung zugezogen und haben sich in Folge der— selben wiederum neuralgische Schmerzen eingestellt.
Wiesbaden, 23. Juni. Der König und
die Königin von Griechenland sind heute zu
längerem Aufenthalte hier angekommen und von dem dänischen Herrscherpaare auf dem Bahnhofe begrüßt worden.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Agram, 25. Juni. Landtag. Vicepräsident Sram erklärt, daß er in Folge der von Starcsevies hervorgerufenen bedauerlichen Scenen das Amt als Vicepräsi— dent niederlege.
Dänemark. Kopenhagen, 26. Juni. Die Partheien des Folkethings stellen sich nach den gestrigen Wahlen wie folgt: Ministerielle: 19 von der Rechten; Autiministerielle: 74 von der Linken, 4 Liberale, 4 Socialisten(früher waren dieselben nicht vertreten). Die Socialisten haben wesentlich zu dem für die Linke günstigen Resul— tate beigetragen.
Norwegen. Christiania, 26. Juni. Das neue Ministerium ist jetzt wie folgt zusammen— gesetzt: Johann Sverdrup, Staatsminister in Christiania; Marineminister: Daagerk; Kriegs— minister: Sörrenssen; Justiz: Arctander; Inne— res: Haugland; Finanzen: Professor Vlix; Cul— tus: Generalconsul Richter, Staatsminister in Stockholm. Die Deputirten Jacob Sverdrup und Assessor Stang sind zu Staatsräthen bei der Abtheilung des Staatsraths in Stockholm ernannt.
Frankreich. Paris, 26. Juni. In der Kammer erklärte Ferry auf die Interpellation Delafosse, Egypten betreffend, Frankreich habe alle möglichen Concessionen erhalten. Das eng— lisch-französische Uebereinkommen sei dem Bruche mit England vorzuziehen. Fraukreich sei keines— wegs lüstern nach Egypten und wolle dort nur das internationale Recht zur Geltung bringen.


