Ausgabe 
23.10.1884
 
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Woche persönlich beim Gouverneur

gangene 5 8 erschienen, um die Freilassung ihres Bruders

zu erbitten, hatte hierbei in einem Nervenanfall nach dem Gouverneut, welcher den Schlag ab wehrte, geschlagen, war darauf ohnmächtig zu sammengestürzt und mußte sortgetragen werden. Der Mann derselben behauptet, die Frau sei so mißhandelt worden, daß sie jetzt mit dem Tode ringe.

Aus Stadt und Land.

J. Friedberg. Die in dem Vurck'schen Saale ab- gehaltene Versammlung des Lokal-Gewerbevereins am 21. d. Mts. beschäftigte sich nach Vornahme einer Ersatz wahl in den Vorstand vorzugsweise mit der Frage über eine Regelung des Lehrlingswesens. Das von dem Vor sitzenden zur Verlesung gebrachte Statut über die Vereinigung der dem Lokal-Gewerbverein Worms angehörenden Handwerker zum Zwecke der Förderung gemeinsamer Interessen(mit⸗ getheilt im Gewerbeblatt Jahrgang 1879 Seite 301) wurde mit großem Interesse aufgenommen. Nach einer sehr angeregten Besprechung wurde dem Antrag zuge; stimmt, durch einen Ausschuß von Handwerksmeistern nach dem Vorbild des Wormser Statuts den Entwurf für ein ähnliches Statut behufs Vereinigung von Hand- werkern des Kreises Friedberg aufzustellen und in einer der nächsten Vereinsversammlungen zur Berathung zu bringen. Zum Schlusse wurde auf die demnächstige Wiedereröffnung des Unterrichts an der erweiterten Hand werkerschule hingewiesen und unter Bezugnahme auf den im Oberhessischen Anzeiger veröffentlichten Unterrichts plan zu recht zahlreicher Ueberweisung von Schülern aufgefordert.

W. Bad⸗Nauheim. Wie wir aus bester Quelle bören, haben sich sämmtliche bei der Sache interessirten Gemeinden der Wetterau in einer Petition, unter Dar⸗ legung der Verhältnisse, an die Direktion der Main Weser⸗Vahn gewandt, wegen Errichtung einer Haltestelle del Ostheim. Der Hauptgeschäftsverkehr der betr. Orte geht nicht nach Butzbach, nach Norden, sondern nach Süden, nach den Städten: Bad⸗Nauheim, Friedberg und Frankfurt und müssen die Bewohner der Umgegend von Ostheim, um auf die nächst gelegene Station Butzbach zu kommen, mitunter einen Weg von zwel Stunden und mehr zurück: legen. Bei Errichtung einer Haltestelle zu Ostheim würde dagegen die Entfernung der am weitesten gelegenen Orte von dieser Haltestelle höchstens eine Stunde betragen und wäre ein großer Theil der in Butzbach elnsteigenden Passagtere nicht genöthigt, den bereits nach Norden zu Fuß zurückgelegten Weg per Bahn nach Suden retour machen zu müssen. In Aabetracht, daß die Bahnstrecke Bad⸗Nauhelm Butzbach eine der längsten auf der ganzen Linie der Main-Weser-Bahn ist, und in Erwägung, daß der Geschäftsverkehr in landwirthschaftlichen Produkten gerade in diesem Theil der Wetterau ein sehr starker ist, glauben wir, daß die Vahnbehörde, wenn irgend möglich, gern bereit ist, den berechtigten Wünschen der Bewohner eines der gesegnetsten Landstriche der Wetterau entgegen zu kommen.

d. Vilbel, 22. Okt. Der national liberale Can didat, Oberlandesgerichts-Präsident Görz, entwickelte gestern Abend dahler die Grundsätze der nationalsliberalen Partei vor einem zahlreich erschlenenen Publikum. Aus der die Zuhörerschaft außerordentlich ansprechenden und von lautem Beifall oft unterbrochenen Rede wollen wir nur erwähnen, daß sich der Candidat gegen die von gegnerischer Seite ausgesprengte Behauptung wandte, als wolle er keine Stimmen von Katholiken haben. Diese Behauptung bezeichnete er, als eine durch aus wahrheitswidrige, zumal er selbst Katholik sei. Nach ihm wies Rechtsanwalt Osann aus Darm stadt in einer meisterhaften, zündenden Ansprache die bekannten Angriffe der Deutsch Freisinnigen gegen den nattlonal liberalen Candidaten zurück und bezeichnete die Versprechungen derselben als blauen Dunst. Lehrer Funk aus Rockenberg wandte sich in einem Appell an die Arbeiter, die von der deutsch freisinnigen Partei Nichts zu hoffen hätten, als die Freiheit zu verhungern, wann und wo es ihnen beliebt, während der Reichs

kanzler Fürst Bismarck in Verbindung mit der national⸗ liberalen Partei bestrebt sei, die wirthschaftliche Lage der Arbeiter durch eine Reihe von Gesetzen, wie das Unfallversicherungs und Altersversorgungsgesetz zu ver bessern und ihnen dadurch zu einem menschenwürdigeren Dasein zu verhelfen. Die Rede machte auf die zahl⸗ reich erschienenen Arbeiter einen offenbar tiefen Eindruck, der sich am Schluß derselben durch lauten Beifall kund gab.

freisinnige Partei kein Recht habe, sich als Vertreterin eines lebenskräftigen Liberalismus aufzuspielen, da sie noch gar Nichts für Deutschland geleistet, ja im Gegen theil die Fortschrittler gegen alle grundlegenden Gesetze unseres Vaterlandes gestimmt bätten. ralismus, betonte der Redner, stehe auf liberalem Boden, allein er habe es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur zu verneinen, sondern auch mitzuarbeiten am Wohle des Vaterlandes. die Erhöhung der Kornzölle ein. aus Friedberg ging dann auf die einzelnen Programm- punkte der Deulsch-Freisinnigen über und widerlegte die⸗ selben Punkt für Punkt. das Verhalten der Fortschrittspartel in ihren Fübrern Bamberger und Richter, das den Nachweis liefere, daß sie die niedrigsten der aus dem zerrissenen deutschen Staatengewirre ein einiges, mächtiges, im Auslande hochgeehrtes Deutsch land geschaffen. Ausführungen der Redner mit Beifall aufgenommen und ist die Wahl des Candidaten Görz in dortiger Gegend zweifellos gesichert.

Der Nationallibe⸗

Aufs Entschiedenste trat der Redner für Rechtsanwalt Windecker

Alsdann kennzeichnete Redner Demjenigen beilegten,

Gesinnungen

n beiden Versammlungen wurden die 9

Allerlei.

Berlin, 20. Oct. In der heutigen Versammlung der deutschen Rübenzuckerfabrikanten wurden die Anträge des Vereins ausschusses einstimmig angenommen, denen zufolge zwingende Maßregeln zur Verminderung des Rübenbaues nicht zu genehmigen sind, dagegen zu con statiren ist, daß man fest überzeugt ist, daß der Rüben⸗ bau in Folge der zeitigen Lage des Zuckermarktes sich naturgemäß einschränken werde. Bei der Abstimmung waren 228 Fabriken vertreten.

Köslin, 20. Oet. Vor dem Schwurgericht be⸗ gannen heute die Verhandlungen wegen des in Neu⸗ stettin im März, anläßlich der Rückkehr der in dem Synagogen-Prozeß freigesprochenen Angeklagten, vorge kommenen schweren Landfriedensbruchs. Angeklagt sind die Maurergesellen Patzwald und Bausemer, die Arbeiter Pirsich und Klabundi, die Steinsetzer Vechert und Boehmke, der Maurer Patzwald aus Neustettin und der Fischhändler Naatz aus Stolp. Es waren 43 Zeugen geladen. 21. Oet. Der Prozeß dauerte bis heute. Die Geschwocenen erklärten Patzwald und Raatz des schweren Landfriedensbruchs mit mildernden Umständen, Pirsich und VBausemer des einfachen Landfriedensbruchs, Friedrich Patzwald und Bechert des groben Unfugs für schuldig, Klabundi und Voehmke für nicht schuldig. Die beiden Letzteren wurden freigesprochen. Friedrich Patzwald und Bechert erhielten eine sechs wöchentliche Haft, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt angesehen wird, Pirsich eine jechsmonatliche, Bausemer eine neunmonat liche, Carl Patzwald eine zweijährige, Raatz eine drei⸗ jährige Gefängnißstrafe.

London, 20. Oct. Der im Februar 1874 zu vierzehn Jahren Zuchthaus verurtheilte Tichborne-Präten dent, dessen Prozeß s. Z. großes Aufsehen machte, ist heute freigelassen worden, nachdem er 10% Jahre abgebüßt.

Nischny-Nowgorod, 21. Oet. Die Gerichts verhandlung gegen die an den Exeessen gegen die Juden in Kunawino Vetheiligten wurde heute beendet. Ver⸗ urtheilt wurden wegen Todtschlags elf zu zwölf- bis zwanzigjähriger Zwangsarbeit, wegen Raubes sieben⸗ undzwanzig zu ein bis dreijährigem Zuchthaus, sech zehn zu zweiwöchentlichem bis dreijährigem Gefängniß, einer zur Deportation nach Sibirien und sechs zu Arrest; elf wurden freigesprochen.

Moskau, 20. Oct. Eine furchtbare Feuers brunst hat hier gewüthet. Außer 67 Läden ia der Passage Solodownikow und dem deutschen Theater sind noch 9 Läden und 2 Comptoirs niedergebrannt. Der Schaden wird auf 3 Million geschätzt.

Newyork, 21. Oet. In der Stadt Carthago im Staate Newyork hat ein Brand stattgefunden, wodurch 160 Gebäude, darunter mehrere Kirchen und Fabriken zerstört worden sind. Die verschonten Häuser genügen nicht zur Unterbringung der Bevölkerung. Die Verluste erreichen nahezu eine Million Dollars.

Gerichtssaal.

Bad⸗Nauheim, 16. Okt. In der heute dahier staltgehabten Schöffengerichtssitzung wurde in folgenden Fällen erkannt: 1) gegen Karl Eifert von Freienseen, wegen Diebstahls, auf eine Gefängnißstrafe von 4 Wochen; 2) gegen Georg Vauschmann von Dorheim, wegen Be⸗ leidigung, auf eine Geldstrafe von 30 M.; 3) gegen Jakob Schier von Schwalheim, wegen Bedrohung und Sachbeschädigung, auf eine Gefängnißstrafe von 3 Tagen und eine Geldstrafe von 5 M.; 4) gegen Joh. Dinges

i. Büdingen. Am Sonntag fanden in Eckartshausen und Düdelsheim natsonalliberale Wählerversammlungen statt, die sowohl aus den einzelnen Orten als auch der Umgegend stark besucht waren. In Eckartshausen ent wickelte Rechtsanwalt Windecker aus Friedberg das nato

nur die gemäßigten Parteien Erfolge in unserem Staats⸗ leben erzielt hätten und daß es nicht zum Segen des Landes gereiche, wenn die deutschefreisinnige Partei mit ihrem Radiealismus ans Ruder gelange. Er empfahl aufs Wärmste die Candidatur Görz, der als Hesse unser

verschriebener Major außer Dienst, der aus dem fort⸗ schrittlichen Wahlfonds im Falle einer Wahl Diäten er halte und somit auch von dieser Partei abhängig sei. In Düdelsbeim befürworiete Rechtsanwalt Jockel aus Friedberg die Wahl des nationalliberalen Candidaten Görz, indem er aufs Treffendste nachwieß, daß die deutsch

von Rödgen, wegen Befahrens des Banquetts, wurde die Hauptverhandlung vertagt.

Bad-⸗Nauheim. In der Freitag den 24. Oetober dahler stattfindenden außerordentlichen Schöffengerichts

N a8 sitzung kommen folgende Fälle zur Aburtheilung: 1) die nalliberale Programm, indem er darauf hinwieß, daß Privalklagesache des Metzgers Karl Burkhard zu Glesten gegen a. Georg Grünewald von Bad Nauheim, b. Johs. Fuck Frau von da, e. Christoph Salzmann von da, wegen Beleidigung; 2) die Privatklagesache des Heinrich Seib von Bad-Naubeim gegen Kutscher Friedr. Venstz 0 a von da, wegen Beleidigung; 3) die Prioatklagesache des Land und unsre Leute besser kenne, als ein von Berlin] Christian Pfeiffer in Friedberg gegen Heinrich Stein III.

und Marie Stein in Dorheim, wegen Beleidigung.

Friedberg, 22. Oct. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85 1.00, Eier 1 Stück 8 Pf. Butzbach, 18. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05 1.10, Käse per Pfd. 46 Pf. Eier 2 Stück 13 Pf.

Grünberg, 18. Oct. Fruchtpreise. Weizen M. 17.10, Korn M. 16.10, Gerste M. 14 30, Hafer M. 12.80, Erbsen M. 16.20, Samen M. 22.30.

Gießen, 21. Oct. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00 1.10, Eier 1 Stück 7 Pf., Käse per Stück 49 Pf., Tauben per Paar M. 0.50 bis M. 0.60, Hühner per Stück M. 1.00 1.40, Hat nen per Stück M. 0.50 0.90, Enten per Stück M. 1.30 1.6), Gänse per Pfd. 3060 Pf., Welsche M. 0.000.00, Ochsenfleisch per Pfd. 6870 Pf., Kuh⸗ und Rind⸗ fleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 51-60 Pf., Hammel⸗ fleisch 60 70 Pf., Kalbfleisch 5660 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.50 4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 45, Weißkraut per Stück 4 9 Pf. Frankfurt, 20. Oet. Fruchtmarkt. Hies. Weizen: mehl Nr. 0 M. 33½34, Nr. 1 M. 26⁰227, Nr. 2 M. 25½26½, Nr. 3 M. 23 24, Nr. 4 M 177 Nr. 5 M. 1515½, Milchbrod- und Brodmehl im Ver⸗ band M. 5053, norddeutsches und westfälisches Weizen- mehl 00 M.24½,q Süippengries je nach Qual. M. 2732, Roggenmehl Nr. 0(Berliner Marke) M. 2425½, do.% do. M. 2223½, do. 1 do. M. 2021, do. 2 do. M. 17, Weizen ab unserer Um⸗ gegend M. 16 17, do. frei ab Bahnhof hier M. 17½¼, do. fremder je nach Qual. M. 16½ 18. Roggen bies. M. 153/16, do. französischer M. 16, do. Königsberger M. 15/ 16, do. Petersb. M. 15½ ½, do. Galatz, Nicolajeff und Odessa M. 14¾ 15. Gerste, Brauerwaare M. 16 18½, do. zu Mahlzwecken M. 13. Hafer je nach Qual. M. 13 14½. Raps M. 25-26, Mais, buntes(mixed) M. 13. Roggenkleie flauer M. 5, Weizenkleie M.. Rüböl im Detail M. 60. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo.

Frankfurt, 21. Oct. Heu⸗ und Strohmarkt. Die Anfuhr belief sich auf ca. 50 Wagen und wurde bezahlt je nach Qual. per Ctr. für Heu M. 2.50 3.30, für Stroh M. 2.20 2.50. Buttermarkt. Für Butter wurde im Engrosbandel bezahlt per Ctr. M. 95. 100., im Klein⸗ verkauf je nach Güte der Waare per Pfd. M. 1.20 1.30. Frankfurt, 20. Oet. Der heutige Vieh marke war stark befahren. Angetrieben waren 322 Ochsen, 385 Kühe und Rinder, 14 Bullen, 262 Kälber, 619 Hämmel und 79 Schweine. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 70 71, 2. Qual. M. 65-67, Kühe und Rinder 1. Qual. M. 58 60, 2. Qual. M. 40- 50, Bullen 1. Qual. M. 50, 2. Qual. M. 40 bis 45, Kälber per Pfd. 1. Qual. 6368 Pf., 2. Qu, 57 60 Pf., Schweine 1. Qual.(Hannov.) 54 56 Pf., 2. Qual.(Landschweine) 50 Pf., am Samstagsmarkt für Spansau 70 Pf., Hämmel 1. Qual. 5557 Pf., 2. Qual. 52-54 Pf.

Mainz, 19. Oet. Fruchtmarkt. Welzen M. 17.00 bis 17.50. Korn hiesiges M. 16.10 16.25, russisches M. 14.70 15.85. Gerste pfälzer M. 17.10 17.50, fränkische M. 15.50 18.00. Hafer inländischer M. 13.70 bis 14.50. Raps 25.75 26.25. Rapskuchen M. 130 bis 135. Mohnöl M. 54.50 56.50. Leinöl M. 23. 24. Rüböl rohes M. 28.3) 28.55, gereinigtes M. 29.5030 mit Faß.

Mainz, 19. Oct. Viehmarkt. In der abgelaufenen Woche waren auf unserem Viehmarkte 1082 Stück, Vieh und zwar 11 Farren, 131 Ochsen, 270 Kühe, 236 Kälber und 434 Schweine zugetrieben. Bezahlt wurden für Farren M. 45.48., Ochsen 1. Qual. M. 72. 74., 2. Qual. M. 68. 70., Kühe 1. Qual. M. 65.68., 2. Jual. M. 55. 62. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber kosteten 6568 Pf. und Schweine 5557 Pf. per ½ Kilo Schlachtgewicht.

Literarisches.

Daheim Nr. 3 enthält: Verrechnet.(Forts.) Winterlandschaft. Von C. Schön. Auf See. Von R. James. Die Externsteine. Von H. Knackfuß. Mit Illustr. Die hansische Flanderfahrt.(Forts.) Die deutsche Besitzergreifung von Lüderitzland. Mit 2 Illustr. Das Zarenlied. Von v. Wenckstern Am Familientisch: Zu unsern Bildern: Ein flotter Kavalier. Von F. Hals. Im Frühling. Von L. Knaus. Mit Bild. Briefkasten. In unserer Spielecke. Mit 2 illustr. Beilagen.

Volksbibliothek des Lahrer Hinkenden Boten. Verlag von Moritz Schauenburg in Lahr. Preis jeder Nummer 5 Pf. Nr. 6 bietet eine jener reizenden Erzählungen Ludwig Anzen? grubers, die schon durch den eigenartig packenden Styl, der ihnen eigen ist, eine fesselnde Wirkung auf den Leser ausüben. Wenn je einer, so versteht es der Verfasser, durch die Macht der Sprache zu rühren und den Gegenstand, den er behandelt, in das hellste Licht zu setzen. So auch seine kleine Erzählung aus dem Volke Der Verschollene, in welchem die Wahrheit des Sprüchworts:Es ist Nichts so fein gesponnen, es kommt endlich an die Sonnen, an einem interessanten Veispiel auf's Schlagendste bewiesen wird. Das mit zahlreichen, in den Text gedruckten Holzschnitien ausgestattete Büchel; chen dürfte für Jeden eine unterhaltende und belehrende Lektüre bilden. Seit Bücher gedruckt werden, ist kein so

Handel und Verkehr. Friedberg, 21. Oet. Fruchtber. Waizen M. 16.75

billiges Buch erschienen. Eingesandt.

5

* M. 15.50, Gerste M. 14 15, Hafer M. 12.00,

Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund

Es wird für die Wähler eller Parteien von Interesse sein zu erfahren, daß es gesetzlich zulässig ist, am