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Die in hunderttausenden von Exemplaren verbreiteten Modezeitungen und der durch die mannichfaltigen Hülfsmittel der Neuzeit rleichterte persönliche Verkehr der Bewohner kleiner Städte mit denen der stetig anwachsenden Großstädte, üben auf die Kleidung— besonders „er Damen— einen Einfluß aus, dessen Wirkungen auch in dem entlegendsten und kleinsten Flecken zu verspüren sind. Jedes will das Neueste
und Jedes weiß, was das Neueste ist.
Keineswegs würde dieser Umstand allein hinreichen, den Geschäftsinhabern kleinerer Städte das Schritthalten mit ihren Collegen der Hroßstädte zu erschweren, wenn nicht der Wechsel der Mode ein gar so rapider wäre. Allein da jagt förmlich ein Geschmack den andern, sald ist blau, bald grün, bald braun oder eine beliebige Nuance modern und nicht eine Ausarbeitung ist maßgebend, nein man sucht diese nugenblickliche Lieblingsfarbe der wetterwendischen Mode in gestreift und carrirt, in uni und brochirt— gewoben und gedruckt. Da ist es enn fast ein Ding der Unmöglichkeit in allen diesen Neuheiten eine solche Auswahl zu bieten, wie es nur seitens weniger Geschäfte einiger
Hroßstädte geschehen kann.
Diese Erwägungen und der Wunsch, den Ansprüchen meiner Kundschast, soweit es sich nur ermöglichen läßt, genügen zu können, gaben mich veranlaßt, auch für bevorstehende Herbstsaison von einem der ersten Modewaaren-Geschäfte Deutschlands eine Musterkarte aufzulegen, geren Reichhaltigkeit in der That eine so große ist, daß der auf das Gediegene gerichtete, wie auch der verwöhnteste Geschmack vollkommene Befriedigung findet. Die Karte, welche zu dauernder Benützung in meinem Besitze verbleibt, wird stets durch neue Proben ergänzt, sobald ine durch die überaus veränderliche Mode hervorgerufene Neuheit auf dem Weltmarkte erscheint. Nicht unerwähnt will ich lassen, daß jenes HGeschäft, mit dessen Engros- Abtheilung ich seit Jahren in Verbindung stehe, einen großen Werth darauf legt, nur solide Waaren zu führen, mit welchen den Abnehmern auch wirklich gut gedient ist und daß ich zu genau den gleichen Preisen verkaufe, die der Detail-Abtheilung jenes
Geschäfts in kurzer Zeit ein wohlbegründetes Renomse verschafft haben.
Ich lade meine verehrte Kundschaft ein, recht häufig von dieser Musterkarte Gebrauch zu machen.— Die Lieferung der ausgewählten Stoffe erfolgt in den meisten Fällen am nächsten, sonst aber an dem darauf folgenden Tage. Gewissenhafte und aufmerksame Bedienung zusichernd, empfehle ich mich
Friedberg, August 1884.
Daumwollene& wollene Strickgarne.
Rollen⸗Garne, Näh⸗ und Maschinen⸗ Seide. Einfaßlitze in farbig und schwarz. Alle Arten Knöpfe.
Pesatzarkistel,
überhaupt alle Zuthaten für Kleider.
Corsetten, Cravatten, Schleifen,
Damen⸗ und Kinder⸗ Schürzen. Unterröcke, Hosen, Jacken, Strümpfe und Socken.
Handschuhe.
Kopftücher, Kaputzen, Halstücher
und
Umschlagtücher. Herren-Hemden.
Damen- und Kinder-Hemden.
Kragen, Manschetten. Hemden-Einsätze, Varhemden. Taschentücher.* i Krausen, Spitzen, Stickereien.
Cischtücher, Servieiten, Handtücher, Gläsertücher.
hitting, Chiffon, Leinen, Halbleinen, Baumwoll
tuch, Piqué, Barchent, Zwillich. Pellzeuge.
Hochachtungsvoll
G. F. Aletter.
Lager reinwollenen und halbwollenen
Kleiderstoffen. Druckzeuge, Lustre, Casinets,
Kleider⸗Lamas, Rockzeuge.
Kunell,
Parchenk für Hemden,
sowie alle Sorten
Futterzeuge, Farsenet, We Zanella, Futter-Mull
N. N.
Winter-Maͤntel, Regen-Mäntel,
Sommer Paletots und Umhänge.
Puckskin.


