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Obberhessischer Anzeiger.
und Freitag Abend ausgegeben.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffers it 14 Pf i it 22 Pf.; ei wi i. be 5 T s Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. f Annoncen von auswärtigen Einsendern ssoweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post 2 cen 5
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Aufstellung der Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1885/86.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises mit Ausnahme von Bauernheim, Dorn-Assenheim, Hoch-Weisel, Oppershofen, Ossenheim,
Reichelsheim und Rendel.
Friedberg am 18. November 1884.
5 Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 20. September d. J.— Oberhessischer Anzeiger Nr. 1163— machen wir darauf auf— merksam, daß mit dem 15. d. Mts. der Termin zur Einsendung der Voranschläge verstrichen ist und erwarten nunmehr die Einsendung
bestimmt bis zum 1. k. Mts.
Diejenigen von Ihnen, welche auch bis zum 1. k. Mts. den Voranschlag nicht eingesandt, haben sich an dem—
selben Tage über die Säumigkeit zu verantworten und anzugeben bis wann die Einsendung erfolgen wird.
Dr. Braden.
Betreffend: Die gemeinschaftlichen Ortskrankenkassen von Assenheim, Reichelsheim, Vilbel und Groß-Karben.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien der obengenannten Kassenbezirke. 5 Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 6. November 1884, Amtsblatt Nr. 9, beauftragen wir Sie, die Wahl der Kassen— vorstände Montag den 24. November 1884 in der vorgeschriebenen Weise vorzunehmen.
J. V. d. K.: Eckardt, Regierungs⸗-Accessist.
Friedberg den 20. November 1884.
Deutsches Reich.
Berlin, 19. Nov. In der heutigen Sitzung des Bundesrathes wurde der Reichshaushalts— Etat für 1885/86 auf 621,196,051 M. Aus⸗ gabe, nämlich 556,314,286 M. fortdauernde und 64,881,765 M. einmalige, sowie auf 621,196,051 M. Einnahme festgesetzt. Die aufzunehmende Anleihe beträgt 44,671,996 M. 19. Nov. Die heutige Sitzung der afrikanischen Conferenz beschäftigte sich mit dem ersten Punkte des Programms: der Handels— und Schifffahrtsfreiheit auf dem Congo. Man begegnete sich in der übrigens nur kurzen Dis— cussion allseitig in der Auffassung, daß der Ver⸗ kehr auf dem Congo für Handel und Schifffahrt frei zu erklären sei und setzte sodann eine Com⸗ mission nieder, deren Aufgabe in der Feststellung der geographischen Abgrenzung des Begriffes „Congo⸗Bassin und Congo-Mündungen“ besteht. 20. Nov. Die heutige Sitzung der Commission der Congoconferenz war der An— hörung mehrerer Experten, darunter Stanley's, gewidmet. Die Discussion des ersten Conferenz—
punktes ist noch nicht begonnen worden. Berlin, 20. Nov. Bei der Reichstagseröffnung im Weißen Saale waren an Mitgliedern des Reichstags, Generalen, Ministern, hohen Staatsbeamten, Geistlichen und Vertretern der Universität eirea 200 Personen an— wesend. Das diplomatische Corps war zahlreich ver— treten, darunter der französische und türkische Botschafter, der portugiesische und schwedische Gesandte. Eine be⸗ sondere Loge war für die Mitglieder der Congo⸗Con⸗ ferenz reservirt. Bei dem Eintritt des Kaisers brachte Moltke ein Hoch auf den Kaiser aus. Der Kaiser bestieg den Thron, bedeckte das Haupt und nahm aus den Händen des Fürsten Bismarck die Thronrede entgegen, welche er mit lauter, vernehmlicher Stimme verlas. In der Rede heißt es:„Es gereicht Mir zu besonderer Genugthuung, daß die Wünsche, welche Ich in Meiner Botschaft vom 17. November 1881 an dieser Stelle kundgegeben, seitdem auf dem Wege zu ihrer Erfüllung wesentliche Fortschritte gemacht haben; Ich entnehme daraus am Abend Meines Lebens die Zuversicht, daß der stufenweise Ausbau der begonnenen Neform schließ⸗ lich gelingen und für den inneren Frieden im Reiche die Bürgschaften herstellen werde, welche nach menschlicher Unvollkommenheit erreichbar sind. Unsere nächsten Schritte in dieser Richtung werden in der Ausdehnung der Unfall⸗ versicherung auf die Arbeiter der Landwirthschaft und des Transportwesens und in der Erweiterung der Spar⸗ kasseneinrichtungen bestehen, wofür die Vorlagen Ihnen zugehen werden. Der Entwurf des Reichs haus halts— Etats für das nächste Rechnungsjahr wird Ihnen un⸗ verweilt vorgelegt werden. Die Fortentwickelung der Einrichtungen des Reiches bedingt naturgemäß ein An⸗ wachsen seiner Ausgaben. Sie werden hierin mit Mir eine Mahnung erkennen, neue Einnahmequellen für das Reich zu erschließen. Wegen Subventiontrung unserer Dampf— schifffahrt werden Ihnen Mittheilungen über die unter den Schutz des Reiches gestellten überseeischen Ansiedel⸗ ungen und die darüber gepflogenen auswärtigen Ver⸗
handlungen zugehen. Wenn diese Anfänge colonialer Bestrebungen nicht alle Erwartungen, die sich daran knüpfen, erfüllen können, so werden sie doch dazu beitragen, durch Entwickelung der Handels-Verbindungen und durch Belebung des Unternehmungsgeistes die Ausfuhr unserer Erzeugnisse dergestalt zu fördern, daß unsere Industrie zu lohnender Beschäftigung ihrer Arbeiter befähigt bleibt. Im Einverständniß mit der französischen Regierung habe Ich Vertreter der meisten seefahrenden Nationen hierher eingeladen, um über die Mittel zu berathen, durch welche der Handel mit Afrika gefördert und vor Stör— ungen durch internationale Reibungen gesichert werden kann. Die Bereitwilligkett der betheiligten Regierungen, Meiner Einladung zu entsprechen, ist ein Beweis der freundschaftlichen Gesinnung und des Vertrauens, von welchem alle Staaten des Auslandes dem Deutschen Reiche gegenüber erfüllt sind. Diesem Wohlwollen liegt die Anerkennung der Thatsache zu Grunde, daß die kriegertschen Erfolge, die Gott uns verliehen hat, uns nicht verleiten, das Glück der Völker auf anderem Wege als durch Pflege des Friedens und seiner Wohlthaten zu suchen. Ich freue Mich dieser Anerkennung und ins: besondere darüber, daß die Freundschaft mit den durch die Tradition der Väter, durch die Verwandtschaft der regierenden Häuser und durch die Nachbarschaft der Länder Mir besonders nahestehenden Monarchen von Oesterreich und Rußland durch unsere Begegnung in Skierniewiee der Art hat besiegelt werden können, daß Ich ihre ungestörte Dauer für lange Zeit gesichert halten darf.“ Die Rede wurde, namentlich bet der Stelle über die Colontalpolitik, die Congoeonferenz und am Schlusse von lebhaftem Beifall begleitet. Es fand sodann die erste Sitzung des Reichstags statt, welche der Alterspräsident Moltke eröffnete und die der Con— stituirung der Bureaux gewidmet war. Das Verhältniß der Parteien ist folgendes: Konservative 104, Centrum 108, Deutschfreisinnige 66, Nattonalliberale 54, Sozial— demokraten 24, Volkspartei 7, Polen 16, Elsaß Lothringer 15, Dänen 1, Wilde 2, zusammen 397.
Ausland.
Pest, 19. Nov. Die ungarische Delegation wurde nach Verlesung der sanktionirten Beschlüsse und nachdem noch der Präsident Namens der Delegation den Dank für die beruhigende und
befriedigende Erklärung der Regierung aus— gedrückt, geschlossen. Dänemark. Kopenhagen, 19. Nov. Die
gemäßigte Linke des Folkethings brachte eine
motivirte Tagesordnung ein, welche beantragt, die
Verhandlungen aller Regierungsvorlagen zu sistiren. Das Folkething nahm dieselbe mit 63 gegen 18 Stimmen an. Conseilpräsident Estrup erklärte, wenn die Opposition ihre Wünsche
Posten zu verharren. — 20. Nov. Der Präsideut des Folkethings vertagte heute die Sitzungen bis auf Weiteres, da alle Berathungsgegenstände durch die gestrige motivirte Tagesordnung erledigt sind und nichts Neues mehr vorliege. Frankreich. Paris, 20. Nov.
In der
Kammer brachte Bevillon(Radical) den Noth— stand der Pariser Industrie zur Sprache und beantragte, da viele Arbeiter beschäftigungslos seien, die Ausführung großer Arbeiten und Be— willigung eines Credits von 3 Million Francs für die Pariser Bevölkerung. Minister Waldeck zählte die bereits in Angriff oder in Aussicht genommenen Arbeiten auf, sprach sich gegen einen Credit aus und beantragte einfache Tages— ordnung. Die Kammer beschloß die letztere.— Dem„Temps“ zufolge würde die Erhöhung des Eingangszolles auf ausländisches Getreide drei Francs nicht übersteigen. Der Congreß der landwirthschaftlichen Vereine sprach sich ein— stimmig für die Erhöhung der Zölle auf aus⸗ ländisches Getreide aus.
— Journal„Paris“ meldet, es würden drei Kreuzer ersten Ranges„Magon“,„Laperouse“ und„Pimanget“ ausgerüstet, um das Geschwader in Ostasien zu verstärken.
Rumänien. Bukarest, 19. Nov. Gestern begannen die Parlamentswahlen; dieselben sind nach den bisherigen Resultaten im ersten Wahl— collegium fast durchweg günstig für die Regierung ausgefallen. Die Eröffnung der Kammer findet am 22. d. M. statt.
Aus Stadt und Land.
J. Friedberg. In die Reihe der Vorträge des Volksbildungsvereins werden sich diesen Winter auch wie⸗ der einige Vorträge des Localgewerbvereins, welche im Rathhaussaale abgehalten werden, einfügen. Zunächst steht am 26. November ein Vortrag des Ingenieurs Brockmann von Offenbach in Aussicht über das Telephon, ein Vortrag, welcher sich an die beiden Vorträge über die elektrischen Erscheinungen im vorigen Winter an⸗ schließt. Ferner wird Ingenieur Wagner aus Darm⸗ stadt voraussichtlich am 12. Dezember einen Vortrag über das künstliche Trocknen des Werkholzes halten.
J. Friedberg, 20. Nov. In der gestrigen Monats⸗ versammlung des Localgewerbvereins gelangten einige interessante Dachziegelformen, welche ein hiesiger Dach— deckermeister angefertigt und der Mustersammlung des Vereins zum Geschenk gemacht, zur Vorführung, ebenso ein von demselben construirter und bereits mehrfach er⸗ probter Ventilator, welcher sich vor anderen ähnlichen neueren Constructionen durch Einfachheit und billige Her⸗ stellungskosten auszeichnet. Ferner wurde eine von der Firma Villeroy& Boch zu Merzig hergestellte Friesplatte aus Terracotta, wie sie an einem hiesigen Neubau Ver⸗
wendung gefunden, der technischen Mustersammlung des
nicht näher darlege, nöthige sie ihn, auf seinem] Gewerbdereins zur Ausstellung überwiesen. u ee e,
dienstlicher Weise unterzog sich ein Mitglied des Vereins einer übersichtlichen Auseinandersetzung über das Patent⸗ wesen und den Musterschutz, woran sich eine lebhafte Disecussion knüpfte. Ferner fand die Verlesung einiger Artikel aus der deutschen Industriezeitung über das Un⸗ fallversicherungsgesetz statt, welche zur Aufklärung über den Geist und den Kern des Gesetzes, ins besondere über
die Bedeutung der Berufsgenossenschaften wesentlich bei—
zutragen geeignet war. Schließlich wurde noch zu recht


